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Die Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks "Rear Window"

Eine Sequenzanalyse

Titel: Die Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks "Rear Window"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julian Haisch (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Eröffnungssequenz von "REAR WINDOW" analysiert werden. Der Film entstand im Jahr 1954 und wurde von Hitchcock auch für Paramount produziert. Das Drehbuch schrieb John Michael Hayes nach der Kurzgeschichte "It had to be murder" von Cornell Woolrich. Für die Kamera war Robert Burks verantwortlich, den Schnitt übernahm George Tomasini.
Im Folgenden soll eine Analyse im technischen Bezug auf die Bild- und Tonsprache stattfinden. Vor allem aber soll untersucht werden, wie es Hitchcock gelingt dem Zuschauer auf filmische Art und Weise ohne Dialog stets die benötigten Informationen zu vermitteln.

In seiner Karriere hat der Regisseur Alfred Hitchcock über 50 Spielfilme gedreht. Dabei ist er als der "Master of Suspense" besonders für seine Kriminalfilme berühmt geworden. Nicht nur der Name "Alfred Hitchcock" selbst, sondern auch einige seiner Werke erreichten im Laufe seiner über 60 Jahre andauernden Karriere Kultstatus. Einer dieser Filme ist mit Sicherheit "REAR WINDOW" (1954), in dem Hitchcock die Geschichte eines an den Rollstuhl gebundenen Fotografen erzählt, der glaubt, in seiner Nachbarschaft einen Mord beobachtet zu haben.

Ebenso simpel und genial wie die Prämisse des Films gelang auch Hitchcocks Umsetzung: Diese gilt seither in vielen Auflistungen zu den Besten 100 Filmen der Filmgeschichte. Doch wie kommt es, dass Alfred Hitchcock einer der wenigen Filmemacher ist, der seit jeher sowohl vom Publikum, als auch von Kritikern überschwänglich gelobt wurde? Alfred Hitchcock war ein Meister seines Fachs, und vor allem Verstand er die Grundlagen des Filmemachens wie kaum ein Anderer. Vom Drehbuch bis zum Schnitt hatte er stets die volle Kontrolle über den künstlerischen und technischen Prozess: Er verstand sein Handwerk bis ins kleinste Detail. Besonders bei "REAR WINDOW", einem Film voller narrativer Restriktionen, wird dieser meisterhafte Umgang mit dem Medium ersichtlich. Hitchcock plant präzise, wann der Zuschauer welche Informationen über Zeit, Ort, Handlung und Charaktere erhält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks REAR WINDOW

1. Aufbau der Sequenz und Einführung des Blickwinkels

2. Bildsprache der Sequenz

3. Informationsvermittlung durch Bilder

4. Tongestaltung der Sequenz

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Eröffnungssequenz des Films "Rear Window" (1954) von Alfred Hitchcock hinsichtlich ihrer technischen und narrativen Struktur zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie dem Zuschauer wesentliche Informationen über das Setting und den Protagonisten ohne den Einsatz von Dialogen vermittelt werden.

  • Anwendung des Kuleschow-Effekts zur narrativen Steuerung
  • Analyse der visuellen Etablierung des Blickwinkels und der Raumsituation
  • Untersuchung der Bedeutung von Kamerabewegungen und Bildsprache
  • Die Funktion der diegetischen Tongestaltung als atmosphärisches Element
  • Verbindung von Voyeurismus und Zuschaueridentifikation

Auszug aus dem Buch

2. Analyse der Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks REAR WINDOW

Alfred Hitchcock beschreibt REAR WINDOW als einen vollkommen filmischen Film. Dabei bezieht er sich auf die Anwendung eines Effekts, den Lew Kuleschow in einem Experiment in den 1910er Jahren demonstrierte. Das Experiment zeigte auf, dass ein Zuschauer in die Abfolge von zwei oder mehr Einstellungen mehr hineininterpretiert als in die einzelnen isolierten Shots. In Kuleschows Experiment veränderte sich vor allem die Emotion, die der Zuschauer in ein emotionsloses Gesicht interpretiert, je nachdem welche Einstellung nach dem Gesicht gezeigt wird.

