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Hexen - Von der Zauberin und weisen Frau zur bösen Hexe und Verfolgten

Title: Hexen - Von der Zauberin und weisen Frau zur bösen Hexe und Verfolgten

Term Paper , 2004 , 20 Pages

Autor:in: Nicole Rosenthal (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit gibt einen Überblick über die allgemeine Hexenthematik. Im wesentlichen werden hierzu die Fragen behandelt: Was sind Hexen? Unter welchen Vorraussetzungen konnte es zur Entstehung des Hexenwahns zu Beginn der Frühen Neuzeit kommen? Welche Eigenschaften wurden Hexen zugesprochen? Und warum und wie wurden sie verfolgt? Zur Beantwortung dieser Fragen werden als Einstieg in das Thema unterschiedliche Definitionsversuche der Thematik Hexe vorgestellt, darauf erläutern welche unterschiedlichen Vorraussetzungen gegeben sein mussten, damit der extreme Hexenwahn im christlichen Europa gedeihen konnte, folglich wird das Thema Hexe nochmals vertieft, indem die unterschiedlichen Hexentypen und ihre ihnen zugesprochenen Eigenschaften vorgestellt werden und zum Schluss wird ihre Verfolgung behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine erster allgemeiner Definitionsversuch der Hexe

3. Die Vorraussetzungen zur Entstehung des Hexenwahns

3. 1. Von der Heilerin zur bösen Hexe

3. 2. Die “Hexen” in der vorchristlichen Zeit

3. 3. Das Weltbild der frühneuzeitlichen Gesellschaft

3. 4. Die Rolle der Kirche

4. Hexen

4. 1. Wetterhexen

4. 2. Milchdiebinnen und Butterhexen

4. 3. Die Krankheit und Tod bringenden Hexen

4. 4. Die Kinderfresserin

4. 5. Männlichkeits-Diebinnen und Kupplerinnen

4. 6. Hexensekten

4. 7. Gegenmaßnahmen

5. Die Hexenverfolgung

5. 1. Die eigentlichen Verbrechen der Hexen

5. 2. Die Prozesse und Strafen

5. 2. 1. Malleus maleficarum, der Hexenhammer

5. 3. Die “Hexen” als willkommene Sündenböcke und Einnahmequellen

5. 4. Das Ende des Hexenwahns

6. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Hexenbildes von der weisen Frau bzw. Heilerin hin zur bösen Hexe und analysiert die gesellschaftlichen sowie kirchenpolitischen Voraussetzungen, die den frühneuzeitlichen Hexenwahn und die daraus resultierende systematische Verfolgung ermöglichten.

  • Historische Herleitung des Hexenglaubens
  • Die Rolle der Kirche und des Weltbildes der Frühen Neuzeit
  • Differenzierung verschiedener Hexentypen und Schadenszauber
  • Strukturen der Hexenverfolgung und rechtliche Grundlagen (Hexenhammer)
  • Die Instrumentalisierung von Frauen als Sündenböcke

Auszug aus dem Buch

4. 1. Wetterhexen

Allem Wetterzauber lag die Vorstellung zugrunde, dass durch Nachahmung der Vorgänge in der Natur Einfluss auf die Witterung genommen werden könne. (Ahrendt-Schulte 1994: 41) “Die Wetterhexe versteht die uralte Kunst, durch ausgesätes Pulver, Ausstreuen von Kügelchen, Pech und Haaren etc. Reif und Nebel, vorzugsweise aber Sturm und Hagel zu erregen...” (Heres 2000: 19) Der Wetterzauber war ein Gruppendelikt.

Die Wetterhexen galten als besonders gefährlich, weil sie ganze Landstriche verwüsten konnten. Hexenprozesse, in denen Wetterzauber zur Anklage kam, waren häufig Ausdruck wirtschaftlicher Notlagen und sozialer Spannungen, die nach mehreren schlechten Ernten entstanden. (Ahrendt-Schulte 1994: 38)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab und definiert das Ziel, die Ursachen für die Entstehung des Hexenwahns und die Verfolgung von Frauen in der Frühen Neuzeit zu beleuchten.

