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Die Legalisierung von Cannabis. Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen?

Title: Die Legalisierung von Cannabis. Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen?

Seminar Paper , 2018 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Schäfer (Author)

Politics - Miscellaneous
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"Die Legalisierung von Cannabis" diskutiert zunächst, ob eine Legalisierung der Droge als sinnvoll angesehen werden kann oder nicht. In dieser Arbeit stellt sich aber nicht die Frage, wann und durch wen eine mögliche Legalisierung durchgesetzt wird, sondern auf welche Art und Weise dies geschieht. Mit welchen politischen Instrumenten, wie zum Beispiel Gesetzen, kann eine Legalisierung von Cannabis gelingen? Aus dieser Überlegung ergibt sich folgende Forschungsfrage: Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen? Um diese Frage zu beantworten, wird in dieser Arbeit zunächst auf die Droge Cannabis eingegangen, erläutert, was Cannabis eigentlich ist und aus welchen Gründen der Autor die Legalisierung für sinnvoll erachtet.

Die Parteien Deutschlands unterscheiden sich bezüglich ihrer Cannabispolitik ebenso wie die verschiedenen Länder in der Welt. Die CDU und die CSU im Allgemeinen verstanden in den 1990er Jahren die strafrechtliche Verfolgung als Generalprävention. In den letzten Jahren gibt es auch in den Reihen der Union mehr Befürworter einer Legalisierung oder zumindest einer Entkriminalisierung bis zu einer bestimmten Menge an Besitz. Bereits 1992 brachte die SPD einen Änderungsantrag zur Reform des Betäubungsmittelgesetzes in den Bundestag ein, da sie im Strafrecht kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung der Drogensucht sah. Beschloss die FDP 1994 parteiintern erste Schritte zur Entkriminalisierung, ist sie heute sogar für die Legalisierung. Und auch die Partei Bündnis 90/Die Grünen sah schon 1995 die Prohibitionspolitik als gescheitert an und forderte eine Entkriminalisierung. 2015 brachten die Grünen sogar ein Cannabiskontrollgesetz (CannKG) in den Bundestag ein, welches aber von der Großen Koalition abgelehnt wurde. Unabhängig von der Tatsache, dass die Parteien verschiedene Standpunkte zur Legalisierung haben, wird dieses Thema seit Jahren einmal mehr und einmal weniger breit in der Öffentlichkeit diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wirkung von Cannabis und seine Auswirkungen

2.1 Was ist Cannabis?

2.2 Umfragen und Statistiken

2.3 Expertenmeinungen

3. Policy-Instrumente

3.1 Gesetzesänderungen

3.2 Kampagnen und Suchthilfe

3.3 Steuern

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht, mit welchen politischen Instrumenten eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland effektiv und verantwortungsvoll umgesetzt werden kann, wobei der Fokus auf dem Jugend- und Verbraucherschutz liegt.

  • Analyse der Wirkung und Auswirkungen von Cannabiskonsum
  • Auswertung aktueller Umfragen und Kriminalstatistiken
  • Diskussion politischer Expertenmeinungen zur Prohibition
  • Evaluation von Policy-Instrumenten wie Gesetzesreformen und Steuermodellen
  • Präventionsstrategien und Suchthilfe für Jugendliche

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist Cannabis?

Die Cannabis- oder Hanfpflanze, in der binären Nomenklatur Cannabis sativa genannt, hat ihren Ursprung auf dem asiatischen Kontinent, genauer in Zentralasien. (vgl. Hall/Pacula 2003: 13) Nach Überlieferungen wurde die Pflanze zunächst von den Chinesen zwischen 4200 und 1150 v. Chr. als Faserpflanze für Tücher, Seile und ähnliches genutzt. (vgl. Clarke 2000: 24) Über Jahrhunderte stellte die Pflanze nicht nur in Asien eine Nutzpflanze dar, sondern diente auch in Europa sie zur Bogen-, Papier- und Segelherstellung. Doch nicht nur die Fasern wurden zur Herstellung von einzelnen Produkten genutzt. So beschrieb der griechische Geschichtsschreiber Herodot etwa 500 v. Chr., dass skythische Nomadenstämme in Asien um 1500 v. Chr. zur Beisetzung eines bedeutenden Vertreters ihres Stammes Hanfsamen auf heiße Steine warfen und sich so daran berauschten. (vgl. Köhler 2008: 64)

