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Autismus. Lebenswelt von Autisten im Kontext von Erziehung, Bildung und Sozialisation

Title: Autismus. Lebenswelt von Autisten im Kontext von Erziehung, Bildung und Sozialisation

Elaboration , 2020 , 97 Pages , Grade: 1,66

Autor:in: Burcu Arslan (Author)

Health - Persons with disabilities
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wird die Autismus-Spektrum-Störung mit Bezugnahme auf Ursachen, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten, mit dem Ziel einen Einblick in das Phänomen der AS-Störung zu erhalten, dargestellt.

Um die Sozialisation von ASS-Betroffenen in der Öffentlichkeit und im Familienleben zu thematisieren, wird zum einen eine Fallstudie, die die Umgebungsgestaltung und den Umgang mit einer ASS, ohne Druck und mit Rückzugsmöglichkeiten, thematisiert, zum anderen als Gegensatz zu dieser eine Fallstudie zu Greta Thunberg, die mit Druck und Erregungssteigerungen, welche vom Overload bis zum Shutdown führen, sowie Erfahrungen und Regelungen in der Schule, herangeführt. Nicht nur innerhalb der Familie ergeben sich Probleme für ASS-Betroffene, sondern auch im Bildungskontext treten häufig Barrieren auf. Probleme die auftreten können, sowie Bildungsmöglichkeiten werden in den Kapiteln schulische Bildung der Betroffenen und Arbeitswelt von Autisten herangeführt. Diese Struktur soll dem Leser einen Eindruck in das Leben von Autisten und die sich aus der Krankheit ergebenden Chancen, sowie Herausforderungen in den Bereichen Erziehung, Bildung und Sozialisation ermöglichen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autismus-Spektrum-Störung

