Digitale Personalentwicklung. Risken und Chancen


Hausarbeit, 2020

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung/ Abstract

2. Einleitung

3. Hinführung zum Thema
3.1 Theoretischer Hintergrund mit Hinblick des Jahresberichts 2018/19
3.2 Wandel des Arbeitsmarktes in Deutschland
3.3 Wandel des Human Resource Managements

4. Chancen und Risken des Wandels
4.1 Abgrenzung von Industrie 4.0 und Arbeit 4.0
4.2 Risiken mit Hinblick auf Disruption
4.3 Chancen der digitalen Personalentwicklung

5. Diskussion

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beschäftigung in Deutschland nach Wirtschaftszweigen

1. Zusammenfassung/ Abstract

Im Folgenden wird, unter Berücksichtigung des Themas „Digitale Personalentwicklung: Risiken und Chancen“ tief in die Entwicklung des Human Resources Managements eingegriffen. Weiterhin werden die Chancen und Risiken der voranschreitenden Digitalisierung gegenübergestellt und in den Kontext der Personalentwicklung eingeordnet. Die Einleitung dient hierbei als Hinführung zum Thema, der genauen Einordnung und zur ersten Erklärung des Hintergrunds. Weiterhin wird die Einleitung zur Erklärung meiner vorgenommenen Ziele, sowie zur Erklärung der verwendeten Gliederung genutzt. Anschließend wird in dem Kapitel 3.1 nach einer kurzen Einordnung in das Thema, auf die bisherigen Gewinner der Digitalisierung eingegangen, um dann die Überleitung auf die aktuelle Situation in Deutschland und dessen Stimmung einzugehen. Zudem welche Chancen der Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bisher für Deutschland feststellen konnte. Daraufhin wird mit dem Kapitel 3.2 tiefer auf den Wandel der digitalisiert beeinflussten Personalentwicklung eingegangen und auf die vergangenen 50 Jahre in Deutschland zurückgeblickt, sowie erste Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse werden Mithilfe des Sachverständigenrates und dessen neuesten Jahresbericht aus den Jahren 2018/19 gebildet. Weitergehend wird auf den Wandel des Human Resource Managements im Allgemeinen eingegangen. Im Fokus steht hier der Wandel der Gewinnung von Arbeitnehmern, welche durch Apps und Social Media neu definiert wurden und werden. Hier werden auch persönliche Erfahrungen angeschnitten. Im Kapitel 4.1 wird hier sehr genau die Industrie 4.0 von der Arbeit 4.0 abgegrenzt und definiert, da beides tragende Begriffe der Digitalisierung sind und oftmals in einen Topf geworfen werden. Weitergehend wurden in dem Kapitel 4.2 die Risiken der Digitalisierung, auch im Bezug der Arbeitslosigkeit, aufgegriffen und näher auf die Folgen der Disruption eingegangen. Hierbei werden den Worten von Frank Thelen immer wieder Beachtung geschenkt. In dem Kapitel 4.3 wurden anschließend alle Chancen der Digitalisierung generell und in der Personalentwicklung zusammengefasst. Abschließend werden in der Diskussion alle Aspekte, sowie Vor- und Nachteile der Digitalisierung in der Wirtschaft gegenübergestellt und mit einer kurzen persönlichen Meinung bzw. Einschätzung zu Ende geführt.

2. Einleitung

Der Human Ressource Bereich, eingebettet in die Arbeitspsychologie, zieht mit der voranschreitenden Digitalisierung einen großen Wandel mit sich. Die vorliegende Arbeit greift tief in das spannende und hochaktuelle Thema der sich weiterentwickelnden, vernetzten Arbeitswelt ein. Das Ziel der Hausarbeit ist es, die digitalisiert entwickelte Personalentwicklung und ihre Facetten zu beleuchten und zu erklären. Sowohl auf vergangene Veränderungen, als auch auf zukünftige Erwartungen der Disruption in sämtlichen Feldern der Wirtschaft wird hierbei eingegangen. Hierbei wird der vorher erwähnte Begriff „Disruption“, welcher die Ablösung von alten Technologien durch Neue beschreibt, eine Rolle spielen. Die vorliegende Arbeit greift tief in den Wandel der Unternehmen und dessen Personalentwicklung mit Hinblick auf die Digitalisierung ein. Hierbei werden besonders Chancen, als auch Risiken der Digitalisierung gegenübergestellt. Nach anfänglicher Einschätzung durch den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Wird vor allem, mit Rückblick auf den Jahresbericht 2018/19, der Hintergrund von Chancen der Digitalisierung in Deutschland und der EU aufgegriffen. Weiterhin wird auf den internationalen Wettbewerb und dessen Chancen eingegangen und welche Handlungsmaßnahmen nun ergriffen werden müssten, um als Land Wettbewerbsfähig zu bleiben. Anschließend wird den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland näher eingegangen. Welche sich schon vollzogenen Wandlungen der Digitalisierung beobachten ließen und ob diese Auswirkungen dramatisch waren. Auch wird der Wandel des Human Ressource Managements beschrieben und wie dieser durch soziale Netzwerke vereinfacht werden. Um einen klaren Bezug und eine Abgrenzung zu schaffen, wird der neumodische Begriff der „Industrie 4.0“, von der oft in einem Topf geworfenen „Arbeit 4.0“ abgegrenzt und näher erläutert. Anschließend wird auch mit einem kritischen Blick auf die Disruption herabgeschaut, welche Risiken sich hinter dem noch für Viele unbekannten Begriff verbergen. Um dieses Thema abschließend zu behandeln, werden vor der Diskussion noch einmal die Chance der digitalen Personalentwicklung aufgezeigt. In der Diskussion werden als Letztes alle Vor- und Nachteile, sowie Chancen- und Risiken neutral gegenübergestellt und mit einer kurzen eigenen Einschätzung versehen.

