Diese Einsendeaufgabe besteht aus 3 Aufgaben. In der ersten werden psychologische Prozesse in der Konsumforschung beschrieben. Dabei werden die Begriffe Aktivierung, Emotion, Motivation und Einstellung voneinander abgegrenzt. Aufgabe 2 befasst sich mit den Kaufentscheidungstypen und verschafft ein Verständnis über die Formen des Kaufverhaltens. Die letzte Aufgabe befasst sich mit Aspekten des Konsumentenverhaltens in der psychologischen Marktforschung.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den psychologischen Grundlagen des Konsumentenverhaltens sowie den methodischen Ansätzen der Marktforschung auseinander. Ziel ist es, die determinierenden Faktoren für Kaufentscheidungen zu erläutern und die wissenschaftlichen Erhebungsmethoden zur Analyse dieser Prozesse darzustellen.
- Psychologische Determinanten des Konsumverhaltens (Aktivierung, Emotion, Motivation, Einstellung)
- Systematisierung von Kaufentscheidungstypen (Extensiv, Limitiert, Habitualisiert, Impulsiv)
- Grundlagen der quantitativen Marktforschung
- Deskriptive versus kausale Forschungsdesigns in der Praxis
Auszug aus dem Buch
Extensives Kaufverhalten
Extensives Kaufverhalten: Dieser Kaufentscheidungstypus zeigt sich in Entscheidungssituationen, die mit einem großen sozialen, funktionalen oder finanziellen Risiko verbunden sind. Neben risikoreichen Investitionen wird dieses Verhalten ebenfalls gezeigt, wenn der Konsument noch keine oder kaum Erfahrungen mit dem Produkt gemacht hat (Hoffmann und Akbar, 2016, S. 107). Bezugnehmend auf Abbildung 2 geht dieses Kaufverhalten mit einer hohen kognitiven und emotionalen Beteiligung einher. Dies zeigt sich durch eine verstärkte Informationssuche über das Produkt und eine gewissenhafte Auswertung aller persönlich relevanten Optionen. Der Käufer durchläuft bewusst alle Phasen des Kaufentscheidungsprozesses (Hoffmann und Akbar, 2016, S. 47). Das Fünf-Phasen-Modell des Kaufprozesses besteht dabei aus der Problemerkennung, der Informationssuche, der Bewertung von Alternativen, der Kaufentscheidung an sich und dem Verhalten nach dem Kauf (Kotler und Bliemel, 2007, S. 355).
Extensives Kaufverhalten wird beispielsweise bei Kaufentscheidungen getroffen, die den Erwerb eines Eigenheimes betreffen. Im ersten Schritt nimmt der Käufer aus den unterschiedlichsten Gründen das Bedürfnis wahr, ein Haus zu kaufen. Diese Kaufentscheidung birgt ein hohes finanzielles Risiko, weswegen er einen hohen Informationsbedarf bei sich feststellt. Er greift dabei zuerst auf sein internes Wissen zurück und kommt zu dem Ergebnis, dass er wenige bis keine Erfahrungen zum Thema Hauskauf verfügt und demnach kein bewährtes Entscheidungsmuster abrufen kann (Solomon, 2016, S. 306; Kuß und Tomczak, 2007, S. 129). Erst dann wird er auf externe Informationen wie Makler, Freunde und Bekannte oder Onlineportale bzw. Blogs zurückgreifen (Kuß und Tomczak, 2007, S. 129).
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Determinanten des Konsumverhaltens, speziell die Rolle von Aktivierung, Emotion, Motivation und Einstellung bei der Steuerung von Kaufentscheidungen.
Aufgabe 2: Hier erfolgt eine Systematisierung verschiedener Kaufentscheidungstypen, wobei der Fokus auf dem Grad der kognitiven und emotionalen Beteiligung des Konsumenten liegt.
Aufgabe 3: Dieser Abschnitt behandelt die Grundlagen der Marktforschung und differenziert zwischen quantitativen, deskriptiven und kausalen Forschungsansätzen zur Analyse von Marktphänomenen.
Schlüsselwörter
Konsumentenverhalten, Aktivierung, Emotion, Motivation, Einstellung, Kaufentscheidungstypen, Extensives Kaufverhalten, Habitualisierung, Impulskauf, Marktforschung, Quantitative Forschung, Deskriptive Forschung, Kausale Forschung, Hypothesenprüfung, Marketingmaßnahmen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die psychologischen Triebfedern des Konsumverhaltens und verknüpft diese mit den wissenschaftlichen Methoden der betriebswirtschaftlichen Marktforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die psychischen Determinanten (Aktivierung, Emotion, Motivation, Einstellung), die Typologie von Kaufentscheidungen sowie die Durchführung empirischer Forschungsdesigns.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die theoretische Durchdringung der psychologischen Prozesse hinter dem Konsum sowie die methodische Einordnung von Datenerhebungen, um Marketingentscheidungen wissenschaftlich zu fundieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Darstellung theoretischer Konzepte sowie die Systematisierung marktpsychologischer und marktforschungsspezifischer Ansätze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse psychischer Determinanten, die Unterscheidung von vier Kaufentscheidungstypen und die Erläuterung quantitativer Marktforschungsmethoden (deskriptiv und kausal).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Konsumentenverhalten, Aktivierung, Involvement, Kaufentscheidungstypen, Marktforschung und Kausalanalysen.
Wie unterscheidet sich das extensive vom limitierten Kaufverhalten?
Das extensive Kaufverhalten zeichnet sich durch ein hohes Risiko und einen intensiven, bewussten Suchprozess über alle Phasen hinweg aus, während das limitierte Verhalten auf bereits bekannten Mustern (evoked set) und verkürzten Entscheidungsprozessen basiert.
Warum spielt die Aktivierung eine so wichtige Rolle für das Marketing?
Die Aktivierung gilt als Grunddimension und Voraussetzung für Aufmerksamkeit. Ohne eine entsprechende Aktivierung durch Reize können keine kognitiven Prozesse angestoßen werden, was die Kaufbereitschaft negativ beeinflussen würde.
Was zeichnet die kausale Forschung aus?
Die kausale Forschung hat zum Ziel, ursächliche Wirkungszusammenhänge zwischen Variablen zu identifizieren und zu quantifizieren, um Hypothesen zu verifizieren, häufig durch Experimente unter kontrollierten Bedingungen.
Wie können Störfaktoren in Experimenten kontrolliert werden?
Störfaktoren werden durch standardisierte Versuchsaufbauten, die Auswahl vergleichbarer Testgruppen und die zeitliche Abgrenzung von Variablen (Ursache vor Wirkung) kontrolliert, um eindeutige Kausalzuschreibungen zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Lisa Mertens (Autor:in), 2019, Der Zusammenhang zwischen Determinanten des Kaufverhaltens, Kaufentscheidungstypen und Arten der psychologischen Marktforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542714