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Die Erzählstruktur des Iwein

Título: Die Erzählstruktur des Iwein

Trabajo Escrito , 2005 , 8 Páginas , Calificación: gut - sehr gut

Autor:in: Peter Tausch (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Die grundlegende Fragestellung, die Hartmann von Aue in seinem späten Meisterwerk `Iwein` thematisiert ist die Frage nach dem idealen Rittertum. Es liegt der Beantwortung dieser Frage eine sehr interessante Konzeption zugrunde. Hartmann stellt seine Hauptfigur in das Spannungsfeld zweier konkurrierender Wertezentren.1In der Auseinandersetzung mit den grundlegenden Lebensanschauungen des auf `êre` bedachten Artushofes in Kontrastierung mit dem zentralen`minne`-Gedanken des Laudinehofes lässt Hartmann seinen Held einen Weg beschreiten, der ihn gemäss dem Konzept der Doppelwegstruktur2zu einem idealen Rittertum finden lässt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kontrastfunktion der beiden Wertezentren

3. Der zweite Aventiuregang

3.1. Iweins Wiedereintritt in die menschliche Gesellschaft

3.2. Das Zu-Sich-Kommen Iweins

3. 3. Der Kampf der Kämpfe

4. Iweins Bestimmung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Erzählstruktur von Hartmann von Aues Epos "Iwein" und untersucht, wie der Protagonist durch einen doppelten Aventiure-Weg eine Entwicklung vom einseitigen Artus-Rittertum hin zu einer reflektierten, durch Minne und soziale Verantwortung geprägten Identität vollzieht.

  • Die Konzeption der "Doppelwegstruktur" im Iwein.
  • Kontrastierung der Wertezentren Artushof (êre) und Laudinehof (minne/triuwe).
  • Die Rolle von Versagen und Wiedergutmachung in der Heldenbiografie.
  • Die Transformation des Ritterbegriffs durch ethische Reflexion.
  • Soziale Dimensionen und christliche Maßstäbe in der Ritterdichtung.

Auszug aus dem Buch

2. Die Kontrastfunktion der beiden Wertezentren

Entsprechend der Bedeutung des Artushofes als idealisierter Stätte der Ritterschaft, der auch Iwein angehört, nimmt die Erzählung von dort ihren Ausgang.

Welche Werte prägen diese Ritterschaft, deren herausragende Figur Artus ist, der aber selbst nicht als handelnder Ritter in Erscheinung tritt, sondern als Oberhaupt und Repräsentant dieser Wertegemeinschaft fungiert?3

Kalogrenants Erzählung macht deutlich, welchen Werten die Ritterschaft verpflichtet ist. Ihr Zentralbegriff ist der der `êre`, die erworben wird durch Aventiure-Abenteuer, in deren Verlauf der Ritter durch kriegerische Tüchtigkeit Siege zu erringen hat.4 Die Problematik dieser Ritterhaltung, ihren pubertären, unreifen Charakter, macht Hartmann deutlich, in dem er den Waldmenschen fragen lässt: „ichn gehorte bi mînen tagen, selhes nie niht gesagen waz aventiure waere.“5

Iwein selbst folgt in seinem Verhalten den Normen des Artushofes. Die erlittene Schmach Kalogrenants zu rächen macht er sich auf die Brunnenaventiure als sein Initialabenteuer zu bestehen. Der Zwang den Sieg im Zweikampf beweisen zu müssen, verleitet ihn dazu Askalon `ane zuht` seiner Burg zuzutreiben. Dieses unmässige Verhalten resultiert zum einen aus seiner Jugend, zum anderen aus dem Wertekanon der Artusritterschaft6

In der Begegnung mit Laudine verfällt Iwein dem zentralen Gedanken des zweiten Wertezentrums des Epos: Laudines Schönheit weckt die Liebe in ihm und in der Anteilnahme an ihrem verzweifelten Schmerz beginnt der Held sein ritterliches Aventiure-Verhalten zu reflektieren: „ sîn heil begunder gote clagen daz ir ie dehein ungemach von sînen schulden geschach.“7

Er erkennt sich als Verursacher ihrer Not. Minnigliche Anteilnahme löst Reflexion aus. Schon hier befindet sich Iwein auf dem Weg, den Wertekodex des Laudine-Hofes zu übernehmen.8

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung nach dem idealen Rittertum ein und stellt die Konzeption der Doppelwegstruktur sowie die konkurrierenden Wertezentren vor.

