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Der Wandel von Standorttheorien und -faktoren durch den Verlauf der Zeit

Titel: Der Wandel von Standorttheorien und -faktoren durch den Verlauf der Zeit

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Christen (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich zu nächst mit zwei traditionellen Standorttheorien, welche Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Mitbegründer der Regionalökonomie gelten. Anschließend wird eine neoklassische Standorttheorie, sowie die Bedeutung von Standortfaktoren näher betrachtet. Abschließend werden Zusammenhänge zwischen den der vorgestellten Standorttheorien und Marktveränderungen untersucht.

Der Standort eines Unternehmens ist der geografische Ort, an welchem dieses seine Produktionsfaktoren zur Erstellung betrieblicher Leistungen einsetzt. Standortentscheidungen haben einen nicht zu vernachlässigen Einfluss auf den Unternehmenserfolg, sie sind insbesondere in Bezug auf Neugründung und Expansionsstrategien relevant und somit ein Bestandteil der strategischen Unternehmensplanung.

Es lässt sich daraus schließen, dass Standortentscheidungen gut überlegt sein sollten. Mit der Frage, welche Faktoren und Umwelteinflüsse bei der Entscheidungsfindung zu beachten sind und durch welche Herangehensweise diese determiniert und priorisiert werden sollten, befassen sich viele Standorttheorien. Mit dem Verlauf der Zeit verändert sich die Umwelt und somit auch dessen Einflüsse auf die Standortwahl.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Traditionelle Standorttheorien

2.1 Industriestandorttheorie

2.2 Theorie zentraler Orte

3. Neoklassische Standorttheorien

3.1 Diamant-Modell

4. Standortfaktoren

5. Standorttheorien und die Zeit

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel von Standorttheorien und -faktoren und analysiert dabei, wie sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die Wahl und Bewertung von Unternehmensstandorten auswirken. Ziel ist es, traditionelle und neoklassische Ansätze in ihrem jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext zu betrachten und die zunehmende Komplexität und Vernetzung globaler Marktstrukturen aufzuzeigen.

  • Analyse der Industriestandorttheorie nach Alfred Weber
  • Untersuchung der Theorie zentraler Orte von Walter Christaller
  • Erläuterung des Diamant-Modells von Michael Porter
  • Systematisierung relevanter Standortfaktoren auf verschiedenen Ebenen
  • Reflektion über den Wandel und die Dynamik von Standorttheorien im Zeitverlauf

Auszug aus dem Buch

2.1 Industriestandorttheorie

Wie schon erwähnt betrachtet die 1909 von Alfred Weber verfasste Industriestandorttheorie entscheidungsrelevante Determinanten wie die Transport- und Arbeitskosten, sowie Agglomerationsvor- und -nachteile in Bezug auf den optimalen Produktionsstandort. Innerhalb dieser Theorie wird davon ausgegangen, dass für die Produktion von Gütern des Industrieunternehmens Rohstoffe benötigt werden. Des Weiteren wird angenommen, dass die Rohstoffe nur an ganz bestimmten Lagerstätten vorkommen. Um verarbeitet werden zu können, müssen die Rohstoffe die Distanz zum Produktionsstandort überwinden, sprich zum Produktionsstandort transportiert werden. Dort werden diese zu dem finalen Gut verarbeitet und zu dem Konsumenten oder der Angebotsstätte transportiert. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Lage der Orte der Rohstoffvorkommen und der Angebotsstätte bekannt ist. Alfred Weber vereinfacht die Produktionsstruktur des Finalguts so, dass diese exogen ist und somit ohne den Einsatz von Vorprodukten stattfindet. Hinzu kommt, dass das finale Gut nur zwei Rohstoffen herzustellen ist und an nur einem Ort angeboten wird. Durch das Verbinden durch Luftlinien der zwei Rohstofflagerstätte und der Angebotsstätte bildet sich ein Dreieck, dieses wird Standortfigur genannt.

Der Industriestandorttheorie nach ist der optimale Produktionsort an dem Ort, bei welchem das Transportkostenminimum festzustellen ist. Diese Transportkosten sind wie folgt durch Alfred Weber abzuleiten. Er definiert diese an Hand von Kraftstoffpreisen, sowie durch das zu transportierende Gewicht und die zu überwindende Distanz. Der optimale Industriestandort wird (nach der Einheit aus dem Produkt der transportierten Masse und der zurückgelegten Distanz) auch tonnenkilometrischer Minimalpunkt bezeichnet. Es werden beispielsweise zwischen der Strecke der Lagerstätte von Rohstoff 1 und dem Industriestandort 75 Tonnenkilometer, zwischen der Stecke der Lagerstätte von Rohstoff 2 und dem Industriestandort 50 Tonnenkilometer und von dem Industriestandort zu dem Konsumort 100 Tonnenkilometer zurückgelegt. Somit wird der tonnenkilometrischer Minimalpunkt innerhalb der Standortfigur nahe des Konsumorts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Standortentscheidungen für den Unternehmenserfolg ein und erläutert das Ziel der Arbeit, traditionelle und neoklassische Standorttheorien auf ihre zeitliche Entwicklung hin zu prüfen.

