Der Retailmarkt für strukturierte Anlageprodukte in Deutschland. Produkte, Marktteilnehmer und rechtliche Aspekte


Diplomarbeit, 2006

138 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Der Markt für Zertifikate in Deutschland
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau und Gang der Untersuchung

2 Begriffsbestimmung und Grundlagen
2.1 Strukturierte Anlageprodukte
2.2 Zertifikat im Sinne dieser Arbeit
2.3 Retailmarkt
2.4 Funktionen der Basiskomponenten
2.4.1 Basiskomponenten des Kassamarktes
2.4.1.1 Aktien
2.4.1.2 Währungen
2.4.1.3 Anleihen
2.4.2 Basiskomponenten des Terminmarktes
2.4.2.1 Standard-Optionen
2.4.2.1.1 Long Call
2.4.2.1.2 Short Call
2.4.2.1.3 Long Put
2.4.2.1.4 Short Put
2.4.2.2 Exotische Optionen
2.4.2.2.1 Kurspfadunabhängige Optionen
2.4.2.2.2 Kurspfadabhängige Optionen

3 Produkte
3.1 Partizipationszertifikate
3.1.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.1.2 Konstruktion
3.2 Discountzertifikate
3.2.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.2.2 Konstruktion
3.3 Aktienanleihen
3.3.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.3.2 Konstruktion
3.4 Bonus-Zertifikate
3.4.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.4.2 Konstruktion
3.5 Garantie-Zertifikate
3.5.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.5.2 Konstruktion

4 Marktteilnehmer
4.1 Die Emittenten als Produzenten
4.1.1 Deutsche Bank
4.1.2 WestLB
4.1.3 HSBC Trinkaus & Burkhardt
4.2 Absatzhelfer
4.2.1 Börsen
4.2.1.1 Handelssegment EUWAX der Börse Stuttgart
4.2.1.2 Deutsche Börse Smart Trading
4.2.2 Distributoren
4.2.2.1 Discountbroker
4.2.2.2 Banken
4.3 Käufer
4.3.1 Privatanleger
4.3.2 Institutionelle Kunden
4.4 Beeinflusser
4.4.1 Verbände
4.4.1.1 Deutsches Derivate Institut
4.4.1.2 Derivate Forum
4.4.2 Medien
4.4.2.1 Printmedien
4.4.2.2 Onlinemedien

5 Rechtliche Aspekte
5.1 Das Wertpapierprospektgesetz
5.1.1 Prospektpflicht nach dem Wertpapierprospektgesetz
5.1.2 Aufbau der Prospekte
5.1.3 Übergangsregelungen
5.1.4 Implikationen der neuen Gesetzgebung auf die Aktivitäten der Emittenten
5.1.4.1 Auswirkungen des Konzeptes des Europäischen Passes
5.1.4.2 Widerrufsrecht der Anleger
5.1.4.3 Anpassung der Werbemaßnahmen
5.1.4.4 Jährliche Aktualisierung des Prospektes
5.1.4.5 Erstellung eines jährlichen Dokumentes
5.2 Steuerliche Behandlung von Zertifikaten im Privatvermögen
5.2.1 Grundlagen
5.2.2 Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG
5.2.3 Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 2 Nr. 4 EStG
5.2.4 Steuerliche Behandlung der untersuchten Produkte
5.2.4.1 Partizipationszertifikate
5.2.4.2 Discountzertifikate und Bonus-Zertifikate
5.2.4.3 Aktienanleihen
5.2.4.4 Garantie-Zertifikate

6 Ausblick

Anhang

Tabellenteil

Experten-Interviews

Experten-Interview Carsten Lütke-Bornefeld

Experten-Interview Thilo R. Wolf

Experten-Interview Thomas Koch

Experten-Interview Dr. Ulf Sommer

Experten-Interview Bernd Wiedemuth

Literatur- und Quellenverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2.1: Auszahlungsprofil eines Long Call

Abbildung 2.2: Auszahlungsprofil eines Short Call

Abbildung 2.3: Auszahlungsprofil eines Long Put

Abbildung 2.4: Auszahlungsprofil eines Short Put

Abbildung 3.1: Auszahlungsprofil eines Endlos-Partizipationszertifikates

Abbildung 3.2: Auszahlungsprofil eines Discountzertifikates

Abbildung 3.3: Auszahlungsprofil einer Aktienanleihe

Abbildung 3.4: Auszahlungsprofil eines Bonus-Zertifikates

Abbildung 3.5: Auszahlungsprofile von Garantie-Zertifikaten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 2.1: Grundpositionen von Standard-Optionen

Tabelle 2.2: Systematik exotischer Optionen

Tabelle 2.3 Grundpositionen von Barrier-Optionen

Tabelle A.1: Börsliche Umsätze und Marktanteile der Emittenten in Anlagezertifikaten November 2005

Tabelle A.2: Umsätze je Anlagezertifikat in Euro im November 2005

Tabelle A.3: Anzahl Anlagezertifikate je Emittent

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

1.1 Der Markt für Zertifikate in Deutschland

Der deutsche Markt für Zertifikate ist der größte der Welt.[1] Das in Deutschland in Zertifikaten verwaltete Vermögen wuchs im Jahr 2005 um über 50 %.[2] Die Anzahl der erhältlichen Zertifikate hat sich gegenüber Ende 2004 fast verdoppelt.[3]

Allein diese drei Sätze dokumentieren das enorme Wachstum und die Bedeutung des Marktes für strukturierte Anlageprodukte in Deutschland.

Die Gründe für das Wachstum liegen zum einen in der Entwicklung der Kapitalmärkte der letzen Jahre und zum anderen in der Innovationskraft der Emittenten von strukturierten Anlageprodukten, so die formale Bezeichnung von Zertifikaten. Die Verluste vieler Anleger am Aktienmarkt, insbesondere nach der Jahrtausendwende, und ein seit Jahren im historischen Vergleich niedriges Zinsniveau bilden ein günstiges Umfeld für eine Gruppe von Anlageprodukten, die über ein klares Produktversprechen verfügt und mit denen Anleger in der Lage sind, jede Anlagestrategie mit nur einem oder wenigen Wertpapieren präzise umzusetzen.

