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Inklusion durch Schulbegleitungen in der Schule. Maßnahmen und Modelle zur Einbindung von Kooperationen in der inklusiven Schule

Titel: Inklusion durch Schulbegleitungen in der Schule. Maßnahmen und Modelle zur Einbindung von Kooperationen in der inklusiven Schule

Bachelorarbeit , 2018 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Kooperationen in inklusiven Schulen und der Einbindung von Schulbegleitungen. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist. Es ist ein Meilenstein für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten unter anderem die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen im allgemeinen Bildungssystem zu gewährleisten. Immer mehr Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung nehmen dieses Recht auf die gemeinsame Beschulung in Anspruch. Doch nur die wenigsten allgemeinen Schulen sind mit entsprechenden Pflege-, Assistenz-, Hilfs- und/oder Fachkräften ausgestattet.

Können diese Zusatzkräfte nicht oder nicht in ausreichendem Maße in einer allgemeinen Schule gewährleistet werden, so kann dies einen Anspruch der Eingliederungshilfe zur angemessenen Schulbildung, in Form einer Schulbegleitung, begründen. Im zweiten Kapitel wird diese Maßnahme der Schulbegleitung, unter verschiedenen Gesichtspunkten, näher beleuchtet. Doch für die Umsetzung der schulischen Inklusion bedarf es mehr als der Einstellung von Schulbegleitungen. Neben der alleinigen Einstellung mit eben diesen kommt der Kooperation, durch das fehlende allgemeingültige Konzept und der hohen Quote an unqualifizierten Kräften, für die Gewährleistung der Teilhabe des zu begleiteten Kindes an allgemeinen Schulen eine hohe Bedeutung zu. Das dritte Kapitel befasst sich daher mit der Kooperation in inklusiven Schulen.

Nachdem der Begriff definiert und sich auf ein Verständnis von Kooperation festgelegt wurde, wird nachfolgend die Bedeutsamkeit der Kooperation in der inklusiven Schule erläutert. Doch besonders die Kooperation mit Schulbegleitungen birgt viele Herausforderungen, auf die im darauffolgenden Kapitel näher eingegangen wird. Trotz dieser Herausforderungen lassen sich signifikante Gründe erörtern, die für die Kooperation mit Schulbegleitungen sprechen. Aus dieser Erörterung und der Bedeutsamkeit von Kooperation in inklusiven Schulen ergibt sich die erste Fragestellung. "Wie gelingt es die Maßnahme der Schulbegleitung, in die kooperativen Prozesse inklusiver Schulsettings, einzubinden?"

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulbegleitungen

2.1 Definition und Begriffsklärung

2.2 Ausgangslage und Entwicklung

2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.4 Aufgaben- und Tätigkeitsprofil

2.5 Qualifikationen

3. Kooperation

3.1 Definition und Begriffsklärung

3.2 Schulische Inklusion durch Kooperation

3.3 Kooperation mit Schulbegleitungen

3.3.1 Herausforderungen in der Kooperation

3.3.2 Gründe für die Kooperation

3.3.3 Studienergebnisse zur Kooperation mit Schulbegleitungen

3.4 Teamentwicklung in der inklusiven Schule

4. Schulbegleitungen in der inklusiven Schule

4.1 Schulische Inklusion

4.2 Die Schulbegleitung als Maßnahme zur Umsetzung der Inklusion

4.3 Alternativen zur Maßnahme Schulbegleitung

4.3.1 Das Poolmodell

4.3.2 Koordinierungs- und Beratungsstelle (KOBSI)

4.3.3 Schulische Assistenz

4.3.4 Schulinterne Unterstützungs- und Beratungsteams (SUBs)

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Schulbegleitungen effektiv in die kooperativen Prozesse inklusiver Schulsettings eingebunden werden können. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die Einzelfallmaßnahme der Schulbegleitung ein geeignetes Instrument für ein inklusives Bildungssystem darstellt und welche strukturellen Alternativen existieren, um die Teilhabe von Kindern mit Assistenzbedarf nachhaltig zu sichern.

  • Aktuelle Situation und Rahmenbedingungen von Schulbegleitungen.
  • Herausforderungen der multiprofessionellen Kooperation in inklusiven Schulen.
  • Anwendung des Phasenmodells der Teamentwicklung nach Tuckman auf das Klassenteam.
  • Kritische Reflexion der Schulbegleitung als exkludierende Einzelfallmaßnahme.
  • Vorstellung struktureller Alternativmodelle wie Poolmodelle und schulinterne Beratungsteams.

Auszug aus dem Buch

3.4 Teamentwicklung in der inklusiven Schule

Eine erfolgreiche Kooperation bedarf einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team (vgl. Fussangel & Gräsel 2011, S.670). Doch nur weil eine Schulbegleitung am Anfang Schuljahres in die Klasse gekommen ist, ist nicht gleich ein gut funktionierendes „Klassenteam“ entstanden. Ein Team muss sich erst entwickeln um arbeitsfähig zu werden.