Cannabis als Rauschmittel und in der Medizin als Sedativum hat in der asiatischen Geschichte eine lange Tradition. Nicht nur die Skythen, welche das Cannabis am wahrscheinlichsten nach Indien und Persien mitbrachten, nutzten diese Rauschzustände. Auch in Indien und Nepal wurde die berauschende Wirkung vor allem für religiöse Zwecke genutzt. (vgl. Clarke 2000: 32-34; Köhler 2008: 63) Durch den immer größer werdenden Handel in der Weltgeschichte und spätestens mit den europäischen Kolonien auf dem asiatischen und afrikanischen Kontinent kam auch das Cannabis vor allem als Genuss- und Heilpflanze auf den europäischen Markt. (vgl. Clarke 2000: 34-46; Köhler 2008: 64) Napoleon beispielsweise verbot den Ägyptern nach seinem Ägyptenfeldzug 1798 den Konsum von Haschisch. Doch mit seinen Soldaten, die nach Frankreich zurückkehrten, kam die Praxis des Haschischkonsums auch nach Frankreich. (vgl. Clarke 2000: 45)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Stand der Cannabispolitik in Deutschland sowie international und leitet die Forschungsfrage nach geeigneten Policy-Instrumenten zur Legalisierung ab.

2. Die Wirkung von Cannabis und seine Auswirkungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die botanischen Grundlagen, analysiert statistische Daten zur Konsumlage und Kriminalität und fasst verschiedene Expertenmeinungen zur Prohibition zusammen.

3. Policy-Instrumente: Hier werden theoretische Ansätze zur politischen Steuerung erläutert und auf die Cannabis-Problematik angewandt, wobei der Fokus auf Gesetzesanpassungen, Präventionskampagnen und einer neuen Steuerstruktur liegt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines kombinierten Einsatzes verschiedener Politikinstrumente für eine erfolgreiche und schützende Legalisierung.

Schlüsselwörter

Cannabis, Legalisierung, Cannabispolitik, Betäubungsmittelgesetz, Policy-Instrumente, Suchtprävention, Jugend- und Verbraucherschutz, Schwarzmarkt, Konsumprävalenz, Kriminalstatistik, Steuermodell, Cannabispräparate, Drogenpolitik, Gesundheitsprävention, Jugendschutzgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Debatte um die Legalisierung von Cannabis in Deutschland und der Suche nach geeigneten Steuerungsinstrumenten, um diese gesellschaftliche Herausforderung zu bewältigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die biologischen Grundlagen, statistische Analysen der Konsum- und Kriminalitätsentwicklung, Expertenmeinungen sowie konkrete staatliche Steuerungsinstrumente wie Gesetzesänderungen und Präventionskonzepte ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Drogenberichte der Bundesregierung, Kriminalstatistiken des Bundeskriminalamts sowie fachwissenschaftliche Beiträge zur Politikfeldanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wirkung von Cannabis, wertet Prävalenzdaten aus und diskutiert, wie durch Regulierung, Finanzierung und gezielte Aufklärung ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Substanz bei gleichzeitigem Jugendschutz möglich ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Cannabis, Legalisierung, Policy-Instrumente, Suchtprävention, Jugend- und Verbraucherschutz sowie das Betäubungsmittelgesetz.

Welche Rolle spielen die Expertenmeinungen in der Argumentation?

Expertenmeinungen dienen dazu, die Kontroversen zwischen Legalisierungsbefürwortern und -gegnern abzubilden und fundierte Argumente für die Ausgestaltung zukünftiger Regulierungsmaßnahmen zu gewinnen.

Warum hält der Autor die aktuelle Prohibitions-Politik für gescheitert?

Der Autor argumentiert, dass trotz Verboten der Schwarzmarkt floriert, die Kosten der Strafverfolgung immens sind und die Prävalenzraten dennoch hoch bleiben, was eine Neuausrichtung hin zur kontrollierten Abgabe notwendig macht.

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Details

Title
Die Legalisierung von Cannabis. Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen?
College
University of Passau
Course
Policy-Instrumente - Strategien des Regierens und Gestaltens
Grade
1,3
Author
Markus Schäfer (Author)
Publication Year
2018
Pages
36
Catalog Number
V540554
ISBN (eBook)
9783346145758
ISBN (Book)
9783346145765
Language
German
Tags
Cannabis Droge Policy Policy-Instrument Alkohol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Schäfer (Author), 2018, Die Legalisierung von Cannabis. Mit welchen Policy-Instrumenten lässt sich die Legalisierung von Cannabis verwirklichen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540554
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