Ihren Ursprung besitzen strukturierte Anlageprodukte in den USA.[4] In der Mitte der achtziger Jahre konnte dort die Etablierung von Produkten beobachtet werden, die die Eigenschaften von Finanzmarktanlagen und Terminmarktinstrumenten in einem einzigen Produkt kombinierten.[5]

In Deutschland wurde das erste strukturierte Anlageprodukt 1990 in Form einer Aktienanleihe von Trinkaus & Burkhardt emittiert. Ein regelrechter Markt entstand in Deutschland allerdings erst Mitte der neunziger Jahre mit zunehmender Produktvielfalt.[6] Spätestens mit Beginn dieses Jahrzehnts entwickelte sich der Markt für Zertifikate zu einer Erfolgsgeschichte. Während Ende des Jahres 2000 etwa 2 Mrd. Euro in ca. 2000 erhältlichen Zertifikaten investiert waren, stieg das investierte Vermögen per Ende 2003 auf 30 Mrd. Euro und die Zahl der Zertifikate auf über 10.000 an.[7]

Heute sind über 30.000 strukturierter Anlageprodukte erhältlich[8], in denen ein Vermögen von über 80 Mrd. Euro investiert ist.

Über 90 % des in strukturierten Anlageprodukten verwalteten Vermögens ist im Besitz von Privatanlegern. Der Markt für strukturierte Anlageprodukte wird somit eindeutig von Privatanlegern dominiert.[9]

Die gestiegene Bedeutung des Marktes manifestiert sich zudem durch die Gründung von zwei Interessenverbänden in den Jahren 2003 und 2004 und einer beinahe täglichen Berichterstattung in allen relevanten Wirtschaftsmedien.

1.2 Ziel der Arbeit

Auch wenn die Anlageklasse „Zertifikate“ in den letzten Jahren einen regen Zulauf erfahren hat, so sind diese Produkte für viele Anleger und Anlageberater noch immer eine „Terra incognita“.[10] Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, einen Teil zur erforderlichen Aufklärung über das Thema Zertifikate beizutragen. Es soll durch die Vorstellung der jeweiligen Einsatzmöglichkeiten gezeigt werden, warum diese Produkte immer populärer werden.

Um die Erfolgsgeschichte des Marktes für strukturierte Anlageprodukte vollständig nachvollziehen zu können, ist eine ganzheitliche Betrachtung des Marktgeschehens notwendig. Weiteres Ziel dieser Arbeit ist es demnach, dem Leser durch eine erstmalige Vorstellung der einzelnen Marktteilnehmer und der derzeit wichtigsten rechtlichen Aspekte ein umfassendes Verständnis des Marktes zu vermitteln.

1.3 Aufbau und Gang der Untersuchung

In Kapitel 2 „Begriffsbestimmung und Grundlagen“ werden zunächst die in dieser Arbeit regelmäßig verwendeten Begriffe „strukturiertes Anlageprodukt“ und „Zertifikat“ definiert bzw. vorgestellt sowie eine kurze Eingrenzung des Begriffes „Retailmarkt“ vorgenommen. Da strukturierte Produkte auf Basis mindestens je einer Komponente des Kassa- und des Terminmarktes kombiniert werden, stellt Kapitel 2 im weiteren Verlauf die regelmäßig verwendeten Komponenten des Kassamarktes wie Aktien, Anleihen und Währungen ebenso vor, wie die derivativen Instrumente des Terminmarktes in Form von Standard- und exotischen Optionen. Diese Informationen bilden die Grundlage für Kapitel 3 „Produkte“.

Letztlich ist der Erfolg von strukturierten Produkten auf die, besonders im Vergleich zu traditionellen Anlageprodukten, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zurückzuführen. Es werden deshalb die relevantesten Produkte des Marktes auf ihre Funktionsweise und ihre Einsatzmöglichkeiten hin untersucht. Ferner wird offengelegt, wie diese Produkte konstruiert sind und mit welchen Instrumenten des Kassa- und des Terminmarktes ihre Auszahlungsprofile generiert werden .

Kapitel 4 „Marktteilnehmer“ stellt alle am Marktgeschehen beteiligten Parteien vor und erläutert deren Ziele und Funktionen, sowie deren Einfluss auf den Markt. Es erfolgt eine Kategorisierung der Marktteilnehmer in Anlehnung an das Marktmodell von Jung.

In Kapitel 5 „Rechtliche Aspekte“ wird das erst seit wenigen Monaten wirksame Wertpapierprospektgesetz vorgestellt und erläutert, welche Implikationen für die Emittenten von strukturierten Anlageprodukten aus der neuen Gesetzgebung resultieren. Im zweiten Teil des fünften Kapitels werden die in Kapitel 3 besprochenen Produkte auf ihre steuerliche Behandlung im Privatvermögen hin untersucht.

Kapitel 6 „Ausblick“ bildet den Abschluss dieser Arbeit und stellt aktuelle Entwicklungstendenzen heraus und beschreibt das zukünftige Potenzial des Marktes für strukturierte Anlageprodukte.

Bei der Erstellung dieser Arbeit wurde Wert darauf gelegt, auch komplexe ökonomische Sachverhalte verbal darzustellen. Es wurde daher auf die Anwendung von mathematischen Modellen verzichtet. Besondere Sorgfalt galt der Auswahl der zitierten Literatur. Dies erscheint vor dem Hintergrund der Aktualität des Themas von besonderer Relevanz. Die Mehrheit der verwendeten Quellen stammt aus den zurückliegenden zwei Jahren. Um den hohen Praxisbezug der Arbeit zu intensivieren, wurden zudem einige Experten zu Themen interviewt, auf deren Gebiet keine bzw. bislang nur wenig Literatur existent ist.

2 Begriffsbestimmung und Grundlagen

2.1 Strukturierte Anlageprodukte

Derzeit existiert noch keine allgemein anerkannte und verbreitete Definition des Begriffes “strukturierte Anlageprodukte“.[11] Ohnehin werden neben dem in dieser Arbeit verwendeten Begriff „strukturierte Anlageprodukte“ eine Reihe anderer Begriffe in der Literatur verwendet, die identische oder verwandte Sachverhalte kennzeichnen. So finden sich neben der häufig genutzten Bezeichnung strukturierte Produkte[12] u.a. auch die Begriffe strukturierte Finanzprodukte[13], structured notes[14] oder hybrid structures[15].

