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Die Entwicklung vom Ereigniskino zum postmodernen Kino am Beispiel "Star Wars"

Titel: Die Entwicklung vom Ereigniskino zum postmodernen Kino am Beispiel "Star Wars"

Hausarbeit , 2003 , 24 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Bastian Buchtaleck (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den urbanen Zentren der westlichen Welt vollzieht sich ein Wandel, den die Wissenschaft mit dem Begriff der Postmoderne zu fassen versucht. Es ergibt sich der Eindruck radikaler Pluralität: „Noch nie koexistierte eine solche Vielfalt von Lebensformen, sozialen Milieus, kulturellen Teilsystemen, Medien, Weltanschauungen und Religionen, in den urbanen Kontexten der westlichen Welt.“Werte wie Tradition und Überzeugung sind in dieser Vielfalt in Auflösung begriffen. Dieser Wandel schlägt sich auch in den aktuellen Filmwerken nieder. In dieser Ausarbeitung des Referates:postmodernes Ereigniskino am Beispiel von Star-Warswird der Wandel vom modernen Ereigniskino hin zum postmodernen Kino aufgezeigt.
Der Wandel soll anhand der Star Wars Filme nachvollzogen werden, deren Erster Star Wars 'A new hope''das Ereigniskino eingeläutet hat und dessen aktuelle Fortsetzungen Star Wars - Die dunkle Bedrohung und Star Wars - Angriff der Klonkrieger typische Vertreter des postmodernen Kinos sind.
Zuerst wird betrachtet, was das Ereigniskino, bzw. den Eventmovie ausmacht, welche technisch-ästhetischen Veränderungen eine Rolle spielten, und welche Konsequenzen die veränderte Vermarktung der Filme mit sich zog. Im Mittelteil der Arbeit wird eine genealogische Verbindung zwischen dem modernen Ereigniskino und dem postmodernen Film hergestellt unter Berücksichtigung verschiedener Missverständnisse, die auftreten, wenn man von Postmoderne spricht. Daran anschließend werden die ästhetischen und narrativen Merkmale des postmodernen Films festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A) Der Eventmovie

1. Technische Erneuerung

1.1. Montage der Attraktionen

1.2. Genremix

1.3. Detailversessenheit

1.4. Aufwertung des Tons als Entsprechung des visuellen Attraktionswertes

2. Merchandising

3. Cross-Marketingstrategien

B) Der Weg vom Ereigniskino zum postmodernen Kino

1. Die vier Hauptmissverständnisse nach Mike Sandbothe

1.1. Das Epochenmissverständnis

1.2. Das postmoderne Modernenverständnis

1.3. Das Anything-Goes Missverständnis

1.4. Das Kompensationsmissverständnis

2. Einschneidende Veränderungen des Films

2.1. Der Stil

2.2. Ausbau des visuellen Attraktionswertes

2.3. Erzähltechnische Weiterentwicklung

C) Der postmoderne Film

1. Ästhetische Merkmale des postmodernen Films

1.1. Intertextualität

1.2. Spektakularität/ Ästhetisierung

1.3. Selbstreferenzialität

1.4. Anti-Konventionalität/ Dekonstruktivität

2. Narrative Merkmale des postmodernen Films

2.1. 'Typisch' postmoderne Themen

2.2. Inhaltliche Merkmale sind den ästhetischen nachgeordnet

2.3. Postmoderne Erzählhaltung

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel vom modernen Ereigniskino (Eventmovie) zum postmodernen Film am Beispiel der Star-Wars-Reihe. Dabei wird die These verfolgt, dass das Ereigniskino eine wesentliche genealogische Vorstufe zum postmodernen Kino darstellt und viele seiner Elemente in gesteigerter Form integriert.

  • Entwicklung des modernen Ereigniskinos und dessen technische sowie strategische Innovationen.
  • Analyse der vier Hauptmissverständnisse über die Postmoderne nach Mike Sandbothe.
  • Identifikation der zentralen ästhetischen Merkmale des postmodernen Films.
  • Untersuchung der narrativen Besonderheiten und der veränderten Rolle der Erzählung gegenüber spektakulären Schauwerten.

Auszug aus dem Buch

1.1. Montage der Attraktionen

Das Konzept der Montage der Attraktionen ist eine „kalkulierte Anordnung der Attraktionen“2, um über die emotionalen Höhe- und Wirkungsschwerpunkte eine genaue Steuerung des Zuschauererlebnisses zu erlangen. Die Montage der Attraktionen sollte bewirken, dass sich das Erleben des Zuschauers nicht „dem eigentlichen, kontinuierlichen Verlauf der Handlung, sondern der Abfolge der emotional verdichteten und aufgeladenen Attraktionen“ zuwendet. Folge ist die Veränderung des dramaturgischen Aufbaus des Films. Der Begriff der Montage der Attraktionen, wie er hier verwendet wird, darf nicht verwechselt werden mit dem von Eisenstein geprägten Begriff.

