Analyse des Produktionsstandortes Deutschland


Ausarbeitung, 2019

16 Seiten, Note: 3.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Produktionsstandort Deutschland
2.1 Drei-Sektoren-Hypothese
2.2 Theorie der Langen Wellen
2.3 Ein Hochlohnland- Deutschland

3. Deutschland im internationalen Wettbewerb

4. Deutschland im internationalen Vergleich der Digitalisierung

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der Strukturwandel in Deutschland gemessen an der Verteilung

Abbildung 2: Die Phasen seit der Industriellen Revolution kurz nach 18. Jh

Abbildung 3: Internationale Wettbewerbsranking

Abbildung 4: Die Rangordnung der digitalen Wettbewerbsstärke

1. Einleitung

An was denken Sie, wenn der Begriff „Deutschland“ fällt?

Macht Deutschland Begriffe wie Ingenieure, Qualität und Sicherheit, stabile Wirtschaft und Wachstum nicht aus?

Diese ersten Gedanken über Deutschland sind keine Zufälle.

Aus diesem Grund wird in dieser Ausarbeitung das Produktionsstandort Deutschland analysiert und bewertet. Weshalb haben wir über das Land solche Assoziationen? Welchen industriellen Wandel hat das Produktionsland vollzogen und wie hat das Land sich durch die Jahrzehnte entwickelt?

Es werden Bezüge auf die wichtigsten Basisinnovationen, wie Eisen- und Stahlindustrie, Automobilindustrie genommen, die Deutschland ausmachen.

Die Wichtigkeit des Produktionsstandortes ist für heutige Verhältnisse sehr wichtig geworden. Im Laufe der Zeit stieg die Produktanzahl und -vielfalt rapide an. Im Internationalem Raum gibt es eine große Konkurrenz, wie im Bereich Preise, Qualität und die Attraktivität des Standortes für Unternehmen. Unter anderem wird deswegen auf die Zugehörigkeit des Schichtes von Deutschland eingegangen. In welcher Position steht das Land? Welchen Stellenwert Deutschland dabei einnimmt, wird in Folgenden analysiert.

Infolgedessen ergibt sich die Frage: Wie steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern und ist das Bundesrepublik Deutschland wettbewerbsfähig?

In Anlehnung dazu wird zunächst erläutert, was unter dem Begriff „wettbewerbsfähig“ verstanden wird. Digitalisierung ist für unsere Gegenwart ein Schlüsselbegriff. Basierend darauf stellt sich die Frage: Wie steht Deutschland in Bezug auf die Digitalisierung im internationalen Vergleich und ist das Produktionsstandort Deutschland in dem Standpunkt wo sie noch im Bereich der Digitalisierung konkurrieren können und sind sie für die Zukunft ausgerüstet?

2. Produktionsstandort Deutschland

Schon seit Jahrhunderten unterliegt Deutschland einer ständigen Entwicklung vor. Die Standortwahl für Unternehmen wird aufgrund der Industrialisierung immer wichtiger: „Die Industrie erlebt einen Boom. Kleine Handwerksbetriebe weichen der Industrie, da sie weitaus mehr produzieren können und dementsprechend größeren Kundenkreis besitzen. Über die Jahrzehnte steigerte sich dieser Wandel. Mittlerweile hat sich Deutschland zum Dienstleistungssektor umgewandelt und trennt sich deshalb von der Industrialisierung. 1

2.1 Drei-Sektoren-Hypothese

Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt den strukturellen Wandel, die der Produktionsstandort Deutschland unter anderem vollzogen hat.

Die Hypothese stammt von Colin Clark (1940) und Jean Fourastie (1954). Diese unterstellt den quasi-gesetzesmäßigen Verlauf der Anteilsverschiebungen dreier Sektoren im Zuge des wirtschaftlichen Wachstumsprozesses.2

Es gibt zwei Gründe für den sektoralen Strukturwandel: Der technische Fortschritt gilt als strukturbestimmend aus angebotsorientierter Perspektive.

Der Agrarsektor dominiert im primären Stadium. Der sekundäre Sektor ist für die handwerkliche und industrielle Sachgüterproduktion zuständig. Diese führen zu großen technologisch-fortschrittlich bedingten Produktivitätssteigerungen und damit zu Freisetzung von Arbeitskräften. Die notwendigen Arbeitsplätze werden durch den tertiären Sektor aufgenommen.

Der Strukturwandel wird verursacht durch die Einkommenselastizität der Nachfrage.3 „Regionen mit hohem Tertiärisierungsgrad haben bereits den Strukturwandel abgeschlossen. Dies gilt allerdings nur für entwickelte Gesellschaften." 4

Der strukturelle Wandel wird dann für Industrieländer vollzogen, wenn es unterschiedliche Branchen in einem Gebiet gibt. Somit wird der Prozess des strukturellen Wandels schneller und erfolgreicher vollzogen.5

Regionen und Industrien altern dann, wenn es Monostrukturen gibt. Das heißt, wenn es nur eine Branche indem Region gibt, wie beispielsweise die Stahl-, Auto- oder Pharmaindustrie. Dementsprechend altern wahrscheinlicher diese Regionen durch die Einseitigkeit der Branchen.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der Strukturwandel in Deutschland gemessen an der Verteilung der Bruttowertschöpfung auf die Wirtschaftssektoren.