2.1 Kategoriales vs. dimensionales Modell

2.2 Komplexität des Krankheitsbildes

2.3 Erklärungsmodelle

2.3.1 Funktionen der Spiegelneuronen

2.3.2 Funktionen des Belohnungssystems

2.3.3 Die genetische Grundlage

2.4 Erregungszustände

2.4.1 Die Übererregung: der Overload

2.4.2 Hilfe durch Selbsthilfegruppen

2.4.3 Binnenstruktur der Selbsthilfegruppe

2.4.4 Die Bedeutung des sozialen Raumes für den Erregungsverlauf

2.4.5 Traumatisierung durch Overload, Meltdown und Shutdown

2.5 Schwerpunkt: Asperger-Syndrom

2.5.1 Einführende Übersicht der möglichen Symptome

2.5.2 Erste Interventionsmöglichkeiten: Psychoedukation

3. Mögliche Ursachen der ASS: Stand der Forschung

3.1 Neues Forschungsfeld: Die Proteomik

3.2 MRT und andere bildgebende Verfahren

4. Therapie

5. Sozialisation der Betroffenen

5.1 ASS aus der Innensicht und allgemeine Öffentlichkeit

5.1.1 ASS und der individuelle soziale Raum: Frühe Bezugspersonen

5.1.2 Qualifizierte Laien und Fachpersonal

5.1.3 Beispiel aus der Praxis: Rolle der qualifizierten Laien

5.2 Fallbeispiel - Sozialisation aus der Innenansicht der Betroffenen

5.2.1 Sechs Stufen zur Hölle

5.3 Einfache Präventionsmaßnahmen

6. Autismusspezifische Förderung

6.1 Theoretische Grundlage: Theory of Mind

6.2 Ein konkretes Programm

6.3 TEACCH-Konzept

6.4 Schema-Therapie

6.5 Umsetzung therapeutischer Maßnahmen

6.6 Kritik zu therapeutischen Erfahrungen

6.6.1 Hilfe ist möglich I: Aber nicht auf diese Art

6.6.2 Hilfe ist möglich II: Die Perspektive ist entscheidend

6.6.3 Perspektivwechsel

6.7 Neue Forschungsansätze

6.8 Schlussfolgerung

7. Sozialisation in der Familie: Die Familie als Mikrokosmos

7.1 Der Fall Thunberg: Eine Annäherung

7.2 Katastrophendenken, Angst- und Panikattacken

7.3 Depression und andere primäre Komorbiditäten

7.4 Wahrnehmungs- und Denkstörungen

7.5 Opferbewusstsein und stabile Feindbilder

7.6 Der Tunnelblick und seine Folgen

8. Schulische Bildung der Betroffenen

8.1 Rechtliche Grundlagen

8.2 Autismuspezifischer Schwerpunkt

8.3 Nachteilsausgleich für Betroffene mit einer ASS

8.4 Schulbegleiter

8.4.1 Arbeitsbereiche des Schulbegleiters

8.4.2 Beantragung des Schulbegleiters

8.5 Schulische Inklusion

8.5.1 Inklusive schulische Förderung bei Schülern mit ASS

8.6. Schulische Situation in Hessen

8.7 Studieren mit einer Autismus-Spektrum-Störung

8.7.1 Inklusives Studium

9. Arbeitswelt von Autisten

9.1 Autismus-Spektrum-Störung im Beruf - Studien

10. Fazit und Ausblick

11. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zu schaffen, indem sie Ursachen, diagnostische Herausforderungen und vielfältige Therapiemöglichkeiten beleuchtet. Im Fokus steht dabei die Sozialisation von Betroffenen sowohl im familiären Umfeld als auch im Bildungs- und Arbeitskontext, um Barrieren aufzuzeigen und Chancen für eine gelungene Inklusion zu identifizieren.

  • Historische und aktuelle Erklärungsmodelle sowie diagnostische Konzepte der ASS.
  • Die neurobiologische und psychologische Bedeutung von Erregungszuständen wie Overload, Meltdown und Shutdown.
  • Fallstudien zur Sozialisation unter dem Aspekt individueller Ressourcen und Belastungen.
  • Möglichkeiten der schulischen und beruflichen Integration durch Nachteilsausgleich und gezielte Förderung.
  • Kritische Reflexion therapeutischer Ansätze und die Bedeutung von Perspektivwechseln für Betroffene.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Sechs Stufen zur Hölle

Knauerhase stellt nun sechs Stufen des Erlebens und mögliche Copingstrategien vor. Ausgehend von einer Reizbelastung sieht er in Stufe 1 die mögliche unbewusste Kompensation. In dieser Phase nimmt der Betroffene die Reize zwar wahr, ordnet sie aber als gewohnt und damit vernachlässigbar ein. Sie stören oder behindern ihn noch nicht massiv (vgl. Knauerhase 2016, S. 30). Stufe 2 beschreibt er als bewusste Kompensation. Er nimmt die Reize bewusst als störend und als Stressfaktoren wahr, versucht sie aber bewusst zu ignorieren, indem er sich ablenkt (vgl. ebd.). Diese Möglichkeit könnte das Ergebnis einer kognitiven Verhaltenstherapie sein, die auf den Prinzipien der Selbstbeobachtung in Achtsamkeit beruht. In dieser Phase können nicht nur Fachleute, sondern auch qualifizierte Laien als Begleiter oder sogar informierte Kollegen mit Rücksicht und Verständnis mit begleitenden Interventionen eingreifen.

Auf Stufe 3, der Konzentration, verstärkt, so Knauerhase, der Betroffene seine Ablenkungs- und Konzentrationsbemühungen, was aber ab einem bestimmten Punkt der Bemühungen kontraproduktiv werden kann. Der Stress der Bemühung der bewussten und aktiven Reizvermeidung mündet in den Overload (vgl. Knauerhase 2016, S. 31). Hier, so Knauerhase, sind die Verhaltensänderungen für Außenstehenden am deutlichsten, was die Früherkennung betrifft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Autismus-Diagnostik von Kanner bis zum modernen Verständnis und führt in die Thematik der Arbeit ein.