Die vorliegenden Definitionen des Begriffs strukturierte Produkte stimmen allerdings hinsichtlich zentraler Definitionsmerkmale weitgehend überein. Alle Definitionen besagen, dass bei einem strukturierten Produkt mindestens zwei Finanzanlagen in einem Produkt kombiniert werden. Eine der kombinierten Finanzanlagen ist am Kassamarkt handelbar, bei mindestens einer weiteren Finanzanlage handelt es sich um ein derivatives Instrument, das am Terminmarkt gehandelt wird.

Stellvertretend für viele, werden nachfolgend zwei Definitionen des Begriffes strukturiertes Produkt aufgeführt:

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht definiert ein strukturiertes Produkt wie folgt: „Bei einem strukturierten Produkt handelt es sich um einen Anlagegegenstand, bei dem ein Kassainstrument mit einem oder mehreren derivativen Finanzinstrument(en) (…) fest zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit verbunden ist.“[16]

Wohlwend bezeichnet ein strukturiertes Produkt als „ein durch eine Bank oder eine Finanzgesellschaft im Rahmen einer öffentlichen Emission begebenes Finanzprodukt, in welchem mindestens zwei Finanzanlagen in einem Produkt kombiniert werden, wovon mindestens eine der Komponenten ein derivatives Produkt ist.“[17]

Da mindestens zwei Finanzanlagen kombiniert werden müssen, wird ersichtlich warum das Wort Struktur Verwendung findet. Der Begriff „Struktur“ ist vom lateinischen „structura“ abgeleitet und bedeutet Zusammenfügung bzw. Aufbau.[18]

Für die vorliegende Arbeit wurde der Begriff strukturierte Produkte bewusst um den Zusatz „Anlage-“ erweitert. Durch diesen Zusatz werden insbesondere die Produkte fokussiert, die sich für eine mittel- bis langfristige Investition eignen. Es soll so neben der inhaltlichen auch eine begriffliche Abgrenzung zu den mehrheitlich zur kurzfristigen Spekulation verwendeten Hebelprodukten wie Turbo- und Standard-Optionsscheinen erfolgen, die analog zu strukturierten Produkten einen derivativen Charakter besitzen.[19]

Da öffentliche Emissionen auch nicht börsennotierte Wertpapiere umfassen können, wie es bei Emissionen zu beobachten ist, die sich ausschließlich an qualifizierte Anleger oder einen begrenzten Personenkreis (früher Privatplatzierung) richten und derivative Produkte am Terminmarkt gehandelt werden, ergibt sich in Anlehnung an Wohlwend folgende, für diese Arbeit gültige Definition eines strukturierten Anlageproduktes:

Ein strukturiertes Anlageprodukt ist ein von einer Bank oder Finanzgesellschaft emittiertes, zum Börsenhandel zugelassenes Wertpapier, welches aus mindestens je einer Komponente des Kassa- und des Terminmarktes zusammengesetzt ist und dessen Einsatz sich mehrheitlich zur mittel- bis langfristigen Kapitalvermehrung eignet.

2.2 Zertifikat im Sinne dieser Arbeit

Strukturierte Anlageprodukte werden überwiegend unter der Bezeichnung „Zertifikat“ von einer Bank emittiert.[20] Von ihrer inhaltlichen Bedeutung können die beiden Begriffe daher - bezogen auf diese Arbeit - synonym verwendet werden.

Der Begriff Zertifikat hat sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch als Sammelbegriff für eine bestimmte Wertpapiergattung etabliert und existiert mittlerweile gleichberechtigt neben den Begriffen Aktie, Anleihe und Fonds.

Im Gegensatz zu Aktien und Anleihen bestimmt sich der Kurs eines Zertifikates nicht durch Angebot und Nachfrage, sondern wird wesentlich durch die Kursentwicklungen der enthaltenen Finanzanlagen determiniert.[21]

Rechtlich betrachtet handelt es sich bei einem Zertifikat um eine Inhaberschuldverschreibung. Anders als bei traditionellen Schuldverschreibungen mit Nennwert und festem Zinskupon, richten sich der Ertrag und der Rückzahlungsbetrag eines Zertifikates nach bestimmtem Modalitäten. Beispielsweise können die Kursentwicklungen einer oder mehrerer Aktien maßgebend für Ertrag und Rückzahlung sein.[22] Diese Modalitäten werden detailliert und sachlich in einem Verkaufsprospekt dokumentiert.[23] Hieraus lässt sich auch der wahrscheinliche Ursprung des Begriffes Zertifikat folgern: Die Eigenschaften eines strukturierten Anlageproduktes werden in einem Wertpapier verbrieft bzw. zertifiziert.

2.3 Retailmarkt

Der engl. Begriff Retail (zu Deutsch: Einzelhandel) fasst Aktivitäten im Massenmarkt zusammen, die Privatkunden und kleine bis mittelständische Unternehmen umfassen.[24]

Im Sinne dieser Arbeit umfasst der Retailmarkt insbesondere alle Privatkunden, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Geschäfte mit strukturierten Anlageprodukten abschließen. Auf eine Differenzierung der Kunden hinsichtlich ihrer Vermögensverhältnisse wird verzichtet.

2.4 Funktionen der Basiskomponenten

Bei der Begriffsbestimmung wurde festgestellt, dass strukturierte Anlageprodukte mindestens aus einer Komponente des Kassamarktes und einer Komponente des Terminmarktes bestehen. Um die Konstruktion und Funktionsweisen der in dieser Arbeit vorgestellten Produkte nachvollziehen zu können, bedarf es einer Erläuterung der relevanten Basiskomponenten. Im weiteren Verlauf dieses Kapitels werden daher die verwendeten Instrumente aus Kassa- und Terminmarkt vorgestellt und erklärt.

