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Förderung der Lesemotivation zur Verbesserung der Lesekompetenz in der Grundschule

Titel: Förderung der Lesemotivation zur Verbesserung der Lesekompetenz  in der Grundschule

Hausarbeit , 2018 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lidija Filipovic (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die internationalen Studien PISA und IGLU, die unter anderem die Lesefähigkeit von SchülerInnen messen und vergleichen, vermerken seit Jahren eine durchaus ausbaufähige Lesekompetenz bei deutschen SchülerInnen, weshalb das Thema zunehmend in die Öffentlichkeit rückt und die Frage aufwirft, woher solche Defizite stammen. Um diese Frage klären zu können, ist es notwendig, den Ursprung des Leseerwerbs in Augenschein zu nehmen, der in der Grundschulzeit zu finden ist. In dieser Zeit entwickeln die SchülerInnen ihre subjektive Einstellung zum Lesen, die sie dauerhaft annehmen und die hinterher nur schwer zu beeinflussen ist. Daher gerät der Begriff der Lesemotivation zunehmend in den Mittelpunkt, wenn es um die Steigerung der Lesekompetenz geht.

Im Verlauf der Arbeit soll es zunächst um die Lesesozialisation im Allgemeinen gehen, um daraufhin einordnen zu können, wie eine nachhaltige Lesemotivation bereits zu Beginn des Erlernens des Lesens erzeugt werden kann. Hierzu sollen Begriffe wie Leseanimation und Leseinteresse im Einzelnen betrachtet werden, sowie verschiedene Arten von Motivation, aber auch Aspekte zu dessen Förderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aktuelle Befunde zur Lesekompetenz

2. Lesesozialisation und Entstehung der Lesemotivation

2.1. Familiäres Umfeld als Ausgangspunkt der Lesesozialisation

2.2. Schulisches Umfeld als Ausgleichspunkt der Lesesozialisation

3. Lesemotivation

3.1. Intrinsische Motivation

3.2. Extrinsische Motivation

4. Förderung der Lesemotivation in der Grundschule

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Bedeutung der Lesemotivation als zentralen Faktor zur Steigerung der Lesekompetenz bei Grundschulkindern. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, wie Schulen durch gezielte didaktische Ansätze und die Berücksichtigung von Lesesozialisation nachhaltiges Interesse am Lesen fördern können, um sowohl individuelle Bildungschancen zu sichern als auch Defizite abzubauen.

  • Bedeutung der Lesesozialisation im familiären und schulischen Umfeld
  • Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Lesemotivation
  • Einfluss des Leseinteresses auf die Lesekompetenz
  • Methoden zur Leseförderung in der Grundschulpraxis
  • Die Rolle neuer Medien und der Vorlesekultur

Auszug aus dem Buch

3.1.Intrinsische Motivation

Von einer intrinsischen Motivation ist die Rede, wenn die Bereitschaft, eine Tätigkeit auszuüben, um ihrer selbst Willen entsteht und daher sachbezogen ist (vgl. Möller/Schiefele 2004, 102). Gemeint ist damit, dass die Absichten nur auf das Individuum selbst bezogen sind, weil es als eine Bereicherung angesehen wird und es keinen zusätzlichen Verstärker von außen bedarf.

Übertragen auf die konkrete Lesemotivation kann die intrinsische Motivation darin begründet liegen, dass ein Buch beispielsweise aufgrund des persönlichen Interesses am Thema, als Informationsquelle oder zum eigenen Vergnügen gelesen wird. Ist diese Art der Motivation gegeben, so wird ein Kind immer wieder aus freien Stücken zu einem Buch greifen und dadurch stetig seine Lesekompetenz verbessern. Durch die dabei gewonnene Leseflüssigkeit steigt die Motivation, dieses Medium weiter zu nutzen, sodass sich eine nachhaltig positive Einstellung zum Lesen entwickelt.

Aus diesem Grund ist es essentiell, dass Grundschullehrkräfte den Erwerb der Lesefähigkeit in der Schule nicht vom privaten Lesevergnügen trennen, da die Motivation, immer häufiger auch in der Freizeit zu lesen und damit seine Fähigkeiten auszubauen, verloren geht und sich gewünschte Erfolge nicht einstellen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aktuelle Befunde zur Lesekompetenz: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Lesens als Grundkompetenz und thematisiert die durch internationale Studien wie PISA und IGLU belegten Defizite in der Lesekompetenz deutscher SchülerInnen.

