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Paradigmen Sozialer Arbeit unter Bezugnahme auf Theorien von Silvia Staub-Bernasconi

Titel: Paradigmen Sozialer Arbeit unter Bezugnahme auf Theorien von Silvia Staub-Bernasconi

Seminararbeit , 2017 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: MA MSc MA Martin Kutej (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund meiner sozialarbeiterischen Grundausbildung an einer damaligen Akademie für Sozialarbeit kam ich vom Beginn an mit den Theorien von Silvia Staub-Bernasconi in Berührung.
Ihr Denken in Systemen hat mich (nicht nur damals) beeindruckt und beeinflusst.
Bei der Bekanntgabe der zu lesenden Literatur war ich daher froh, dass ein Artikel von ihr in die Leseliste aufgenommen wurde.

In diesem Essay widme ich mich einerseits jenen Texten, die zu Beginn des Semesters behandelt wurden, andererseits dem Text von Silvia Staub-Bernasconi.
Dies deshalb, weil bei den ersten Texten für mich besonders viel Unbekanntes zu erfahren war. Der Text von Staub-Bernasconi und die anschließende Diskussion haben darüber mich zum Nachdenken über die Grenzen, oder eben Nicht-Grenzen des Systemischen Ansatzes gebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Der Mensch als soziales Wesen / Helfen

4. Das Paradigma Systemischer Sozialen Arbeit

5 Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem systemischen Ansatz in der Sozialen Arbeit auseinander. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das menschliche Hilfeverhalten im Kontext evolutionärer und psychologischer Erkenntnisse einordnen lässt und welche Bedeutung ein systemisches Paradigma für die Interventionspraxis hat, um über eine rein individuumsorientierte Problembehandlung hinauszugehen.

  • Systemtheoretische Grundlagen in der Sozialen Arbeit
  • Evolutionsbiologische und psychologische Wurzeln des Helfens
  • Wechselwirkung zwischen Individuum und gesellschaftlichen Systemen
  • Kritische Analyse von Diagnose und Intervention
  • Systemische Perspektiven in der praktischen Suchtarbeit

Auszug aus dem Buch

4. Das Paradigma Systemischer Sozialen Arbeit

Einer der Hauptgründe, warum ich mich im Sytemischen Ansatz sehr wohl fühle, ist der Umstand, dass nicht einem Individuum (alleine) die Schuld für sein abweichendes Verhalten zugeschrieben wird (Individuumsorientiertrer Ansatz), es aber auch nicht exkulpiert wird mit der Begründung, es sei selbst nicht verantwortlich, sondern die Schuld trage „die Gesellschaft“ (Gesellschaftsorientierter Ansatz).

Beide Begründungen greifen zu kurz, zumindest erlebe ich das so in meiner Berufstätigkeit nahezu täglich. Aber sie ergänzen sich, und aus der Wechselwirkung dieser beiden Ansätze entstand wohl auch der Systemische Ansatz.

Erst das Zusammenwirken und die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Individuen und Gruppen bewirkt, dass manche, quasi als „Symptomträger“, so genanntes „abweichendes Verhalten“ zeigen.

Dabei lassen sich vier Kategorien sozialer Systeme bilden:

zu geringe oder fehlende sozioökonomische Ausstattung; fehlende Infrastruktur im sozialen Umfeld

fehlende Erkenntnis- und Handlungskompetenz

problematische Selbst-, Fremd. und Gesellschaftsbilder

fehlende soziale Mitgliedschaften (Staub-Bernasconi 2010: 272).

Dies wirkt sich auch unmittelbar auf die Soziale Arbeit aus:

Es reicht nicht mehr, nur mit jener Person, die so genanntes abweichendes Verhalten setzt, zu arbeiten, und sie quasi zu „reparieren“ und sie (wieder) zum „Funktionieren“ im Sinne der gesellschaftlichen Normen zu bringen.

Es wird auch nicht sinnvoll sein, nur an der Änderung der gesamten Gesellschaft zu arbeiten, ohne den Einzelnen / die Einzelne in seiner/ihrer Mitverantwortung mitzuberücksichtigen und einzubeziehen.

