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Die Botschaften an den Reliefs der Ara Pacis. Der Zwiespalt zwischen programmatischem Nutzen und der kulturellen Funktion des Friedensaltars

Titel: Die Botschaften an den Reliefs der Ara Pacis. Der Zwiespalt zwischen programmatischem Nutzen und der kulturellen Funktion des Friedensaltars

Hausarbeit , 2017 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lukas Hüttemann (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zunächst werde ich auf den künstlerischen Stil des Augustus eingehen. Es folgt eine Betrachtung der Ehegesetze und der mores maiorum und danach ein Abschnitt über das Bauwerk der Ara Pacis an sich. Anschließend werde ich dann auf die Reliefs der Ara Pacis genauer eingehen und anhand dieser auf politische/ programmatische Botschaften, sowie auf den kulturellen Nutzen des Altars schließen.

„The song itself has led us to the Altar of Peace: this will be the second day from the end of the month. With the laurel of the Actian victory crowning your well-arranged hair, O Peace, stand by us and remain in all the world, kind as you are [...]” Ipsum nos carmen deduxit Pacis ad aram: haec erit a mensis fine secunda dies. Frondibus Actiacis comptos redimita capillos.

Pax, ades et toto mitis in orbe mane ist ein Zitat aus Ovids Fasti, der damit den Frieden ausruft und Bezug nimmt auf die Ara Pacis als Friedensaltar. Ein Heiligtum wie die Ara Pacis hat nicht nur den Sinn, Götter anzubeten. Es diente auch dazu gewisse Botschaften machtpolitischer Natur auszudrücken und hat deshalb neben der kulturellen Funktion auch einen programmatischen Nutzen. Anders als bei den Tempeln der Venus, des Apollo und des Mars, die Augustus selbst erbauen ließ und die deswegen eng mit dem Princeps verbunden waren, ist bei der Ara Pacis der Bauherr der Senat. Deshalb stellt sich die Frage, ob der Altar des Augustusfriedens, als Repräsentationsbau zu sehen ist und ausschließlich bezweckt Augustus als Friedensbringer, als Vorbild für das römische Volk zu deklarieren und programmatisch auf den Zustand der Fülle und der Fruchtbarkeit des goldenen Zeitalters hinzuweisen, oder drückt die Reliefgestaltung der Ara Pacis auch eine kulturelle Funktion aus, die sich auf den Altar als Glaubensstätte bezieht.

Als Quelle dienen vor allen Dingen die Reliefs der Ara Pacis, die es zu untersuchen gilt. In der Forschung gibt es zu ihnen verschiedene Deutungsansätze, die ich aufzeigen werde. Des Weiteren wird das res gestae, der Tatenbericht des Augustus, sowie Passagen von Dichtungen des Horaz (Carmen Saeculare und die Ode 3,6), an denen sich die Reliefkünstler orientiert haben könnten, mit einbezogen. Zu den Hauptwerken auf die ich mich beziehe gehört „Augustus und die Macht der Bilder“ von Paul Zanker und „Ara Pacis Augustae (Der Altar der Friedensgöttin Pax Augusta in Rom)“ von Erika Simon, indem notwendige Informationen zu den Reliefs an der Ara Pacis zu finden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hintergründe zum Bauwerk

II.1. Der Kunstil des Augustus

II.2. Die Ehegesetze und die mores maiorum

II.3. Bau der Ara Pacis

III. Analyse der Reliefs der Ara Pacis

III.1. Die Bedeutung der Prozessionsreliefs

III.2. Fruchbarkeitsmotivik am Pax-Relief

III.3. Ranken und Girlanden an der Ara Pacis

III.4. Das kleine Relief der Amtshandlung und das Aeneas-Relief

IV. Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Analyse

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem machtpolitischen, programmatischen Nutzen und der kulturell-kultischen Funktion des Friedensaltars Ara Pacis. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Bauwerk primär als Repräsentationsinstrument zur Legitimierung der Herrschaft des Augustus und seiner Familie dient oder ob es maßgeblich als Glaubensstätte für das römische Volk fungierte.

  • Politische Selbstdarstellung des Augustus als Friedensbringer.
  • Propagierung der augusteischen Ehegesetze und mores maiorum.
  • Bedeutung des goldenen Zeitalters und der Fruchtbarkeitsmotivik.
  • Analyse der Prozessionsreliefs, Rankenornamentik und Opferdarstellungen.
  • Die Rolle des Altars in der augusteischen Religionspolitik.

Auszug aus dem Buch

II.1. Der Kunststil des Augustus

Die Hintergründe des künstlerischen Stils des Augustus, wie er funktioniert und was er erreichen möchte verdienen eine genauere Betrachtung, um später die Reliefkunst an der Ara Pacis verstehen zu können.