2. Lesesozialisation und Entstehung der Lesemotivation: Hier wird der lebenslange Prozess der Lesesozialisation als Zusammenspiel von familiären Einflüssen und schulischer Prägung beschrieben.

2.1. Familiäres Umfeld als Ausgangspunkt der Lesesozialisation: Dieser Abschnitt unterstreicht die Rolle der ersten Bezugspersonen bei der prä- und paraliteralen Kommunikation als Grundlage für die spätere Leseentwicklung.

2.2. Schulisches Umfeld als Ausgleichspunkt der Lesesozialisation: Das Kapitel betrachtet die Aufgabe der Grundschule, durch die Vermittlung von Lesefreude und dauerhafter Motivation heterogene Ausgangslagen der Kinder auszugleichen.

3. Lesemotivation: Hier wird der Begriff der Motivation definiert und als überdauernde Disposition für zielgerichtetes Handeln im Kontext des Lesens erklärt.

3.1. Intrinsische Motivation: Dieser Teil beschreibt die aus einem inneren Interesse resultierende Lesehaltung, die für den langfristigen Erfolg und die Kompetenzentwicklung entscheidend ist.

3.2. Extrinsische Motivation: Es wird analysiert, wie äußere Anreize, wie etwa Wettbewerbe oder digitale Lernplattformen, kurzfristig wirken, aber oft keine dauerhafte Lesebegeisterung etablieren.

4. Förderung der Lesemotivation in der Grundschule: Abschließend werden praktische Ansätze wie das Lesetagebuch und die Wiederbelebung der Vorlesekultur vorgestellt, um nachhaltige Lesemotivation im Schulalltag zu verankern.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Lesemotivation, Lesesozialisation, Grundschule, Leseförderung, Leseinteresse, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Lesetagebuch, Vorlesekultur, PISA-Studie, IGLU, Leseanimation, Leseflüssigkeit, Bildungsferne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätzen zur Förderung der Lesemotivation, um die Lesekompetenz von Kindern im Grundschulalter nachhaltig zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Lesesozialisation, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Motivationsformen sowie konkrete pädagogische Maßnahmen wie die Arbeit mit Lesetagebüchern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer durch gezielte Förderung des Leseinteresses ein dauerhaftes Lesevergnügen bei Schülern etablieren können, anstatt das Lesen nur als technischen Lernakt zu behandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und fachdidaktischer Theorien zur Lese- und Sozialisationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursprünge der Lesemotivation, vergleicht intrinsische und extrinsische Motivationsformen und leitet daraus konkrete Strategien für den Unterricht ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lesesozialisation, intrinsische Motivation, Lesekompetenz und Leseförderung definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation für Grundschullehrer so wichtig?

Weil extrinsische Anreize wie Noten oder Wettbewerbe zwar kurzfristig zur Aktivität führen, jedoch nur die intrinsische Motivation eine dauerhafte und eigenständige Lesehaltung bewirkt, die über die Schulzeit hinaus Bestand hat.

Welche Rolle spielen neue Medien in diesem Zusammenhang?

Die Arbeit bewertet den Einsatz digitaler Medien (wie Antolin oder E-Books) kritisch: Während sie kurzzeitig motivieren können, besteht die Gefahr, dass Kinder nur noch für den äußeren Reiz der Technik und nicht um des Lesens willen tätig werden.

Warum wird die Vorlesekultur als so essenziell angesehen?

Das Vorlesen bildet eine grundlegende Basis für die Leseentwicklung und kompensiert Defizite aus dem Elternhaus, wodurch die Kommunikation über Literatur erst ermöglicht wird.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Lesemotivation zur Verbesserung der Lesekompetenz in der Grundschule
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Germanistik)
Note
1,3
Autor
Lidija Filipovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V541888
ISBN (eBook)
9783346164186
ISBN (Buch)
9783346164193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lesemotivation Lesekompetenz Grundschule Förderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lidija Filipovic (Autor:in), 2018, Förderung der Lesemotivation zur Verbesserung der Lesekompetenz in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541888
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Leseprobe aus  12  Seiten
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