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Lässt sich die Akzeptanz von chemischen Inhalten durch eine berufsorientierte Vermittlung steigern? Das Beispiel Friseurausbildung

Titel: Lässt sich die Akzeptanz von chemischen Inhalten durch eine berufsorientierte Vermittlung steigern? Das Beispiel Friseurausbildung

Bachelorarbeit , 2014 , 69 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Chemie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Chemie ist mein Lieblingsfach!" Ein nicht häufig gehörter Satz in der Schule. An vielen Schulen fristet die Chemie eher ein Schattendasein und spätestens bei den Wahlen der Leistungskurse zum Abitur hin wird das Desinteresse chemischer Inhalte offensichtlich.

Aber lässt sich das Interesse und die Akzeptanz von chemischen Inhalten steigern, sobald lediglich die berufsrelevanten Inhalte im Rahmen einer Berufsausbildung vermittelt werden? Um diese Frage zu beantworten, wurden im Laufe dieser Arbeit mit zwei Berufsschulklassen im Friseurberuf Interviews und Fragebögen durchgeführt.

Der Friseurberuf eignet sich für das Forschungsvorhaben sehr gut, da ein Ausbildungsberuf benötigt wird, der viele chemische Inhalte enthält, diese aber alltagsorientiert vermittelt. Die Ausbildung zum Friseur/ zur Friseurin erfüllt diese Vorgaben, was im Einzelnen noch bei der Lehrplananalyse beleuchtet wird. Zudem liegen im Bereich der Berufskollegs seitens der Chemiedidaktik sehr wenige Forschungsvorhaben vor, sodass ein gewisses Forschungsdefizit besteht. Der Beruf der Friseurin/ des Friseurs ist darüber hinaus noch immer ein frauendominierter Beruf. Laut den zu Beginn erwähnten Studien stößt der Chemieunterricht vor allem bei Mädchen auf geringe Akzeptanz. Unter den Chemiebefürwortern sind doppelt so viele Jungs wie Mädchen. Aufgrund dieser Tatsache ist es besonders interessant, in einer frauendominierten Berufsbranche zu untersuchen, wie sich alltagsorientierter Unterricht auf die Akzeptanz von Chemie auswirkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1. Begriffsbestimmungen

2.1.1. Alltagsorientierter Unterricht

2.1.2. Interesse

2.1.3. Akzeptanz

2.2. Alltagsorientierung in der Didaktik

2.2.1. Die Didaktische Analyse nach Klafki

2.2.2. Die operative Didaktik nach Aebli

2.2.3. Die Inkongruenztheorie

2.2.4. Lernpsychologie

2.2.4.1. Der Vorgang des Lernens

2.2.4.2. Unterschiede des Lernerfolges

2.2.4.3. Hinweise aus der Lernpsychologie für die Pädagogik

2.3. Zusammenfassung der Theorie

3. Lehrplananalyse

4. Empirische Untersuchung

4.1. Ziel der Untersuchung

4.2. Methodische Vorgehensweise

4.2.1. Qualitative und Quantitative Forschung

4.2.2. Triangulation

4.2.3. Interview

4.2.4. Fragebögen

4.2.5. Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse

5. Ergebnisse

5.1. Ergebnisse der Interviews

5.2. Ergebnisse der Fragebögen

5.2.1. Bewertung des Schulfaches Chemie

5.2.2. Unterschiede zwischen dem Lernen chemischer Inhalte innerhalb der Berufsausbildung und dem Schulunterricht der Chemie

5.2.3. Akzeptanz der chemischen Inhalte innerhalb der Berufsausbildung

6. Zusammenfassung und Diskussion

7. Mögliche Schlussfolgerungen für die allgemeinbildenden Schulen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob eine alltags- und berufsbezogene Vermittlung chemischer Inhalte in der Friseurausbildung die Akzeptanz der Lernenden gegenüber Chemie im Vergleich zum allgemeinbildenden Schulunterricht steigern kann.

  • Einfluss der Berufsrelevanz auf die Lernmotivation
  • Didaktische Konzepte wie Alltagsorientierung und Inkongruenztheorie
  • Vergleichende Analyse der Akzeptanz zwischen Schule und Berufsschule
  • Empirische Untersuchung mittels Interviews und Fragebögen
  • Schlussfolgerungen für die Didaktik an allgemeinbildenden Schulen

Auszug aus dem Buch

Die Inkongruenztheorie

Es gibt unterschiedliche Arten der Motivation. Bei der intrinsischen Motivation kommen die motivationsfördernden Impulse aus dem Unterrichtsgegenstand selbst. Deswegen kann man diese Art der Motivation auch Sachbezogene Motivation nennen. Sie ist in der Regel von situativen Variablen abhängig, wodurch dem Lehrer die Möglichkeit gegeben ist, durch die Darstellung des Inhaltes eine unmittelbare Beeinflussung des Schülerverhaltens zu erreichen.