2. Autismus-Spektrum-Störung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Modelle und Ursachen der ASS, einschließlich neurobiologischer Aspekte wie Spiegelneuronen und Erregungszustände.

3. Mögliche Ursachen der ASS: Stand der Forschung: Hier werden aktuelle Forschungsansätze wie die Proteomik und bildgebende Verfahren in Bezug auf die Entstehung von Autismus diskutiert.

4. Therapie: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene therapeutische Interventionen und diskutiert deren Wirksamkeit sowie theoretische Grundlagen.

5. Sozialisation der Betroffenen: Fokus auf die Innensicht von Autisten, inklusive praktischer Fallbeispiele und Ansätze zur Früherkennung und Prävention.

6. Autismusspezifische Förderung: Untersuchung verschiedener Förderkonzepte wie TEACCH und Schema-Therapie sowie eine kritische Auseinandersetzung mit therapeutischen Erfahrungen.

7. Sozialisation in der Familie: Die Familie als Mikrokosmos: Analyse der familiären Dynamik anhand von Fallstudien, insbesondere unter dem Aspekt des Leidensdrucks und der Bewältigungsstrategien.

8. Schulische Bildung der Betroffenen: Darstellung rechtlicher Grundlagen, Nachteilsausgleich, Schulbegleitung und Möglichkeiten der inklusiven Beschulung.

9. Arbeitswelt von Autisten: Untersuchung der beruflichen Integration und Darstellung von Studien zur Arbeitssituation von Menschen mit ASS.

10. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf die notwendige interdisziplinäre Weiterentwicklung der Autismus-Thematiken.

11. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Overload, Meltdown, Shutdown, Inklusion, Theory of Mind, Nachteilsausgleich, Sozialisation, Neuroplastizität, Schematherapie, Komorbidität, Diagnose, Frühförderung, Bildungsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) unter Einbeziehung medizinischer, pädagogischer und psychologischer Perspektiven, um die Lebenswelten Betroffener besser verständlich zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ursachenforschung, diagnostische Verfahren, therapeutische Konzepte, die familiäre Sozialisation sowie die Integration in Schule und Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Einblick in das Phänomen ASS zu geben, um durch ein besseres Verständnis der Bedürfnisse Betroffener Barrieren in Erziehung, Bildung und Sozialisation abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallstudien und wissenschaftlichen Studien, um den aktuellen Forschungsstand zur ASS darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Erklärungsmodelle, erregungsphysiologische Prozesse, Therapieansätze, die familiäre Situation als Mikrokosmos sowie schulische und berufliche Integrationsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autismus, Inklusion, Nachteilsausgleich, Overload und Diagnostik sowie verschiedene Therapiekonzepte charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Theory of Mind" in den Förderprogrammen?

Die Theory of Mind bezeichnet die Fähigkeit, mentale Zustände bei anderen wahrzunehmen. Sie dient als Grundlage für Kommunikations- und Sozialtrainings, um Betroffenen den Perspektivwechsel zu erleichtern.

Wie wirken sich die in der Arbeit genannten "Schulbegleiter" aus?

Schulbegleiter dienen als Unterstützung, um Beeinträchtigungen im Unterricht auszugleichen und dem autistischen Kind eine Teilhabe am sozialen und schulischen Alltag zu ermöglichen.

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Details

Title
Autismus. Lebenswelt von Autisten im Kontext von Erziehung, Bildung und Sozialisation
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Gymnasiallehramt)
Grade
1,66
Author
Burcu Arslan (Author)
Publication Year
2020
Pages
97
Catalog Number
V542377
ISBN (eBook)
9783346176868
ISBN (Book)
9783346176875
Language
German
Tags
Autismus Autisten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Burcu Arslan (Author), 2020, Autismus. Lebenswelt von Autisten im Kontext von Erziehung, Bildung und Sozialisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542377
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