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Familien mit Kindern mit Behinderungen. Welche Möglichkeiten hat Soziale Arbeit dieser Herausforderung zu begegnen?

Title: Familien mit Kindern mit Behinderungen. Welche Möglichkeiten hat Soziale Arbeit dieser Herausforderung zu begegnen?

Term Paper , 2018 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Die Arbeit beschäftigt sich mit innerfamiliären Anpassungsprozessen sowie Bewältigungsstrukturen von Familien mit Kindern mit Behinderungen. Es wird versucht zu erläutern, welche Möglichkeit Soziale Arbeit hat, diesen Herausforderungen zu begegnen.

Losgelöst davon, ob eine Behinderung während der Schwangerschaft, postnatal oder erst im Laufe des Lebens diagnostiziert wird, geraten Eltern durch die Diagnose einer Behinderung ihres Kindes oftmals in eine Krise. Meist ist die Behinderung nicht der direkte Grund eventuell auftretender Schwierigkeiten. Vielmehr sind die stressbelasteten Eltern sowie die organisatorische Veränderung innerhalb des Familiensystems problematisch. Aufgrund des durchaus traumatischen Ereignisses kann es zu Gefühlen wie Angst, Verzweiflung oder aber auch zum Gefühl von Ohnmacht kommen. Die Sorge, die neue Lebensaufgabe nicht bewältigen zu können, bestimmt meist das ganze Familienleben und beeinflusst die familiären Beziehungen oftmals negativ. Zudem verlangt es von der gesamten Familie eine jahrelange Umorientierung und Neuorganisation des familiären Gleichgewichts, ihrer Strukturen sowie ihrer Gegebenheiten.

Die besonderen Bedürfnisse des Kindes bestimmen den Alltag der Familie. Mit dem Heranwachsen eines Kindes mit Behinderung verändern sich oft auch die Anforderungen an die Familien. Sie werden somit wiederkehrend mit komplexen Anpassungsprozessen konfrontiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Theoriegeleitete Zugänge

3.1 Lebensbewältigung nach Böhnisch

3.2 Soziologische Familienforschung - Rosemarie Nave-Herz

3.3 Krise/ kritisches Lebensereignis nach Sigrun Heide-Filipp

4. Konkretisierung der Theorie in Hinblick auf Herausforderungen für Familien mit Kindern mit Behinderung

4.1 Konkretisierung der Lebensbewältigung nach Böhnisch

4.2 Konkretisierung der soziologischen Familienforschung

4.3 Konkretisierung der kritischen Lebensereignisse

5. Perspektiven für die Soziale Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen für Familien durch die Geburt eines behinderten Kindes als kritisches Lebensereignis und analysiert, welche Unterstützungsmöglichkeiten die Soziale Arbeit in diesem Kontext bieten kann, um Familien bei Bewältigungsprozessen zu stärken.

  • Analyse der familiären Lebenssituation bei Kindern mit Behinderung.
  • Anwendung theoretischer Konzepte wie Lebensbewältigung und soziologische Familienforschung.
  • Untersuchung der Geburt eines Kindes mit Behinderung als kritisches Lebensereignis.
  • Darstellung der psychosozialen Belastungsfaktoren im Familiensystem.
  • Ableitung von Perspektiven und Unterstützungsangeboten für die Soziale Arbeit.

Auszug aus dem Buch

4.1 Konkretisierung der Lebensbewältigung nach Böhnisch

„Ich habe mir mein Leben ganz anders vorgestellt. Ich träumte von einer heilen und glücklichen Familie. […] Wir waren eine kleine Familie, ich wünschte mir ein zweites Kind. […] Als dann mein zweiter Sohn auf die Welt kam und mir auf die Brust gelegt wurde, war ich der glücklichste Mensch der Welt. […] Für mich war es eine Katastrophe. […] Die erste Zeit mit Julius wurde zur schlimmsten meines Lebens. Ich war davon überzeugt, dass ich einem Leben mit einem behinderten Kind nicht gewachsen sei. Ich empfand das Schicksal als eine blutrünstige Zecke, die sich an unserem Leben festgebissen hatte und uns leersaugte. […] Fragen marterten mich: Warum? Warum ich? Warum wir? Warum mein Baby? [Irgendwann] richtete sich meine Wut, meine Verzweiflung, meine Traurigkeit gegen [meinen Mann]. Ich dachte an Trennung. […] Ich rutschte in eine postnatale Depression. […]“ (Noack 2016: 2ff.).

