Inwiefern schaffen Postwachstumsansätze eine nachhaltige Wirtschaft? Mithilfe der bestehenden Literatur wird ein tieferes Verständnis für die Relevanz und der Weite des Postwachstumsgedanken vermittelt. Auf Grundlage dieser Forschungsfrage ist es zunächst erforderlich, die Faktoren, die eine nachhaltige Wirtschaft beeinflussen, zu erläutern und daraufhin in Relation mit den aus dem Postwachstum resultierenden Einflüssen zu setzen. Dies bezüglich wird, als empirisches Fallbeispiel die bhutanische Ökonomie herangezogen, da es verdeutlicht, dass die Implementation von Postwachstumsansätzen, trotz komplexer historischer und ökonomischer Gegebenheiten, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann.
Der Aufbau dieser Seminararbeit lässt sich in vier Abschnitte einteilen. Nach der Einleitung führt der Grundlagenteil in das Gebiet des Postwachstums ein und befasst sich mit den dazu wesentlichen Aspekten der Wachstumskritik. Dabei wird unter anderem auf die zu separierenden Bestandteile Postwachstum und de-growth eingegangen. In Anknüpfung an die zuvor dargestellten Konzepte thematisiert der Hauptteil die detaillierte Bearbeitung der Fragestellung in Anbetracht des empirischen Fallbeispiels. Der letzte Abschnitt besteht aus der Beantwortung der Forschungsfrage und einem darauf aufbauenden Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Konzept des Postwachstums
2.1 Kritik am Wachstumsparadigma
2.2 Postwachstum
2.3 agrowth, steady-state economy, de-growth and post-developments
2.4 Green growth und die vorsorgeorientierte Postwachstumsgesellschaft
2.5 Zukünftige Herausforderungen
3 Postwachstumsinitiativen in Entwicklungsländern
3.1 Fallbeispiel Bhutan
3.2 Historischer Hintergrund und Fakten
3.3 GNH-Indikator als Alternative zum BIP
3.4 Postwachstumsansätze in Bhutan
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern Postwachstumsansätze als Alternative für Entwicklungsländer dienen können, um eine nachhaltige Wirtschaft zu etablieren. Hierbei wird das Fallbeispiel Bhutan analysiert, um zu verdeutlichen, dass eine Abkehr vom klassischen BIP-Wachstumsdenken positive gesellschaftliche Auswirkungen haben kann.
- Grundlagen und Kritik am klassischen Wachstumsparadigma
- Differenzierung verschiedener Postwachstumsansätze (de-growth, agrowth, steady-state)
- Die vorsorgeorientierte Postwachstumsgesellschaft
- Bhutan als empirisches Fallbeispiel für alternative Wohlstandsindikatoren
- Die Implementierung nachhaltiger Entwicklungspolitik in der Praxis
Auszug aus dem Buch
3.1 Fallbeispiel Bhutan
Im Folgenden wird die Relevanz der Schaffung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Entwicklung anhand des Entwicklungslandes Bhutan verdeutlicht, da die Abschaffung des Bruttoinlandproduktes als Wohlstandsindikator, als der zentrale Postwachstumskerngedanke, umgesetzt worden ist (Gerber & Raina, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des unendlichen Wachstums auf einem begrenzten Planeten ein und definiert die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit.
2 Das Konzept des Postwachstums: Dieses Kapitel erläutert die Kritik am Wachstumsparadigma und stellt verschiedene theoretische Ansätze wie de-growth, agrowth und die vorsorgeorientierte Postwachstumsgesellschaft vor.
3 Postwachstumsinitiativen in Entwicklungsländern: Hier wird anhand des Fallbeispiels Bhutan untersucht, wie alternative Indikatoren wie der GNH-Index praktisch zur Messung von Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung eingesetzt werden.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass ein Umdenken hin zu einer umweltbewussteren Gesellschaft für zukünftige Generationen unumgänglich ist.
Schlüsselwörter
Postwachstum, Wachstumskritik, BIP, Nachhaltigkeit, Bhutan, GNH-Indikator, de-growth, agrowth, steady-state economy, grüne Ökonomie, Entwicklungsländer, Wohlfahrt, ökologische Grenzen, Transformation, Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des Postwachstums und der Frage, wie Ökonomien und Gesellschaften unabhängig von kontinuierlichem Wirtschaftswachstum nachhaltig gestaltet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Wachstumskritik, die theoretischen Ansätze einer Postwachstumsökonomie sowie deren praktische Anwendung in Entwicklungsländern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwiefern schaffen Postwachstumsansätze eine nachhaltige Wirtschaft? Postwachstum als Alternative für Entwicklungsländer am Fallbeispiel Bhutan“.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende wissenschaftliche Konzepte analysiert und diese durch eine empirische Fallstudie zum Land Bhutan illustriert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Wachstumskritik und Postwachstumsmodelle erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der wirtschaftspolitischen Ansätze Bhutans.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Postwachstum, GNH-Indikator, Nachhaltigkeit, Wachstumsgesellschaft und planetare Grenzen.
Warum ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut der Arbeit kritisch zu sehen?
Das BIP misst lediglich die monetäre Wirtschaftsleistung, vernachlässigt jedoch ökologische Schäden, soziale Ungleichheiten und Faktoren, die das Leben jenseits von Konsum lebenswert machen.
Was unterscheidet die „vorsorgeorientierte Postwachstumsposition“ von anderen Ansätzen?
Sie nimmt eine vermittelnde Rolle zwischen de-growth und green growth ein und fokussiert darauf, gesellschaftliche Institutionen vorsorglich von der Wirtschaftsleistung zu entkoppeln.
- Arbeit zitieren
- Vartan Bal (Autor:in), 2019, Postwachstumsinitiativen in Entwicklungsländern am Fallbeispiel Bhutan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540363