2. Die Kontrastfunktion der beiden Wertezentren: Dieses Kapitel erläutert die Gegensätzlichkeit zwischen dem auf äußerer Ehre basierenden Artushof und dem von Minne und Treue geprägten Laudinehof.

3. Der zweite Aventiuregang: Das Kapitel analysiert die Phase der Wiedergutmachung, in der Iwein durch soziale Verantwortung und Reife seine ritterliche Identität neu definiert.

3.1. Iweins Wiedereintritt in die menschliche Gesellschaft: Fokus auf Iweins Rückkehr aus der Wildnis und seine ersten Taten, die nicht mehr persönlichem Ruhm, sondern dem Dienst an anderen dienen.

3.2. Das Zu-Sich-Kommen Iweins: Beschreibung der Phase der Selbstreflexion, in der Iwein erkennt, dass er selbst der Verursacher seines Unglücks war.

3. 3. Der Kampf der Kämpfe: Analyse des entscheidenden Zweikampfes mit Gawein als notwendige Rehabilitation und Integration in die höfische Gemeinschaft.

4. Iweins Bestimmung: Zusammenfassung der Entwicklung Iweins hin zur Verbindung von höfischem Rittertum und gelebter Verantwortung in der Liebe.

Schlüsselwörter

Iwein, Hartmann von Aue, Artushof, Laudinehof, êre, minne, triuwe, Aventiure, Doppelwegstruktur, Rittertum, Wiedergutmachung, Identität, höfische Kultur, Erzählstruktur, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Erzählstruktur in Hartmann von Aues Epos "Iwein" und konzentriert sich dabei auf die Entwicklung des Helden durch verschiedene Phasen seines Lebens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Kontrast zwischen verschiedenen Wertesystemen (Artushof vs. Laudinehof), die Bedeutung von Schuld und Sühne sowie die Transformation des Ritterideals.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie Hartmann von Aue durch das Konzept der Doppelwegstruktur einen Weg zu einem idealen, reflektierten Rittertum darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text strukturell untersucht und dabei forschungsrelevante Begriffe wie die "Doppelwegstruktur" auf die Erzählung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die zwei Aventiure-Durchgänge, die Rolle von Lunete und den Löwen sowie die entscheidende Begegnung zwischen Iwein und Gawein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie "Minne", "Triuwe", "Êre" sowie das Konzept der "Doppelwegstruktur" und "Wiedergutmachung" definiert.

Warum ist der Kampf gegen Gawein im Epos so bedeutend?

Dieser Kampf markiert den Ort von Iweins früherer Niederlage und symbolisiert seine Rehabilitation sowie die Rückkehr in die höfische Gesellschaft auf einer reiferen ethischen Ebene.

Welche Rolle spielt der Löwe in der zweiten Aventiure-Phase?

Der Löwe fungiert als Symbol für Treue und Barmherzigkeit und unterstützt Iwein bei der Wiederherstellung ausgleichender Gerechtigkeit, was seinen Wandlungsprozess verdeutlicht.

Wie endet die Entwicklung Iweins laut der Arbeit?

Iweins Entwicklung endet in der Verbindung mit Laudine, wobei das Paar als Herrscher auftritt, die Werte nicht nur repräsentieren, sondern konsequent in der Praxis umsetzen.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Erzählstruktur des Iwein
Universidad
University of Zurich  (Deutsches Seminar )
Calificación
gut - sehr gut
Autor
Peter Tausch (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
8
No. de catálogo
V54196
ISBN (Ebook)
9783638494557
ISBN (Libro)
9783656771319
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erzählstruktur Iwein
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Peter Tausch (Autor), 2005, Die Erzählstruktur des Iwein , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54196
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