Ziel dieser Arbeit soll es sein, mögliche Diskrepanzen zwischen den Maximen der modernen Gesellschaft, ihrer Umsetzung in politische Ziele und Gesetze und den individuellen, oftmals verdeckten, Einstellungen offenzulegen, sowie ihre Auswirkungen zu prüfen.
Gegenstand der Untersuchung ist die gleichgeschlechtliche Lebensweise. Als Einstieg in die Beschäftigung mit Homosexualität wird vorab eine Begriffsbestimmung vorgenommen. Nach der Betrachtung der rechtlichen Situation von Homosexuellen in erkenntnisleitenden Rechtsbereichen, wird anhand eines Beispiels aus der deutschen Rechtsprechung herausgearbeitet, auf welcher normativen Grundlage Urteile gefällt und Entscheidungen getroffen werden.
Bundestagsparteien geben in ihren Grundsatzprogrammen Auskunft darüber, welchem Leitbild ihr politisches Handeln folgt. Aus diesem Grund wurden diese herangezogen, um Rückschlüsse auf ihre Haltung zur gleichgeschlechtlichen Lebensweise ziehen zu können. Weniger eindeutig lassen sich die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen ermitteln, wie die Betrachtung aktueller Studien zeigt, die teilweise widersprüchliche Ergebnisse aufweisen. Auf die in mancher Hinsicht divergierenden individuellen Überzeugungen in Bezug auf die allgemein geteilten Werte und Normen wird im letzten Kapitel eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsbestimmung
- Rechtliche Situation Homosexueller
- Die eingetragene Lebenspartnerschaft
- Das Adoptionsrecht
- Rechtsprechung in Deutschland
- Politische Parteien und ihre Haltung zu Homosexualität
- Zur Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft
- Die gespaltene Akzeptanz
- Das Individuum im Widerstreit mit den kulturellen Normen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Akzeptanz der gleichgeschlechtlichen Lebensweise in Gesellschaft, Rechtsprechung und Politik. Sie analysiert die Diskrepanzen zwischen den Maximen der modernen Gesellschaft, ihrer Umsetzung in politische Ziele und Gesetze und den individuellen Einstellungen sowie deren Auswirkungen.
- Rechtliche Situation von Homosexuellen in Deutschland
- Eingetragene Lebenspartnerschaft und ihre rechtlichen Implikationen
- Haltung politischer Parteien zur gleichgeschlechtlichen Lebensweise
- Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft: Studien und Ergebnisse
- Widersprüchliche individuelle Überzeugungen in Bezug auf Werte und Normen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung befasst sich mit dem gesellschaftlichen Wandel und der Bedeutung individueller Entfaltungsfreiheit. Es wird die Frage nach der tatsächlichen Akzeptanz von Lebensentwürfen gestellt, die von der Norm abweichen.
Das Kapitel „Begriffsbestimmung“ beleuchtet die Entwicklung des Begriffs „Homosexualität“ und problematisiert die Kategorisierung gleichgeschlechtlich orientierter Menschen als deviant.
Das Kapitel „Rechtliche Situation Homosexueller“ untersucht die rechtliche Entwicklung in Deutschland und die Abschaffung des § 175 StGB. Es werden die eingetragene Lebenspartnerschaft, das Adoptionsrecht und das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beleuchtet.
Im Kapitel „Rechtsprechung in Deutschland“ wird anhand eines Beispiels aus der deutschen Rechtsprechung die normative Grundlage von Urteilen und Entscheidungen in Bezug auf Homosexualität herausgearbeitet.
Das Kapitel „Politische Parteien und ihre Haltung zu Homosexualität“ analysiert die Leitbilder und Grundsatzprogramme der Bundestagsparteien in Bezug auf die gleichgeschlechtliche Lebensweise.
Das Kapitel „Zur Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft“ befasst sich mit aktuellen Studien und den widersprüchlichen Ergebnissen zur Akzeptanz von nicht-heterosexuellen Menschen in der Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Homosexualität, Akzeptanz, Diskriminierung, Recht, Politik, Gesellschaft, individuelle Einstellungen, eingetragene Lebenspartnerschaft, Adoptionsrecht, allgemeine Gleichbehandlung, Rechtsprechung, politische Parteien, Werte und Normen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich die rechtliche Situation Homosexueller in Deutschland entwickelt?
Die Entwicklung reicht von der strafrechtlichen Verfolgung (§ 175 StGB) bis hin zur Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
Gibt es eine Diskrepanz zwischen Gesetz und gesellschaftlicher Akzeptanz?
Ja, die Arbeit zeigt, dass moderne gesetzliche Ziele oft im Widerstreit mit individuellen, teilweise verdeckten Vorurteilen in der Bevölkerung stehen.
Welche Positionen vertreten die Bundestagsparteien zur Homosexualität?
Die Haltungen variieren stark je nach Grundsatzprogramm, von der Forderung nach vollständiger Gleichstellung (z.B. Adoptionsrecht) bis hin zu eher traditionellen Leitbildern.
Was bedeutet "gespaltene Akzeptanz"?
Studien zeigen, dass Homosexualität abstrakt oft befürwortet wird, im konkreten sozialen Umfeld oder bei Themen wie Adoption jedoch häufig noch Vorbehalte bestehen.
Welche Rolle spielt das Adoptionsrecht in der Debatte?
Das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gilt als Gradmesser für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung und ist oft Gegenstand politischer Auseinandersetzungen.
Was ist der Zweck des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)?
Das AGG soll Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Arbeitsleben und im Zivilrecht verhindern und Betroffenen rechtliche Handhabe bieten.
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- Yvonne Mehigan-Byrne (Author), 2017, Akzeptanz der gleichgeschlechtlichen Lebensweise in Gesellschaft, Rechtsprechung und Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540649