Quelle:http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-derwirtschaft/20784/strukturwandel Stand 15.01.2017, Abruf 29.01. 2019 12:30.

In Abbildung 1 ist der Strukturwandel von Deutschland in den Jahren 1960, 1990, 2000 und 2015 zu erkennen. Es ist zu sehen, dass der primäre Sektor durch die Jahrzehnte gesunken ist. Der sekundäre Sektor, wie Handel, Gastgewerbe und Verkehr hat eine ähnliche Entwicklung erlebt wie der primärer Sektor. Jedoch ist eine leichte Tendenz des sekundären Sektors nach oben bemerkbar. Es ist deutlich zu sehen, dass der Dienstleistungssektor immer weiter gestiegen ist.

Auffällig ist, dass sich Deutschland der Umstrukturierung gebeugt hat erkennbar anhand der Strukturverteilungen. Während der primäre Sektor im Laufe der Zeit an Bedeutung verliert nimmt der sekundäre und tertiäre Sektor an Wichtigkeit zu. Jedoch ist der tertiärer Sektor im Gegensatz zur sekundärer Sektor überlegen.

2.2 Theorie der Langen Wellen

Diese Theorie beruht auf den Wirtschaftswissenschaftler Nicolai Kondratieff (1926). Weiterentwickelt wurde es von dem österreichischen Nationalökonomen Joseph Schumpeter (1911).

„Die Theorie der Langen Wellen versucht, die im Zeitablauf unterschiedliche, ungleichmäßige Entwicklung der Wirtschaft durch Innovationsprozesse, die wellenförmige Phasen wirtschaftlichen Auf- und Abschwungs auslösen, zu erklären."7

Im Folgenden wird diese Theorie an Deutschland angewendet und analysiert, da wir untersuchen möchten welche Basisinnovationen Deutschland im Laufe der Zeit durchgangen ist. Was bedeutet eine Lange Welle? Technologische Basisinnovationen führen dazu, dass es eine Lange Welle entsteht. Das heißt, dass durch jede Lange Welle unterschiedliche Basisinnovationen dargestellt wird.8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die Phasen seit der Industriellen Revolution gegen Ende des 18. Jh.

Quelle: Dicken (2003), Global Shift, S. 88.

Basisinnovationen der ersten Langen Welle waren Entwicklungen in der Textilindustrie (mechanischer Webstuhl, Dampfmaschine)."9

Hier wird deutlich, dass Deutschland im 18. Jh. diese Basisinnovationen nicht besaß. Großbritannien, Frankreich und Belgien waren zu der Zeit in diesem Bereich voraus. Deutschland ist erst ab der zweiten langen Welle dabei, in der Neuerungen, wie in der Eisen- und Stahlindustrie sowie der Verkehrstechnik (Dampflokomotive) vorkommen.10

Auffallend ist hier, dass Deutschland seitdem Mitte des 18. Jh. die Stahlindustrie weiterentwickelt hat und dies einer der wichtigsten Branchen wurde. Auch in der dritten Langen Welle, wo die Automobilindustrie dazu kam, ist Deutschland seitdem Spitzenreiter weltweit. Außerdem kommen noch Basisinnovationen wie Chemische Industrie und Elektrizität in die dritte Lange Welle dazu. In der vierten Langen Welle Elektronik, Petrochemie und synthetische Materialien.11

[...]


1 Kortus- Schultes und Martin Gulz (1998 und 2012), Produktionsstandort Deutschland S. 13.

2 Vgl. Krol/ Schmid (2002), Eine problemorientierte Einführung S. 384 und Pierenkemper (2005), Wirtschaftsgeschichte S. 125ff.

3 Vgl. Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 79.

4 Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 79f.

5 Vgl. Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 80.

6 Vgl. Tichy (1987), Das Altern von Industrieregionen S. 5.

7 Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 80.

8 Vgl. Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 80.

9 Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 81.

10 Vgl. Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 81.

11 Vgl. Hans-Dieter Haas & Simon Neumair (2015), Wirtschaftsgeographie S. 81.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Analyse des Produktionsstandortes Deutschland
Hochschule
Technische Fachhochschule Georg Agricola für Rohstoff, Energie und Umwelt zu Bochum
Note
3.0
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V541621
ISBN (eBook)
9783346183927
ISBN (Buch)
9783346183934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, deutschland, produktionsstandortes
Arbeit zitieren
Fuad Ayan (Autor), 2019, Analyse des Produktionsstandortes Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541621

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