Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Chance, Risiken und Herausforderung sich für Zuwanderer in der Produktion ergeben.
Seit Jahren klagt die deutsche Wirtschaft über einen zunehmenden Mangel an Fach- und Nachwuchskräften. Verschärft wird die Problematik durch den demografischen Wandel, der dazu führt, dass immer weniger junge Mengen für den Arbeitsmarkt von morgen zur Verfügung stehen. Seit 2008 kommen mehr Einwanderer nach Deutschland als Fachkräfte das Land verlassen
haben. Wenn man so will, ist Deutschland mit diesem Umschwung im Sinne von Meier-Braun ein Einwanderungsland. Ein- und Zuwanderung hat es schon immer gegeben – nur eben nicht in dem Ausmaß, wie man es im Jahr 2015 erlebten musste.
Die dramatischen Ereignisse in Syrien haben zu einer gewaltigen Flüchtlingsbewegung geführt. In der Folge kam es zu einer erheblichen Zuwanderung von Asylsuchenden. Die klassische Zuwanderung ist – entgegen populistischer Verlautbarungen
– primär durch die Aussicht nach Beschäftigung getrieben. Von dem Flüchtlingsstrom erhofften sich nicht wenige Akteure aus der Politik und Wirtschaft eine Linderung des drohenden Fachkräftemangels. Doch häufig zeigt sich, dass die Zuwanderer nicht über adäquate Ausbildungen und Kenntnisse verfügen, um ohne großen Aufwand in die Arbeitswelt eingebracht zu werden.
Vier Jahre nach dem Ausbruch der Flüchtlingswelle muss man attestieren, dass eine Integration in den Bereichen, in denen der größte Mangel besteht – allen voran die High-Tech-Branchen – Zuwanderung wenig Linderung gebracht hat.
Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass eher schlecht ausgebildete Zuwanderer tendenziell einfacher in Arbeitsbereichen wie der Produktion integriert werden könnten. Doch ist dem wirklich so?
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Zuwanderung nach Deutschland
3. Chancen
3.1. Deckung des Arbeitskräftebedarfs im produzierenden Gewerbe
3.2. Integration von Zuwanderung durch Beschäftigung
3.3. Optimierung der beruflichen Integration
3.4. Langfristige Reduzierung von Integr5ationskosten
3.5. Angleichung sektoraler Beschäftigungsstrukturen
4. Herausforderung
4.1.Ausbildung
4.2.Sprachkompetenzen
4.3. Bedarf an hochqualifiziertem Personal
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Chancen, Risiken und Herausforderungen, die sich durch Zuwanderung für den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere im Sektor der industriellen Produktion, ergeben.
- Analyse der Zuwanderungsströme nach Deutschland in den letzten Jahrzehnten.
- Untersuchung der Arbeitsmarktintegration als Instrument zur Deckung des Fachkräftebedarfs.
- Diskussion der Auswirkungen von Zuwanderung auf Lohnniveau und Beschäftigungseffekte.
- Identifikation der Hürden wie Qualifikationsdefizite und Sprachbarrieren.
- Bewertung der zukünftigen Anforderungen an die Zuwanderungspolitik vor dem Hintergrund von Digitalisierung und demografischem Wandel.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Seit Jahren klagt die deutsche Wirtschaft über einen zunehmenden Mangel an Fach- und Nachwuchskräften. Verschärft wird die Problematik durch den demografischen Wandel, der dazu führt, dass immer weniger junge Mengen für den Arbeitsmarkt von morgen zur Verfügung stehen.
Seit 2008 kommen mehr Einwanderer nach Deutschland als Fachkräfte das Land verlassen haben. Wenn man so will, ist Deutschland mit diesem Umschwung im Sinne von Meier-Braun ein Einwanderungsland (vgl. Meier-Braun 2002, S. 93). Ein- und Zuwanderung hat es schon immer gegeben – nur eben nicht in dem Ausmaß, wie man es im Jahr 2015 erlebten musste. Die dramatischen Ereignisse in Syrien haben zu einer gewaltigen Flüchtlingsbewegung geführt. In der Folge kam es zu einer erheblichen Zuwanderung von Asylsuchenden. Die klassische Zuwanderung ist – entgegen populistischer Verlautbarungen – primär durch die Aussicht nach Beschäftigung getrieben (vgl. Gathmann et al. 2014, S. 159).