3. Hinführung zum Thema

3.1 Theoretischer Hintergrund mit Hinblick des Jahresberichts 2018/19

Seit Beginn der Wirtschaft sind Unternehmen je nach Umständen ständig im Wandel. Ob politisch beeinflusst, durch technische Neuerungen, Erkennung von besseren Businessmodellen, oder schlicht durch die Nachfrageverschiebung der Konsumenten. In aktueller Zeit beschäftigen große, mittelständige, aber auch kleine Unternehmen sich mit der optimalen Nutzung von technischen Neuerungen, für einen höheren Umsatz, sowie bessere Performanz an den Märkten. Hier sollte man auch neue Geschäftsmodelle und Märkte im Blick behalten die sich aus der Digitalisierung ergeben. Erfolgreich aufgezogen werden diese oftmals mit einem exponentiellen Wachstum schnell zum Marktführer in ihrem Segment. Auch mit Hinblick auf die Liste der Top 100 börsennotierten Unternehmen der Welt, stechen Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon und Facebook an der Spitze, als Gewinner der Digitalisierung heraus.1 Auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat dies erkannt und in seinem aktuellen Jahresbericht von 2018/19 niedergeschrieben, dass aktuelle Chancen der Digitalisierung ergriffen werden müssen. Weiterhin wird ausgeführt, dass der technologische Fortschritt zu einer tiefgreifenden Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft führt und dass mit dem technologischen Wandel in der Vergangenheit auch eine große Produktivitätssteigerung einher ging. Zudem auch neue Rahmenbedingungen in Deutschland für die Entwicklung der Digitalisierung getroffen werden sollen, womit unter anderem der Ausbau von mobilem Internet zu einer Geschwindigkeit von 5G gemeint ist. Auch für das Gesundheitswesen, sowie das Bildungssystem würde es Effizienzgewinne bedeuten. Ebenfalls soll auch die staatliche Verwaltung digitalisiert werden, um die Geschwindigkeit und Performance zu erhöhen.2

3.2 Wandel des Arbeitsmarktes in Deutschland

Mit der voranschreitenden Digitalisierung, verändern sich nicht nur der Markt und die Ansprüche der Konsumenten, auch der Arbeitsmarkt zieht einen regen Wandel mit sich. Auch hier teilt der Sachverständigenrat seine Meinung zur aktuellen Lage in Deutschland mit. Demnach war die Gesellschaft bisher immer in der Lage sich an neue Technologien anzupassen. Auch seien im Zuge der Digitalisierung mehr neue Arbeitsplätze entstanden, als welche verloren gegangen sind. „Selbst für die Automatisierung und den Einsatz von Robotern finden Dauth et al. (2018) in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten keinen negativen Effekt auf die Beschäftigung einer Region, da Arbeitsplatzverluste im Verarbeitenden Gewerbe durch Arbeitsplatzgewinne im Dienstleistungssektor ausgeglichen wurden“ (Sachverstänigenrat 2018, S. 63). Hier also scheint die Stimmung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, durch die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen, einen positive zu sein. Die voranschreitende Digitalisierung (auch auf dem Arbeitsmarkt) wird mit einer gewissen Unsicherheit begegnet, da sich nachgefragte Arbeitsplätze grundlegend in andere Berufsfelder verschieben werden (vgl. Sachverständigenrat 2018, S.63).

Auch wird in der von dem statistischen Bundesamt ausgearbeiteten Abbildung, über die in der Vergangenheit verschobenen Wirtschaftszweige der Erwerbstätigen im Inland, wird noch einmal klar, wie sich die Berufszweige in den letzten 70 Jahren, in Deutschland, gewandelt haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Beschäftigung in Deutschland nach Wirtschaftszweigen, Jahresgutachten 2018/19, S.64