2.4.1 Basiskomponenten des Kassamarktes

Finanzmärkte werden allgemein in Kassa- und Terminmärkte unterteilt. Im Kassamarkt werden Geschäfte getätigt, die in Form eines Direktgeschäftes eine sofortige Bezahlung und Lieferung des Vertragsgegenstandes erfordern.[25] Vertragsabschluss und Vertragserfüllung eines Kassageschäftes fallen demnach zeitlich zusammen. Bezogen auf Geschäfte, die in Deutschland an einer organisierten Börse getätigt werden, bedeutet „sofort“ gewöhnlich, dass die Erfüllung (Valuta) binnen eines Zeitraumes von zwei Börsentagen erfolgt.[26] Zu den für die Konstruktion von Zertifikaten meistgenutzten Geschäftsgegenständen am deutschen Kassamarkt zählen neben Aktien auch Anleihen und Währungen.[27]

Die häufig als Basiswert von Zertifikaten genutzten Aktienindizes sind dagegen nicht unmittelbar am Kassamarkt handelbar. Zwar werden die Kursfeststellungen eines Aktienindex auf Basis der im Kassamarkt gehandelten Aktien vorgenommen, erwerben kann man einen Index aber nur indirekt über Hilfsinstrumente wie Exchange Traded Funds (ETF)[28] oder Index- bzw. Partizipationszertifikate.[29]

2.4.1.1 Aktien

Bei Aktien handelt es sich um deklaratorische Wertpapiere die Anteils- und Mitgliedschaftsrechte an einer Aktiengesellschaft verbriefen. Der Inhaber einer Aktie ist, entsprechend seines Anteils am Grundkapital, am Vermögen der Aktiengesellschaft beteiligt.[30]

Hinsichtlich der Ausgestaltung können Aktien nach drei Merkmalen unterschieden werden. Nach dem Umfang der Aktionärsrechte, nach den Möglichkeiten der Übertragung und hinsichtlich der Kapitalzerlegungsmethode.[31]

Bezogen auf die Aktionärsrechte differenziert man zwischen den Gattungen der stimmberechtigten Stammaktien und den stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Bei dem Merkmal Übertragung wird unterschieden nach Namensaktien, die auf den Namen des Aktionärs lauten, nach vinkulierten Namensaktien, die nur mit Zustimmung der Gesellschaft verkauft werden dürfen, und nach Inhaberaktien, bei denen die Gesellschaft Ihre Aktionäre nicht kennt.[32] Zudem können Aktien - die Kapitalzerlegungsmethoden betreffend - nach Nennwertaktien und nach Stückaktien gegliedert werden. Der Nennwert einer Aktie gibt an, mit welchem Anteil der Aktionär am Grundkapital beteiligt ist, während sich der relative Anteil am Grundkapital von Stückaktien nur durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien bestimmt.[33]

Aktionäre können Erträge durch den Erhalt von Dividenden, sowie durch den Verkauf der Aktien zu einem höheren Kurs als dem Kaufkurs erzielen.

2.4.1.2 Währungen

Der Begriff der Währung umfasst mehrere Bedeutungen. Zum einen bezeichnet er im erweiterten Sinne das durch eine Behörde geregelte Geldwesen eines Landes oder einer Währungsunion. Im Sinne dieser Arbeit bezeichnet der Begriff Währung die Geldeinheit eines Landes. Währungen werden als Bargeld als sog. Sorten und in Form von Buchgeld als sog. Devisen gehandelt. Aufgrund des weitaus größeren Handelsvolumens ist der Devisenmarkt von größerer Bedeutung für die Finanzmärkte als der Sortenmarkt. Am Devisenmarkt bildet sich der Devisen- bzw. Wechselkurs als gegenwärtiger Preis einer Währung im Verhältnis zu einer anderen.

Währungen werden immer paarweise gehandelt. Die erste Währung eines Kurspaares wird als Basiswährung bezeichnet, die zweite als die Gegenwährung. Die Basiswährung ist daher der Nenner, die Gegenwährung der Zähler des Verhältnisses. Der Wert der Basiswährung beträgt stets 1. Der Wechselkurs gibt also an, wie viel der Gegenwährung gezahlt werden muss, um eine Einheit der Basiswährung zu erhalten.[34]

2.4.1.3 Anleihen

Anleihen sind fungible Wertpapiere, die Forderungsrechte verbriefen. Dem Emittenten dient die Ausgabe einer Anleihe klassischerweise zur langfristigen Kreditfinanzierung. Ergo ist der Inhaber der Anleihe kein Miteigentümer des Emittenten, sondern Gläubiger. Durch Erwerb der Anleihe vom Emittenten stellt der Inhaber Fremdkapital zur Verfügung. Im Gegenzug erwirbt der Gläubiger Ansprüche auf Verzinsung und Rückzahlung des überlassenen Kapitals.[35]

Anleihen können generell in festverzinsliche und variabel verzinsliche Anleihen unterteilt werden. Hauptmerkmal von festverzinslichen Anleihen ist der bei Emission festgelegte Nominalzinssatz. Der Gläubiger erhält während der Laufzeit periodische Zinszahlungen.[36] Eine Sonderform der festverzinslichen Anleihen stellen die Nullkuponanleihen[37] dar. Wie der Name erkennen lässt, erfolgt bei Nullkuponanleihen keine turnusmäßige Zahlung der Zinsen, sondern die bei Emission definierte Verzinsung wird mit Zinseszins bei Tilgung der Anleihe ausgezahlt. Nullkuponanleihen werden unter dem Nennwert ausgegeben und bei Fälligkeit zu 100% zurückgezahlt.

Bei variabel verzinslichen Anleihen hängt die Höhe des Zinssatzes regelmäßig von einem Referenzzinssatz wie z.B. dem EURIBOR[38] ab.[39] So könnte die Verzinsung einer Anleihe immer ein Prozent größer sein als der EURIBOR.

2.4.2 Basiskomponenten des Terminmarktes

Im Gegensatz zum Kassamarkt werden im Terminmarkt nur Verträge über ein in der Zukunft liegendes Geschäft geschlossen. Vertragsschluss und Vertragserfüllung fallen somit zeitlich auseinander.

