Ziel dieser Arbeit ist es, die Hereinnahme von Beteiligungen als vorteilhafte Form der Finanzierung für ein Unternehmen aufzuzeigen und deren Vor- und Nachteile für die Finanzierung zu erläutern.
In Kapitel zwei bis sechs wird der Begriff Beteiligungsfinanzierung, Beteiligung von Mitarbeiter und Manager, die Mezzanine-Finanzierung, die Finanzierung der Unternehmen durch Business Angels und die Private Equity-Venture Capital näher erläutert.
Aufgrund des begrenzten Umfanges wurden die oben aufgezählten Formen der Beteiligungsfinanzierung teilweise in einer sehr komprimierten Form dargestellt.
Die Zusammenfassung schließt mit gewonnenen Ergebnissen die zukünftige Bedeutung für die Theorie und Praxis.
In einem marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystem ist die Überschusserzielung das oberste Ziel eines Unternehmers. Sollte dieses durch die Herstellung und den Verkauf von Gütern erreicht werden, was die Gründung eines Industriebetriebes erfordert, dann sind konstitutive Entscheidungen, wie Rechtsform- und Standortwahl usw., zu treffen.
Das Unternehmen komplett durch Eigenkapital zu finanzieren ist einerseits schwierig und andererseits unter Renditegesichtspunkten suboptimal. Die Eigenkapitalgeber fordern aufgrund ihres höheren Risikos auch eine höhere Rendite. Zum anderen ist die Aufnahme von Eigenkapital auch mit der Einräumung von Mitspracherechten verbunden. Dadurch verliert die Unternehmensführung an Einfluss und kann wichtige Unternehmensentscheidungen nur mit der Zustimmung der Eigenkapitalgeber treffen.
Nur selten wird der Eigentümer die Finanzierung zu 100 % aus eigenen Mitteln bestreiten können, was dann als Innenfinanzierung bezeichnet wird. In der Regel ist er auf die Kapitalüberlassung unternehmensexterner Dritter angewiesen, welche dann als Außenfinanzierung bezeichnet wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Problemstellung
1.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Die Beteiligungsfinanzierung
2.1 Der Begriff der Beteiligungsfinanzierung
2.2 Die Ziele und Interesse der Kapitalgeber und Kapitalnehmer
3. Beteiligungsfinanzierung durch Mitarbeiter und Management
4. Mezzanine Finanzierungen
4.1 Ausgewählte Instrumente der Mezzanine-Finanzierung
4.1.1 Nachrangdarlehen
4.1.2 Stille Gesellschaft
4.1.3 Wandelschuldverschreibungen
4.1.4 Optionsanleihen
5. Wachstumsfinanzierung durch Business Angels
5.1 Definition und Einordnung
5.2 Motivation und Struktur von Business Angels
5.3 Arten von Business Angels
5.4 Beteiligungsprüfung
6. Private Equity - Venture Capital als Finanzierungsalternative
6.1 Definition
6.2 Abgrenzung Private Equity versus Venture Capital
6.3 Private Equity - Venture-Capital Geber
6.4 Ablauf Verhandlung mit PE - VC-Gebern
6.4.1 Erstbewertung
6.4.2 Due Diligence
6.4.3 Due Diligence – Datenraum und Memorandum
6.4.4 Erweiterte Due Diligence - Feinanalyse
6.4.5 Wonach Entscheiden PE – VC-Geber
6.5 Finanzierungsarten nach Phasen
7. Zusammenfassung
7.1 Vor- und Nachteile von Mezzanine Finanzierung
7.2 Vor- und Nachteile der Finanzierung durch Business Angels
7.3 Vor- und Nachteile der PE – VC Finanzierung
7.3.1 Vorteile
7.3.2 Nachteile
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Hereinnahme von Beteiligungen als vorteilhafte Form der Unternehmensfinanzierung aufzuzeigen und die Vor- und Nachteile verschiedener Beteiligungsmodelle darzulegen. Die Arbeit konzentriert sich darauf, wie Unternehmen durch Beteiligungskapital eine Alternative zur klassischen Bankfinanzierung finden können, um ihr Wachstum nachhaltig zu sichern.
- Beteiligungsfinanzierung durch Mitarbeiter und Management
- Mezzanine-Finanzierungsinstrumente
- Wachstumsfinanzierung durch Business Angels
- Private Equity und Venture Capital als Finanzierungsalternative
- Investmentprozesse und Entscheidungskriterien von Investoren
Auszug aus dem Buch
6.4.1 Erstbewertung
Es ist wichtig im Vorfeld zu klären, ob das Unternehmen überhaupt den Anforderungen eines PE - VC-Gebers genügt und somit Erfolg auf Bereitstellung der finanziellen Mittel hat.