Eine zentrale Gelingensbedingung für die Teamentwicklung ist dabei, dass die Schule (obwohl sie nicht der formelle Arbeitgeber ist) Verantwortung für den Einsatz und die Kooperation mit Schulbegleitungen ergreift. Schließlich ist es ihre Aufgabe, die Qualität der Bildung und Erziehung für all ihre Schülerinnen und Schüler sicher zu stellen (vgl. Lübeck 2018, S.75).

Anika Lübeck (2017) erläutert: „Eine Übernahme der Verantwortung für den Einsatz von Schulbegleiterinnen und -begleitern könnte z.B. bedeuten, in Aushandlungsprozesse mit dem Arbeitgeber zu treten und gemeinsam Wege zu finden, wie sie angemessen auch für indirekte Leistungen vergütet werden können“ (ebd.). Die Sensibilisierung für die prekäre Arbeitssituation der Schulbegleitung ist für eine gelingende Teamentwicklung ebenso wichtig, wie die Schaffung von regelmäßigen Zeitfenstern für gemeinsame Absprachen, Planungen und Reflexionen im Klassenteam (vgl. ebd.). Nur so kann der Grundstein für die Teamentwicklung gelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Schulbegleitungen im inklusiven Bildungssystem ein und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Einbindung dieser Kräfte sowie zur strukturellen Weiterentwicklung.

2. Schulbegleitungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Schulbegleitung, beleuchtet deren rechtliche Rahmenbedingungen und analysiert die aktuelle Ausgangslage hinsichtlich Qualifikation und Tätigkeitsprofil.

3. Kooperation: In diesem Hauptteil wird Kooperation theoretisch definiert und in den Kontext der inklusiven Schule sowie der Zusammenarbeit mit Schulbegleitungen gesetzt, wobei das Phasenmodell der Teamentwicklung als Praxishilfe dient.

4. Schulbegleitungen in der inklusiven Schule: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die Einzelfallmaßnahme der Schulbegleitung und stellt zukunftsweisende strukturelle Alternativen vor, die das Gesamtsystem Schule in den Fokus rücken.

5. Fazit und Ausblick: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt, wobei die Notwendigkeit pragmatischer Zwischenlösungen und eines grundlegenden Umdenkens hin zu inklusiven Strukturen betont wird.

Schlüsselwörter

Schulbegleitung, inklusive Schule, Kooperation, Teamentwicklung, Inklusion, Eingliederungshilfe, multiprofessionelle Teams, Schulentwicklung, Assistenzbedarf, Förderbedarf, Klassenteam, Schulassistenz, Bildungsgerechtigkeit, Rollenverständnis, strukturelle Veränderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Schulbegleitung in der inklusiven Schule, insbesondere mit der notwendigen Kooperation zwischen Schulbegleitungen und Lehrkräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einbindung von Schulbegleitungen in multiprofessionelle Teams, die Herausforderungen der Kooperation sowie die kritische Reflexion des aktuellen Systems der Eingliederungshilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Praxishilfen für eine gelingende Zusammenarbeit im Klassenteam aufzuzeigen und Alternativen zur derzeitigen einzelfallbezogenen Schulbegleitung zu diskutieren, um Inklusion strukturell zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die durch die Auswertung bestehender Studien, Fachliteratur und Praxismaterialien zur Teamentwicklung fundiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Kooperation, wendet das Phasenmodell der Teamentwicklung nach Tuckman auf den Schulalltag an und bewertet verschiedene Modellprojekte zur systemischen Inklusionshilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulbegleitung, Inklusion, Kooperation, Teamentwicklung und multiprofessionelle Zusammenarbeit.

Was ist das sogenannte "Poolmodell"?

Das Poolmodell sieht vor, dass Schulbegleitungen nicht mehr nur für ein einzelnes Kind, sondern für eine Gruppe von Kindern zuständig sind, um die Personenfixierung zu verringern.

Warum wird die derzeitige Form der Schulbegleitung kritisch gesehen?

Sie wird als "Hilfskonstrukt" betrachtet, das das Kind als "Problem" markiert, statt die Schule strukturell für alle Kinder zu öffnen, und zudem das Risiko einer Deprofessionalisierung birgt.

Was unterscheidet das KOBSI-Projekt von der Einzelfallhilfe?

KOBSI (Koordinierungs- und Beratungsstelle für systemische Inklusionshilfen) arbeitet nach dem Prinzip "Weg von der Manndeckung – hin zur Raumdeckung", indem Unterstützung systemisch für alle Kinder angeboten wird.

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Details

Titel
Inklusion durch Schulbegleitungen in der Schule. Maßnahmen und Modelle zur Einbindung von Kooperationen in der inklusiven Schule
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
38
Katalognummer
V542742
ISBN (eBook)
9783346231154
ISBN (Buch)
9783346231161
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulbegleitung Inklusion Kooperation Assistenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Inklusion durch Schulbegleitungen in der Schule. Maßnahmen und Modelle zur Einbindung von Kooperationen in der inklusiven Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/542742
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Leseprobe aus  38  Seiten
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