Ihren Ursprung haben Termingeschäfte schon in der Antike. So beschreibt Aristoteles 580 v. Chr. die Termingeschäfte des griechischen Naturphilosophen Thales, der in heutiger Semantik sog. Call-Optionen auf Olivenpressen kaufte, um sich gegen steigende Preise für Olivenpressen abzusichern.[40]

Innerhalb der Termingeschäfte wird heutzutage grundsätzlich zwischen unbedingten und bedingten Termingeschäften unterschieden. Abgrenzungskriterium ist hierbei die Existenz eines Wahlrechts, welches einer der Vertragsparteien die Möglichkeit einräumt, auf der Erfüllung des Vertrages zu bestehen oder diesen verfallen lassen zu können. Bei unbedingten Geschäften kommt es in jedem Fall zur Erfüllung des Geschäftes. Bei bedingten Geschäften steht dem Käufer das oben beschriebene Wahlrecht zu, weshalb die Erfüllung von seiner Entscheidung abhängig ist.[41]

Zu den unbedingten Termingeschäften zählen die Forwards und Futures. Bei einem Forward handelt es sich um einen individuell vereinbarten Vertrag zwischen zwei Parteien, dem den Geschäft zugrundeliegenden Basiswert[42] zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt, zu einem bestimmten Preis zu liefern. Ein Forwardgeschäft kann deshalb als das Gegenteil eines Kassageschäftes angesehen werden.[43] Aufgrund ihrer individuellen Ausgestaltung werden Forwards im Freiverkehrsmarkt, international OTC - over-the-counter - genannt, gehandelt. Futures können dagegen als die börsenfähige Variante des Forwards betrachtet werden. Die Vertragsspezifikationen eines Futuresgeschäftes sind demnach so von der jeweiligen Börse standardisiert, dass ein größtmöglicher Grad an Fungibilität gewährleistet ist.[44]

Bedingte Termingeschäfte werden mittels Optionen durchgeführt. Der Käufer einer Option erwirbt das Recht, aber nicht die Pflicht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem definierten Termin in der Zukunft zu kaufen (Call-Option) bzw. zu verkaufen (Put-Option). Der Verkäufer der Option, der auch als Stillhalter tituliert wird, steht hingegen immer in der Pflicht. Er muss auf Wunsch des Optionskäufers das Geschäft erfüllen.[45] Der Stillhalter gewährt dem Käufer dieses Recht gegen Zahlung einer bestimmten Summe, der Optionsprämie. Der festgelegte Preis des Basiswertes wird Basiskurs[46] genannt. Bei dem Termin, zu dem die Option ausgeübt werden kann, handelt es sich um den Fälligkeitstermin.[47] Der Preis einer Option setzt sich zusammen aus dem innerem Wert und dem Zeitwert. Der innere Wert determiniert sich ausschließlich als positive Differenz zwischen dem Basiskurs und dem aktuellen Kassakurs des Basiswertes. Der Zeitwert wird von mehreren Einflussgrößen wie der Restlaufzeit der Option, der Volatilität des Basiswertes und dem risikofreien Zinssatz determiniert.

Verfügt eine Option über einen inneren Wert, so ist sie „im Geld“ bzw. „in-the-money“. „Aus dem Geld“ bzw. „out-of-the-money“ ist eine Option, deren aktueller Preis nur aus Zeitwert besteht. Notiert der Kassakurs des Basiswertes in Höhe des Basiskurses, so ist die Option „am Geld“ bzw. „at-the-money“. Bei Fälligkeit ist nur der innere Wert von Bedeutung, da in diesem Augenblick der Zeitwert Null ist.[48]

Optionen können hinsichtlich des Zeitpunktes der Ausübung in europäische und amerikanische Optionen unterschieden werden. Europäische Optionen können nur bei Fälligkeit ausgeübt werden. Bei amerikanischen besteht die Möglichkeit zur Ausübung während der gesamten Laufzeit.[49] Optionen können ferner, ähnlich wie Forwards und Futures, in OTC-Optionen und börsengehandelte Optionen unterteilt werden.[50]

Nichtstandardisierte Optionsgeschäfte wurden schon lange vor den heute üblichen börsengehandelten Optionen abgeschlossen. Die aus dem individuellen Charakter der Optionen resultierenden Probleme, wie Erfüllungsrisiko bei Ausfall eines Vertragspartners oder eingeschränkter Handel, führten zur Gründung der Chicago Board Options Exchange (CBOE), die am 26. April 1973 als erster Markt für standardisierte Aktienoptionen eröffnet wurde. Ausgehend von diesem Tag entwickelte sich ein außerordentliches Wachstum der Optionsmärkte, das neben der Entstehung weiterer Handelsplätze, wie z.B. der EUREX[51], auch die Entstehung einer Vielzahl verschiedenartigster Optionskontrakte begünstigte.[52]

Aufgrund der vielfältigen Nutzung von Optionen zur Konstruktion von strukturierten Produkten, wird nun zum besseren Verständnis zu den Standard Optionen sowie den wichtigsten exotischen Optionen ausführlicher Stellung bezogen.

2.4.2.1 Standard-Optionen

Die Standard-Optionen[53] umfassen die sog. vier Grundpositionen. Die nachfolgende Tabelle stellt diese systematisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.1: Grundpositionen von Standard-Optionen

Quelle: ELLER (1999b), S. 15.

2.4.2.1.1 Long Call

Der Inhaber einer Call-Option besitzt das Recht, den Basiswert der Option am Fälligkeitstermin zum Basispreis vom Verkäufer der Option zu erwerben.