„Sachbezogene Motivation wird durch Impulse verursacht, die vom Unterrichtsgegenstand ausgehen. Sie ist also nicht realisierbar ohne die motivierenden Sachen“ (LIND 1975, S.38).

Nach LIND könne diese Art der Motivation zu Spaß am Lernen und besseren Leistungen führen. Doch daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage, wie der Unterrichtsinhalt denn vermittelt werden soll, damit eine sachbezogene Motivation entstehen kann. Einige als relevant eingestuften Variablen sind Neuheit, Komplexität, Überraschung, Widerspruch oder ein unerwarteter Eintritt eines Ereignisses. Im Folgenden werden aber nicht alle Variablen erwähnt, sondern dafür den Oberbegriff der Inkongruenz eingeführt, welcher die Abweichung der Realität von der Erwartung eines Individuums beschreibt. Man kann auch sagen, dass die Erfahrung nicht der Erwartung entspricht. Demnach sind Inkongruenzen die Ursache für eine Aufmerksamkeitszuwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darlegung des massiven Akzeptanzproblems des Chemieunterrichts und Herleitung des Forschungsbedarfs im Kontext der berufsorientierten Ausbildung.

2. Theorie: Definition zentraler Begriffe wie Alltagsorientierung und Akzeptanz sowie Erläuterung didaktischer und lernpsychologischer Grundlagen zur Motivation.

3. Lehrplananalyse: Darstellung der Struktur der Friseurausbildung und Integration chemischer Inhalte in die handlungsorientierten Lernfelder.

4. Empirische Untersuchung: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung von teilstrukturierten Interviews und Fragebögen zur Datenerhebung.

5. Ergebnisse: Auswertung der erhobenen Daten, die eine höhere Akzeptanz chemischer Inhalte durch deren Berufsrelevanz belegen.

6. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese, dass Berufsrelevanz der Schlüsselfaktor für höhere Akzeptanz ist.

7. Mögliche Schlussfolgerungen für die allgemeinbildenden Schulen: Reflexion über die Übertragbarkeit berufsorientierter Prinzipien auf den allgemeinbildenden Unterricht.

Schlüsselwörter

Chemieunterricht, Akzeptanz, Friseurausbildung, Alltagsorientierung, Berufsrelevanz, Lernmotivation, Didaktische Analyse, Inkongruenztheorie, Handlungsorientierung, Empirische Untersuchung, qualitative Forschung, Lernpsychologie, naturwissenschaftliche Bildung, Schülerinteresse.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Problem, das in der Arbeit behandelt wird?

Die Arbeit adressiert die geringe Akzeptanz und Beliebtheit des Schulfaches Chemie an allgemeinbildenden Schulen, die oft zu Desinteresse und Abwahl des Faches führt.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Im Fokus stehen die Motivation im Chemieunterricht, die Bedeutung der Alltagsorientierung, die Relevanz des Lernens für den Beruf sowie die lernpsychologischen Hintergründe der Wissensaufnahme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob eine alltags- und berufsbezogene Vermittlung chemischer Inhalte in der Friseurausbildung die Akzeptanz gegenüber dem Fach steigert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen methodischen Triangulationsansatz, bestehend aus teilstrukturierten Leitfadeninterviews und Fragebögen, die qualitativ ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Didaktik, Lernpsychologie), eine Lehrplananalyse für das Friseurhandwerk und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Akzeptanz, Berufsrelevanz, Alltagsorientierung und naturwissenschaftliche Motivation.

Warum eignet sich gerade die Friseurausbildung für dieses Forschungsvorhaben?

Der Beruf enthält viele chemische Bezüge (z.B. Haarfarben, Dauerwellen), was eine Untersuchung von alltagsorientierter Vermittlung in einer frauendominierten Branche ermöglicht.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Hypothese?

Die Hypothese wird gestützt: Die Berufsrelevanz erweist sich als entscheidender Faktor, der die Akzeptanz chemischer Inhalte bei den Auszubildenden signifikant erhöht.

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Details

Titel
Lässt sich die Akzeptanz von chemischen Inhalten durch eine berufsorientierte Vermittlung steigern? Das Beispiel Friseurausbildung
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
69
Katalognummer
V540235
ISBN (eBook)
9783346149213
ISBN (Buch)
9783346149220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chemie in der Friseurausbildung Akzeptanz chemischer Inhalte Berufsorientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Lässt sich die Akzeptanz von chemischen Inhalten durch eine berufsorientierte Vermittlung steigern? Das Beispiel Friseurausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540235
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Leseprobe aus  69  Seiten
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