Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheitsverhalten bei erwachsenen Personen gibt und wenn ja, wie der aktuelle Forschungsstand zu dieser Thematik ist. Des Weiteren wird ein Augenmerk auf die Persönlichkeit gelegt – ist diese statisch oder veränderbar, sodass der Mensch seine Gesundheit beeinflussen kann?
Gesundheit bildet nicht nur die Basis für eine leistungsstarke Gesellschaft, sondern trägt zudem entscheidend zum persönlichen Lebensglück jedes Einzelnen bei. Unzählige Menschen entwickeln ein immer größeres Bewusstsein für ihre persönliche Gesundheit. Fitness und Gesundheit werden den Menschen immer wichtiger. Die bekannteste Definition des Begriffs Gesundheit ist unbestritten die von der WHO aus dem Jahr 1948: "Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.". Wohlbefinden ist subjektiv und wird aus der Perspektive eines Individuums betrachtet. Für jede Person ist Gesundheit etwas anderes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Leitfrage
1.2 Methodisches Vorgehen
1.3 Big Five
2. Aktueller Forschungsstand
3. Diskussion
3.1 kritische Reflektion und Beantwortung der Fragestellung
3.2 Implikation für Forschung und Praxis
4. Praxistransfer
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und dem individuellen Gesundheitsverhalten bei Erwachsenen sowie die Frage nach der Veränderbarkeit dieser Merkmale.
- Analyse des Einflusses von Persönlichkeitszügen auf die physische und psychische Gesundheit
- Erläuterung des Big-Five-Modells als Grundlage der modernen Persönlichkeitsforschung
- Diskussion aktueller wissenschaftlicher Studien zur Stabilität und Variabilität von Persönlichkeitseigenschaften
- Praktische Anwendung von psychologischen Erkenntnissen im beruflichen Alltag
- Bedeutung von Stressbewältigungsstrategien und Ressourcen für die Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
4. Praxistransfer
Die Begegnung des Zusammenhangs von Persönlichkeit und Gesundheit bei Erwachsenen ist im (Berufs-)Alltag häufig zu beobachten. Coping-Strategien sind bei Mitarbeitern im beruflichen Umfeld genauso vielfältig wie im privaten Umfeld. Einige Personen nutzen gesundheitserhaltende und -fördernde Bewältigungsstrategien wie körperlich aktiv sein, sich in die Natur an die frische Luft begeben, die Pflege kollegialer Kontakte oder Schutzimpfungen wahrnehmen; einige nutzen eher gesundheitsschädliche Strategien wie den Genuss von Alkohol, Nikotin oder andere Suchtmittel oder die Mitnahme von Anspannung nach Hause.
In diesem Beispiel geht es um einen Lieferdienst. Im Office agieren viele verschieden Berufe – Mitarbeiter im Customer Support, Produktentwickler, Webdesigner, Mitarbeiter im Marketing, und noch einige andere. Die Annahmen in diesem Beispiel basieren auf eigenen Erfahrungen oder der Erfahrungen und Erzählungen der anderen Kollegen.
Es gibt Mitarbeiter, die Spannungen mit sich selbst auszutragen, und sich versuchen abzulenken, sobald sie in Stresssituationen geraten. Dies hängt damit zusammen, dass diese Personen introvertiert und eher in sich gekehrt sind. Sie sind meistens verschlossen, reden eher nicht gerne über ihre Gefühle und beteiligen sie fast nie an Teamevents, sondern sind auf das eigene Seelenleben gerichtet. Der Grund dafür ist, dass Personen mit niedrigen Extraversionswerten nicht gerne unter Menschen sind. Bei diesem Punkt ist Vorsicht geboten, denn eine bewusste Unterdrückung von subjektiv erlebten Emotionen und der nicht vorhandene Austausch darüber kann langfristig gesehen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben (Vollmann & Weber 2005). Zudem arbeiten diese Mitarbeiter lieber allein, was nichts Negatives heißt, denn auch auf diesem Weg kann eine Produktivität sichergestellt werden. Mitarbeiter, die einen niedrigen Extraversionswert aufweisen, sind eher ruhig und zurückhaltend. Sie erzählen öfters davon, dass sie nicht viel zu sagen haben, wenn sie zum Arzt gehen. Wenn sie reden, dann erzählen sie für gewöhnlich nur das Notwendigste.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Definition von Gesundheit ein, stellt die Bedeutung der Persönlichkeit für das individuelle Wohlbefinden dar und präsentiert die zentrale Leitfrage der Arbeit.
2. Aktueller Forschungsstand: Hier werden relevante Langzeit- und Zwillingsstudien zusammengefasst, die belegen, dass Persönlichkeitsmerkmale einen messbaren Einfluss auf das Gesundheitsverhalten und die physische Gesundheit haben.
3. Diskussion: In diesem Teil werden die Forschungsergebnisse kritisch reflektiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Erkenntnisse präventiv in der Forschung und psychologischen Praxis genutzt werden können.
4. Praxistransfer: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf ein praktisches Fallbeispiel in einem Unternehmen und analysiert Coping-Strategien verschiedener Persönlichkeitstypen.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit und stellt abschließend fest, dass Persönlichkeitsmerkmale zwar relativ stabil, aber dennoch im Erwachsenenalter weiterentwickelbar sind.
Schlüsselwörter
Gesundheitspsychologie, Persönlichkeitsmerkmale, Big-Five-Modell, Gesundheitsverhalten, Neurotizismus, Stressbewältigung, Prävention, Resilienz, Coping-Strategien, Selbstwirksamkeitserwartung, Persönlichkeitsentwicklung, Erwachsenenalter, Wohlbefinden, Interdisziplinäre Forschung, Gesundheitsförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen menschlichen Persönlichkeitseigenschaften und der physischen sowie psychischen Gesundheit bei Erwachsenen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Erläuterung des Big-Five-Modells, der Analyse aktueller Studien zum Gesundheitsverhalten und der Frage, ob Persönlichkeitsmerkmale statisch oder veränderbar sind.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu klären, ob es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheitsverhalten gibt und inwiefern der Mensch seine Persönlichkeit entwickeln kann, um die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Literaturübersicht unter Einbeziehung zahlreicher wissenschaftlicher Datenbanken und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung des aktuellen Forschungsstands, eine kritische Diskussion der Ergebnisse sowie einen Praxistransfer in einem betrieblichen Umfeld.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Gesundheitspsychologie, Persönlichkeit, Big Five, Prävention und Coping-Strategien.
Welche Rolle spielt Neurotizismus in der Untersuchung?
Neurotizismus wird als kritischer Faktor identifiziert, der mit erhöhter Morbidität, Stressanfälligkeit und einer geringeren Lebenszufriedenheit assoziiert ist.
Können Persönlichkeitsmerkmale aktiv verändert werden?
Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Persönlichkeit nicht statisch ist und durch gezielte Interventionen im Erwachsenenalter weiterentwickelt werden kann.
Wie wirkt sich Gewissenhaftigkeit auf das Gesundheitsverhalten aus?
Personen mit hoher Gewissenhaftigkeit zeigen laut den analysierten Studien ein strukturiertes Gesundheitsverhalten, eine bessere Adhärenz bei medizinischen Behandlungen und eine höhere Selbstwirksamkeit.
- Arbeit zitieren
- Alina Selinski (Autor:in), 2019, Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheitsverhalten bei erwachsenen Personen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541413