Die dargestellte Unterrichtseinheit zum Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wird in einer zehnten Klasse der Realschule durchgeführt. Die Klasse besteht insgesamt aus 20 Schülerinnen und Schülern. Darunter befinden sich 13 Mädchen und 7 Jungen. Die Lernenden bilden eine heterogene Gruppe, da viele einen Migrationshintergrund aufweisen. Es gibt viele leistungsstarke und wenige leistungsschwache Schülerinnen und Schüler. Daraus resultierend werden die Gruppenkonstellationen bei Gruppenarbeiten von der Lehrperson bestimmt, so dass leistungsstärkere und leistungsschwächere Lernende zusammengeführt werden und Hilfestellungen geleistet werden können. Insgesamt herrscht ein angenehmes Unterrichtsklima, da die Schülerinnen und Schüler ein angemessenes Sozialverhalten aufweisen und sich gegenseitig unterstützen. Die meisten beteiligen sich aktiv am Unterrichtsgeschehen. Einige Mädchen sind hingegen zurückhaltend und beteiligen sich mündlich selten bis gar nicht. Diese werden vom Lehrenden noch stärker miteinbezogen und direkt angesprochen. Viele Schülerinnen und Schüler haben Verständnisschwierigkeiten mit komplexen Texten. Hierbei achtet die Lehrperson auf Vereinfachungen der Texte, auf die Wiedergabe des Gelesenen und die Erklärung von Fachbegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehr- und Lernvoraussetzungen
1.1 Situation der Klasse
2. Sachanalyse
2.1 Begriffserklärungen
2.2 Die Neue Rechte
3. Didaktische Analyse
3.1 Einordnung in den Bildungsplan
3.2 Gegenwarts- und Zukunftsbezug
3.3 Lernziele der Unterrichtseinheit
3.3.1 Grobziel
3.3.2 Feinlernziele
4. Methodische Analyse
4.1 Verlaufsplan
4.2 Strukturskizze
5. Fazit
6. Anhang
6.1 Arbeitsblatt I
6.2 Arbeitsblatt II
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Unterrichtsentwurf für die zehnte Jahrgangsstufe der Realschule zu entwickeln, der Schülerinnen und Schüler für die Problematiken von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sensibilisiert und ihnen durch kritisches Hinterfragen Werkzeuge für ein selbstbestimmtes Handeln in der Demokratie an die Hand gibt.
- Analyse rechtsextremer Ideologien und Propagandamittel
- Förderung der Medienkompetenz und Urteilsbildung
- Sensibilisierung für die Gefahren antidemokratischer Strömungen
- Stärkung demokratischer Werte wie Toleranz und Respekt
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärungen
Als extremistisch werden Personen bezeichnet, die sich gegen einen freiheitlich demokratischen Staat aussprechen und demnach verfassungsfeindlich sind (vgl. Jaschke 2001, S.25). Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit wird in der heutigen Zeit für den Begriff Ausländerfeindlichkeit verwendet. Jaschke definiert Fremdenfeindlichkeit folgendermaßen: „Die Fremdenfeindlichkeit bezieht sich heute auf die latent ablehnende, aber auch öffentlich demonstrierte aggressive Abwehr des Fremden und eine Politik der Abschottung von Lebensräumen.“ (vgl. Jaschke 2001, S.62).
Eine einheitliche Definition von Rechtsextremismus ist nicht vorhanden. Laut zahlreicher Definitionen ist ein Rechtsextremist ein Mensch, der politisch radikal und extrem eingestellt ist und die Ideologie der Rechten verfolgt. Sein Ziel ist es, einen autoritären Staat zu schaffen. Darüber hinaus verfügt er über eine rassistische und nationalistische Weltanschauung. Seine Interessen und Werte sind dem Nationalismus unterordnet. Die Volksgemeinschaft wird von den Rechtsextremisten als eine natürliche Ordnung betrachtet. Menschen, die für sie nicht zu ihrer Volksgemeinschaft gehören, werden ausgegrenzt und als Störfaktor dargestellt (vgl. Bölting 1997, S.41).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehr- und Lernvoraussetzungen: Beschreibt die Zusammensetzung und Lernvoraussetzungen der zehnten Realschulklasse sowie die daraus resultierenden methodischen Entscheidungen für den Unterricht.
2. Sachanalyse: Definiert die zentralen Begriffe Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und thematisiert das Auftreten der „Neuen Rechten“.
3. Didaktische Analyse: Verortet die Unterrichtseinheit im Bildungsplan und erläutert die angestrebten Kompetenzen sowie die Lernziele für die Schülerinnen und Schüler.
4. Methodische Analyse: Detailliert den geplanten Unterrichtsverlauf durch Brainstorming, Interviews, Gruppenarbeit und eine Briefmethode zur Ergebnissicherung.
5. Fazit: Resümiert die Notwendigkeit und den hohen Stellenwert der Behandlung rechtsextremer Tendenzen im schulischen Kontext zur Stärkung demokratischer Resilienz.
6. Anhang: Enthält die konkret entwickelten Unterrichtsmaterialien, bestehend aus zwei Arbeitsblättern für die Gruppen- und Einzelarbeitsphasen.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Neue Rechte, Unterrichtsentwurf, Politische Bildung, Demokratieerziehung, Ideologie, Medienkompetenz, Werteerziehung, Radikalisierung, Prävention, Diskriminierung, Sozialverhalten, Gruppenarbeit, Bildungsplan.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Gemeinschaftskunde in einer zehnten Klasse der Realschule vor, der das Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit behandelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Identifizierung rechtsextremer Propagandamittel, das Verständnis der Ideologie der „Neuen Rechten“ sowie die Auseinandersetzung mit der Gefährdung des friedlichen Miteinanders in einer heterogenen Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, bei den Lernenden ein Bewusstsein für antidemokratische Strömungen zu schaffen und durch die Förderung von Analyse- und Urteilskompetenz zu selbstbestimmtem, kritischem Denken zu befähigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterrichtsentwurf setzt auf methodische Vielfalt, darunter Brainstorming, die Arbeit mit Zeitzeugeninterviews, internetgestützte Recherche in Gruppen sowie die Briefmethode zur Reflexion und Perspektivübernahme.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse, eine didaktische Begründung der Themenwahl und eine methodische Planung der Unterrichtseinheit inklusive Verlaufsplan und Strukturskizzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Demokratieerziehung, Medienkompetenz, Prävention und ideologische Analyse geprägt.
Warum wird die „Neue Rechte“ gesondert thematisiert?
Die „Neue Rechte“ wird behandelt, da sie durch modernisierte, intellektuell wirkende Propagandamethoden und die gezielte Nutzung von Social Media besonders für Jugendliche attraktiv und somit in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler relevant ist.
Welche Rolle spielt die Briefmethode im Unterrichtsentwurf?
Die Briefmethode dient dazu, dass Schülerinnen und Schüler sich argumentativ mit der Gefahr des Abgleitens in die rechte Szene auseinandersetzen, dabei die eigene und eine fremde Perspektive einnehmen und ihre erworbenen Kenntnisse über die negativen Folgen des Rechtsextremismus schriftlich fixieren.
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- Anonym (Author), 2018, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. (Unterrichtsentwurf 10. Klasse, Realschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541511