Die vorliegende Hausarbeit untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum und Studienerfolg.
Das Studentenleben wird häufig mit regelmäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Viele Studien haben sich mit den negativen Folgen des Alkoholkonsums beschäftigt. Die Stichprobe besteht aus 124 Studierenden der FOM Hochschule für Oekonomie & Management der Standorte Köln, Bonn und Düsseldorf, die sich mindestens im zweiten Hochschulsemester befinden. Mit einer Onlinestudie wurden die Probanden zu ihren Noten aus dem ersten Semester befragt. Zudem wurde erhoben, wie regelmäßig die Studierenden Alkohol konsumieren. Mit der Korrelationsanalyse nach Spearman wurde geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen dem Konsumverhalten und den erreichten Noten besteht. Der UTest sollte zeigen, ob sich Männer und Frauen bei der Regelmäßigkeit des Konsums alkoholischer Getränke unterscheiden.
Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum und den erreichten Durchschnittsnoten im Studium. Ein signifikanter Unterschied bezüglich des regelmäßigen Konsumverhaltens von Männern und Frauen konnte nicht nachgewiesen werden. Mögliche Einflussfaktoren wie der Erhebungszeitraum und mögliche Datenverzerrung durch aus dem Gedächtnis abgerufene Antworten werden diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Abstract
2 Einleitung
2.1 Einflussfaktoren auf den Studienerfolg
2.2 Alkoholkonsum
2.3 Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobenkonstruktion
3.2 Untersuchungsdesign und Datenerhebung
3.3 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 Ergebnisse zu den einzelnen Hypothesen
5 Diskussion
5.1 Kritik an der eigenen Studie
5.2 Vergleich mit den Ergebnissen anderer Studien
6 Fazit und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum und dem akademischen Studienerfolg bei Studierenden. Dabei wird analysiert, ob eine Korrelation zwischen dem Konsumverhalten und den erreichten Modulnoten besteht und ob sich geschlechtsspezifische Unterschiede im Trinkverhalten nachweisen lassen.
- Einflussfaktoren auf den Studienerfolg
- Neurobiologische und kognitive Folgen von Alkoholkonsum
- Quantitative Analyse von Konsumgewohnheiten und Notendurchschnitten
- Geschlechtsspezifische Unterschiede im Trinkverhalten
- Kritische Reflexion der Datenerhebungsmethodik
Auszug aus dem Buch
2.2 Alkoholkonsum
Die Befunde verschiedener Studien zeigen, dass starker Alkoholkonsum sich schädlich auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirkt (Davis et al., 2014). Eine kanadische Studie untersuchte bei 3826 Schülern der siebten Klasse, wie sich der Konsum von Cannabis und Alkohol auf die kognitiven Fähigkeiten der Jugendlichen auswirkt. Die Stichprobe war im Durchschnitt 12,7 Jahre alt, der Anteil der männlichen Probanden betrug 53 %. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Alkoholkonsum bei Jugendlichen mit einem kleineren räumlichen Arbeitsgedächtnis und schlechteren Perceptual-Reasoning-Resultaten in Verbindung steht. Zudem stand Alkohol beim Lösen verschiedener Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit einer gesteigerten Fehlerrate. Die Befunde des Alkoholkonsums stehen bei dieser Studie in keiner Abhängigkeit zu den Effekten des Cannabiskonsums (Morin et al., 2019). Perceptual Reasoning wird definiert als „wahrnehmungsgebundenes logisches Denken“ (Daseking, Petermann & Waldmann, 2008, S. 214).
Forscher der University of Oxford untersuchten von 1985 bis 2015 die Folgen des Alkoholkonsums bei 550 Probanden. Die Studie kam zu dem Schluss, dass Alkoholkonsum mit der Gefahr einer Verkleinerung des Hippocampus zusammenhängt. Probanden, die über viele Jahre pro Woche fünf bis sieben Einheiten Bier je 0,5 Liter konsumierten, hatten ein zwei- bis dreimal höheres Risiko von einer Verkleinerung des Hippocampus betroffen zu sein, als Personen, die keinen Alkohol konsumierten (Topiwala et al., 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Abstract: Diese Zusammenfassung gibt einen prägnanten Überblick über die Zielsetzung, die untersuchte Stichprobe von 124 Studierenden sowie die zentralen statistischen Ergebnisse bezüglich des Zusammenhangs von Alkoholkonsum und Noten.
2 Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik des globalen Alkoholkonsums ein, beleuchtet wissenschaftliche Hintergründe zu gesundheitlichen Folgen und definiert den Begriff des Studienerfolgs innerhalb des aktuellen Forschungsstandes.
3 Methode: Hier wird das quantitative Studiendesign erläutert, welches mittels einer Online-Umfrage unter 124 Studierenden der FOM Hochschule an drei Standorten durchgeführt wurde.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die Auswertung der Hypothesen mittels Korrelationsanalyse und Mann-Whitney-U-Test.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und kritisch hinterfragt, wobei insbesondere methodische Limitationen sowie der Vergleich mit internationalen Studien im Fokus stehen.
6 Fazit und Handlungsempfehlung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und Empfehlungen für weiterführende Studien abgeleitet, die auch externe Einflussfaktoren berücksichtigen sollten.
Schlüsselwörter
Alkoholkonsum, Studienerfolg, Modulnoten, Korrelationsanalyse, Binge-Drinking, kognitive Leistungsfähigkeit, Studierendengesundheit, geschlechtsspezifische Unterschiede, Prävention, Hochschulstudium, Online-Umfrage, quantitative Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum und dem akademischen Erfolg von Studierenden.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Arbeit?
Zentral sind die Auswirkungen von Alkohol auf kognitive Leistungen, die Identifikation von Einflussfaktoren auf den Studienerfolg und der Vergleich geschlechtsspezifischer Konsummuster.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Kernfrage ist, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum und dem Erreichen der Studiennoten besteht und ob sich Männer und Frauen im Konsumverhalten unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage bei 124 Studierenden durchgeführt und die Daten mittels Korrelationsanalyse (Spearman) sowie dem Mann-Whitney-U-Test ausgewertet.
Was sind die zentralen Inhalte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Einflussfaktoren auf den Studienerfolg, eine Literaturanalyse zu den Folgen des Alkoholkonsums, die Darstellung der Methodik sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen empirischen Daten.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Alkoholkonsum, Studienerfolg, Modulnoten, Korrelationsanalyse und kognitive Leistungsfähigkeit.
Wie interpretieren die Autoren den Einfluss des Karnevals auf die Ergebnisse?
Die Autoren vermuten, dass der Erhebungszeitraum im November, beginnend mit der Karnevalssession, zu einer Verzerrung durch die Verfälschungsheuristik führen könnte, da Probanden ihren Konsum höher einschätzen könnten.
Was sagen die Studienergebnisse über geschlechtsspezifische Unterschiede aus?
Die vorliegende Studie konnte statistisch keinen signifikanten Unterschied zwischen dem Konsumverhalten von Männern und Frauen nachweisen, was in der Diskussion kritisch mit anderen Studien abgeglichen wird.
- Quote paper
- Alexander Philipp Wiemann (Author), 2020, Welche Auswirkungen hat Alkoholkonsum auf den Studienerfolg? Eine empirische Studie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541957