Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas

Die äußere Natur als Spiegel der Seele? Zur Rolle der Natur in "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe

Título: Die äußere Natur als Spiegel der Seele? Zur Rolle der Natur in "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe

Trabajo Escrito , 2019 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefanie Breitenbicher (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser wissenschaftlichen Hausarbeit wird der Aspekt der Natur in Goethes Werther genauer betrachtet. Hierbei geht es vor allem um die Darstellung und Funktion der äußeren Natur im Hinblick auf die seelischen Zustände und Regungen des Protagonisten. Anhand der Analyse dreier zentraler Briefe soll zudem die Wandlung der Naturbilder herausgestellt werden, um konkrete Beispiele für die Stützung der These darzulegen. Diese lautet im Detail, dass die äußere Natur als Spiegel der Seele Werthers dient. Darauf aufbauend werden weitere Parallelisierungen des Seelenzustandes in den Naturerscheinungen der Jahres- und Tageszeiten aufgezeigt. Ziel der Arbeit ist somit die Veranschaulichung der äußeren Naturrolle im Hinblick auf die inneren Zustände des Protagonisten. Des Weiteren soll die Relevanz der Natur- und Landschaftsbeschreibungen für den äußeren und inneren Verlauf des Romans herausgearbeitet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Wandel der Natur- und Landschaftsbeschreibungen in ausgewählten Briefen

2.1 Der Brief vom 10. Mai 1771

2.2 Der Brief vom 18. August 1771

2.3 Der Brief vom 12. Dezember 1772

3 Zur Rolle der Jahres- und Tageszeiten

3.1 Die Funktion der Jahreszeiten

3.2 Die Funktion der Tageszeiten

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle der äußeren Natur in Johann Wolfgang von Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werthers". Das primäre Ziel ist es, die These zu belegen, dass die Natur als Spiegel der seelischen Verfassung und der emotionalen Entwicklung des Protagonisten dient. Dabei wird analysiert, wie sich der Wandel der Naturbilder vom locus amoenus hin zum locus terribilis parallel zum inneren Zerfall Werthers vollzieht.

  • Analyse der Natur- und Landschaftsdarstellung in ausgewählten Schlüsselszenen.
  • Untersuchung der Projektion innerer Gefühle auf die äußere Umwelt.
  • Bedeutung der Jahres- und Tageszeiten für die emotionale Stimmung des Protagonisten.
  • Verbindung von Naturbildern mit dem Sturm und Drang sowie der Empfindsamkeit.
  • Die Dynamisierung der Natur als Reflexion des inneren Leidens Werthers.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Brief vom 10. Mai 1771

Im zweiten Brief vom 10. Mai 1771 beschreibt Werther einen fröhlichen Frühlingsmorgen in der freien Natur. Eine „wunderbare Heiterkeit“ (W 15) erfüllt ihn vollkommen und er genießt die Ruhe abseits der ihm unangenehmen Stadt. Im Zuge seiner starken Empfindungen, welche ihm die Natur heilig erscheinen lassen, verspürt er „die Gegenwart des Allmächtigen“ (W 15). Diese Naturauffassung ist mit den Leitideen des Sturm und Drang in Verbindung zu setzen, in welchem sie als „der Urquell alles Lebendigen und Schöpferischen“ galt. Werther fühlt sich der Natur eng verbunden und versucht, sowohl ihre Schönheit als auch seine Emotionen darüber in Worte zu fassen.

Hierbei beginnt er mit der detaillierten Beschreibung des Makrokosmos, beispielsweise mit dem Tal, der Sonne und den Gräsern. Auffällig ist vor allem die Beschreibung der Sonne, deren Strahlen „in das innere Heiligthum“ (W 15) Werthers eindringen. Dies zeugt von der beginnenden Vereinigung des Protagonisten mit der Natur, welche sein inneres Wesen in diesem Moment erhellt. Darüber hinaus wird Werther durch den Gebrauch der Präposition „um“ (W 15) wortwörtlich zum Mittelpunkt des Geschehens der äußeren Natur. Das Bild des Tals, das um ihn „dampft“ (W 15), weist eine dynamische Landschaftsschilderung auf, die für die Geniezeit charakteristisch ist. Durch diese Wechselwirkung kann mit einem Überwinden der Gegensätze eine Beziehung zwischen Mensch und Natur aufgebaut werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Seelenlebens im Roman ein und verortet das Werk im Sturm und Drang sowie in der Empfindsamkeit, um die methodische Vorgehensweise der Arbeit zu begründen.

2 Der Wandel der Natur- und Landschaftsbeschreibungen in ausgewählten Briefen: In diesem Hauptkapitel wird anhand von drei markanten Briefen analysiert, wie sich Werthers Wahrnehmung der äußeren Natur analog zu seiner emotionalen Entwicklung hin zu Melancholie und Verzweiflung radikal verändert.

