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Gewinn als realer Gewinn: Substanzwertrechnung und Realwertrechnung

HGB und IAS/ IFRS

Título: Gewinn als realer Gewinn: Substanzwertrechnung und Realwertrechnung

Trabajo de Seminario , 2005 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Roman Damm (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Die Diskussion um eine Inflationsbereinigung in der Rechnungslegung der Unternehmungen gewann in Zeiten hoher Inflation immer wieder an Bedeutung. Die Situation ist heute eine andere. Die Gegenwart ist von einem weltweiten Rückgang der Inflation gekennzeichnet, was zunächst bedeuten könnte, dass auch das Interesse der Rechnungslegungsadressaten an Informationen über die Wirkungen von Preisänderungen nachlässt. Gleichwohl stellt sich grundsätzlich die Frage nach einer Inflationsbereinigung des bilanziellen Gewinns, weil dessen Bedeutung im Hinblick auf seine Informationsfunktion durch den globalen Siegeszug der investor-orientierten IAS / IFRS eher noch gestiegen ist. Aus diesem Grund befasse ich mich in Abschnitt 2 meiner Seminararbeit damit, die grundlegenden Konzepte und den gegenwärtigen Stand der nationalen und internationalen Rechnungslegungsnormen zur Inflationsbereinigung darzustellen. Meine Ausführungen in Abschnitt 3 beziehen sich dann auf die von Fritz Schmidt ausgearbeitete organische Bilanztheorie. Den Anstoß für die Entwicklung seiner Theorie gab die in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vorherrschende Inflation, die zeitweilig ein sehr hohes Ausmaß annahm. In Zeiten hoher Inflation ist die Kernidee seiner Theorie, die tatsächlichen Substanzwerte der Unternehmung auszuweisen und den echten Gewinn vom inflationären Scheingewinn zu trennen, mehrfach dazu verwendet worden, der Forderung nach Abkehr von der Besteuerung und Ausschüttung inflationsbedingter Scheingewinne Nachdruck zu verleihen. Abschließend möchte ich den Informationswert einer organischen Bilanzieru ngsweise im Sinne Schmidts kritisch würdigen. Dazu soll der Informationswert für die Unternehmung selbst und die externen Rechnungslegungsadressaten auf deren Nutzen hin untersucht werden. Die Vielzahl externer Adressaten wird dabei von mir in drei Gruppen zusammengefasst: Anteilseigner, Gläubiger und Öffentlichkeit (Fiskus, Volkswirtschaft).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Zur Berücksichtigung der Inflation in der externen Rechnungslegung

2.1 Realwerterhaltung und realwerterhaltender Gewinnbegriff

2.2 Die Nominalwertrechnung im deutschen Handels- und Steuerrecht

2.3 Die Regelung zur Inflationsbereinigung in den IFRS

3 Bilanzgewinn und organische Bilanztheorie

3.1 Die Grundidee der organischen Bilanztheorie

3.2 Inflationsbereinigter Gewinn und Wiederbeschaffungswerte

3.3 Die Neubewertungsrücklage nach IFRS als organische Wertänderung am ruhenden Vermögen?

3.4 Abgrenzung von organischer Bilanz und Erfolgsrechnung

4 Kritische Würdigung: Informationswert einer organischen Bilanzierung?

4.1 Informationsnutzen für die Unternehmung selbst?

4.2 Informationsnutzen für die Anteilseigner?

4.3 Informationsnutzen für die Gläubiger?

4.4 Informationsnutzen für die Öffentlichkeit?

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Relevanz der organischen Bilanztheorie nach Fritz Schmidt im Kontext aktueller Bilanzierungsfragen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit das Konzept der Inflationsbereinigung und die Ermittlung eines realen Gewinns zur Wahrung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Unternehmen beitragen können und wie sich diese Ansätze zu den aktuellen IFRS-Vorgaben verhalten.

  • Grundkonzepte der Inflationsbereinigung in der Rechnungslegung
  • Analyse der organischen Bilanztheorie nach Fritz Schmidt
  • Vergleich der organischen Bilanztheorie mit den Neubewertungsmethoden nach IFRS
  • Informationsnutzen organischer Bilanzierungsansätze für verschiedene Adressatengruppen
  • Diskussion über Scheingewinne und deren Auswirkungen auf Besteuerung und Ausschüttung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Grundidee der organischen Bilanztheorie

In der organischen Bilanztheorie Fritz Schmidts stehen die Ermittlung des richtigen Gewinns und der richtige Ausweis des Vermögens in der Bilanz im Mittelpunkt der Rechnungslegung. Aus diesem Grund wird sie auch als dualistische Bilanztheorie bezeichnet, weil beide Ziele gleichrangig nebeneinander stehen. Allem voran stellt Schmidt in seiner Theorie eine marktwirtschaftliche Grundordnung der gesamten Volkswirtschaft, in welcher der Marktpreis durch Angebot und Nachfrage auf den Märkten bestimmt wird. Er vertritt die Ansicht, dass das betriebswirtschaftliche Geschehen nicht nur im engen Bereich der Unternehmung sondern auch aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive zu beurteilen sei. Dies begründet er damit, dass die Unternehmung als selbstständiger Organismus durch den Markt Produkte und Güter empfängt und diese in unveränderter oder veränderter Form wieder an den Markt abgibt. Dabei unterliegt sie den zeitlichen und konjunkturellen Einflüssen der Gesamtwirtschaft, die sich auf den Gewinn der Unternehmung auswirken.