Die Basis dieser ist der ständige Austausch zwischen Leistungen des Augustus, die wiederum vom Volk mit Gegenleistungen in Form von Ehrungen erwidert werden. Augustus selbst steuerte diese Prozesse nicht, sondern die konkurrierenden Führungsschichten und Städte sorgten dafür, dass sich öffentliche Plätze zügig mit politischen Monumenten füllten. Durch die Größe und die Ornamentik der zu Ehrzwecken errichteten Bauwerke lässt sich auf die Mittel und Motivation der Städte und auf die Größe der Götter schließen.

In Rom allerdings bestimmte der Senat oder Augustus selber, wer welche Ehrungen wo errichten durfte. Zudem bedurfte die Erhaltung der augusteischen Herrschaft neue künstlerische Formen, die die Politik und die Zielvorstellungen des Princeps darstellen sollten. Dabei galt das Konzept des steten Wiederholens von Motiven in immer anderen Formen und Ornamenten, damit schließlich jeder Zeitgenosse die Bilder deuten konnte. Trotzdem fand dieser, immer andere Bildkompositionen vor und verlor deswegen wahrscheinlich nie das Interesse. Gerade bei der Ara Pacis erkennt man, dass sich die Motive der Fruchtbarkeit und Fülle immer in verschiedenen Kombinationen und Formen wiederholen und in jedem Relief in irgendeiner Weise vorhanden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes, der Fragestellung und der zentralen Quellen sowie der methodischen Herangehensweise.

II. Hintergründe zum Bauwerk: Untersuchung der augusteischen Kunstauffassung, der moralischen Gesetzgebung und der Entstehungsgeschichte des Altars.

III. Analyse der Reliefs der Ara Pacis: Detaillierte ikonographische Analyse der verschiedenen Reliefgruppen (Prozession, Fruchtbarkeit, Ranken, Amtshandlung) hinsichtlich ihrer Funktion.

IV. Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Analyse: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse über den programmatischen und kultischen Gehalt der Reliefs.

V. Fazit: Abschließende Bewertung, dass die Ara Pacis primär ein Instrument der politischen Repräsentation der Führungselite ist.

Schlüsselwörter

Ara Pacis, Augustus, Friedensaltar, Politische Propaganda, Goldene Zeitalter, Reliefkunst, mores maiorum, Ehegesetze, Staatsmonument, Herrschaftslegitimation, Fruchtbarkeit, Repräsentationsbau, Römisches Reich, Kultus, Pietas

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Reliefgestaltung der Ara Pacis, um zu klären, ob der Altar primär als politisches Propagandainstrument des Augustus oder als religiöse Kultstätte für die Bevölkerung konzipiert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die augusteische Bildpolitik, die Vermittlung der Sitten der Vorfahren (mores maiorum), die Ehegesetze und die Symbolik des goldenen Zeitalters.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Reliefs ausschließlich Augustus als Friedensbringer legitimieren oder ob sie eine übergeordnete kulturelle Funktion als religiöser Identifikationspunkt erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ikonographische und kunsthistorische Analyse der Reliefs durchgeführt, unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen wie der Res gestae und der Dichtungen des Horaz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Hintergründe zum Bauwerk, die Analyse der verschiedenen Reliefgruppen (Prozession, Ranken, Fruchtbarkeit) und den Vergleich mit weiteren Darstellungen der Opferhandlung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Augustus, Ara Pacis, Propaganda, Fruchtbarkeit, mores maiorum, politische Repräsentation und das goldene Zeitalter.

Welche Rolle spielen die Prozessionsreliefs für die Aussage des Altars?

Sie dienen laut der Arbeit primär der Zurschaustellung der Führungselite und der kaiserlichen Familie, wobei durch die Einbindung der Priester und der Toga die Demut vor den Göttern und die Einhaltung der Traditionen betont wird.

Warum wird das Aeneas-Relief als Kontrast zur kleinen Amtshandlung hervorgehoben?

Aufgrund seiner größeren Darstellung und der mythologischen Bedeutung für den Stammvater des julischen Geschlechts wird es als gewichtigerer Ausdruck der Opferhandlung gewertet als die eher untergeordnete, kleinformatige Darstellung anderer Amtshandlungen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Botschaften an den Reliefs der Ara Pacis. Der Zwiespalt zwischen programmatischem Nutzen und der kulturellen Funktion des Friedensaltars
Hochschule
Universität Münster  (Geschichte/Philosophie)
Veranstaltung
Caesarrächer, Erster Bürger, Friedenskaiser Augustus
Note
2,0
Autor
Lukas Hüttemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V540212
ISBN (eBook)
9783346167026
Sprache
Deutsch
Schlagworte
botschaften friedensaltars funktion nutzen pacis reliefs zwiespalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Hüttemann (Autor:in), 2017, Die Botschaften an den Reliefs der Ara Pacis. Der Zwiespalt zwischen programmatischem Nutzen und der kulturellen Funktion des Friedensaltars, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540212
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Leseprobe aus  22  Seiten
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