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Sind hohe Kosten im Gesundheitswesen eine Frage des Alters?

Titel: Sind hohe Kosten im Gesundheitswesen eine Frage des Alters?

Einsendeaufgabe , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marie Albrecht (Autor:in)

Gesundheit - Gesundheitswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die immer höheren Kosten in Gesundheitswesen sind größtenteils der alternden Gesellschaft zuzuordnen. In diesem Zusammenhang werden in dieser Arbeit zwei konkurrierende Theorien zu Veränderung des Gesundheitszustandes bei Erhöhung der Lebenserwartung erklärt und diskutiert. Es handelt sich dabei um die Kompressions- und die Medikalisierungsthese. Diese beiden Thesen beschreiben in ihrer ursprünglichen Definition nur die Veränderungen im Bereich der Lebensqualität und damit die Veränderung des Gesundheitszustandes. Beide Thesen sind in diesem Bereich partiell bestätigt worden.

Ein hohes Alter in guter Gesundheit zu erreichen, ist ein hohes individuelles und gesellschaftliches Ziel. Die Grundlagen für ein gesundes Altern werden früh im Lebensverlauf gelegt, dennoch wird der Gesundheitszustand jedes Einzelnen von verschiedene Aspekten und Umständen entscheidend beeinflusst. Der Erhalt guter Gesundheit im Alter ist also individuell und kann entsprechende Konsequenzen für die gesellschaftlichen und auch persönlichen Ausgaben haben. Das deutsche Gesundheitssystem zeichnet sich im internationalen Vergleich durch einen guten Zugang zur Gesundheitsversorgung, einen umfassenden Leistungskatalog und einem hohen Versorgungsstandard aus.

Durch ständig verbesserte Versorgung, steigenden Lebensqualität und damit verbundene hohen Lebenserwartung sind natürlich auch die Zahlen von älteren und chronisch erkrankten Menschen gestiegen. Dies bedeutet eine höhere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, was wiederum zwangsläufig die Kosten im Gesundheitswesen steigen lässt. Viele Gesundheitsökonomen warnen aus diesem Grund schon seit Jahren vor einer Kostenexplosion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Aufgabe C1

1. Aufgabestellung

2. Einleitung

3. Theorien zu Veränderung des Gesundheitszustandes bei Erhöhung der Lebenserwartung

3.1. Die Morbiditätskompressionsthese

3.1.1. Voraussetzungen der Kompressionsthese

3.1.2. Medizinische bzw. epidemiologische Belege der Kompressionsthese

3.2. Die Morbiditätsexpansionsthese (Medikalisierungsthese)

4. Fazit

Aufgabe C2

1. Aufgabestellung

2. Einleitung - Allgemeines zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes

2.1. Risikoberichterstattung

2.2. Krankheitsberichterstattung

2.3. Versorgungsberichterstattung

2.4. Politikberichterstattung

2.5. Wichtige Datenquellen für eine Gesundheitsberichterstattung

3. Robert-Koch-Institut

4. Statistisches Bundesamt

5. Das Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes

6. Fazit

Aufgabe C3

1. Aufgabestellung

2. Einleitung - Sozial- / Wohlfahrtstaat

3. Sozial- / Wohlfahrtsstaatenmodelle

3.1. Die konservativen Sozial-/Wohlfahrtstaaten

3.2. Die Sozialdemokratische Sozial-/Wohlfahrtstaaten

3.3. Die liberale Sozial-/Wohlfahrtstaaten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zentrale Aspekte der Sozial- und Gesundheitspolitik, insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Gesundheitssystem, die Struktur und Bedeutung der Gesundheitsberichterstattung in Deutschland sowie die unterschiedlichen Modelle von Sozial- und Wohlfahrtsstaaten im internationalen Vergleich.

  • Theorien zur Veränderung des Gesundheitszustandes (Kompression vs. Expansion der Morbidität)
  • Methoden und Akteure der deutschen Gesundheitsberichterstattung
  • Die Rolle von Robert-Koch-Institut und Statistischem Bundesamt
  • Kategorisierung von Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Morbiditätskompressionsthese

Die Kompressionsthese geht davon aus, dass die Menschen mit steigender Lebenserwartung bis ins hohe Alter weitgehend gesund bleiben. Danach komprimieren sich Krankheit und Behinderung in die Zeit vor dem Tod. Als Begründer dieser Theorie gilt Fries (1980)3 der behauptet, dass die Menschen im jungen und mittleren Alter immer gesünder werden und die Krankheit sich nur kurz vor dem Tod einstellt. Die Menschen verbringen danach einen immer kürzer werdenden Zeitraum in Krankheit. Die durch eine höhere Lebenserwartung gewonnenen Jahre werden so vornehmlich in Gesundheit verlebt. Einzelne Vertreter der Kompressionsthese führen an, dass die demographische Entwicklung durch die Kompression der Krankheit vor dem Tod zu – im extremsten Fall – keiner Auswirkung auf die Gesundheitsausgaben führt.4

Die Kompressionsthese wird in einigen Studien belegt wie z.B. Studien von Graham et al. (2004) für Neuseeland; Hansen-Bronnum (2005) für Dänemark; Doblhammer und Kytir (2001) für die Österreichische Bevölkerung usw.5 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Studien die die Lebensqualität der Personen betrachten, eine Kompression der Morbidität feststellen. Folglich wird diese positive Entwicklung der Lebensqualität also mit geringeren Gesundheitsausgaben in Verbindung gebracht.6 Eine sehr optimistische Einschätzung geht davon aus, dass die Kompression der Krankheit vor dem Tod die finanzielle Auswirkung der Alterung ausgleicht.7

Zusammenfassung der Kapitel

Aufgabe C1: Diese Aufgabe analysiert die konkurrierenden Thesen zur Morbiditätsentwicklung bei steigender Lebenserwartung, namentlich die Kompressionsthese und die Medikalisierungsthese.

Aufgabe C2: Hier werden die Ziele, Aufgaben und Akteure der deutschen Gesundheitsberichterstattung, insbesondere des Robert-Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamtes, detailliert beschrieben.

Aufgabe C3: Dieser Abschnitt erörtert die theoretischen Grundlagen und die Klassifizierung verschiedener Sozial- bzw. Wohlfahrtsstaatenmodelle nach internationalen Maßstäben.

Schlüsselwörter

Gesundheitspolitik, Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat, Morbidität, Lebenserwartung, Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Demografischer Wandel, Robert-Koch-Institut, Statistisches Bundesamt, Gesundheitsmonitoring, Sozialversicherung, Versorgungsforschung, Morbiditätskompressionsthese, Medikalisierungsthese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt grundlegende Fragen der Sozial- und Gesundheitspolitik, von den demografischen Auswirkungen auf die Krankheitslast über die statistische Erfassung der Gesundheit in Deutschland bis hin zu den verschiedenen Modellen sozialstaatlicher Sicherungssysteme.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den zentralen Themen gehören die Kompressionsthese, die Gesundheitsberichterstattung des Bundes sowie die vergleichende Analyse von konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Wohlfahrtsstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, theoretische Zusammenhänge zwischen Lebensalter und Gesundheitszustand zu verstehen, die Rolle staatlicher Datenquellen zu erläutern und die strukturellen Unterschiede moderner Sozialstaaten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende Theorien (Fries, Gruenberg, Esping-Andersen) diskutiert und auf die aktuelle Situation in Deutschland angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: Theorien zur Morbiditätsentwicklung, die Aufgaben der GBE und Akteure wie das RKI sowie die Typologie von Wohlfahrtsstaaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gesundheitsberichterstattung, Wohlfahrtsstaatsmodelle, Morbiditätskompression, soziale Sicherung und demografischer Wandel geprägt.

Welche Rolle spielt die „Antennen-Funktion“ des Robert Koch-Instituts?

Das RKI nimmt eine Frühwarnsystem-Funktion ein, um neue gesundheitliche Risiken in der Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.

Warum ist laut der Arbeit eine Unterscheidung zwischen Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat schwierig?

Obwohl Wissenschaftler teils versuchen, die Begriffe begrifflich abzugrenzen, werden sie in der deutschen politischen Diskussion weitgehend synonym verwendet, da beide in erster Linie auf soziale Gerechtigkeit und Sicherheit abzielen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sind hohe Kosten im Gesundheitswesen eine Frage des Alters?
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,0
Autor
Marie Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V542495
ISBN (eBook)
9783346160522
ISBN (Buch)
9783346160539
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medikalisierungs-These Extensions-These Kompressions-These Morbidität Robert-Koch-Institut Statistisches Bundesamt Gesundheitsberichtersattung Wohlfahrtsstaaten Sozialstaat Wohlfahrtsstaatenmodelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Albrecht (Autor:in), 2018, Sind hohe Kosten im Gesundheitswesen eine Frage des Alters?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542495
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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