Von dem Flüchtlingsstrom erhofften sich nicht wenige Akteure aus der Politik und Wirtschaft eine Linderung des drohenden Fachkräftemangels (vgl. Hinte et al. 2015, S. 744). Doch häufig zeigt sich, dass die Zuwanderer nicht über adäquate Ausbildungen und Kenntnisse verfügen, um ohne großen Aufwand in die Arbeitswelt eingebracht zu werden. Vier Jahre nach dem Ausbruch der Flüchtlingswelle muss man attestieren, dass eine Integration in den Bereichen, in denen der größte Mangel besteht – allen voran die High-Tech-Branchen – Zuwanderung wenig Linderung gebracht hat.
Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass eher schlecht ausgebildete Zuwanderer tendenziell einfacher in Arbeitsbereichen wie der Produktion integriert werden könnten. Doch ist dem wirklich so? Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Chance, Risiken und Herausforderung sich für Zuwanderer in der Produktion ergeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Fachkräftemangel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und stellt die Forschungsfrage zur Integration von Zuwanderern in die Produktion.
2. Zuwanderung nach Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die historischen Entwicklungen der Einwanderungsströme sowie die Struktur und Qualifikationsniveaus der Zuwanderer.
3. Chancen: Das Kapitel erörtert die ökonomischen Potenziale einer gelungenen Arbeitsmarktintegration und deren Beitrag zur Deckung des Personalbedarfs sowie zur sozioökonomischen Einbindung.
4. Herausforderung: Hier werden die wesentlichen Hindernisse wie Qualifikationslücken, Sprachbarrieren und der steigende Bedarf an Hochqualifizierung diskutiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer bedarfsorientierten, gesteuerten Zuwanderungspolitik.
Schlüsselwörter
Zuwanderung, Arbeitsmarktintegration, Fachkräftemangel, Industrielle Produktion, Demografischer Wandel, Qualifikation, Sprachkompetenzen, Willkommenskultur, Ökonomische Effekte, Flüchtlingswelle, Hochqualifizierte, Beschäftigung, Punktesystem, Sozialkassen, Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen und die Herausforderungen, die mit der Integration von Zuwanderern in den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere im produzierenden Gewerbe, verbunden sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland, die Chancen der Arbeitsmarktintegration für Wirtschaft und Zuwanderer sowie die Hürden bei der Integration von Geringqualifizierten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu klären, welche Chancen, Risiken und Herausforderungen sich für Zuwanderer bei einer Tätigkeit im Bereich der Produktion ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung bestehender ökonomischer Literatur, Studien und statistischer Daten zur Zuwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die ökonomischen Rahmenbedingungen der Zuwanderung, die Potenziale für die Deckung des Arbeitskräftebedarfs sowie die spezifischen Hindernisse wie fehlende Ausbildung und Sprachkenntnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zuwanderung, Arbeitsmarktintegration, Fachkräftemangel, demografischer Wandel sowie Qualifizierung und berufliche Integration.
Welche Rolle spielt die Automatisierung für die Integration von Geringqualifizierten?
Aufgrund der zunehmenden Automatisierung geht die Arbeit von einem Rückgang der industriellen Bedarfe aus, was das Potenzial für die Integration von geringqualifizierten Migranten in diesem Sektor eher begrenzt.
Warum wird in der Arbeit ein Punktesystem diskutiert?
Ein Punktesystem wird als möglicher Ansatz zur besseren Steuerung der Zuwanderung nach den Bedürfnissen der Wirtschaft genannt, ähnlich wie es in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Zuwanderung. Chance oder Herausforderung in der Produktion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540423