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Manipulationsinstrument Facebook. Die Wirkungsmacht der Alternative für Deutschland (AfD) in sozialen Medien

Titel: Manipulationsinstrument Facebook. Die Wirkungsmacht der Alternative für Deutschland (AfD) in sozialen Medien

Hausarbeit , 2020 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Zander (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit legt einen medienwissenschaftlichen Fokus darauf, wie die Alternative für Deutschland (AfD) das Medium Facebook verwendet. Was präsentiert die Partei auf welche Art ihren vergleichsweise vielen Followern? Versucht die AfD mittels Facebook die Meinung der Nutzer zu beeinflussen? Wie nutzt die Partei die spezifischen Eigenschaften des Mediums Facebook?

Ziel ist es, zu beantworten, inwiefern die Facebook-Seite der Alternative für Deutschland die spezifischen Eigenschaften des sozialen Mediums nutzt, um Auswirkungen auf die reale Gesellschaft zu erzeugen?

Zunächst werden Unterschiede zwischen den für die Arbeit relevanten Medien und dem damit verbundenen Begriff der Medialität dargelegt sowie explizit auf die Adressierung von Medien eingegangen. Der Fokus liegt auf der Art und Weise, wie Nutzer verschiedene Medien rezipieren und welche Möglichkeiten und Einschränkungen Facebook im Vergleich zu anderen Medien besitzt. Anschließend wird der Begriff der Performativität nach Erika Fischer-Lichte sowie nach Judith Butler erläutert. Dieser Begriff sowie der Begriff der Adressierung wird daraufhin in der Analyse der Facebook-Postings der AfD angewendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eigensinnigkeit von Medien

2.1 Unterschiede von Medien

2.2 Adressierung von Medien

3. Konzepte der Performativität

3.1 Performativität nach Fischer-Lichte und Judith Butler

3.2 Performativität und Materie

4. Analyse des Facebook-Auftritts

4.1 Die AfD auf Facebook

4.2 Adressierung der AfD

4.3 Sprache und Narrative der AfD

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die medienwissenschaftliche Wirkungsmacht der Facebook-Präsenz der Alternative für Deutschland (AfD). Ziel ist es zu analysieren, wie die Partei die spezifischen Eigenschaften dieses sozialen Mediums nutzt, um durch gezielte Adressierung, performative Akte und spezifische Narrative reale gesellschaftliche Auswirkungen zu erzeugen.

  • Die Medialität und Eigensinnigkeit von Facebook im Vergleich zu klassischen Massenmedien.
  • Die Anwendung der Performativitätstheorien nach Erika Fischer-Lichte und Judith Butler auf digitale Plattformen.
  • Die Strategien der AfD zur Adressierung von Anhängern und zur Bildung eines politischen Kollektivs.
  • Die Rolle von Narrativen und Algorithmen bei der Etablierung neuer Realitäten und der Filterblasenbildung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Performativität und Materie

Im Konzept der Performativität nach Fischer-Lichte spielt das gesprochene Wort die wichtigste Rolle. Sprache ist mächtig und in der Lage, neue Wirklichkeiten zu schaffen. Die Materie wurde in diese Überlegungen nicht sonderlich miteinbezogen. Die Physikerin Karen Barad, eine Vertreterin des Neuen Materialismus, kritisiert dies: „[...] the only thing that does not seem to matter anymore is matter“ (Barad 2005, S. 187). Barad schreibt Materie eine Wirkungsmacht, eine Agency, zu, die an performativen Prozessen beteiligt ist, wie Sigrid Schmitz ausführt:

Agency ist demzufolge nicht als eine Eigenschaft zu verstehen, die menschliche oder auch nicht menschliche Entitäten besitzen können, sondern als ein Tun (doing), also als eine Tätigkeit, oder anders gesagt als eine wirkungsmächtige Praxis (Schmitz 2014, S. 284).