Der Erwerber einer Kaufoption erwartet steigende Kurse des Basiswertes, da die Ausübung der Option aus wirtschaftlicher Sicht nur dann sinnvoll ist, wenn der Kurs des Basiswertes bei Fälligkeit über dem Basiskurs der Option notiert. Sollte der Kurs des Basiswertes bei Fälligkeit unter dem Basiskurs notieren, so wäre ein Erwerb des Basiswertes im Kassamarkt günstiger.[54] Ein Gewinn durch das Optionsgeschäft entsteht dann für den Inhaber der Call-Option, wenn die Differenz zwischen dem Kassakurs des Basiswertes und dem Basiskurs der Option am Fälligkeitstag größer ist als die ursprünglich gezahlte Optionsprämie oder - anders ausgedrückt - der Kurs des Basiswertes über den Break-even-Punkt hinaus gestiegen ist (siehe Abbildung 2.1).[55] Sollte sich der Kurs des Basiswertes bei Fälligkeit zwischen dem Basiskurs und dem Break-even-Punkt befinden, so können die dem Optionskäufer entstandenen Kosten bei Ausübung zumindest teilweise kompensiert werden. Notiert der Basiswert am Fälligkeitstag dagegen unterhalb des Basiskurses, wird der Käufer die Option verfallen lassen. Hieraus resultiert der Verlust des vom Optionskäufer eingesetzten Kapitals. Dieser ist jedoch auf die Höhe der gezahlten Prämie begrenzt. Bei steigenden Kursen des Basiswertes ist der potenzielle Gewinn unbegrenzt.[56]

Die folgende Abbildung illustriert die möglichen Szenarien:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1: Auszahlungsprofil eines Long Call

Quelle: In Anlehnung an STEINER/BRUNS (2002), S. 524.

2.4.2.1.2 Short Call

Der Verkäufer einer Call-Option ist verpflichtet, den Basiswert der Option am Fälligkeitstermin zum Basispreis an der Käufer der Option zu veräußern. Er hat die Entscheidung des Optionskäufers zu akzeptieren und die Ansprüche aus der Option zu erfüllen. Der Stillhalter einer Kaufoption erwartet konsequenterweise fallende, gleichbleibende oder maximal leicht steigende Kurse des Basiswertes. Sollte der Basiswert am Fälligkeitstag über dem Basiskurs notieren, wird der Optionskäufer von seinem Recht Gebrauch machen und den Basiswert zum vereinbarten Preis einfordern.[57]

Der Stillhalter erleidet dann einen Verlust, wenn die Differenz zwischen dem Kassakurs des Basiswertes und dem Basiskurs der Option bei Fälligkeit größer ist als die vereinnahmte Optionsprämie, (siehe Break-even-Punkt). Befindet sich der Kurs des Basiswertes zwischen dem Basiskurs und dem Break-even-Punkt, so erzielt der Stillhalter zumindest einen verminderten Gewinn.[58]

Der maximal erzielbare Gewinn des Verkäufers der Call Option ist auf die vereinnahmte Optionsprämie beschränkt, während der Verlust unbegrenzt ist, da der Preis des Basiswertes theoretisch gegen unendlich streben kann.[59]

Offensichtlich handelt es sich bei Long und Short um die zwei notwendigen Seiten eines Call-Optionsgeschäftes, der Käufer der Option ist „long“, der Verkäufer ist „short“. Es überrascht daher nicht, dass sich das Auszahlungsprofil eines Short Call spiegelbildlich zu dem eines Long Call verhält, wenn die Abszisse den Spiegel darstellt[60]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2: Auszahlungsprofil eines Short Call

Quelle: In Anlehnung an STEINER/BRUNS (2002), S. 524.

2.4.2.1.3 Long Put

Der Halter einer Put-Option verfügt über das Recht, den Basiswert der Option am Fälligkeitstermin zum Basispreis an den Verkäufer der Option zu verkaufen.

Der Käufer einer Verkaufsoption erwartet sinkende Kurse des Basiswertes. Sollte die Erwartung eintreten, so kann er den Basiswert zu einem höheren Kurs als den bei Fälligkeit gehandelten Kassakurs an den Verkäufer der Option abgeben. Die gezahlte Optionsprämie wird daher auch als Versicherungsprämie gegen fallende Kurse verstanden.[61]

Aus einer Long Put Position wird ein Gewinn erzielt, wenn der Abstand zwischen Kassakurs des Basiswertes am Fälligkeitstag und Basiskurs größer als die vom Optionskäufer bezahlte Prämie ist. Dies ist gleichbedeutend mit einem Rückgang des Kurses des Basiswertes unter den Break-even-Punkt. Bei einer Kursnotierung am Fälligkeitstermin zwischen Break-even-Punkt und Basiskurs verliert der Put-Inhaber einen Teil der eingesetzten Prämie.[62]

Sollte der Basiswert bei Verfall einen Wert größer dem Basiskurs annehmen, wird der Käufer die Option verfallen lassen. Die gezahlte Prämie entspricht dem Verlust, der analog zum Long Call auf die Höhe der gezahlten Prämie begrenzt ist.

Der maximal mögliche Gewinn aus dieser Position entspricht der Höhe des Basiskurses abzüglich des gezahlten Optionspreises. Dieser wird erreicht, wenn der Basiswert bei Verfall keinen Wert mehr hat.[63] Abbildung 2.3 stellt die Ausführungen graphisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3: Auszahlungsprofil eines Long Put

Quelle: In Anlehnung an STEINER/BRUNS (2002), S. 526.

2.4.2.1.4 Short Put

Der Verkäufer eines Puts hat die Pflicht, den Basiswert der Option am Verfallstermin vom Optionskäufer zum vereinbarten Basispreis zu kaufen.

Die Stellung eines Put-Verkäufers lässt sich mit der eines Versicherer vergleichen, denn bei Vertragsabschluss erhält er eine Prämie in Form des Optionspreises. Dafür muss er den Basiswert im Schadenfall vom Versicherungsnehmer, dem Put- Käufer, zum festgelegten Preis abkaufen.[64]

Der Short Put-Strategie liegt die Erwartung steigender, gleichbleibender bis maximal leicht fallender Kurse des Basiswertes zugrunde. Der Stillhalter erleidet dann einen Verlust, wenn die Differenz zwischen dem Basiskurs der Option und dem Kassakurs des Basiswertes bei Fälligkeit größer ist als die vereinnahmte Optionsprämie bzw. der Kurs des Basiswertes unter den Break-even-Punkt fällt. Notiert der Basiswert bei Fälligkeit in der Spanne zwischen Break-even-Punkt und Basiskurs, so wird zumindest ein teilweiser Gewinn realisiert. Der maximale Gewinn ist auf die kassierte Prämie limitiert, während der maximale Verlust auf die Höhe des Basiskurses abzüglich der Optionsprämie begrenzt ist.[65]

Das Auszahlungsprofil der Abbildung 2.4 ergibt sich aus der Spiegelung des Profils der zugehörigen Inhaberposition des Long Put an der horizontalen Achse[66]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.4: Auszahlungsprofil eines Short Put

Quelle: In Anlehnung an STEINER/BRUNS (2002), S. 526.