2.1 Der Brief vom 10. Mai 1771: Hier wird die harmonische, idyllische Frühlingsepoche analysiert, in der Werther eine tiefe, fast religiöse Verbundenheit mit der Natur als "Urquell des Lebendigen" empfindet.

2.2 Der Brief vom 18. August 1771: Dieser Abschnitt thematisiert den Umschwung der Naturbetrachtung, bei dem die Natur zunehmend als zerstörerisch und als Spiegel für Werthers aufgewühlte, leidende Seele wahrgenommen wird.

2.3 Der Brief vom 12. Dezember 1772: Dieses Kapitel untersucht den radikalen Höhepunkt der Naturgewalt im Winter, die als Abbild für Werthers inneres Chaos und seinen fortschreitenden Lebensüberdruss dient.

3 Zur Rolle der Jahres- und Tageszeiten: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Zeitzyklen als Stimmungsträger fungieren und durch ihre projektive Funktion die emotionale Verfassung des Protagonisten verstärken.

3.1 Die Funktion der Jahreszeiten: Hier wird der Zusammenhang zwischen den Jahreszeiten und Werthers Gefühlsleben dargelegt, wobei der Frühling für positive Lebensfülle und der Herbst/Winter für Vergänglichkeit und Tod steht.

3.2 Die Funktion der Tageszeiten: Die Analyse zeigt auf, wie der Wechsel von Licht und Dunkelheit bzw. Tag und Nacht die Kontraste zwischen Hoffnung, Einsamkeit und Todessehnsucht innerhalb eines Tagesverlaufs widerspiegelt.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die äußere Natur als zentrales Projektionsmedium fungiert, das den Schicksalsverlauf Werthers in den gesetzmäßigen Gang der Natur einbettet und somit die These der Arbeit bestätigt.

Schlüsselwörter

Goethe, Die Leiden des jungen Werthers, Sturm und Drang, Empfindsamkeit, Naturbeschreibung, Seelenleben, Spiegel der Seele, Locus amoenus, Locus terribilis, Projektion, Jahreszeiten, Tageszeiten, Melancholie, Lebensüberdruss, Briefroman

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion der äußeren Natur in Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werthers" und analysiert, inwiefern diese als Spiegel für das Innenleben des Protagonisten dient.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Natur- und Landschaftsdarstellungen, dem Einfluss von Jahres- und Tageszeiten auf die Stimmung des Helden sowie der projektiven Funktion der Umgebung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich der Wandel der Naturbilder im Verlauf der Handlung parallel zur seelischen Entwicklung und dem psychischen Zerfall Werthers gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Briefen vorgenommen, um die Parallelität von innerer Gefühlswelt und äußerer Naturbeschreibung nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Briefe (1771-1772) sowie die Untersuchung der Rolle von Wetter, Jahreszeiten und Tageszeiten als Stimmungsträger.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Projektion", "Sturm und Drang", "Seelenlandschaft", "Locus amoenus", "Melancholie" und "Naturverbundenheit".

Wie verändert sich die Naturwahrnehmung Werthers vom Anfang bis zum Ende?

Sie wandelt sich von einer als heilig und schöpferisch wahrgenommenen Idyllik (Frühling) hin zu einer bedrohlichen, destruktiven Umgebung (Winter), die den Lebensüberdruss des Protagonisten reflektiert.

Welche Bedeutung haben die Tageszeiten für die emotionale Stimmung?

Tageszeiten fungieren als Projektionsmedium: Der Morgen steht häufig für Optimismus und Freude, während Abend und Nacht die Einsamkeit und Todessehnsucht Werthers betonen.

Wird die Rolle von Wettereinflüssen in der Arbeit berücksichtigt?

Ja, das Wetter, insbesondere Stürme und Gewitter, wird als Abbild für Werthers innere Unruhe und Stimmungsumschwünge analysiert.

Warum wird im Fazit von einem locus amoenus und einem locus terribilis gesprochen?

Diese Begriffe beschreiben den extremen Kontrast der Naturdarstellung: vom harmonischen, paradiesischen Ort der anfänglichen Liebe zum zerstörerischen, schrecklichen Ort, der Werthers Untergang und psychisches Ende markiert.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die äußere Natur als Spiegel der Seele? Zur Rolle der Natur in "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe
Universidad
University of Hannover
Calificación
1,3
Autor
Stefanie Breitenbicher (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
17
No. de catálogo
V542648
ISBN (Ebook)
9783346185839
ISBN (Libro)
9783346185846
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethe Die Leiden des jungen Werther Natur Seele Gefühl Sturm und Drang Landschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Breitenbicher (Autor), 2019, Die äußere Natur als Spiegel der Seele? Zur Rolle der Natur in "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542648
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint