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Schöne neue Arbeitswelt. Wie Prokrastination und Benefits am Arbeitsplatz zusammenhängen

Eine empirische Untersuchung

Title: Schöne neue Arbeitswelt. Wie Prokrastination und Benefits am Arbeitsplatz zusammenhängen

Textbook , 2020 , 94 Pages

Autor:in: Natascha Krus (Author)

Leadership and Human Resources - Employee Motivation, Employee Satisfaction
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Summary Excerpt Details

Autonomie und Flexibilität bei Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden von der sich schnell verändernden Arbeitswelt vorausgesetzt. Es wird immer wichtiger, dass die Beschäftigten über ein gutes Zeitmanagement verfügen, das ihnen hilft den fortwährend komplexer werdenden Anforderungen und dem schnelllebigen digitalen Wandel gewachsen zu sein.

Auch Unternehmen müssen sich den Herausforderungen der schönen neuen Arbeitswelt stellen. Es wird immer schwieriger, gute Arbeitskräfte zu finden, diese zu halten und zu motivieren. Viele Firmen setzen deshalb neben den klassischen Benefits auf eine kreativere Anreizgestaltung. Insbesondere in Start-Ups werden Tischkicker, Fitnessräume und Lounge-Bereiche angeboten, die für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Arbeitsalltag eine willkommene Handlungsalternative darstellen können.

In dieser Publikation stellt Autorin Natascha Krus fest, dass das Thema Prokrastination in der Arbeitswelt zunehmend relevant wird. Sie untersucht daher, ob das Angebot von kreativen Benefits am Arbeitsplatz ein prokrastinierendes Arbeitsverhalten fördert. Krus kommt zu dem Ergebnis, dass das Aufschieben von Aufgaben in Form von gedanklichen Auszeiten als positive und leistungssteigernde Verhaltensweise gesehen werden muss. Stehen Beschäftigte vor der Herausforderung, weitreichende Entscheidungen treffen zu müssen, kann Prokrastination hilfreich und unterstützend wirken.

Aus dem Inhalt:
- Prokrastination;
- Benefits;
- Motivation;
- Rubikon-Modell;
- Handlungsentscheidung

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Wandel in der Arbeitswelt

2.2 Prokrastination

2.3 Prokrastination und Dimensionen des Selbst

2.4 Prokrastination und Dimensionen der Motivation

2.5 Rubikon-Modell

2.6 Fragestellung und Hypothesen

3 Methode

3.1 Fragebogen

3.2 Auswertungsmethoden

4 Ergebnisse

4.1 Stichprobe

4.2 Hypothesenprüfung

5 Diskussion

5.1 Ergebnisse der Hypothesen

5.2 Kritische Würdigung

6 Zusammenfassung und Ausblick

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Handlungsalternativen am Arbeitsplatz (sogenannten Benefits) und dem prokrastinierenden Verhalten von Mitarbeitern. Ziel ist es, neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob Anreize, die als Ablenkung fungieren können, eine höhere Prokrastinationstendenz fördern und inwieweit diese im Arbeitsprozess eine Rolle spielen.

  • Wandel der Arbeitswelt und Arbeit 4.0
  • Konstrukt der Prokrastination und deren Erklärungsansätze
  • Motivation, Volition und das Rubikon-Modell der Handlungsphasen
  • Empirische Analyse von Handlungsalternativen am Arbeitsplatz
  • Zusammenhang zwischen Bildungsgrad, Benefits und Prokrastination

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Erklärungsansätze prokrastinierenden Verhaltens

Höcker et al. (2017b, S.24) beschreiben Prokrastination aus unterschiedlichen Perspektiven heraus, die im Folgenden kurz aufgegriffen werden.

Verhaltensbezogene Perspektive. Diese Perspektive erklärt Prokrastination aus der behavioralen und lerntheoretischen Sicht. Hier steht die Aversivität der Aufgabe im Zentrum. Dies bedeutet, dass Menschen mittels Prokrastination aus der unangenehmen Aufgabe flüchten, beziehungsweise diese meiden. Dieses Verhalten kann durch positive Verstärker, beispielsweise die stattdessen ausgeführte, attraktivere Aufgabe und negative Verstärker, beispielsweise einer damit verbundenen Spannungsreduktion, intensiviert werden (Höcker et al. 2017b, S.24f). Kurzfristig entsteht ein gutes Gefühl und zeitlich noch weit entfernte Konsequenzen, wie Stress, Leistungsrückstand, Selbstabwertung oder einfach ausgedrückt, das schlechte Gewissen, können vorerst ausgeblendet werden (Tice und Baumeister 2016, S.454ff). Interessant ist, dass die Tendenz kleinere, zeitlich nähere Belohnungen größeren, zeitlich entfernteren vorzuziehen, mit dem Alter abnimmt (Löckenhoff et al. 2011, S.281f). Zeiträume werden von Prokrastinierenden häufig falsch eingeschätzt, somit hat die langfristige Betrachtung von Konsequenzen, die mit dem Aufschieben einhergehen, keine Auswirkungen auf das aktuelle Verhalten. Folglich kann Prokrastination als Versuch gesehen werden, die Diskrepanz zwischen Intention und Handlung auszugleichen und zugleich stimmungsregulierend wirken (Höcker et al. 2017b, S.24f).

