„Was bedeutet es, eine Frau zu sein, was bedeutet es ein Mann zu sein?“ Dieser Fragestellung ist diese Studienarbeit gewidmet. Das Thema ist ein Allumfassendes. Erforscht in Biologie, Psychologie, Soziologie, Pädagogik und noch vielen weiteren Professionen. Die Medien sind voll von Forschungen, Vergleichen und Rätseln über die Unterschiede der Geschlechter. Uns begegnen Titel, wie: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, „Typisch Frau, typisch Mann“, oder „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“und nicht zuletzt die Wörterbücher „Deutsch - Mann, Mann - Deutsch“, wie auch sein Gegenstück „Deutsch - Frau, Frau - Deutsch“, die all unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schließlich sind wir alle- egal ob weiblich oder männlich - in dieses Thema ínvolviert. Wir interessieren uns alle für dieses Thema, warum sonst beobachtet man, das neue Bücher und Artikel zu diesem Thema ständig neu gedruckt werden? Ich möchte einige Entwicklungen der Geschlechterrollen aufzeigen, indem ich mich vor allem eingehender mit der Frauenbewegung, der sogenannten Emanzipation beschäftige. Ebenso habe ich mich mit einigen der aktuellen Abhandlungen dieses Themas näher befasst, die ich in einer sozialphilosophischen Sichtweise weiter erläutere. Die wesentliche Frage, mit der ich mich in dieser Arbeit befassen werde, lautet: „Ist das was wir sind abhängig von unserem Geschlecht?“
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Verhältnis der Geschlechter
3. Damals und Heute – Veränderung der Geschlechterbilder
3.1. Die typischen Rollenzuschreibungen
3.2. Die Frauenbewegung
3.3. Die Folgen der Frauenbewegung
3.4. Das Miteinander von Frau und Mann- Partnerschaft und Familie
4. Kampf der Geschlechter
4.1. Das starke und das schwache Geschlecht?
4.2. Verschiedene Verhaltensmuster
5. Wer bestimmt wen – sind wir abhängig von den Erwartungen an unser Geschlecht? ? Ein Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit untersucht aus einer sozialphilosophischen Perspektive, inwieweit die Identität und das Verhalten von Menschen durch ihr Geschlecht bestimmt werden und welchen Einfluss gesellschaftliche Erwartungen sowie die historische Entwicklung der Frauenbewegung auf diese Geschlechterrollen haben.
- Historische Entwicklung der Frauenbewegung
- Wandel traditioneller Rollenzuschreibungen
- Biologische vs. sozial geprägte Geschlechterunterschiede
- Einfluss der Medien auf das Geschlechterbild
- Dynamiken und Konflikte in der modernen Partnerschaft
Auszug aus dem Buch
4.2. Verschiedene Verhaltensmuster
Doch auch in den Wünschen, die Männer, beziehungsweise Frauen äußern, wenn man sie fragt, wie sie gerne wären, werden deutliche Unterschiede der Geschlechter klar. In einer aktuellen Studie nannten Männer ihre Wunscheigenschaften als: draufgängerisch, konkurrenzfähig, leistungsfähig, dominierend, entschlossen, bewundert und praktisch veranlagt. Sind dies eher harte und raue Eigenheiten, so wählten Frauen weiche und liebliche Adjektive, wie warmherzig, großzügig, liebevoll, mitfühlend, attraktiv, freundlich und wohltätig. Dies macht deutlich: Frauen wollen Beziehungen, sie wollen fähig sein sie zu bauen, zu pflegen, zu geben und sich geborgen zu fühlen. Männer hingegegen streben nach Dingen, wie Prestige, Besitz und Macht
Bei all diesen Unterschieden ist es nicht verwunderlich, dass Mann und Frau immer wieder in Unverständnis füreinander verzweifeln.
Ein gutes Beispiel ist ihr typisches verhalten, wenn sie gestresst sind. Frauen wollen reden, wenn sie gestresst sind, Männer wollen einfach nur ihre Ruhe und nicht reden! Auch gibt dieses Verhalten weitere Komplikationen. Frauen sind in ihrem Rededrang kaum mehr zu stoppen, sind sie erst einmal im Stress und mit den anstehenden Aufgaben einfach überfordert. Sie reden den Mann mit ihren Problemen zu. Dieser denkt, die Frau erwarte eine Lösung, versteht aber bei all den vielen Dingen, die da auf ihn einströmen nicht, was das wesentliche Problem ist. Also versucht er mögliche Lösungen vorzuschlagen. Die Frau möchte jedoch gar keine Ratschläge, sie möchte einfach nur reden, loswerden, welches Chaos in ihr tobt.
