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Zum Verhältnis von Lust und Tugend. Welche Rolle spielen die praktische Vernunft und die Gerechtigkeit innerhalb des Epikureischen Hedonismus

Titel: Zum Verhältnis von Lust und Tugend. Welche Rolle spielen die praktische Vernunft und die Gerechtigkeit innerhalb des Epikureischen Hedonismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Maria Skalda (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegenden Arbeit liegt nun der Versuch zugrunde, anhand der Aussagen von Epikur genauer zu analysieren, welchen Beitrag die Tugenden neben dem höchsten Gut der Lust zur Realisierung eines glücklichen sowie gelungenen Lebens leisten und in welchem Bedingungsverhältnis die beiden Güter zueinander stehen.

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen werden zuerst einmal im ersten Abschnitt grundlegende Sachverhalte zu den spezifischen Merkmalen des Lustbegriffes sowie zur Verfügbarkeit des Lustprinzips näher erläutert, während im Anschluss daran in einem weiterführenden Kapitel die Rolle der Tugenden innerhalb der Lustlehre von Epikur beleuchtet wird. Dabei werden im zweiten Abschnitt insbesondere die praktische Vernunft (phronēsis) sowie die Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt, um das Verhältnis von Lust und Tugenden anhand der Beispiele konkret zu spezifizieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Lustbegriff von Epikur: Merkmale und Verfügbarkeit der Lust

3. Die Rolle der Tugenden

3.1 Praktische Vernunft (phronēsis)

3.2 Gerechtigkeit

4. Resümee

5. Verzeichnisse

5.1 Primärliteratur

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis von Tugend und Lust in der Lehre Epikurs, um das häufig missverstandene Bild des hedonistischen Egoismus zu korrigieren und die Rolle der Vernunft sowie der Gerechtigkeit als instrumentelle Mittel für ein glückliches Leben aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Neubewertung des epikureischen Hedonismus.
  • Analyse der Lust als oberstes Ziel und Bewertungsmaßstab.
  • Die Funktion der praktischen Vernunft (phronēsis) als Kalkül.
  • Untersuchung der Gerechtigkeit als vertragliches Abkommen.
  • Abgrenzung von der naturrechtlichen Tradition.

Auszug aus dem Buch

3.1 Praktische Vernunft (phronēsis)

Die praktische Vernunft nimmt innerhalb der Lustlehre von Epikur einen Sonderstatus unter den Tugenden ein, die als eine Art Beurteilungsmaßstab für die Unmittelbarkeit der Lust zwischen dem Wert einer augenblicklichen Lust und späteren Unlust fungiert und die als Instanz bei der Zuteilung der Lust im Dienste der größtmöglichen Glückseligkeit sowie Gelassenheit den Menschen zu einem maßvollen Genuss ermächtig.34

„Denn es sind nicht Trinkgelage und fortgesetzte Feste und auch nicht der Genuss von Knaben und Frauen oder Fischen und das übrige Angebot eines reich gedeckten Tisches, was das Leben angenehm macht, sondern die nüchterne Überlegung, die die Gründe für jedes Wählen und Meiden erforscht und diejenigen Meinungen vertreibt, aufgrund von welchen größte Unruhe die Seele ergreift. Ursprung von all diesem und das größte Gut ist das Vernünftigsein (phronēsis).

Deswegen ist das Vernünftigsein sogar wertvoller als die Philosophie; aus Ersterem gehen von Natur aus alle übrigen Tugenden hervor, denn es lehrt, dass es nicht möglich ist, angenehm zu leben, ohne zugleich auch vernünftig, anständig und gerecht zu leben, < und dass es nicht möglich ist, vernünftig, anständig und gerecht zu leben, ˃ ohne zugleich auch angenehm zu leben.“35

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung widerlegt das populäre, negative Verständnis des Hedonismus und stellt die Forschungsfrage nach dem instrumentellen Wert der Tugenden im System Epikurs.

