Die Deichtorhallen befinden sich in der Metropole Hamburg, die über ein vielfältiges und attraktives kulturelles Angebot verfügt und somit zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Das Erfolgskonzept der Deichtorhallen als Ausstellungsort beruht auf einer Initiative kunstbegeisterter Hamburger Bürger und einer wechselvollen Geschichte: Im Jahre 1911 errichtet, dienten die Deichtorhallen zunächst als Markthallen, und bis 1984 als Standort für den Blumengroßmarkt. Von da an standen sie leer und verfielen allmählich, bis sich die „Gesellschaft Kunst“ mit Unterstützung des Industriellen Kurt A. Körber das Ziel setzte, aus den Hallen ein Zentrum für zeitgenössische Kunst entstehen zu lassen. Die Körber-Stiftung übernahm daraufhin die Kosten für den elf Monate währenden Umbau der Hallen, zu einem der größten Ausstellungszentren Europas. Da die ursprüngliche Bausubstanz bei den Restaurierungs- und Umbauarbeiten erhalten wurde, stehen die historischen Gebäude heute nicht nur für niveauvolle Kunst, sondern repräsentieren zudem in architektonischer Hinsicht auch die Ingenieurskunst des beginnenden 20. Jahrhunderts (siehe Anhang Abbildung 1). Zum 800. Hafengeburtstag im September 1989 wurden die restaurierten Deichtorhallen sowie das umgestaltete, sie umgebende Gelände, der Stadt Hamburg und damit der Öffentlichkeit übergeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorstellung der Deichtorhallen und Standortbeschreibung
2 Produkt - Ausstellungen
2.1 Die Gestaltung der Hallen
2.1.1 Die Halle für aktuelle Kunst
2.1.2 Das Internationale Haus der Photographie
2.2 Ausstellungen und Besucherprogramm
2.3 Service und Zusatzangebote
2.3.1 Der Gastronomische Service
2.3.2 Die Fachbuchhandlung für Photographie und Kunst
2.3.3 Die Info-Lounge
2.3.4 Der Shop
3 Finanzen
4 Publikum
5 Promotion
5.1 Logo
5.2 Internetauftritt
5.3 Flyer
5.4 Plakate und Banner
6 Erfolg
7 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Marketingaktivitäten der Deichtorhallen in Hamburg. Ziel ist es, die Wirksamkeit der Strategien zur Positionierung als internationales Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst und Photographie zu untersuchen und auf Basis einer Ist-Analyse Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
- Standortfaktoren und infrastrukturelle Einbindung der Deichtorhallen
- Analyse des Produktportfolios, inklusive Ausstellungs- und Serviceangeboten
- Untersuchung der Finanzierungsstruktur und Sponsoring-Strategien
- Evaluation der Besucherstruktur und Zielgruppenansprache
- Bewertung der Kommunikations- und Promotionsmaßnahmen (PR, Logo, Webauftritt)
Auszug aus dem Buch
2 Produkt - Ausstellungen
Die Deichtorhallen sind kein Kunstmuseum im eigentlichen Sinne. Langjährig als reine Ausstellungshalle unterhalten, fungieren die Deichtorhallen erst mit der Übernahme der Sammlung F.C. Gundlachs als Museum. Ein Vergleich der Deichtorhallen mit anderen Hamburger, nationalen und internationalen Kunstinstitutionen verdeutlicht die Sonderstellung derselbigen. Einzig das „Haus der Kunst“ in München und die Kunsthalle „Schirn“ in Frankfurt/M sind mit den Deichtorhallen vergleichbar - wenn auch wesentlich kleiner in ihrer Größe.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorstellung der Deichtorhallen und Standortbeschreibung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Deichtorhallen von Markthallen zum Kunstzentrum und analysiert die Vor- und Nachteile des Standortes.
2 Produkt - Ausstellungen: Hier werden die räumliche Gestaltung der Hallen sowie das Programm, das Serviceangebot und die spezifischen Zusatzangebote für Besucher detailliert dargestellt.
3 Finanzen: Das Kapitel befasst sich mit der GmbH-Struktur, der Finanzierungssituation und der Abhängigkeit von Sponsoren sowie dem Preissystem der Einrichtung.
4 Publikum: Es wird die Besucherstruktur untersucht, wobei Motive und demografische Zusammensetzung sowie das Potenzial für künftige Zielgruppen im Fokus stehen.
5 Promotion: Dieses Kapitel analysiert kritisch die werblichen Maßnahmen, inklusive des neuen Logos, des Internetauftritts sowie der Pressearbeit und sonstiger Promotionsmittel.
6 Erfolg: Hier wird der Begriff des Erfolgs definiert und auf die Deichtorhallen angewandt, wobei Presseresonanz und Feedback aus Fachkreisen als Indikatoren dienen.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Deichtorhallen als erfolgreiche, wenn auch in Teilbereichen verbesserungswürdige kulturelle Institution.
Schlüsselwörter
Deichtorhallen, Hamburg, Kunstmarketing, Zeitgenössische Kunst, Photographie, Ausstellungsmanagement, Sponsoring, Besucheranalyse, Öffentlichkeitsarbeit, Standortbeschreibung, Ausstellungskonzept, Kulturmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht und bewertet die Marketingaktivitäten der Deichtorhallen Hamburg, um deren Positionierung im kulturellen Sektor zu analysieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die Standortanalyse, das Ausstellungs- und Produktprogramm, Finanzierung, Zielgruppenansprache sowie die mediale Promotion der Institution.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Status quo der Marketingstrategien zu erfassen, Erfolgsfaktoren zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeitsarbeit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Inhaltsanalyse von Marketingdokumenten sowie der Auswertung von Presseresonanzen und Daten zur Besucherstruktur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Produktbeschreibung, finanzielle Aspekte, eine detaillierte Publikumsanalyse sowie eine Evaluation der verschiedenen Promotion-Instrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kulturmanagement, Kunstmarketing, Deichtorhallen, Ausstellungsmanagement und Besucheranalyse.
Wie bewerten die Autoren den Internetauftritt der Deichtorhallen?
Der Auftritt wird als wesentliche Schwachstelle kritisiert, da er veraltet wirkt und die neue Corporate Identity nicht ausreichend repräsentiert.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdausstellungen eine Rolle?
Die Autoren identifizieren ein Defizit in der Programmidentifizierung, da Besucher oft nicht klar zwischen den verschiedenen Ausstellungsformaten unterscheiden können.
Wie beurteilen die Autoren das neue Logo?
Das neue Logo wird positiv als dynamisch und modern bewertet, jedoch wird bemängelt, dass es auf der Haupt-Homepage noch nicht konsequent umgesetzt wurde.
- Quote paper
- Juliane Krueger (Author), Viktoria Wenz (Author), 2005, Deichtorhallen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54136