2. Traditionelle Standorttheorien: Dieses Kapitel widmet sich den Anfängen der Regionalökonomie und beschreibt mit der Industriestandorttheorie nach Weber sowie der Theorie zentraler Orte nach Christaller zwei fundamentale Ansätze, die Transportkosten und Marktstrukturen in den Mittelpunkt stellen.

3. Neoklassische Standorttheorien: Hier wird das Diamant-Modell von Michael Porter vorgestellt, welches den Fokus auf internationale Wettbewerbsvorteile, Clusterbildungen und die Wechselwirkungen nationaler Standortfaktoren legt.

4. Standortfaktoren: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit von Standortfaktoren und ihre unterschiedliche Gewichtung je nach Betrachtungsebene, von der Makro- bis zur mikroräumlichen Entscheidungsebene.

5. Standorttheorien und die Zeit: Der Abschnitt reflektiert, wie sich die Relevanz einzelner Faktoren durch technologischen Wandel verändert hat und wie die zunehmende Dynamik globaler Märkte die Standortwahl verkompliziert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung von regional begrenzten, simpleren Standortmodellen des frühen 20. Jahrhunderts hin zu den hochkomplexen, global vernetzten Strukturen der Gegenwart zusammen.

Schlüsselwörter

Standorttheorie, Standortfaktoren, Industriestandorttheorie, Alfred Weber, Theorie zentraler Orte, Walter Christaller, Diamant-Modell, Michael Porter, Wettbewerbsvorteile, Cluster, Regionalökonomie, Standortentscheidung, Globalisierung, Transportkosten, Marktstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie sich Theorien zur Standortwahl von Unternehmen im Laufe der Zeit verändert haben und welche Rolle dabei Faktoren wie Transportkosten, Marktgefüge und globale Wettbewerbsvorteile spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind traditionelle Standorttheorien (Weber, Christaller), neoklassische Ansätze (Porter), die Systematik von Standortfaktoren sowie der Einfluss von Zeit und Marktdynamik auf unternehmerische Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, den Zusammenhang zwischen steigender Marktkomplexität und der Evolution von Standorttheorien aufzuzeigen und zu verstehen, wie Unternehmen heute ihre optimalen Standorte bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die führende Modelle der Standortplanung von der industriellen Revolution bis zur modernen globalisierten Wirtschaft gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Industriestandorttheorie, die Theorie zentraler Orte, eine detaillierte Erläuterung des Diamant-Modells nach Porter sowie eine Diskussion der typischen Standortfaktoren auf verschiedenen wirtschaftlichen Ebenen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Besonders prägend sind Begriffe wie "tonnenkilometrischer Minimalpunkt", "Zentralitätsprinzip", "Diamant-Modell", "Cluster", "Agglomerationskräfte" und "obere Reichweite".

Was unterscheidet das Diamant-Modell von den traditionellen Ansätzen?

Im Gegensatz zu den klassischen Theorien, die primär auf Transportkosten und geometrische Marktgebiete fokussieren, betrachtet das Diamant-Modell ein ganzes Geflecht an korrelierenden Faktoren, einschließlich staatlicher Einflüsse und Innovationskraft.

Warum haben klassische Standortfaktoren wie die Nähe zu Kohlevorkommen an Bedeutung verloren?

Durch technologische Fortschritte und den Wandel von Energieträgern (z.B. die Elektrifizierung anstelle von Kohle) haben viele traditionelle Standortfaktoren ihre Priorität verloren, während neue Faktoren wie die digitale Infrastruktur (z.B. 5G) an Relevanz gewonnen haben.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wandel von Standorttheorien und -faktoren durch den Verlauf der Zeit
Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg
Note
1,3
Autor
Nicole Christen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V542202
ISBN (eBook)
9783346166876
ISBN (Buch)
9783346166883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logistik Standort Standortmanagement Standorttheorie Industriestandorttheorie zentrale Orte Diamat Modell Standortfaktoren Weber Christalla Porter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Christen (Autor:in), 2020, Der Wandel von Standorttheorien und -faktoren durch den Verlauf der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542202
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Leseprobe aus  20  Seiten
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