„Während im Jahr 1950 der Anteil der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft bei rund 25 % lag, waren es im Jahr 1970 nur noch gut 8 % und im Jahr 2016 1,4 %“ (Sachverstänigenrat 2018, S. 63). Weiterhin verraten die gelieferten Daten, dass das produzierende Gewerbe ebenfalls, vom dem Jahr 1950, auf das Jahr 2016 einen Abbau von 43 Prozent, auf 24% erfahren hat. Die Wirtschaftszweige „Maschinenbau“, sowie das „Baugewerbe“ verzeichnen hierbei (seit 1991) prozentual betrachtet den größten Rückgang (vgl. Sachverstänigenrat 2018, S. 63). „Umgekehrt ist der Anteil der Beschäftigten des gesamten Dienstleistungsbereichs von 33 % im Jahr 1950 auf 74 % im Jahr 2016 gewachsen. Den stärksten Anstieg seit dem Jahr 1991 verzeichneten dabei die Bereiche „Freiberufliche und technische Dienstleister“ (+2,6 Prozentpunkte) und „Gesundheitswesen“ (+2,6 Prozentpunkte)“ (Sachverstänigenrat 2018, S. 64). Ebenfalls wird in dem Jahresbericht von 2018/19 als großer Chancenpunkt hervorgehoben, dass wenn die Digitalisierung richtig eingesetzt wird. Diese das Risiko des demografischen Wandels in Deutschland auffangen könnte und voranschreitender Zeit die immer größer fehlende Ressource der Arbeit, durch Maschinen und Digitalisierung abfedern kann (vgl. a. a. O).

3.3 Wandel des Human Resource Managements

Auch das Human Resource Management (HRM), zieht mit der einhergehenden Digitalisierung der Umwelt einen Wandel mit sich. Viele Unternehmen haben die Chancen der technologischen Entwicklung und ihre Vorteile erkannt und in ihren Unternehmensabläufen etabliert. Immer mehr ist die Rede von der Industrie 4.0, worauf sich auch die Arbeitswelt 4.0 aufbaut. Welches in Fachzeitschriften immer mehr zum Thema und in wissenschaftlichen Artikeln diskutiert wird. „Wenn von der Digitalisierung im HRM die Rede ist, so wird meist die «elektronische beziehungsweise IT-gestützte Variante» der operativen Personalmanagement-Aktivitäten – auch «Electronic Human Resources Management» (E-HRM) genannt – bezeichnet.“3 Angefangen bei dem Recruiting, wird in größeren Unternehmen nicht mehr zwangsläufig eine Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf gefordert. Oftmals suchen sogenannte Recruiter und Headhunter im Internet nach potentiellen Kandidaten für passende, zu vergebende Stellen. Hier wird oftmals auf online Karriere-/ Jobbörsen (wie LinkedIn, oder XING) zurückgegriffen. Wo junge Studenten, Gründer, Recruiter, sowie Unternehmer und Manager sich verlinken, im Austausch über aktuelle Businessthemen, sowie auf der Suche nach dem potentiellen Mitarbeiter für das nächste Projekt sind. Durch eigens angelegte Profile von jedem User, sind direkt der Berufszweig, Berufserfahrung, Interessen, Schulbildung, Motive, sowie Kenntnisse und Fähigkeiten jedes Einzelnen bekannt. So kann gezielt gesucht werden und auf dem ersten Blick aus einer großen Auswahl von potentiell Interessierten selektiert und identifiziert werden, wer sich grundsätzlich für benötigte Aufgaben eignet und wer nicht. So kann es schnell passieren, dass man eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch, oder eine Einladung zu einem Auswahlverfahren, z.B. CEO Challenge von großen börsennotierten Aktienunternehmen via „Direct Message“ (DM) erhält (wie ich aus eigener Erfahrung feststellte). Weiter greift die Digitalisierung auch in Bereiche wie Personalmarketing, Performance-Management, sowie in das Kompetenzmanagement ein (vgl. a. a. O). Ein weiterer Vorteil von der Reform des HRM ist die Erhebung von Firmeninterner HR-Datenbestände. Früher noch das einzelne und aufwendige Erfassen von HR-Datenmengen jedes Mitarbeiters, welches am Ende Jahres für die HR-Reports dienlich war und früher als Standardanalyseinstrument galt. Wird heute durch strukturierte, elektronische Datenverarbeitung und intelligente Algorithmen in groß angelegten Datenpools ersetzt, welches die Effizienz des HR-Bereichs extrem fördert und die Performance um einiges erhöht. „Inzwischen ist die systematische Auswertung der eigenen, im Unternehmen gesammelten Daten (Data Mining) auch im HR-Bereich zum Standard geworden.“4

[...]


1 (Die Top100 größten börsennotierten Unternehmen der Welt, 2019)

2 (Sachverständigenrat, Dezember 2018)

3 (Abdullah Redzepi Et al., 2016, S. 1)

4 (Abdullah Redzepi Et al., 2016, S. 2)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Digitale Personalentwicklung. Risken und Chancen
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V542023
ISBN (eBook)
9783346190864
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie, Arbeit, Arbeitsmarkt, Wandel, Digitalisierung, Personalentwicklung, Personal, Chancen, Risiken, Deutschland, national, international, Human Resources, Disruption, Arbeitspsychologie, Arbeit 4.0, Industrie 4.0, Entwicklung
Arbeit zitieren
Christopher Kantelhardt (Autor), 2020, Digitale Personalentwicklung. Risken und Chancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542023

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Digitale Personalentwicklung. Risken und Chancen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden