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Grundlagen zur Demenz im Zusammenhang mit der steigenden Pflegebedürftigkeit

Titel: Grundlagen zur Demenz im Zusammenhang mit der steigenden Pflegebedürftigkeit

Hausarbeit , 2014 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Philipp Schiffer (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Diagnose einer demenziellen Erkrankung wird von Ärzten heutzutage zunehmend häufiger gestellt. Dies ist vor allem auf die unabwendbare demographische Entwicklung zurückzuführen. Sie besteht im Grunde darin, dass die Anzahl älterer Menschen in Deutschland tendenziell ansteigt. Begünstigt wird dies durch den medizinisch-technischen Fortschritt. So können neue Behandlungsmethoden und innovative Medikamente Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter auftreten, entgegenwirken. Auf diese Weise wird den Älteren unserer Gesellschaft eine bessere Lebensqualität ermöglicht, die allerdings mit hohen Kosten verbunden ist, welche von der Solidargemeinschaft getragen werden.

Das Krankheitsbild Demenz stellt in diesem Zusammenhang eine Ausnahme dar. Diese Erkrankung ist bis heute nicht heilbar, sondern nur begrenzt therapierbar. Zudem steigt die Prävalenz exponentiell mit dem Alter an. Demzufolge werden Demenzerkrankungen für unsere Gesellschaft zu einer wachsenden Problematik und stellen die soziale Kranken- und Pflegeversicherung vor eine große Herausforderung. Um dem entgegenzuwirken hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Pflegestärkungsgesetze verabschiedet, die zum ersten Januar 2015 in Kraft treten werden.

Der amtierende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe äußerte sich diesbezüglich wie folgt: „Mit dem Pflegestärkungsgesetz sorgen wir dafür, dass Demenzkranke und ihre Familien schon ab dem nächsten Jahr deutlich besser unterstützt werden. Wir brauchen darüber hinaus eine gemeinsame Kraftanstrengung in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Dazu gehören neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung und Rehabilitationsmaßnahmen auch ein kompetenter Umgang mit Demenzkranken, sei es in Arztpraxen, Krankenhäusern oder in Bürgerämtern. Diesem Ziel dient die Allianz für Menschen mit Demenz.“

Zunehmend wird deutlich, welchen Stellenwert die Demenz in unserer Gesellschaft einnimmt. Denn Fakt ist, dass zurzeit in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung leben. Jedes Jahr kommen 300.000 Neuerkrankungen dazu. Sollte in den künftigen Jahren auf diesem Gebiet kein Durchbruch stattfinden, steigt nach Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung die Anzahl von Demenzkranken bis zum Jahr 2050 auf ungefähr 3,0 Millionen an.
Auch das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) geht davon aus, dass im Jahr 2050 die Anzahl von Demenzkranken auf bis zu 3,0 Millionen ansteigen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen zur Demenz

2.1 Begriffserklärung

2.2 Epidemiologie in Deutschland

2.3 Risikofaktoren und Ursachen

2.4 Diagnostik

2.5 Verlauf und Prognose

3 Formen der Demenz

3.1 Primäre Demenzen

3.2 Sekundäre Demenzen

3.3 Therapie bei Demenzen

4 Pflegeversicherung und Pflegebedürftigkeit

4.1 Rolle der sozialen Pflegeversicherung

4.2 Begriff der Pflegebedürftigkeit

4.3 Leistungen der sozialen Pflegeversicherung

4.4 Pflegebedürftigkeit bei Demenz

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert die demografische Herausforderung durch das Krankheitsbild Demenz und untersucht die Rolle der sozialen Pflegeversicherung bei der Versorgung betroffener Menschen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diagnostische Verfahren, verschiedene Demenzformen und die Leistungen des Pflegesystems ineinandergreifen, um die Lebensqualität und Versorgungssicherheit der Patienten zu gewährleisten.

  • Grundlagen, Epidemiologie und Diagnostik der Demenz
  • Differenzierung primärer und sekundärer Demenzformen
  • Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieansätze
  • Strukturen und Leistungen der sozialen Pflegeversicherung (SGB XI)
  • Herausforderungen der Pflegebedürftigkeit bei Demenz

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffserklärung

Der medizinische Begriff „Demenz“ bezeichnet ein klinisches Syndrom mit unterschiedlichen Ursachen und daher auch mit verschiedenen Symptomen, Ausprägungen und Verläufen. Das Wort Demenz leitet sich vom lateinischen Nomen „dementia“ ab. Wörtlich übersetzt bedeutet Demenz „ohne Verstand“ oder „ohne Geist“. Das dazugehörige lateinische Adjektiv „demens“ wird mit „wahnsinnig“ oder „verrückt“ übersetzt. Demnach kann ein Demenzkranker als eine wahnsinnige Person ohne Verstand beschrieben werden.

Bei der Demenz besteht eine fortschreitende Störung des Gedächtnisses und Denkvermögens, wobei in diesem Fall keine Bewusstseinsstörung vorliegt. Beim Betroffenen verschlechtert sich zunehmend die Gedächtnis- und Lernfähigkeit sowie das Urteil- und Denkvermögen. Des Weiteren lassen die räumlich-konstruktive Leistung und der Orientierungssinn nach. Der Betroffene weiß auf einmal nicht mehr, wo er sich befindet oder was er macht. Dies geht mit einer konsequenten Verminderung der Auffassungsgabe und Handlungsplanung einher.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Demenzerkrankungen aufgrund des demografischen Wandels und die damit verbundenen Herausforderungen für das Gesundheitssystem.

2 Grundlagen zur Demenz: Dieses Kapitel definiert den Demenzbegriff, erörtert epidemiologische Daten, benennt Risikofaktoren und erläutert diagnostische Standardverfahren sowie den Krankheitsverlauf.

3 Formen der Demenz: Hier werden die verschiedenen Arten, wie primäre und sekundäre Demenzen, unterschieden und sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Behandlungsansätze vorgestellt.

4 Pflegeversicherung und Pflegebedürftigkeit: Dieses Kapitel widmet sich den gesetzlichen Grundlagen der sozialen Pflegeversicherung und analysiert, wie Pflegebedürftigkeit bei Demenz im Rahmen des SGB XI definiert und versorgt wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Reformen, um die Versorgung von Demenzpatienten angesichts steigender Fallzahlen zukunftssicher zu gestalten.

Schlüsselwörter

Demenz, Pflegeversicherung, SGB XI, Diagnose, Alzheimer, Prävalenz, Inzidenz, Pflegestärkungsgesetz, Pflegebedürftigkeit, Krankheitsverlauf, Therapie, Gesundheitswesen, Demografischer Wandel, Altersdemenz, Medizinische Versorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen Definition der Demenz und der sozialrechtlichen Absicherung der Betroffenen durch das deutsche Pflegesystem.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Pathologie der Demenz, diagnostischen Methoden, verschiedenen Therapieansätzen sowie den Leistungsstrukturen der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den aktuellen Wissensstand zu Demenzerkrankungen mit der Praxis der Pflegeversicherung zu verknüpfen, um die Herausforderungen der Versorgung in Deutschland aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse medizinischer Fachbücher und aktueller pflegerechtlicher Bestimmungen des SGB XI.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Darstellung des Krankheitsbildes (Diagnostik, Formen, Verlauf) und die systematische Erläuterung der Leistungen der sozialen Pflegeversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die zentralen Begriffe sind Demenz, Pflegeversicherung, SGB XI, Alzheimer und Pflegebedürftigkeit.

Warum wird der Mini-Mental-Status-Test (MMST) gesondert erwähnt?

Der MMST ist eines der bekanntesten psychologischen Testverfahren, das in der Arbeit als Instrument zur Früherkennung und Schweregradbestimmung demenzieller Defizite detailliert beschrieben wird.

Welche Rolle spielt die soziale Pflegeversicherung bei Demenzkranken?

Sie bietet finanziellen Schutz und Unterstützung, etwa durch Pflegesachleistungen oder zusätzliche Betreuungsleistungen, um die Autonomie der Patienten trotz ihrer Einschränkungen so lange wie möglich zu erhalten.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundlagen zur Demenz im Zusammenhang mit der steigenden Pflegebedürftigkeit
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln  (Medizinökonomie und medizinische Versorgungsforschung)
Note
2,0
Autor
Philipp Schiffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
36
Katalognummer
V540632
ISBN (eBook)
9783346166937
ISBN (Buch)
9783346166944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demenz Nervenerkrankungen Demenzformen Pflegeversicherung Pflegebedürftigkeit Risikofaktoren Gesundheitswesen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Schiffer (Autor:in), 2014, Grundlagen zur Demenz im Zusammenhang mit der steigenden Pflegebedürftigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540632
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Leseprobe aus  36  Seiten
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