2. Der Lustbegriff von Epikur: Merkmale und Verfügbarkeit der Lust: Dieses Kapitel definiert Lust als Abwesenheit von Schmerz und Unruhe und erläutert die Differenzierung zwischen kinetischer und katastematischer Lust.

3. Die Rolle der Tugenden: Hier wird der instrumentelle Charakter der Tugenden innerhalb der epikureischen Ethik dargelegt, wobei sie ausschließlich als notwendige Mittel zur Sicherung der Lust fungieren.

3.1 Praktische Vernunft (phronēsis): Der Fokus liegt auf der Rolle der Vernunft als Beurteilungsinstanz und als Grundlage für ein hedonistisches Kalkül zur Lebensgestaltung.

3.2 Gerechtigkeit: Dieses Kapitel analysiert Gerechtigkeit als gesellschaftliches Vertragsverhältnis, das dem Schutz vor Unlust und der Sicherung des Zusammenlebens dient.

4. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Epikurs Hedonismus eine maßvolle Lebensführung fordert, bei der Tugenden wie Vernunft und Gerechtigkeit unverzichtbar für das Erreichen von Ataraxia sind.

5. Verzeichnisse: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Epikur, Hedonismus, Lustbegriff, Ataraxia, praktische Vernunft, phronēsis, Gerechtigkeit, Tugend, Glückseligkeit, Schmerzfreiheit, Vertragstheorie, Lebenskunst, Philosophie, antike Ethik, Nützlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der epikureischen Ethik und der Frage, wie Tugenden wie die praktische Vernunft und die Gerechtigkeit in ein System integriert sind, das eigentlich auf der Lust als höchstem Gut basiert.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den Lustbegriff bei Epikur, die Rolle und Instrumentalisierung der Tugenden sowie die spezifische Bedeutung von phronēsis und dem Gerechtigkeitsverständnis als Vertragstheorie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Epikureismus von dem Vorwurf einer unreflektierten Genusssucht zu befreien und aufzuzeigen, wie Tugenden als notwendige, aber instrumentelle Werkzeuge zur Erlangung eines glücklichen, schmerzfreien Lebens dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-philosophische Textanalyse der Schriften Epikurs sowie deren Interpretation im Lichte bedeutender Sekundärliteratur, um die theoretischen Argumentationsstrukturen des antiken Hedonismus herauszuarbeiten.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Definition und Kategorisierung der Lust erörtert, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung, warum praktische Vernunft und Gerechtigkeit keine Selbstzwecke sind, sondern dem Ziel der Seelenruhe dienen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Neben Epikur sind Begriffe wie Ataraxia, praktische Vernunft (phronēsis), Lustbegriff, instrumentelle Tugendethik und Vertragstheorie zentral.

Wie unterscheidet sich die epikureische Gerechtigkeit von der platonischen Auffassung?

Während Platon die Gerechtigkeit als ideale, naturgegebene Tugend betrachtet, definiert Epikur sie rein pragmatisch als ein historisches, wechselseitiges Abkommen, das den Menschen vor der Furcht vor Entdeckung und Bestrafung schützt.

Warum ist die praktische Vernunft für Epikur so entscheidend?

Die praktische Vernunft dient als hedonistisches Kalkül, das es dem Menschen ermöglicht, zwischen verschiedenen Begierden abzuwägen und nur jene zu wählen, die langfristig Schmerz vermeiden und Gelassenheit fördern.

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Details

Titel
Zum Verhältnis von Lust und Tugend. Welche Rolle spielen die praktische Vernunft und die Gerechtigkeit innerhalb des Epikureischen Hedonismus
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Maria Skalda (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V540631
ISBN (eBook)
9783346182531
ISBN (Buch)
9783346182548
Sprache
Deutsch
Schlagworte
epikureischen gerechtigkeit hedonismus lust rolle tugend verhältnis vernunft welche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Skalda (Autor:in), 2019, Zum Verhältnis von Lust und Tugend. Welche Rolle spielen die praktische Vernunft und die Gerechtigkeit innerhalb des Epikureischen Hedonismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540631
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Leseprobe aus  19  Seiten
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