Wie steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern und ist die Bundesrepublik Deutschland wettbewerbsfähig?
In Anlehnung dazu wird zunächst erläutert, was unter dem Begriff „wettbewerbsfähig“ verstanden wird. Digitalisierung ist für unsere Gegenwart ein Schlüsselbegriff. Basierend darauf stellt sich die Frage: Wie steht Deutschland in Bezug auf die Digitalisierung im internationalen Vergleich und ist der Produktionsstandort Deutschland in dem Standpunkt wo sie noch im Bereich der Digitalisierung konkurrieren können und sind sie für die Zukunft ausgerüstet?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Produktionsstandort Deutschland
2.1 Drei-Sektoren-Hypothese
2.2 Theorie der Langen Wellen
2.3 Ein Hochlohnland- Deutschland
3. Deutschland im internationalen Wettbewerb
4. Deutschland im internationalen Vergleich der Digitalisierung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert und bewertet den Produktionsstandort Deutschland im Kontext des historischen industriellen Wandels sowie unter aktuellen wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern Deutschland im internationalen Wettbewerb steht und ob das Land in Bezug auf die Digitalisierung für zukünftige Anforderungen ausreichend gerüstet ist.
- Strukturwandel und Drei-Sektoren-Hypothese
- Theorie der Langen Wellen und Basisinnovationen
- Wettbewerbsfähigkeit eines Hochlohnlandes
- Internationale Benchmark-Analyse der Wirtschaftsperformance
- Herausforderungen der digitalen Infrastruktur
Auszug aus dem Buch
2.1 Drei-Sektoren-Hypothese
Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt den strukturellen Wandel, die der Produktionsstandort Deutschland unter anderem vollzogen hat. Die Hypothese stammt von Colin Clark (1940) und Jean Fourastie (1954). Diese unterstellt den quasi-gesetzesmäßigen Verlauf der Anteilsverschiebungen dreier Sektoren im Zuge des wirtschaftlichen Wachstumsprozesses.
Es gibt zwei Gründe für den sektoralen Strukturwandel: Der technische Fortschritt gilt als strukturbestimmend aus angebotsorientierter Perspektive. Der Agrarsektor dominiert im primären Stadium. Der sekundäre Sektor ist für die handwerkliche und industrielle Sachgüterproduktion zuständig. Diese führen zu großen technologisch-fortschrittlich bedingten Produktivitätssteigerungen und damit zu Freisetzung von Arbeitskräften. Die notwendigen Arbeitsplätze werden durch den tertiären Sektor aufgenommen. Der Strukturwandel wird verursacht durch die Einkommenselastizität der Nachfrage. „Regionen mit hohem Tertiärisierungsgrad haben bereits den Strukturwandel abgeschlossen. Dies gilt allerdings nur für entwickelte Gesellschaften."
Der strukturelle Wandel wird dann für Industrieländer vollzogen, wenn es unterschiedliche Branchen in einem Gebiet gibt. Somit wird der Prozess des strukturellen Wandels schneller und erfolgreicher vollzogen. Regionen und Industrien altern dann, wenn es Monostrukturen gibt. Das heißt, wenn es nur eine Branche indem Region gibt, wie beispielsweise die Stahl-, Auto- oder Pharmaindustrie. Dementsprechend altern wahrscheinlicher diese Regionen durch die Einseitigkeit der Branchen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Bild Deutschlands als Produktionsstandort und definiert die Forschungsfragen bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit und Digitalisierung.
2. Produktionsstandort Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den historischen Strukturwandel anhand der Drei-Sektoren-Hypothese und der Theorie der Langen Wellen sowie die ökonomischen Merkmale als Hochlohnland.
3. Deutschland im internationalen Wettbewerb: Es wird die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands mittels eines Rankings analysiert und Faktoren wie Lohnkosten und staatliche Regulierung diskutiert.
4. Deutschland im internationalen Vergleich der Digitalisierung: Dieses Kapitel untersucht die Position Deutschlands bei der Digitalisierung und identifiziert Defizite in der Infrastruktur und bei der Fachkräfteausbildung.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse des Wandels sowie die aktuelle Wettbewerbsposition zusammen und warnt vor den Risiken mangelnder Investitionen in die digitale Zukunft.
Schlüsselwörter
Produktionsstandort Deutschland, Strukturwandel, Drei-Sektoren-Hypothese, Theorie der Langen Wellen, Basisinnovationen, Hochlohnland, Wettbewerbsfähigkeit, Internationaler Vergleich, Digitalisierung, Digitale Infrastruktur, Exportstärke, Wirtschaftsstandort, Industrielle Revolution, Arbeitsmarkt, Wirtschaftspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Analyse und Bewertung Deutschlands als Produktionsstandort im historischen und aktuellen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind der industrielle Strukturwandel, die Innovationszyklen der Wirtschaft sowie die digitale Wettbewerbsfähigkeit im globalen Vergleich.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Deutschland trotz ökonomischer Herausforderungen wettbewerbsfähig bleibt und ob das Land für die digitale Zukunft gerüstet ist.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Analyse stützt sich maßgeblich auf die Drei-Sektoren-Hypothese nach Clark und Fourastie sowie die Theorie der Langen Wellen von Kondratieff und Schumpeter.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Modelle auf Deutschland angewendet, das Land als Hochlohnstandort definiert und der internationale Vergleich hinsichtlich Wettbewerb und Digitalisierung durchgeführt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Strukturwandel, Wettbewerbsfähigkeit, Basisinnovationen, Hochlohnland und digitale Infrastruktur.
Warum wird Deutschland als Hochlohnland bezeichnet und welche Konsequenzen hat das?
Deutschland wird aufgrund hoher Kosten für den Produktionsfaktor Arbeit (inklusive Nebenkosten) so klassifiziert; dies ist jedoch nur unproblematisch, solange eine entsprechend hohe Produktivität die Kosten rechtfertigt.
Was sind die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden im Digitalisierungsvergleich?
Die Arbeit identifiziert Defizite in der Versorgung mit schnellem Internet, mangelnde Investitionen in Telekommunikationstechnologien sowie einen zu geringen Anteil technisch ausgebildeter Akademiker als Hauptursachen.
- Arbeit zitieren
- Fuad Ayan (Autor:in), 2019, Analyse des Produktionsstandortes Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541621