Familien mit beeinträchtigten Kindern sind höheren Belastungen ausgesetzt als vergleichbare Familien, in denen keine Kinder mit Beeinträchtigungen leben (vgl. Engelbert, 2012: 99). Mit der Geburt eines behinderten Kindes geraten Familien oft in Krisen. Der Stressfaktor innerhalb der Familie erhöht sich, da der Wunsch nach einem Idealzustand von Familie immer weiter wächst. Eltern können nicht mehr leugnen, dass sich ihr Kind anders entwickelt als andere Kinder. Sie versuchen nach außen hin Normalität zu repräsentieren, obgleich ihnen die Fertigkeit fehlt, Beziehungen unter den Familienmitgliedern zu gestalten. Kritisch wird es dann, wenn die in der Familie wahrgenommene Überforderung und die daraus resultierende Bedürftigkeit weder innerhalb noch außerhalb der Familie besprochen werden kann. Bieten sich keine Entlastungsoptionen, kann der Abspaltungsdruck enorm werden. Das oben aufgeführte Beispiel zeigt, dass sich das Abspaltungsverhalten sowohl nach außen als auch nach innen richten kann. Familienmitglieder fühlen sich ihrer entgrenzten Familie ausgesetzt, in der sie hilflos sind und die sie in Projektions- und Abspaltungsmuster treibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die besonderen Herausforderungen für Familien durch die Geburt eines Kindes mit Behinderung und führt in die Relevanz der Unterstützung durch Soziale Arbeit ein.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Behinderung in verschiedenen Disziplinen und stellt statistische Daten zur Lebenssituation von Familien mit behinderten Kindern in Deutschland dar.

3. Theoriegeleitete Zugänge: Es werden zentrale Konzepte wie die Lebensbewältigung nach Böhnisch, die soziologische Familienforschung nach Nave-Herz und Theorien zu kritischen Lebensereignissen nach Heide-Filipp theoretisch fundiert erörtert.

4. Konkretisierung der Theorie in Hinblick auf Herausforderungen für Familien mit Kindern mit Behinderung: Die zuvor genannten Theorien werden hier konkret auf die Lebensrealität und die spezifischen Belastungsfaktoren von Familien mit Kindern mit Behinderung angewandt.

5. Perspektiven für die Soziale Arbeit: Dieses Kapitel diskutiert Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit, um Familien bei der Bewältigung ihrer krisenhaften Situation professionell zu unterstützen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität der Thematik zusammen und betont die Notwendigkeit bedarfsgerechter, niedrigschwelliger Unterstützungsangebote für betroffene Familien.

Schlüsselwörter

Behinderung, Familie, Lebensbewältigung, Soziale Arbeit, kritisches Lebensereignis, Krise, Familienforschung, Belastung, Unterstützungsangebote, Handlungsfähigkeit, Bewältigungsstrategien, Erziehung, soziale Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Familien, die ein Kind mit Behinderung haben, und untersucht, wie diese Familien die daraus resultierenden Krisen erleben und welche professionellen Hilfen sinnvoll sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Auswirkungen einer Behinderung auf das Familiensystem, psychologische Aspekte der Krisenbewältigung sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung betroffener Familien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche spezifischen Herausforderungen für Familien mit behinderten Kindern entstehen und welche Möglichkeiten die Soziale Arbeit hat, dieser Herausforderung effektiv zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene sozialwissenschaftliche und psychologische Konzepte zusammenführt, um die Lebenssituation von betroffenen Familien zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Zugänge (Böhnisch, Nave-Herz, Heide-Filipp) erarbeitet und anschließend konkret auf die Situation von Familien mit Kindern mit Behinderung übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Behinderung, Familie, Lebensbewältigung, kritisches Lebensereignis und Soziale Arbeit.

Welche Bedeutung hat das Konzept der "Abspaltung" nach Böhnisch in diesem Zusammenhang?

Abspaltung beschreibt einen Bewältigungsmechanismus, bei dem betroffene Eltern ihre innere Hilflosigkeit unbewusst auf andere projizieren oder durch destruktives Verhalten entlasten, wenn sie ihre Not nicht verbalisieren können.

Warum wird die Geburt eines Kindes mit Behinderung oft als "non-normatives" Ereignis klassifiziert?

Es wird als non-normativ bezeichnet, weil es im Gegensatz zu erwartbaren Entwicklungsschritten (normative Ereignisse) unerwartet eintritt, oft unkontrollierbar erscheint und das bisherige Lebenskonzept der Eltern nachhaltig erschüttert.

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Details

Title
Familien mit Kindern mit Behinderungen. Welche Möglichkeiten hat Soziale Arbeit dieser Herausforderung zu begegnen?
College
University of Applied Sciences Wiesbaden Rüsselsheim Geisenheim
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
29
Catalog Number
V541236
ISBN (eBook)
9783346156525
ISBN (Book)
9783346156532
Language
German
Tags
arbeit behinderungen familien herausforderung kindern möglichkeiten soziale welche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Familien mit Kindern mit Behinderungen. Welche Möglichkeiten hat Soziale Arbeit dieser Herausforderung zu begegnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541236
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