Der Blick auf den Neuen Materialismus nach Karen Barad ist für diese Hausarbeit interessant, da dieser die spezifischen (und nach dem Verständnis des Neuen Materialismus natürlichen) Eigenschaften und insbesondere die Materialität verschiedener Medien wieder in den Fokus medienwissenschaftlicher Diskurse rückt: Das Zusammenspiel von performativen Prozessen hängt demnach auch von der Agency des jeweiligen Mediums ab. Man stelle sich vor, Hassreden gegen eine bestimmte Person wären ausschließlich auf einem Blatt Papier materialisiert. Diese Materie beispielsweise zu vervielfältigen ist wesentlich aufwendiger, als etwa Hassreden auf Facebook vielfach zu teilen – dort bietet die Materialität eine einfachere Möglichkeit der erneuten Reproduktion, was wiederrum eine stärkere Auswirkung auf die Rezipient*innen hat. Somit hat Facebook, bedingt durch seine Medialität, einen hohen Grad an Agency, was im Fall von Hassreden die Auswirkungen für Nutzer*innen (also auch auf dessen reale Körper) verstärkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der AfD auf Facebook und Formulierung der Forschungsfrage zur Wirkungsmacht des Mediums auf die Gesellschaft.

2. Eigensinnigkeit von Medien: Definition zentraler medienwissenschaftlicher Begriffe wie Medialität und Adressierung, um Unterschiede zwischen Massenmedien und sozialen Netzwerken herauszuarbeiten.

3. Konzepte der Performativität: Theoretische Fundierung durch die Ansätze von Fischer-Lichte und Butler sowie die Erweiterung um das Konzept der Agency nach Karen Barad im Kontext digitaler Materialität.

4. Analyse des Facebook-Auftritts: Anwendung der erarbeiteten Theorien auf konkrete Posts und Kommentarspalten des Hauptaccounts der AfD unter Berücksichtigung von Sprache, Narrativen und der Rolle des Algorithmus.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion darüber, wie durch die spezifischen Eigenschaften von Facebook und performative Sprache reale gesellschaftliche Veränderungen angestoßen werden können.

Schlüsselwörter

Facebook, AfD, Performativität, Medialität, Agency, Adressierung, Soziale Medien, Narrative, Politische Kommunikation, Hate Speech, Algorithmus, Digitale Öffentlichkeit, Neuen Materialismus, Wirkungsmacht, Filterblase

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht aus medienwissenschaftlicher Sicht die Wirkungsmacht der Facebook-Seite der AfD und wie diese Partei das soziale Medium zur Kommunikation nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Medialität, Performativitätstheorie, digitale Adressierung sowie der Einfluss von Narrativen und Algorithmen auf gesellschaftliche Diskurse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, inwiefern die spezifischen Eigenschaften von Facebook der AfD dazu dienen, gesellschaftlich wirksame Realitäten und Narrative zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch medienwissenschaftliche und performativitätstheoretische Konzepte, die auf eine qualitative Analyse von Facebook-Beiträgen und Nutzerkommentaren angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Adressierungsstrategien der Partei (z. B. Wir-Narrative) sowie die Etablierung einer neuen, teils gewaltvollen Sprache durch performative Akte und das Nicht-Löschen diffamierender Kommentare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Performativität, Agency, Medialität, digitale Filterblasen und politische Narrative definiert.

Warum ist das Konzept der "Agency" nach Karen Barad für die Analyse wichtig?

Das Konzept hilft zu verstehen, dass die technische Beschaffenheit von Facebook (die Materialität) eigenständig dazu beiträgt, Inhalte schneller zu verbreiten und Auswirkungen auf Nutzer zu verstärken.

Welche Rolle spielen die Kommentarspalten für die Gesamtthese?

Die Kommentarspalten dienen als Schauplatz, an dem die AfD durch das Unterlassen von Löschungen eine bestimmte, gewaltvolle Sprache legitimiert und performativ neue gesellschaftliche Realitäten festigt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Manipulationsinstrument Facebook. Die Wirkungsmacht der Alternative für Deutschland (AfD) in sozialen Medien
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Medienkultur und Theater)
Note
1,0
Autor
Daniel Zander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V541246
ISBN (eBook)
9783346147219
ISBN (Buch)
9783346147226
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facebook AfD Soziale Medien Manipulation Performativität Butler Fischer-Lichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Zander (Autor:in), 2020, Manipulationsinstrument Facebook. Die Wirkungsmacht der Alternative für Deutschland (AfD) in sozialen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541246
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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