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Bilanztheorie und International Financial Reporting Standards

Title: Bilanztheorie und International Financial Reporting Standards

Diploma Thesis , 2006 , 71 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Roman Damm (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Globalisierung der Güter- und Kapitalmärkte bewegt viele international tätige Unternehmen dazu, ausländische Kapitalmärkte zur Finanzierung ihrer Geschäftsaktivitäten in Anspruch zu nehmen. Die Absicht, sich im Ausland das notwendige Kapital zu beschaffen und die Kommunikation mit internationalen Unternehmen, Kunden und Lieferanten zu verbessern, veranlasst viele Unternehmen zur Internationalisierung der Rechnungslegung. Mit Verabschiedung der EU-Verordnung vom 19. Juli 2002 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen in der Europäischen Union seit 2005 zur Anwendung der internationalen Rechnungslegungsnormen (IFRS) in konsolidierten Abschlüssen verpflichtet. Damit erlangen die IFRS auch hierzulande als Bewertungsmaßstab für die Vermögens- und Gewinnermittlung eine große Bedeutung.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich in Deutschland die Bilanztheorie zu einer wissenschaftlichen Forschungsdisziplin entwickelt. Nach Adolf Moxter informiert die Bilanztheorie darüber, „welchen Sinn und Zweck Vermögens- und Gewinnermittlungen haben können und welche Bilanznormen eine sinn- und zweckadäquate Bilanzierung gewährleisten“ (Zitat aus Bilanzlehre, Band I - Einführung in die Bilanztheorie). Im Rahmen meiner Diplomarbeit skizziere ich zu Beginn die Dogmengeschichte der Bilanztheorie, bevor dann die klassischen Bilanztheorien ausführlicher dargestellt werden.

Der Schwerpunkt meiner Diplomarbeit liegt auf dem Vergleich der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) mit den klassischen Ansätzen der Bilanztheorie: der Statik, der Dynamik und der Organik. Ziel meiner Arbeit ist es, den Einfluss der klassischen Bilanztheorien auf das Regelwerk der IFRS aufzuzeigen. Dabei sollen das Rahmenkonzept der IFRS (Framework) und spezifische Einzelnormen (IAS 2, IAS 16 sowie IAS 37) Gegenstand der Untersuchung sein. Der Leser soll einen Überblick über die bilanztheoretische Ausgestaltung dieser Normen bekommen. Abbildungen und Beispiele fördern das Verständnis der Zusammenhänge.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen der Bilanztheorie

2.1 Erscheinungsformen von Theorien

2.2 Begriff und Wesen der Bilanz

2.3 Begriff und Gegenstand der Bilanztheorie

2.4 Entwicklungsphasen der Bilanztheorie

2.5 Systematik der Bilanztheorie

3 Klassische Bilanztheorie

3.1 Statische Bilanztheorie

3.1.1 Statischer Bilanzzweck

3.1.2 Statischer Bilanzinhalt

3.1.3 Statische Bilanzbewertung

3.2 Dynamische Bilanztheorie

3.2.1 Dynamischer Bilanzzweck

3.2.2 Dynamischer Bilanzinhalt

3.2.3 Dynamische Bilanzbewertung

3.3 Organische Bilanztheorie

3.3.1 Organischer Bilanzzweck

3.3.2 Organischer Bilanzinhalt

3.3.3 Organische Bilanzbewertung

4 International Financial Reporting Standards (IFRS) und Klassische Bilanztheorie – Ein Vergleich

4.1 Begriff und System der IFRS

4.2 Konzeptionelle Grundlagen der IFRS

4.2.1 Bilanzzweck der IFRS

4.2.2 Bilanzinhalt der IFRS

4.2.3 Bilanzbewertung der IFRS

4.3 Bilanzierung von Vorräten

4.3.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 2

4.3.2 Der Niederstwerttest als Ausdruck dynamischer Bilanzierung?

4.4 Bilanzierung von Sachanlagen

4.4.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 16

4.4.2 Die Neubewertungsmethode als Ausdruck organischer Bilanzierung?

4.5 Bilanzierung von Rückstellungen

4.5.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 37

4.5.2 Geplante Änderungen von IAS 37

4.5.3 Der Rückstellungsansatz als Ausdruck statischer Bilanzierung?

4.6 Kritische Würdigung und Ausblick

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit untersucht den Einfluss klassischer bilanztheoretischer Ansätze (Statik, Dynamik, Organik) auf das moderne Regelwerk der International Financial Reporting Standards (IFRS). Das primäre Ziel ist es, die konzeptionellen Grundlagen der IFRS im Kontext historischer Bilanzlehren kritisch zu vergleichen und aufzuzeigen, inwieweit klassische Bilanzgedanken in den aktuellen internationalen Rechnungslegungsnormen fortbestehen.

