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Komorbidität zwischen Angststörungen und Suchterkrankungen. Ein Beitrag aus der sozialen Arbeit

Título: Komorbidität zwischen Angststörungen und Suchterkrankungen. Ein Beitrag aus der sozialen Arbeit

Tesis (Bachelor) , 2016 , 80 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Lisa Mertens (Autor)

Trabajo social
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Diese Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen den Störungsbildern Angststörungen und Suchterkrankungen. Dabei werden Begriffsbestimmungen, Diagnosekriterien, Epidemiologie und Ätiologie der unterschiedlichen Symptom Cluster behandelt, um das semantische Netzwerk dieser Forschungsarbeit zu erzeugen

Im klinischen Alltag von Medizin, Psychiatrie und der Suchtkrankenhilfe sind monomorbide Krankheitsbilder eher die Ausnahme als die Regel. Es ist davon auszugehen, dass mehrere Erkrankungen parallel bestehen, die den Erfolg von Therapie und Abstinenzbestrebungen zunehmend einschränken, wenn diese keine differenzialdiagnostische Beachtung finden. I. Innerhalb der empirischen Untersuchungen werden zwei qualitative Interviews mit Personen durchgeführt, die jeweils eine Angststörung und ein dadurch bedingtes Suchtproblem vorweisen. Die zentralen Fragen, die es in dieser Abschlussarbeit zu beantworten gilt, sind, woran man Komorbidität zwischen diesen beiden Erkrankungen erkennen kann, wie sie sich gegenseitig bedingen und inwieweit die Soziale Arbeit präventiv und problembezogen auf dieses Verhältnis einwirken kann.

Die Ergebnisse sollen als Anstoß für die Entwicklung von Präventions- und Hilfsangebote fungieren, sowie die Etablierung der Sozialen Arbeit als interdisziplinäre Wissenschaft zur Krankheitsbehandlung vorantreiben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Zielstellung

2. Suchterkrankung

2.1 Suchtmittelmissbrauch und Suchtmittelabhängigkeit

2.2 Körperliche und psychische Abhängigkeit und Suchtformen

2.3 Diagnose von Suchterkrankungen

2.4 Epidemiologie von Suchterkrankungen

2.5 Ätiologie von Suchterkrankungen

2.5.1 Genetische Perspektive

2.5.2 Biochemische Perspektive

2.5.3 Lerntheoretische Perspektive

2.5.4 Griffnähe-Umfeld-Subjekt

3. Angststörungen

3.1 Diagnose von Angststörungen

3.2 Epidemiologie von Angststörungen

3.3 Ätiologie von Angststörungen

3.3.1 Neurobiologisch-genetische Aspekte

3.3.2 Lerntheoretische Aspekte

3.3.3 Psychosoziale Aspekte

3.3.4 Psychologische Aspekte

4. Komorbidität

4.1 Erklärungsansätze für Komorbidität zwischen Angst und Sucht

4.2 Epidemiologie von Angststörungen mit komorbiden Suchterkrankungen

4.3 Der Zusammenhang zwischen Angst und Sucht

4.4 Das Teufelskreismodell der Komorbidität zwischen Angst und Sucht

5. Fragen und Hypothesen

5.1 Woran erkennt man die Komorbidität zwischen Angst und Sucht?

5.2 Wie lässt sich der Teufelskreis der Komorbidität auflösen?

6. Qualitative Interviews

6.1 Forschungsmethode: Qualitatives Interview

6.2 Versuchsaufbau und Vorstellung des Interviewleitfadens

6.3 Probandinnen

7. Paarvergleich der Kernfragen

8. Diskussion

9. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Angststörungen und Suchterkrankungen (Komorbidität). Das primäre Ziel ist es, den "Teufelskreis" zu entschlüsseln, in dem sich Betroffene durch die gegenseitige Bedingung von Angstsymptomen und Substanzkonsum befinden, um daraus Implikationen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Grundlagen von Suchterkrankungen und Angststörungen
  • Biopsychosoziale Erklärungsmodelle der Komorbidität
  • Das Teufelskreismodell der wechselseitigen Abhängigkeit
  • Qualitative Interviewanalyse von Betroffenen
  • Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.4 Das Teufelskreismodell der Komorbidität zwischen Angst und Sucht

Laut Donati und Moggi (2004) sind Angststörungen nach Depressionen die psychischen Störungen, die am meisten in Verbindung mit einer Substanzstörung stehen. Die hauptsächlich konsumierten Drogen stellen dabei Substanzen mit dämpfender oder beruhigender Wirkung innerhalb des Zentralnervensystems dar. Dies erklärt auch die hohe Prävalenzrate von Angststörungen in der Kategorie der Patienten, die einen chronischen Alkoholkonsum aufweisen. Bei dieser Komorbidität zwischen sekundären und primären Störungen unterschieden. Auch eine bereits vorhandene Substanzabhängigkeit kann einen krankheitsgenerierenden Risikofaktor für die Entstehung von Angststörungen sein.

Das Störungsmodell zur Pathogenese der sich gegenseitig bedingenden Erkrankungen wird als ein Teufelskreismodell beschrieben. Der kausale Zusammenhang ergibt sich aus dem Verhältnis von Drogeneinwirkung und Angstkompensation. Beide Störungsbilder erhalten durch ihre Wirkung auf Körper und Psyche eine unberechenbare Dynamik. Personen, die eine höhere Vulnerabilität aufweisen, haben eine verminderte Angsttoleranz und eine verstärkte vegetative Erregbarkeit (Feuerlein, 1989, S. 168-169).

