Die Arbeit zeigt auf, dass die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements für mittelständische Unternehmen lohnenswert ist, was betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet, wie der Aufbau einer Konzeption im Rahmen des BGM erfolgen kann sowie eine Handlungsempfehlung.
Bei aktueller Betrachtung des Mittelstandes in Deutschland ist ersichtlich, dass maximal 50 Prozent aller Unternehmen klassisches betriebliches Gesundheitsmanagement anbieten. Werden explizit die einzelnen Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements betrachtet, so ist ersichtlich, dass diese sogar nur maximal 20 Prozent der Belegschaft erreichen. Dabei stellt sich die Frage: Wieso erreichen die Maßnahmen nur so wenige Mitarbeiter innerhalb der Belegschaft und wieso ist betriebliches Gesundheitsmanagement nur bei 50 Prozent der Unternehmen in das Unternehmensleitbild integriert?
Heutzutage spielt im Leben der meisten Menschen die Arbeit nicht nur zur Sicherung des Lebensunterhaltes eine zentrale Rolle. Am Arbeitsplatz werden viele Stunden des Tages verbracht. Oft verbringen Mitarbeiter hier mehr Zeit als mit der Familie und den Freunden. Eine Anstellung soll nicht nur gut bezahlt sein, sondern auch sinnvoll sein, Freude machen und somit als Voraussetzung für Zufriedenheit und Lebensqualität dienen. Das hierbei nicht nur die Arbeitsaufgabe des einzelnen Mitarbeiters ausschlaggebend ist, sondern auch Maßnahmen innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung förderlich sind wird innerhalb dieser Studienarbeit erörtert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.1 Begriffsdefinition des betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.2 Gründe für ein betriebliches Gesundheitsmanagement
2.3 Ziele und Nutzen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
3 Aufbau einer Konzeption des betrieblichen Gesundheitsmanagements für mittelständische Unternehmen
3.1 Möglichkeiten der Unterstützung für mittelständische Unternehmen
3.2 Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4 Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung eines betrieblichen Gesundheitsmanagement in mittelständischen Unternehmen
4.1 Möglichkeiten der Anwendung im betrieblichen Gesundheitsmanagement
4.2 Grenzen der Anwendung im betrieblichen Gesundheitsmanagement
4.3 Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen zum Umgang mit betrieblichen Gesundheitsmanagement
5 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Studienarbeit untersucht die Relevanz und Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein BGM trotz begrenzter Ressourcen für den Mittelstand lohnenswert ist, und ein Konzept sowie praktische Handlungsempfehlungen für dessen erfolgreiche Einführung zu erarbeiten.
- Grundlagen und Begriffsdefinitionen des BGM
- Demografischer Wandel und gesundheitliche Herausforderungen im Betrieb
- Unterstützungsmöglichkeiten für KMU durch Netzwerke und Krankenkassen
- Instrumente zur Diagnose, Planung, Umsetzung und Evaluation
- Handlungsempfehlungen zur Überwindung von Hindernissen
Auszug aus dem Buch
3.2 Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
Bereits zu Beginn, wenn sich das Management eines Unternehmens dazu entschieden hat BGM einzuführen, stehen Instrumente bei der Ermittlung des Gesundheitszustands eines Unternehmens zur Verfügung. In der so genannten Diagnosephase wird zunächst eine Ist-Analyse der Gesundheitssituation im Unternehmen durchgeführt. Die Diagnose soll durchgeführt werden um Ressourcen sinnvoll und zielgerichtet nutzen zu können. Diese Ist-Analyse sollte den jeweiligen Größenverhältnissen der Unternehmen angepasst werden, um für die spezifischen Betriebsverhältnisse praktikabel zu bleiben. Eine Analyse der Gesundheitssituation ist nicht nur bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements notwendig, sondern ist auch sinnvoll um den Erfolg der Maßnahmen zu kontrollieren und um die Maßnahmen des Gesundheitsmanagements gegebenenfalls zu korrigieren.