  • Vergleich zwischen klassischer Bilanztheorie und IFRS-Rahmenkonzept.
  • Analyse der Bilanzierung und Bewertung von Vorräten nach IAS 2.
  • Untersuchung der Sachanlagenbilanzierung nach IAS 16 unter Berücksichtigung organischer Einflüsse.
  • Bewertung von Rückstellungen nach IAS 37 und deren statische Ausprägung.
  • Kritische Würdigung der konzeptionellen Konsistenz der IFRS.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Statischer Bilanzinhalt

Die entscheidende Bilanzaufgabe sieht Simon darin, den Stand des Vermögens am Bilanzstichtag darzustellen. Zu diesem Zweck müssen vor allem die einzelnen Vermögensobjekte in der Bilanz aufgeführt werden. Simon will das Reinvermögen, dass sich als Summe aus den einzeln bewerteten Vermögensobjekten vermindert um die Schulden zusammensetzt, bilanziell ermitteln. Das Fortführungsvermögen drückt sich dabei im Ertragswert des Unternehmens aus, der den Wert des ganzen Unternehmens darstellt. Zu den Vermögensgegenständen zählen damit generell alle Objekte des Fortführungsvermögens, die einen positiven Ertragswertbeitrag leisten, während die Schulden prinzipiell als negative Ertragswertkomponenten zu interpretieren sind.

Simon zufolge gehören zum Vermögen die beweglichen und unbeweglichen körperlichen Gegenstände, die Forderungen und die unkörperlichen Gegenstände, welche Rechte, sofern sie gegen Aufwendungen erworben wurden, und Nichtrechte, sofern sie gegen Entgelt von Dritten erworben wurden, umfassen. Er bezeichnet freilich nicht alle Objekte, die der Fortführung des Unternehmens dienen, als Vermögen, sondern gesteht ein, dass die Aktivierung von Ausgaben für Reklamefeldzüge oder von selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern wie z. B. ein selbst erfundenes Fabrikgeheimnis in der Bilanz nicht zulässig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Globalisierung der Märkte und die daraus resultierende Notwendigkeit der Harmonisierung der Rechnungslegung durch IFRS.

2 Grundlagen der Bilanztheorie: Definition und Systematik der Bilanztheorie unter besonderer Berücksichtigung ihrer geschichtlichen Entwicklung.

3 Klassische Bilanztheorie: Detaillierte Darstellung der statischen, dynamischen und organischen Bilanztheorie und deren Vertreter.

4 International Financial Reporting Standards (IFRS) und Klassische Bilanztheorie – Ein Vergleich: Systematischer Vergleich der IFRS mit den klassischen Ansätzen anhand von Bilanzzweck, Bilanzinhalt und spezifischen Einzelnormen.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse der Arbeit in Form von Thesen.

Schlüsselwörter

Bilanztheorie, IFRS, Statische Bilanztheorie, Dynamische Bilanztheorie, Organische Bilanztheorie, Schmalenbach, Simon, Fritz Schmidt, Jahresabschluss, Bilanzierung, Bewertung, Rückstellungen, Vorräte, Sachanlagen, Rahmenkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Fundamente der klassischen Bilanztheorien und setzt diese in Bezug zu den modernen International Financial Reporting Standards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Vergleich der Statik, Dynamik und Organik mit den Regelungen des IFRS-Rahmenkonzepts sowie die Bilanzierung von Vorräten, Sachanlagen und Rückstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Einfluss klassischer bilanztheoretischer Ansätze auf das Regelwerk der IFRS aufzuzeigen und die bilanztheoretische Ausgestaltung dieser Normen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine dogmengeschichtliche und vergleichende Analyse bilanztheoretischer Ansätze, untermauert durch Beispiele aus der Praxis und Literaturquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Vorstellung der klassischen Bilanztheorien und deren anschließenden Vergleich mit spezifischen IFRS-Normen (IAS 2, IAS 16, IAS 37).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Bilanztheorie, IFRS, Statik, Dynamik, Organik, Bewertungsmaßstäbe, Kapitalerhaltung und Rechnungslegung.

Inwieweit sind IFRS von der dynamischen Bilanztheorie geprägt?

Die Arbeit stellt fest, dass die IFRS in ihrer Orientierung an der periodengerechten Gewinnermittlung und dem Framework-Konzept maßgeblich von dynamischem Gedankengut im Sinne Schmalenbachs beeinflusst sind.

Wie unterscheidet sich die Neubewertung nach IFRS von der organischen Theorie?

Obwohl beide Ansätze den Zeitwert als Kriterium nutzen, lehnt die organische Theorie im Gegensatz zu den IFRS (Neubewertungsrücklage) eine Trennung zwischen Bilanzposten und Gewinnwirksamkeit ab, um eine reine Substanzerhaltung zu gewährleisten.

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Details

Title
Bilanztheorie und International Financial Reporting Standards
College
University of Frankfurt (Main)  (Professur: BWL, insb. Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance)
Grade
2,0
Author
Roman Damm (Author)
Publication Year
2006
Pages
71
Catalog Number
V54186
ISBN (eBook)
9783638494472
ISBN (Book)
9783638935135
Language
German
Tags
Bilanztheorie International Financial Reporting Standards
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Damm (Author), 2006, Bilanztheorie und International Financial Reporting Standards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54186
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