Das Grobziel dieser Stunde:
Die Schüler sollen eine Gedankensammlung zum Thema „Winter“ selbstständig erstellen und anschließend ein Akrostichon dazu schreiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung in den Lehrplan
2. Sachanalyse
3. Zielsetzungen
4. Ausgangslage
5. Darstellung des Gesamtablaufs
6. Organisation
7. Begründung der gewählten Unterrichtsformen
8. Reflexion der Unterrichtseinheit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit für die zweite Jahrgangsstufe im Fach Deutsch, die das kreative Schreiben fokussiert. Ziel ist es, den Schülern durch eine strukturierte Heranführung – von der Gedankensammlung mittels Cluster-Methode bis hin zum Verfassen eines eigenen Akrostichons – den spielerischen und angstfreien Zugang zu literarischen Ausdrucksformen zu ermöglichen.
- Kreatives Schreiben als Ausdrucksmittel in der Grundschule
- Die Cluster-Methode zur Ideenfindung und Gedankensammlung
- Einführung und Anwendung der Textsorte Akrostichon
- Verbindung von Wortschatzarbeit und orthografischer Sensibilisierung
- Methodisch-didaktische Planung einer Deutschstunde
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
Kreatives Schreiben gehört zu den neuen Methoden des Deutschunterrichts. Jahrzehnte lang wurde das überbetonte Schreiben nach vorgegebenen Regeln praktiziert und Schreibaufgaben wurden somit häufig mit Unlust und Angst vor Fehlern verbunden. Nun soll mit dieser Methode das Schreiben als eigenes Ausdrucksmittel (wieder) entdeckt werden. Zudem wurde bewiesen, dass die Techniken des kreativen Schreibens den zu stark linkshirnig orientierten Schulunterricht ablösen und damit die Aktivierung beider Gehirnhälften sowie deren gegenseitige Anregung fördern.
Eine der unzähligen Schreibanregungen hierzu ist die (in meiner Unterrichtseinheit verwendete) Cluster-Methode. Sie wurde von Gabriele L. Rico 1984 entwickelt und ist ein nicht lineares Brainstorm-Verfahren, das auf der freien Assoziation basiert. „Die Methode des Clustering entspricht der Funktionsweise unseres Gehirns.“ Es beschreibt somit die Kurzschrift des bildlichen Denkens. Aufgaben dieser Methode sind die Förderung bildlichen Denkens, die Umgehung der unnachgiebigen Zensur des begrifflichen Denkens, sowie das Ziel, dem Schreiber Angst und Blockade zu nehmen. Den eigentlichen Schreibimpuls bietet ein auf einem leeren Blatt umrandetes Kennwort. Dazu lässt man seine Gedanken einfach treiben und schreibt die Einfälle rasch auf, die in alle Richtungen ausstrahlen. Man soll sich nicht zu sehr auf bestimmte Gedanken konzentrieren oder gar versuchen, eine Struktur zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung in den Lehrplan: Der Entwurf wird an die offiziellen Lehrplanvorgaben für die zweite Jahrgangsstufe zur Lese- und Schreibfähigkeit sowie zum Verfassen von Texten angebunden.
2. Sachanalyse: Hier werden die theoretischen Grundlagen des kreativen Schreibens sowie die Cluster-Methode nach Gabriele L. Rico methodisch begründet und in den Kontext des Deutschunterrichts eingeordnet.
3. Zielsetzungen: Das Grobziel der Stunde sowie verschiedene Feinziele, welche sowohl kreative als auch orthografische Kompetenzen abdecken, werden definiert.
4. Ausgangslage: Die methodische Vorkenntnis der Schüler wird durch eine kurze Vorbefragung und die Beobachtung des bisherigen Unterrichts analysiert.
5. Darstellung des Gesamtablaufs: Dieser Abschnitt beschreibt die zeitliche Struktur und die methodischen Schritte der Unterrichtseinheit vom stummen Impuls bis zur Einzelarbeit.
6. Organisation: Die praktische Vorbereitung, einschließlich der Hausaufgabe und der Materialwahl, wird detailliert erläutert.
7. Begründung der gewählten Unterrichtsformen: Die Entscheidung für Sozialformen wie Sitzkreis, Partner- und Einzelarbeit wird pädagogisch hergeleitet und reflektiert.
8. Reflexion der Unterrichtseinheit: Die Lehrperson wertet den Verlauf der Stunde aus, bewertet den Lernerfolg sowie das Engagement der Schüler und analysiert aufgetretene Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Kreatives Schreiben, Akrostichon, Cluster-Methode, Deutschunterricht, Grundschule, Gedankensammlung, Sprachgestaltung, Rechtschreibung, Methodik, Didaktik, Lernprozess, Schülerduden, Wortschatzarbeit, Unterrichtsplanung, Assoziationsverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung einer Unterrichtseinheit im Fach Deutsch, in der Grundschüler der zweiten Klasse durch kreative Schreibtechniken zum Verfassen eigener Gedichte angeregt werden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die Anwendung der Cluster-Methode zur Ideenfindung, die Textform des Akrostichons sowie die Förderung von Kreativität bei gleichzeitigem Bewusstsein für Rechtschreibung.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist die selbstständige Erstellung einer Gedankensammlung zum Thema "Winter" durch die Schüler, gefolgt von der Erarbeitung eines eigenen Akrostichons.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird eine didaktische Unterrichtsplanung erstellt, die auf freier Assoziation (Clustering) basiert und durch eine Vorbefragung der Schüler zur Ermittlung des Lernstandes empirisch untermauert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die Zieldefinition, den konkreten Ablaufplan der Stunde, die organisatorische Vorbereitung sowie die methodische Begründung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kreatives Schreiben, Cluster-Methode, Akrostichon, Grundschuldidaktik und Sprachförderung.
Warum wurde die Cluster-Methode speziell für diese Klasse gewählt?
Die Methode eignet sich laut der Autorin besonders gut, um Schreibblockaden bei Kindern zu lösen und den Schreibprozess als kreativen Akt statt als starre Regelbefolgung zu etablieren.
Wie ging die Lehrkraft mit den Rechtschreibfehlern der Kinder um?
Obwohl die Förderung der Kreativität im Vordergrund stand, wurde die Orthografie nicht ausgeklammert; die Schüler wurden ermutigt, bei Unsicherheiten Wörter im Duden nachzuschlagen.
Welche Rolle spielt der Sitzkreis im Unterrichtsverlauf?
Der Sitzkreis dient als soziales Forum für die Vorstellungsphase der mitgebrachten Gegenstände, um die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse zu bündeln und einen direkten Austausch zu ermöglichen.
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- Kathrin Horner (Author), 2005, Unterrichtseinheit: Akrostichon - Gedichte schreiben in der 4. Jahrgangsstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54030