Das Teufelskreismodell beginnt mit dem Suchtmittelkonsum von Alkohol, sedierenden illegalen Drogen oder Beruhigungsmitteln, welche eine angstdämpfende Wirkung im Körper auslösen. Nach der Stress-Angstreduktionshypothese werden Stress- und Angstzustände durch die anxiolytischen und euphorisierende Wirkung gelindert. Durch den Suchtmittelkonsum ist es, nach König (1997) möglich, den Angststreiz soweit eingeschränkt wird, dass aversive Emotionen, wie depressive Verstimmung und Zweifel, gar nicht erst entstehen. Dies steigert das persönliche Wohlbefinden, verändert Erinnerungen an negative Erlebnisse und führt zu einer anderen Einschätzung von Situationen. Diese Wirkung ist jedoch nur von kurzer Dauer und wird zum Zweck der Selbstmedikation missbraucht. Die Selbstbehandlung erzeugt, laut Morschitzky (2009), durch eine negative Verstärkung die positive Wirkerwartung an das Suchtmittel. Das Abhängigkeitspotential ergibt sich aufgrund einer immer griffbereiten, entlastenden Veränderung der affektiven Stimmungslage. Angstregulation durch Drogenkonsum ist demnach ein zustandsabhängiges Lernen, indem das Verhalten der Stressreduktion generalisiert wird. Vor allen Menschen, die unsicher im Umgang mit anderen sind, bis hin zu Personen, die an einer sozialen Phobie oder ähnlichen Angststörungen leiden, gelangen durch diesen Mechanismus allmählich in einer Abhängigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielstellung: Einführung in die Problematik der Komorbidität und Darstellung der Relevanz für die Soziale Arbeit.

2. Suchterkrankung: Umfassende theoretische Auseinandersetzung mit Suchtformen, Diagnostik, Epidemiologie und ätiologischen Erklärungsmodellen.

3. Angststörungen: Darstellung der klinischen Diagnose, epidemiologischen Daten sowie biologischer und psychosozialer Ursachen von Angststörungen.

4. Komorbidität: Analyse der wechselseitigen Bedingung von Angst und Sucht, inklusive des spezifischen Teufelskreismodells.

5. Fragen und Hypothesen: Theoretische Herleitung der Erkennungsmerkmale und Lösungsansätze für die untersuchte Komorbidität.

6. Qualitative Interviews: Methodische Erläuterung der qualitativen Forschung sowie Vorstellung der Probandinnen.

7. Paarvergleich der Kernfragen: Analyse und Gegenüberstellung der Antworten aus den geführten Experteninterviews.

8. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der theoretischen Modelle und der psychosozialen Unterstützung.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und der Rolle der Sozialen Arbeit als interdisziplinäre Disziplin.

Schlüsselwörter

Komorbidität, Angststörung, Suchterkrankung, Substanzmissbrauch, Teufelskreismodell, Selbstmedikation, Soziale Arbeit, Diagnostik, Angsttoleranz, Psychosoziale Betreuung, Suchtberatung, Prävention, Krankheitsbewältigung, Abhängigkeit, qualitative Forschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Komorbidität, also das gleichzeitige Auftreten von Angststörungen und Suchterkrankungen bei einer Person, und beleuchtet die wechselseitige Verstärkung dieser Krankheitsbilder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben den theoretischen Grundlagen von Sucht und Angst bilden die Ätiologie, die epidemiologischen Zusammenhänge und die spezifische Dynamik der gegenseitigen Abhängigkeit (Teufelskreis) die zentralen Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Selbstmedikation von Angstsymptomen durch Suchtmittel und der dadurch entstehenden Verschlimmerung beider Störungen aufzuzeigen, um Ansatzpunkte für die Soziale Arbeit zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz und führt halbstrukturierte Interviews mit zwei betroffenen Probandinnen durch, um tiefere Einblicke in deren subjektives Erleben und Krankheitsgeschichte zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturarbeit zu Sucht und Angst sowie deren Verknüpfung im Teufelskreismodell, gefolgt von einer empirischen Untersuchung und Diskussion der Interviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Komorbidität, Teufelskreismodell, Selbstmedikation, Substanzabhängigkeit, Angststörung sowie die interdisziplinäre Rolle der Sozialen Arbeit.

Wie genau definiert das Modell den Zusammenhang zwischen Angst und Sucht?

Das Teufelskreismodell beschreibt, dass Betroffene Suchtmittel als Sicherheitsinstanz nutzen, um Stress und Angst zu lindern, was jedoch langfristig zu einer erhöhten Dosis und der Entstehung einer sekundären Abhängigkeit führt.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit laut der Autorin?

Die Autorin plädiert für eine ganzheitliche sozialarbeiterische Herangehensweise, die über reine medizinische Diagnostik hinausgeht und den Klienten in seinem sozialen Umfeld unterstützt, um Alternativen zur Selbstmedikation zu finden.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Komorbidität zwischen Angststörungen und Suchterkrankungen. Ein Beitrag aus der sozialen Arbeit
Universidad
University of Applied Sciences Magdeburg
Calificación
2,3
Autor
Lisa Mertens (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
80
No. de catálogo
V542667
ISBN (Ebook)
9783346180087
ISBN (Libro)
9783346180094
Idioma
Alemán
Etiqueta
Suchterkrankung Angststörung Psychodynamik Suchttherapie Soziale Arbeit Sozialtherapie Komorbidität Suchtberatung Sozialpädagogik Ganzheitlichkeit Intervention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Mertens (Autor), 2016, Komorbidität zwischen Angststörungen und Suchterkrankungen. Ein Beitrag aus der sozialen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542667
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Extracto de  80  Páginas
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