In der Sozialen Arbeit ist es notwendig, beides, also das Individuum und das Umfeld (die Systeme) zu kennen und mitzudenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fachliche Motivation des Autors, sich mit den Theorien von Silvia Staub-Bernasconi und systemischen Ansätzen in der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen.

2. Begriffsdefinition: Dieses Kapitel widmet sich der etymologischen und philosophischen Herleitung des Paradigma-Begriffs und dessen Bedeutung als dominierende wissenschaftliche Orientierung.

3. Der Mensch als soziales Wesen / Helfen: Hier werden evolutionäre sowie empathiebasierten Motive des Helfens untersucht und die Entwicklung prosozialen Verhaltens bei Kindern analysiert.

4. Das Paradigma Systemischer Sozialen Arbeit: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit, abweichendes Verhalten nicht nur auf das Individuum oder die Gesellschaft zu reduzieren, sondern als systemisches Wechselspiel zu begreifen.

5 Fazit: Der Autor resümiert den Lernerfolg der Lehrveranstaltung und äußert sich kritisch zur zunehmenden Vernachlässigung systemischer Perspektiven im aktuellen beruflichen Alltag.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Systemischer Ansatz, Paradigma, Hilfeverhalten, Altruismus, Soziale Systeme, Symptomträger, Intervention, Diagnose, Sozialpädagogik, Prosoziales Verhalten, Evolution, Selbstregulation, Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Suchtarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz des systemischen Ansatzes für die Soziale Arbeit und reflektiert, wie moderne Theorien zum menschlichen Hilfeverhalten das Verständnis von professionellem Handeln beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition wissenschaftlicher Paradigmen, die biologischen und psychologischen Grundlagen altruistischen Verhaltens sowie die praktische Anwendung systemtheoretischer Überlegungen in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit dem systemischen Paradigma, um aufzuzeigen, dass eine effektive soziale Intervention sowohl das Individuum als auch dessen komplexe soziale Umwelt einbeziehen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Text, der auf Literaturanalyse, der Reflexion fachwissenschaftlicher Theorien (u.a. Staub-Bernasconi, Tomasello, Batson) und dem Transfer auf die berufliche Praxis basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, warum Menschen helfen, welche Rolle empathische und egoistische Motive spielen, wie soziale Normen verinnerlicht werden und wie systemische Kategorien bei der Diagnose abweichenden Verhaltens helfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Arbeit, Systemischer Ansatz, Paradigma, Hilfeverhalten, Soziale Systeme und Intervention sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Sozialarbeiters als Teil des Systems?

Der Autor argumentiert, dass Sozialarbeiter durch ihre Intervention, insbesondere durch die Diagnose, zwingend selbst Teil des Systems werden und daher eine hohe Verantwortung tragen, da sie den Blickwinkel der Klienten auf sich selbst und die Problemsituation aktiv verändern.

Welches konkrete Fallbeispiel wird zur Illustration systemischer Zusammenhänge herangezogen?

Der Autor führt die Suchtarbeit als idealtypisches Beispiel an, bei dem vielfältige Ebenen – von genetischen Dispositionen über familiäre Co-Abhängigkeiten bis hin zu gesellschaftlichen Funktionen des Suchtmittels – ineinandergreifen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Paradigmen Sozialer Arbeit unter Bezugnahme auf Theorien von Silvia Staub-Bernasconi
Hochschule
FH Kärnten, Standort Feldkirchen  (Studiengang Soziale Arbeit: Entwickeln und Gestalten)
Veranstaltung
Paradigmen in der Sozialen Arbeit
Note
2,0
Autor
MA MSc MA Martin Kutej (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V541392
ISBN (eBook)
9783346163905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Sozialarbeit Paradigma Paradigmen Paradigmenwechsel Staub-Bernasconi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA MSc MA Martin Kutej (Autor:in), 2017, Paradigmen Sozialer Arbeit unter Bezugnahme auf Theorien von Silvia Staub-Bernasconi, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541392
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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