2.4.2.2 Exotische Optionen

Seit den frühen 80er Jahren werden von Banken zunehmend sog. exotische Optionen[67] konzipiert. Ziel dabei ist es, den Wünschen nach immer komplexeren Auszahlungsprofilen, die mit Standard Optionen nicht erfüllt werden können, gerecht zu werden.[68]

Eine genaue Definition des Begriffes „exotische Option“ existiert nicht. Ebenso ist die Gruppe von Optionen, die zu den Exoten gehören, nicht eindeutig festgelegt.[69]

Generell lässt sich jedoch konstatieren, dass exotische Optionen von den Standard Optionen abweichende Charakteristika aufweisen. So kann die Wertentwicklung nicht nur von der Kursnotierung des Basiswertes bei Verfall, sondern auch von der Entwicklung des Basiswertes während der Laufzeit abhängig sein. Dies ist z.B. bei Barrier-Optionen oder Asiatischen Optionen der Fall, weswegen diese als pfadabhängige Optionen bezeichnet werden. Die Auszahlung anderer exotischer Optionen wie Basket-Optionen oder Quanto-Optionen wird zudem neben dem Basiswert noch von anderen Faktoren beeinflusst.[70] Man spricht in diesem Fall von Multi-Faktor-Optionen.[71]

Ausgehend von diesen beiden Abweichungskriterien lassen sich exotische Optionen folgendermaßen systematisch unterscheiden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.2: Systematik exotischer Optionen

Quelle: In Anlehnung an RUDOLPH (2005), S. 335.

Im weiteren Verlauf dieses Abschnitts werden die im Markt gängigsten exotischen Optionen, die allgemein zur Konstruktion von Zertifikaten verwendet werden, kurz vorgestellt und, sofern bekannt, Produkte genannt, bei deren Konstruktion sie Verwendung finden. Dabei wird eine Unterteilung nach der Kurspfadabhängigkeit vorgenommen.

Da Barrier-Optionen Bestandteil der in Kapitel 3 besprochenen Bonus-Zertifikate sind und zudem die am meisten gehandelten exotischen Optionen sind, werden diese etwas detaillierter diskutiert.[72]

2.4.2.2.1 Kurspfadunabhängige Optionen

Kurspfadunabhängige Optionen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Kursverlauf des Basiswertes während der Laufzeit für das Auszahlungsprofil der Option am Fälligkeitstag unerheblich ist. Ein anschaulicher Vergleich stammt in diesem Zusammenhang von Rubinstein/Reiner: „It is as if it did not matter whether you travelled from Paris to London by air or by the Channel Tunnel, as long as you arrived on time.”[73]

Zu den pfadunabhängigen Optionen gehören auch die bereits oben vorgestellten Standard-Optionen. Nachfolgend werden die anderen in Tabelle 2.2 aufgeführten exotischen Optionsarten kurz vorgestellt.

Digital-Optionen

Wie es der Name bereits vermuten lässt, gibt es bei Fälligkeit einer Digital-Option zwei mögliche Zustände. Liegt der Basiswert bei Fälligkeit über dem Basiskurs einer sog. Cash-or-nothing Option, kommt es zur Auszahlung eines im Voraus festgelegten Betrages. Die Höhe der positiven Differenz zwischen Basiskurs und Kurs des Basiswertes beeinflusst die Zahlung nicht. Bei sog. Asset-or-nothing Optionen ist die etwaige Höhe der Auszahlung im Voraus nicht bekannt. Es kommt statt einer Zahlung zur Lieferung des Basiswertes, weshalb der Wert der Auszahlung vom Wert des Basiswertes abhängig ist.[74] Die Auszahlung einer Digital-Option erfolgt nur in Dependenz der Entwicklung des Basiswertes, dessen Kursentwicklung während der Laufzeit dagegen hat keinen Einfluss.

Digital-Optionen werden u.a. bei Lock-out-Optionsscheinen[75], Korridor-Optionsscheinen[76] und Express-Zertifikaten[77] genutzt.

Power-Optionen

Power-Optionen unterscheiden sich von Standard-Optionen durch Potenzierung, in der Regel Quadrierung, des Auszahlungsbetrages bei Fälligkeit. Häufig wird der Auszahlungshöchstbetrag begrenzt, um den Preis der Option geringer zu halten.[78] Der Wert einer Power-Option bei Fälligkeit ist nur vom zugrundeliegenden Basiswert abhängig, der Kursverlauf zwischen Emission und Verfall ist für die Höhe der Auszahlung irrelevant.

Power-Optionsscheine stellen die als Wertpapier verbriefte Form einer Power-Option dar.[79]

Basket-Optionen

Basket-Optionen beziehen sich auf mehrere Basiswerte zugleich, weshalb sie zu den Multi-Faktor-Optionen zählen. Einer Basket-Option kann z.B. ein Korb von vorher festgelegten Aktien oder Währungen zugrunde liegen. Die Auszahlung bei Fälligkeit ist abhängig von der Gewichtung der im Korb enthaltenen Werte. Übertrifft der gewichtete Kurs der einbezogenen Werte am Fälligkeitstag den Basiskurs einer Basket-Call-Option, wird wie bei einer Standard-Option der positive Differenzbetrag ausbezahlt.