• Vorhandensein einer innovativen Geschäfts- oder Produktidee, die einen Wettbewerbsvorteil besitzt und hohe Wachstumschancen versprechen,
• Ist das Produkt aus Sicht des Endverbrauchers einzigartig, gibt es Ersatzprodukte oder handelt es sich um ein Unikat und hebt es sich hinreichend von entsprechenden Konkurrenzprodukten besonders ab,
• Aussichtsreicher und genügend großer Markt/Nachfrage vorhanden.
Die Abbildungen 4 und 5 Stellen der Verhandlungsablauf grafisch dar:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Relevanz der Beteiligungsfinanzierung als Alternative zur Eigenkapitalaufnahme oder zur klassischen Innenfinanzierung.
2. Die Beteiligungsfinanzierung: Hier werden der Begriff der Beteiligungsfinanzierung definiert sowie die divergierenden Interessen und Ziele von Kapitalgebern und Kapitalnehmern beleuchtet.
3. Beteiligungsfinanzierung durch Mitarbeiter und Management: Das Kapitel behandelt verschiedene Modelle der Mitarbeiterbeteiligung und erläutert, warum diese in der Praxis oft nur eingeschränkt verbreitet sind.
4. Mezzanine Finanzierungen: Es werden die hybriden Finanzierungsformen zwischen Eigen- und Fremdkapital sowie die spezifischen Instrumente wie Nachrangdarlehen und Wandelanleihen detailliert beschrieben.
5. Wachstumsfinanzierung durch Business Angels: Dieses Kapitel analysiert die Motive, Strukturen und Arten von Business Angels sowie die Kriterien, die sie bei der Auswahl von Beteiligungen anwenden.
6. Private Equity - Venture Capital als Finanzierungsalternative: Hier werden Definitionen, Akteure, der Ablauf des Investmentprozesses sowie die Bewertungskriterien von Venture-Capital-Gebern dargelegt.
7. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Vor- und Nachteile der behandelten Finanzierungsformen zusammen und bewertet deren Bedeutung für junge Unternehmen.
Schlüsselwörter
Beteiligungsfinanzierung, Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Business Angels, Venture Capital, Private Equity, Finanzierungsinstrumente, Start-up, Investmentprozess, Due Diligence, Unternehmenswachstum, Kapitalgeber, Kapitalnehmer, Business-Plan, Finanzierungsphasen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Beteiligungsfinanzierungen als ergänzende oder alternative Form der Unternehmensfinanzierung zur klassischen Kreditaufnahme.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Themen gehören Mitarbeiterbeteiligung, Mezzanine-Kapital, das Engagement von Business Angels sowie der Investmentmarkt für Private Equity und Venture Capital.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Beteiligungen als vorteilhafte Finanzierungsform zu identifizieren und die spezifischen Vor- und Nachteile für Unternehmen in verschiedenen Entwicklungsstadien aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Darstellung der Finanzierungsformen, ergänzt durch die Auswertung empirischer Studien zur Entscheidungsfindung von Investoren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Vorstellung der Instrumente (Mezzanine, Business Angels, PE/VC) und beschreibt detailliert die Prozesse von der Erstbewertung bis zur Due Diligence.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Beteiligungsfinanzierung, Venture Capital, Business Angels, Mezzanine, Due Diligence und Gründungsfinanzierung.
Welche Rolle spielt das Management bei der Investorenentscheidung?
Studien zeigen, dass die Qualifikation des Managements und das Vertrauen in das Gründerteam die mit Abstand wichtigsten Kriterien für Investoren bei der Auswahl von Beteiligungsprojekten sind.
Wie unterscheidet sich die typische stille Gesellschaft von der atypischen?
Während die typische stille Gesellschaft lediglich eine Kapitaleinlage ohne Mitspracherechte darstellt, erhält der Investor bei der atypischen Variante Informationsrechte und Mitsprache bei unternehmerischen Entscheidungen.
Welche Funktion hat die Due Diligence im Investmentprozess?
Die Due Diligence dient als umfassende Prüfphase, in der rechtliche, finanzielle und strategische Aspekte eines Unternehmens analysiert werden, um Risiken für den Investor zu minimieren.
Warum wird im Dokument der Lebenszyklus eines Unternehmens thematisiert?
Der Lebenszyklus (Seed, Start-up, Expansion) ist entscheidend, da sich die Anforderungen an die Finanzierungsart und die Art der beteiligten Investoren je nach Unternehmensphase maßgeblich ändern.
- Arbeit zitieren
- Marijan Kalapuric (Autor:in), 2016, Beteiligungsfinanzierung als Finanzierungsform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541269