Motivational – volitionale Perspektive. Diese Perspektive versucht zu erklären, warum bestimmte Handlungen durchgeführt werden und andere, oft als wichtiger bewertete Aufgaben, nicht initiiert werden. Diese Perspektive wird nach Höcker et al. (2017b, S.25ff) durch das Rubikon-Modell beschrieben und thematisiert den Umsetzungsprozess von Handlungen. Demnach werden vier Phasen und deren Übergänge des Handelns unterschieden. Dieses Modell erklärt vereinfacht den Prozess der Intentionsbildung und der Handlungssteuerung. Der Rubikon steht in diesem Modell als Metapher für die Situation Caesars 49 v. Chr., der angehalten war umzukehren und sein Heer zu entlassen. Dieser entschied sich dennoch für die Überschreitung des Grenzflusses Rubikon und löste somit einen Bürgerkrieg aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Prokrastination in der modernen Arbeitswelt sowie Definition der Forschungsfrage und Zielsetzung.

2 Theoretischer Hintergrund: Detaillierte Betrachtung des Wandels der Arbeitswelt, der Definitionen von Prokrastination und psychologischer Motivationsmodelle.

3 Methode: Beschreibung der Stichprobe, des Erhebungsinstruments (APROF) und der Durchführung der empirischen Untersuchung.

4 Ergebnisse: Präsentation der deskriptiven Statistik und der statistischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

5 Diskussion: Interpretation der Untersuchungsergebnisse sowie eine kritische Würdigung des methodischen Vorgehens.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Studienergebnisse und Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten.

7 Fazit: Abschließendes Resümee über die Relevanz der Prokrastinationsforschung am Arbeitsplatz.

Schlüsselwörter

Prokrastination, Motivation, Rubikon-Modell, Handlungsalternativen, Ablenkung, Selbstregulation, Arbeitswelt 4.0, APROF, Leistungsbereitschaft, Arbeitspsychologie, Selbstwirksamkeit, volitionale Prozesse, Aufgabenaversivität, Zeitmanagement, Betriebliche Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prokrastination im Arbeitskontext und geht der Frage nach, ob das Vorhandensein von betrieblichen Benefits als Handlungsalternativen diese Tendenzen begünstigt oder beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die moderne Arbeitswelt (Arbeit 4.0), psychologische Aspekte der Motivation und Volition, die Theorie des Rubikon-Modells sowie der Zusammenhang zwischen Prokrastination und Arbeitsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen prokrastinierendem Verhalten und dem Vorhandensein zahlreicher Handlungsalternativen (Benefits) am Arbeitsplatz existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Fragebogenstudie mit 108 Teilnehmenden durchgeführt, wobei der „Allgemeine Prokrastinationsfragebogen“ (APROF) zur Erhebung der Daten eingesetzt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich umfassend mit dem theoretischen Hintergrund der Prokrastination, erläutert die verschiedenen Phasen der Handlungsentscheidung im Rubikon-Modell und präsentiert die empirischen Ergebnisse der Hypothesenprüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Prokrastination, Motivation, Rubikon-Modell, Handlungsalternativen, Arbeitswelt 4.0 und Selbstregulation.

Beeinflussen Benefits wie eine Kantine das Prokrastinationsverhalten?

Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer Kantine bzw. eines Game-Rooms und der Ausprägung der Prokrastination feststellen, wobei Nutzer dieser Angebote in der Stichprobe teilweise niedrigere Prokrastinationstendenzen aufwiesen.

Ist Prokrastination am Arbeitsplatz immer negativ zu bewerten?

Die Autorin stellt in der Diskussion die Frage, ob Prokrastination im Arbeitskontext – besonders in kreativen Berufen – auch als reflektierter Prozess oder motivierende Auszeit verstanden werden kann, anstatt sie rein negativ zu beurteilen.

Spielt der Bildungsgrad eine Rolle bei der Prokrastination?

Ja, die Studie identifizierte einen signifikant statistischen Unterschied in Bezug auf den Bildungsabschluss, was darauf hindeutet, dass Personen mit einem höheren Bildungsgrad eine veränderte Tendenz zur Prokrastination aufweisen könnten.

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Details

Title
Schöne neue Arbeitswelt. Wie Prokrastination und Benefits am Arbeitsplatz zusammenhängen
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
Author
Natascha Krus (Author)
Publication Year
2020
Pages
94
Catalog Number
V542491
ISBN (eBook)
9783964872418
ISBN (Book)
9783964872425
Language
German
Tags
Prokrastination Benefits Motivation Rubikon-Modell Handlungsentscheidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Krus (Author), 2020, Schöne neue Arbeitswelt. Wie Prokrastination und Benefits am Arbeitsplatz zusammenhängen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542491
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