Eine solche Abfolge von Einstellungen verwendet Hitchcock in REAR WINDOW mit James Steward als voyeuristischem Beobachter und dem Geschehen im Hinterhof. All die Bedeutung der Geschehnisse werden vom Zuschauer in die Abfolge der Einstellungen hineingelesen. Hitchcock macht seinen Film somit unterhaltsam und anspruchsvoll, denn die Rolle des Zuschauers wird zu der des Protagonisten. Um dies zu erreichen, benötig der Zuschauer eine Reihe an Informationen.

Die Eröffnungssequenz soll deshalb besonders als Exposition betrachtet und eingehend darauf untersucht werden, welche Informationen Hitchcock dem Zuschauer wie mitteilt. Hierbei ist besonders die Bildsprache und der eingeschränkte Blickwinkel von REAR WINDOW wichtig, welche bereits in der Eröffnungssequenz etabliert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die filmische Bedeutung von Alfred Hitchcocks Werk ein und legt den Fokus auf die narrative Relevanz der Eröffnungssequenz von Rear Window.

2. Analyse der Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks REAR WINDOW: Dieser Hauptteil untersucht die technische Umsetzung, Kameraarbeit und Bildsprache unter Berücksichtigung des Kuleschow-Effekts und der voyeuristischen Perspektive des Protagonisten.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie meisterhaft Hitchcock die filmische Exposition durch die geschickte Kombination von Bild und Ton innerhalb weniger Minuten realisiert hat.

Schlüsselwörter

Alfred Hitchcock, Rear Window, Filmanalyse, Eröffnungssequenz, Kuleschow-Effekt, Voyeurismus, Exposition, Kameraführung, Bildsprache, Tongestaltung, L. B. Jefferies, Montage, Filmtheorie, Filmtechnik, Narrative Restriktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die technische und gestalterische Präzision der Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks Klassiker "Rear Window" aus dem Jahr 1954.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Im Zentrum stehen die visuelle Exposition, der Einsatz des Kuleschow-Effekts, die Bindung des Zuschauers an den Protagonisten sowie die voyeuristische Perspektive.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie es Hitchcock gelingt, dem Zuschauer alle notwendigen Informationen über den Protagonisten und das Setting rein visuell und ohne Dialoge zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Der Autor nutzt eine sequenzanalytische Methode, basierend auf der restaurierten DVD-Fassung, und stützt sich auf filmtheoretische Konzepte sowie Fachliteratur zur Film- und Fernsehanalyse.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des sequenziellen Aufbaus, der Bildsprache, der rein bildbasierten Informationsvermittlung sowie der diegetischen Tongestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Alfred Hitchcock, Rear Window, Exposition, Kuleschow-Effekt, Voyeurismus und Bildsprache.

Welche Rolle spielt die Kameraführung für das Verständnis des Protagonisten?

Die Kamera bleibt objektiv und strikt an den Blickwinkel des Protagonisten L. B. Jefferies gebunden, was den Zuschauer zwingt, dessen Rolle als voyeuristischer Beobachter einzunehmen.

Warum betont der Autor die Bedeutung der Tongestaltung?

Der Ton ist laut Arbeit rein diegetisch und dient dazu, eine natürliche, dokumentarische Atmosphäre zu schaffen, während die Musik gezielt eingesetzt wird, um den Hinterhof zum Leben zu erwecken.

Welche Bedeutung hat das "Show, don't tell"-Prinzip in dieser Analyse?

Es dient als Leitmotiv, da Hitchcock alle Informationen über den Charakter Jefferies durch eine geschickte Montage von Objekten und Handlungen präsentiert, anstatt diese explizit auszusprechen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks "Rear Window"
Untertitel
Eine Sequenzanalyse
Hochschule
Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg
Note
1,3
Autor
Julian Haisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V541398
ISBN (eBook)
9783346175571
ISBN (Buch)
9783346175588
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sequenzanalyse Eröffnung Eröffnungssequenz Rear Window Das Fenster zum Hof Alfred Hitchcock Hitchcock Master of Suspense Hausarbeit Filmanalyse Analyse Filmische Mittel opening opening sequence best films of all time it had to be murder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Haisch (Autor:in), 2019, Die Eröffnungssequenz von Alfred Hitchcocks "Rear Window", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541398
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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