Mit dem Ausdruck „organisch“ verbindet Schmidt die Auffassung, dass die einzelne Unternehmung als Zelle im Organismus der Gesamtwirtschaft eingebettet ist und sich alle Unternehmungen durch den Markt zu einem Gesamtorganismus der Volkswirtschaft verbinden. Dieser Aspekt wird bei der bilanziellen Bewertung der Vermögenswerte zu Wiederbeschaffungs- bzw. Tagesbeschaffungswerten und bei den Abschreibungen auf Basis der Wiederbeschaffungskosten berücksichtigt. Aus der organischen Betrachtung der Unternehmung heraus ergibt sich das Prinzip ihrer relativen Werterhaltung. Darunter versteht Schmidt, dass die Unternehmung proportional zur Produktivitätsentwicklung der gesamten Volkswirtschaft erhalten werden soll. Dies ist letztlich der Maßstab, um die Produktionskapazität der Unternehmung und damit ihre betriebliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Inflationsbereinigung und Vorstellung des theoretischen Rahmens durch Fritz Schmidts organische Bilanztheorie.

2 Zur Berücksichtigung der Inflation in der externen Rechnungslegung: Erläuterung der Konzepte der Real- und Nominalwerterhaltung sowie der Behandlung der Inflationsproblematik in den IFRS.

3 Bilanzgewinn und organische Bilanztheorie: Detaillierte Darstellung der Grundidee nach Schmidt, der Gewinnermittlung mittels Wiederbeschaffungswerten und des Vergleichs zur IFRS-Neubewertungsrücklage.

4 Kritische Würdigung: Informationswert einer organischen Bilanzierung?: Untersuchung des Nutzens organischer Bilanzierungsansätze für Unternehmen, Anteilseigner, Gläubiger und die Öffentlichkeit.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit.

Schlüsselwörter

Inflation, Rechnungslegung, organische Bilanztheorie, Realwerterhaltung, Nominalwerterhaltung, Fritz Schmidt, IFRS, IAS 29, Inflationsbereinigung, Scheingewinn, Wiederbeschaffungskosten, Unternehmenspublizität, Substanzwertrechnung, Kapitalerhaltung, Jahresabschluss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Implikationen der organischen Bilanztheorie von Fritz Schmidt im Kontext der modernen Rechnungslegung, insbesondere im Vergleich zu den IFRS-Standards.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Problematik der Inflation in der Rechnungslegung, die Abgrenzung von Nominal- und Realwertrechnung sowie die Analyse der Informationsfunktion von Bilanz und Erfolgsrechnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Inflationsbereinigung die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens abgebildet werden kann und welche Vorteile dies für die verschiedenen Rechnungslegungsadressaten hätte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der wissenschaftlichen Literatur zur Bilanztheorie sowie auf den geltenden nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Annahmen Fritz Schmidts, die Mechanismen der organischen Bilanztheorie sowie eine kritische Prüfung des Informationsnutzens für Unternehmungen und externe Stakeholder.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die wichtigsten Schlagworte sind organische Bilanztheorie, Inflationsbereinigung, Realwerterhaltung, Substanzwertrechnung und IFRS.

Wie unterscheidet sich die Neubewertungsrücklage der IFRS von Schmidts Konzept?

Die Arbeit stellt fest, dass die IFRS-Neubewertungsrücklage in ihren Grundsätzen zwar mit Schmidts Vermögenswertänderungsposten vergleichbar ist, jedoch nur teilweise die organische Wertänderung am ruhenden Vermögen abbildet.

Warum lehnt die Praxis laut Autor oft eine Tageswertbilanzierung ab?

Der Autor verweist auf das deutsche Steuerrecht und die Rechtsprechung, die aufgrund von Erfordernissen der Objektivierung und Vereinfachung sowie fiskalischen Interessen die Zulässigkeit der Tageswertbilanzierung zur steuerlichen Gewinnermittlung verneinen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewinn als realer Gewinn: Substanzwertrechnung und Realwertrechnung
Subtítulo
HGB und IAS/ IFRS
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Curso
Seminar: Bilanzierungsfragen
Calificación
2,0
Autor
Roman Damm (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
20
No. de catálogo
V54187
ISBN (Ebook)
9783638494489
ISBN (Libro)
9783656521235
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewinn Substanzwertrechnung Realwertrechnung IAS/ IFRS Seminar Bilanzierungsfragen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Roman Damm (Autor), 2005, Gewinn als realer Gewinn: Substanzwertrechnung und Realwertrechnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54187
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Extracto de  20  Páginas
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