2. Eine erster allgemeiner Definitionsversuch der Hexe: Dieses Kapitel nähert sich dem Hexe-Begriff durch historische Quellen und Zitate, die das Bild einer teuflischen Gegenspielerin Gottes etablieren.

3. Die Vorraussetzungen zur Entstehung des Hexenwahns: Es werden die sozio-kulturellen Rahmenbedingungen, der Wandel von der Heilerin zur Hexe und der Einfluss der Kirche auf die gesellschaftliche Dämonisierung analysiert.

4. Hexen: Dieses Kapitel kategorisiert die verschiedenen Typen von Hexen und die ihnen zugeschriebenen magischen Schadenspraktiken in der Wahrnehmung der damaligen Gesellschaft.

5. Die Hexenverfolgung: Hier liegt der Fokus auf der Institutionalisierung der Hexenverfolgung durch die Inquisition, die rechtliche Rolle des "Hexenhammers" und die sozioökonomischen Hintergründe der Prozesse.

6. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Verknüpfung des Hexenbildes mit der Lebenswirklichkeit von Frauen primär ein Konstrukt von kirchlichen und gesellschaftlichen Ambitionen war.

Schlüsselwörter

Hexenwahn, Frühe Neuzeit, Inquisition, Schadenzauber, Kirche, Hexenverfolgung, Malleus Maleficarum, Heilerin, Dämonologie, Frauenbilder, Wetterzauber, Sündenbock, Hexenhammer, Soziale Spannungen, Ketzer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die historische Genese des Hexenbegriffs und die strukturellen Ursachen, die in der Frühen Neuzeit zur systematischen Hexenverfolgung führten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Bereiche Volksglaube, christliche Dämonologie, geschlechtsspezifische Rollenbilder und die rechtshistorische Entwicklung der Hexenprozesse ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Hexenwahn weniger auf realen Praktiken basierte, als vielmehr auf der Instrumentalisierung von Frauen als Sündenböcke für gesellschaftliche Krisen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literaturanalyse und die Auswertung von zeitgenössischen sowie fachwissenschaftlichen Quellen zur Hexenforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Differenzierung von Hexentypen, dem Einfluss der Kirche auf das Weltbild und der rechtlichen sowie praktischen Umsetzung der Hexenverfolgung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Hexenwahn, Inquisition, Dämonologie, Schadenzauber und die sozioökonomische Situation der Frühen Neuzeit.

Welche Bedeutung hatte der Hexenhammer für die Verfolgung?

Der Hexenhammer fungierte als das maßgebliche, systematisierte Gesetzbuch der Inquisitoren, das die Verfolgung rechtlich legitimierte und die Methode der Denunziation sowie Folter etablierte.

Warum galten besonders Hebammen oft als gefährdet?

Aufgrund ihres speziellen Wissens um Geburtshilfe und Fruchtbarkeit gerieten Hebammen bei hoher Säuglingssterblichkeit schnell in den Fokus von Schadenzaubervorwürfen.

Wie endete der Hexenwahn laut der Untersuchung?

Die Prozesse wurden Ende des 17. Jahrhunderts seltener, wobei die letzte Hinrichtung in Deutschland aufgrund eines Hexereivorwurfs 1775 stattfand.

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Details

Title
Hexen - Von der Zauberin und weisen Frau zur bösen Hexe und Verfolgten
College
University of Freiburg  (Institut für Europäische Ethnologie)
Course
Proseminar: Wetterprognostik
Author
Nicole Rosenthal (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V54056
ISBN (eBook)
9783638493390
ISBN (Book)
9783640145560
Language
German
Tags
Hexen Zauberin Frau Hexe Verfolgten Proseminar Wetterprognostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Rosenthal (Author), 2004, Hexen - Von der Zauberin und weisen Frau zur bösen Hexe und Verfolgten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54056
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