Ein Instrument zur Diagnose der Situation, also die Feststellung des aktuellen Gesundheitszustands und der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter, ist die Gesundheitsbefragung bzw. die sogenannte Mitarbeiterbefragung. Die Bestandaufnahme ist direkt zu Beginn eines jeden Projektes notwendig und mit Hilfe einer Befragung, welche durch die subjektiven Einflussfaktoren der Mitarbeiter gekennzeichnet ist, möglich. Zur erfolgreichen Durchführung einer Mitarbeiterbefragung ist als erstes eine systematische Planung notwendig. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, muss die Mitarbeiterbefragung inhaltlich so vorbereitet sein, dass eine Erhebung der Belastungen, Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen der Mitarbeiter möglich ist. Bei Durchführung der Mitarbeiterbefragung sollten bereits klare Vorstellungen über die Absicht und die Zielsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei den Verantwortlichen vorhanden sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle geringe Verbreitung des BGM im Mittelstand und definiert das Ziel, die Vorteile und den konzeptionellen Aufbau eines solchen Managementsystems aufzuzeigen.
2 Theoretische Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Dieses Kapitel liefert Begriffsbestimmungen, analysiert die Gründe für die Einführung (insb. demografischer Wandel) und erläutert die ökonomischen sowie sozialen Ziele und Nutzen eines BGM.
3 Aufbau einer Konzeption des betrieblichen Gesundheitsmanagements für mittelständische Unternehmen: Hier werden externe Unterstützungsmöglichkeiten sowie spezifische Instrumente zur Diagnose, Planung, Umsetzung und Evaluation vorgestellt, die für mittelständische Betriebe praktikabel sind.
4 Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung eines betrieblichen Gesundheitsmanagement in mittelständischen Unternehmen: Das Kapitel diskutiert konkrete Maßnahmen (klassisch wie modern), beleuchtet Barrieren und liefert Handlungsempfehlungen zur erfolgreichen Implementierung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die langfristige Bedeutung des BGM als gesellschaftliche Verantwortung sowie als strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mittelstand, KMU, Gesundheitsförderung, Prävention, demografischer Wandel, Mitarbeitermotivation, Fehlzeitenanalyse, Gesundheitszirkel, Unternehmenskultur, Arbeitsplatzgestaltung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Ergonomie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) in mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung von Ressourcenknappheit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des BGM, die Analyse von Unterstützungsnetzwerken, Instrumente zur Diagnose und Umsetzung sowie die Bewältigung von Anwendungshindernissen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass BGM für mittelständische Unternehmen lohnenswert ist, und praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Konzeption zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-wissenschaftliche Arbeit, die bestehende Literatur, Studien sowie Leitlinien zur Erarbeitung eines BGM-Konzepts systematisch zusammenführt.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung methodischer Instrumente sowie die Diskussion von Chancen, Grenzen und Handlungsempfehlungen für den Mittelstand.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, KMU, Prävention, demografischer Wandel und Mitarbeitermotivation beschreiben.
Welche Rolle spielen externe Netzwerke bei der Einführung eines BGM?
Externe Netzwerke und Krankenkassen bieten mittelständischen Unternehmen fachliche und finanzielle Unterstützung, um Ressourcenmängel bei der Konzeption und Durchführung auszugleichen.
Warum wird im Kontext von BGM das Thema Fitnessarmbänder kritisch hinterfragt?
Obwohl moderne digitale Maßnahmen zur Gesundheitsförderung beitragen können, fühlen sich Mitarbeiter oft kontrolliert, was datenschutzrechtliche Bedenken und die Notwendigkeit der Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) aufwirft.
Was ist bei der Mitarbeiterbefragung als Diagnoseinstrument besonders wichtig?
Es ist entscheidend, die Befragung systematisch zu planen und die Mitarbeiter bereits im Vorfeld über die Absichten zu informieren, um realistische Erwartungen zu wecken und eine hohe Beteiligungsquote zu erzielen.
Wie gehen mittelständische Unternehmen am besten mit begrenzten Zeitressourcen für BGM um?
Die Arbeit empfiehlt, bestehende Angebote im Unternehmen zu nutzen, Maßnahmen teilweise außerhalb der Arbeitszeit anzubieten und eine Priorisierung nach Kosten-Nutzen-Aspekten vorzunehmen.
- Arbeit zitieren
- Jasmine Schuler (Autor:in), 2017, Betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Unternehmen. Aufbau, Konzept und Handlungsempfehlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541453