Der Mann versteht dieses Konzept überhaupt nicht, redet er doch nur, wenn er sich davon verspricht einen Lösungsweg zu bekommen.
Ein Mann schweigt in Stresssituationen, was seinem Naturell entspricht. Er hat eine bestimmte Region im Gehirn, welche die Sprachfunktion innehat. Während er mit der rechten Gehirnhälfte einen Lösungsweg sucht, stellt er die linke Gehirnhälfte ab, die für das Reden und Sprechen zuständig ist. Für einen Mann ist es daher schwer nachzuvollziehen, wenn die Frau ihm in solch einer Situation rät, über das zu reden, was ihn beschäftigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die allumfassende Fragestellung ein, ob unser Sein vom Geschlecht abhängig ist, und skizziert das Ziel der Arbeit, Entwicklungen der Geschlechterrollen zu beleuchten.
2. Das Verhältnis der Geschlechter: Dieses Kapitel untersucht biblische Ursprungsgedanken und traditionelle Vorstellungen von der Ergänzung zwischen Mann und Frau.
3. Damals und Heute – Veränderung der Geschlechterbilder: Es werden biologische Grundlagen sowie die historische Entwicklung der Frauenbewegung und deren Auswirkungen auf Identität, Gesellschaft und moderne Familienstrukturen analysiert.
4. Kampf der Geschlechter: Das Kapitel analysiert die Konzepte des „starken“ und „schwachen“ Geschlechts sowie geschlechtsspezifische Verhaltensmuster und Kommunikationsunterschiede im Alltag.
5. Wer bestimmt wen – sind wir abhängig von den Erwartungen an unser Geschlecht? ? Ein Resümee: Die Autorin fasst zusammen, dass individuelle Prägung und gesellschaftliche Erwartungen unser Sein beeinflussen, wobei die Geschlechterdifferenz als eine natürliche, bereichernde Ordnung gewertet wird.
Schlüsselwörter
Geschlechterrollen, Frauenbewegung, Identitätsbildung, Sozialphilosophie, Rollenzuschreibung, Emanzipation, Partnerschaft, Verhaltensmuster, Biologie, Geschlechtsidentität, Gesellschaft, Medien, Erwartungen, Kommunikation, Geschlechterbilder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Studienarbeit untersucht den Einfluss des Geschlechts auf das menschliche Wesen, Verhalten und die Identitätsbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die historische Frauenbewegung, moderne Rollenbilder und die soziologischen sowie biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Ist das was wir sind abhängig von unserem Geschlecht?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer sozialphilosophischen Analyse unter Einbeziehung soziologischer Literatur und populärwissenschaftlicher Fachbücher zum Thema Geschlechterunterschiede.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Veränderung der Geschlechterbilder im Laufe der Zeit, die Phasen der Frauenbewegung und die daraus resultierenden Spannungsfelder in Partnerschaft und Erziehung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Identitätsbildung, Rollenzuschreibung, Emanzipation und Geschlechterdifferenz.
Welche Rolle spielen die Medien laut der Autorin?
Medien vermitteln Kindern und jungen Erwachsenen normative Vorstellungen über Schönheit, Harmonie und das „typische“ Rollenverhalten, die das Selbstbild maßgeblich prägen.
Wie bewertet die Autorin die Frauenbewegung?
Die Autorin erkennt die Errungenschaften der Frauenbewegung an, weist aber darauf hin, dass durch das Aufbrechen alter Strukturen neue Unsicherheiten für beide Geschlechter entstanden sind.
Was schlussfolgert die Autorin hinsichtlich der Kommunikation?
Sie stellt fest, dass unterschiedliche Gehirnstrukturen bei Stress zu Missverständnissen führen, da Frauen kommunikative Entlastung suchen, während Männer lösungsorientiert schweigen.
- Quote paper
- Stefanie Braun (Author), 2005, Was heißt es eine Frau zu sein,was heißt es ein Mann zu sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54238