Die Eröffnungssequenz bei Star-Wars – A new hope weist -ebenso wie der ganze Film eine vergleichsweise hohe Schnittfrequenz auf. „The most important shot in Star Wars was the opening one – the looming Star Destroyer would either make or break the movies credibility.“ Zusätzlich zur Schnittfrequenz wurden die visuellen Effekte stärker betont. Die Länge der Tricksequenzen, ihre Perfektion, aber auch die Qualität ihrer Inszenierung stellten für damalige Verhältnisse ein absolutes Novum dar.

Es wurde jedoch nicht nur die Schnittgeschwindigkeit, sondern auch die Erzählgeschwindigkeit erhöht. Teilweise laufen sechs Handlungsstränge parallel, bevor sie im Hangar des Death Star zusammenlaufen.

Durch die beschriebenen filmischen Mittel der erhöhten Schnittfrequenz, der Aufspaltung der Handlung, sowie das Hervorheben der Tricktechnik in Star-Wars – A new hope kann man in diesem Film das Konzept der Montage des Attraktionen wiederfinden, d.h. der Zuschauer wird dermaßen mit Bildfolgen beliefert, dass er weniger der Erzählung, denn den ausgelösten Gefühlen folgt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der einleitende Abschnitt stellt den Wandel zur Postmoderne in den urbanen Zentren dar und verortet die Star-Wars-Filme als exemplarisches Beispiel für den Übergang vom modernen Ereigniskino zum postmodernen Kino.

A) Der Eventmovie: Dieses Kapitel erläutert die technischen Erneuerungen, Merchandising-Ansätze und Cross-Marketing-Strategien, die Ende der siebziger Jahre das moderne Ereigniskino definierten.

B) Der Weg vom Ereigniskino zum postmodernen Kino: Hier werden theoretische Missverständnisse der Postmoderne ausgeräumt und die strukturellen Veränderungen des Films (Stil, visuelle Attraktionen, Erzählweise) im Übergang analysiert.

C) Der postmoderne Film: Das abschließende Hauptkapitel definiert die ästhetischen Merkmale (Intertextualität, Spektakularität, Selbstreferenzialität, Anti-Konventionalität) und narrativen Eigenheiten des postmodernen Films.

Schlüsselwörter

Postmoderne, Ereigniskino, Eventmovie, Star Wars, Montage der Attraktionen, Merchandising, Cross-Marketing, Intertextualität, Spektakularität, Selbstreferenzialität, Ironie, Doppelcodierung, Erzählhaltung, Ästhetisierung, Filmtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und strukturellen Wandel vom modernen Ereigniskino zum postmodernen Kino.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Filmtheorie, die Konzepte des modernen Eventmovies, postmoderne Ästhetik und die Veränderung narrativer Strukturen im Kino.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Wandel anhand der Star-Wars-Filme nachzuvollziehen und die genealogische Verbindung zwischen dem Ereigniskino und dem postmodernen Film aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung medientheoretischer Ansätze, insbesondere die Kategorien von Mike Sandbothe und Jens Eder.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der technischen Erneuerungen des Ereigniskinos, die kritische Auseinandersetzung mit Postmoderne-Missverständnissen und die Bestimmung der ästhetischen sowie narrativen Merkmale des postmodernen Films.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Postmoderne, Ereigniskino, Intertextualität, Doppelcodierung, Spektakularität und die Strategien des modernen Hollywood-Marketings.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Inhalt zu Spektakel?

Der Autor stellt fest, dass im postmodernen Kino die inhaltlichen Merkmale zunehmend den ästhetischen (spektakulären) Merkmalen nachgeordnet werden.

Welche Rolle spielt die Ironie im postmodernen Film?

Die Ironie dient als Erzählgestus, um sich von intertextuellen Bezügen zu distanzieren und gleichzeitig dem Zuschauer ein doppeltes Verständnis des Gesehenen zu ermöglichen.

Was bedeutet der Begriff 'Matrix-Time' in diesem Kontext?

Es handelt sich um eine neue, aus der Spektakularisierung des Kinos hervorgegangene Erzählzeit, die eine sehr subjektive Wahrnehmung ermöglicht.

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Details

Titel
Die Entwicklung vom Ereigniskino zum postmodernen Kino am Beispiel "Star Wars"
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Medien und Theater)
Veranstaltung
Postklassischer/ postmoderner Film
Note
Gut
Autor
Bastian Buchtaleck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V54106
ISBN (eBook)
9783638493789
ISBN (Buch)
9783656867395
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Ereigniskino Kino Beispiel Star-Wars Postklassischer/ Film
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bastian Buchtaleck (Autor:in), 2003, Die Entwicklung vom Ereigniskino zum postmodernen Kino am Beispiel "Star Wars", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54106
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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