Der Vorteil von Basket-Optionen gegenüber Standard-Optionen liegt im geringeren Preis. Je geringer die Korrelation der Kursentwicklungen der im Korb enthaltenen Basiswerte ist, umso geringer wird der Preis der Option.[80]

Basket-Optionen dienen zur Konstruktion von Basket-Zertifikaten oder Basket-Optionsscheinen.[81]

Quanto-Optionen

Die Bezeichnung Quanto ist eine Abkürzung für „quantitiy adjusting option“.[82] Bei einem Geschäft mit Quanto-Optionen sind immer zwei Währungen beteiligt. Der Basiswert notiert dabei in einer anderen Währung als der Auszahlungsbetrag der Option bei Fälligkeit.[83] Der Einsatz von Quanto-Optionen dient zum Schutz gegen Wechselkursrisiken. Er kann sinnvoll sein, wenn der Anleger von steigenden Kursen des Basiswertes ausgeht und sich gleichzeitig vor einem Fall der Währung, in der der Basiswert notiert, absichern möchte. Folglich ist der Wert einer Quanto-Option bei Verfall von der Notierung des Basiswertes und dem Wechselkursverhältnis der Währungen zueinander bestimmt.[84]

Quanto-Optionen dienen z.B. zur Konstruktion einer Vielzahl von währungsgesicherten Zertifikaten.[85]

Rainbow-Optionen

Eine Rainbow-Option verbrieft dem Optionskäufer das Recht, am Ende der Laufzeit denjenigen Basiswert aus einem vorher bestimmten Korb von Basiswerten zu einem vorher definierten Basiskurs zu kaufen bzw. zu verkaufen, der den höchsten (Best-of-Option) bzw. niedrigsten (Worst-of-Option) Wert hat. Erkennbar sind die Auszahlungen von Rainbow-Optionen von mehreren Faktoren, der Mehrzahl von Basiswerten, beeinflusst.

Rainbow-Optionen werden vielfältig eingesetzt.[86] Unter anderem sind Worst-of-Puts Bestandteil von Multi- oder Doppel-Discountzertifikaten[87] und Doppel- Aktienanleihen.[88] Aber auch den gleichnamigen Rainbow-Zertifkaten[89] liegt die Funktion der Rainbow-Optionen zugrunde.

Compound-Optionen

Eine Compound-Option ist eine Option auf eine weitere Option. Der Käufer einer Compound-Call-Option (Compound-Put-Option) sichert sich das Recht, bei Fälligkeit die zugrundeliegende Option kaufen (verkaufen) zu dürfen. Die Ausstattungsmerkmale (u.a. Call/Put) der als Basiswert fungierenden Option werden im Voraus festgelegt. Folglich sind vier verschiedene Varianten von Compound-Optionen möglich: Calls auf Calls, Calls auf Puts, Puts auf Calls und Puts auf Puts.[90] Die Anwendung von Compound-Optionen bietet sich bei unsicheren Markteinschätzungen an, sollte man sich beispielsweise vor fallenden Kursen schützen wollen, diese aber für unwahrscheinlich halten.[91]

Compound-Optionen werden z.B. zur Konstruktion von Hochzinswandler-Anleihen verwendet.[92]

2.4.2.2.2 Kurspfadabhängige Optionen

Pfadabhängige Optionen sind dadurch charakterisiert, dass die Auszahlung der Option unter Berücksichtigung des Kursverlaufs des Basiswertes in einem vorgegebenen Zeitraum während der Optionslaufzeit erfolgt. Als vorgegebener Zeitraum kommen die gesamte Optionslaufzeit sowie vorher definierte Zeitabschnitte oder Zeitpunkte in Betracht.[93]

Barrier-Optionen

Die heute zur Konstruktion von vielen strukturierten Anlageprodukten eingesetzten Barrier-Optionen wurden bereits im Jahre 1969 in einem Aufsatz über alternative Optionen, damals unter dem Namen „Limited Risk Special Option“, beschrieben.[94]

Sie können somit auf eine, für exotische Optionen, lange Historie zurückblicken.

Prinzipiell funktionieren Barrier-Optionen wie Standard-Optionen mit dem Unterschied, dass der Erhalt und die Höhe der Auszahlung der Option neben dem Kurs des Basiswertes am Fälligkeitstag auch vom Kursverlauf des Basiswertes während der Laufzeit abhängig sind.[95] Charakteristisches Merkmal einer Barrier-Option ist die (Kurs-) Barriere. Berührt der Kurs des Basiswertes diese Barriere (bzw. Schwelle) während der Laufzeit, kommt es zu einem sog. Schwellenereignis. Hierdurch wird das Optionsrecht entweder aktiviert (Knock-in-Option) oder eliminiert (Knock-out-Option).[96] Entsprechend ist das Recht auf Ausübung bei Emission von Knock-out-Optionen bereits aktiv, bei Knock-in-Optionen dagegen nicht.[97]

Tabelle 2.3 stellt die Grundpositionen von Barrier-Optionen systematisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.3 Grundpositionen von Barrier-Optionen

Quelle: Eigene Darstellung.

Bei einer Down-and-out-Option verfällt das Recht auf Ausübung der Option, wenn der Kurs des Basiswertes so weit fällt, dass er die Barriere berührt oder unterschreitet. In diesem Fall verfällt die Option sofort und endgültig wertlos. Kommt es zu keinem Schwellenereignis, ist die Auszahlung gleich der einer Standard-Option mit sonst identischen Ausstattungsmerkmalen. Eine Up-and-out-Option verhält sich ebenso, jedoch mit dem Unterschied, dass die Option bei einem Anstieg des Basiswertes auf oder über die Schwelle verfällt.

[...]


[1] Vgl. ICME (2006), S. 8.

[2] Vgl. DERIVATE FORUM (2005a), S. 2 und DERIVATE FORUM (2005c), S. 1.

[3] Vgl. EUWAX (2005a), S. 2 und EUWAX (2005b), S. 2.

[4] Vgl. WILKENS/ERNER/RÖDER (2003), S. 55.

[5] Vgl. WOHLWEND (2001), S. 2.

[6] Vgl. STOIMENOV/WILKENS (2004), S. 207.

[7] Vgl. ICME (2006), S. 2 und EUWAX (2004), S. 2.

[8] Vgl. Anlage Tabelle 1.2.

[9] Vgl. ICME (2004), S. 2.

[10] Lateinisch für „unentdecktes Land“.

[11] Ein Überblick verschiedener Definitionen findet sich bei WOHLWEND (2001), S. 3-4. Ein sehr ausführlicher Versuch der Definition des Begriffes „strukturierte Produkte“ wird von ELLER vorgenommen: ELLER (1999a), S. 297 ff.

[12] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 89 oder BAFIN (1999), S. 2.

[13] Vgl. STOIMENOV/WILKENS (2004), S. 207 oder WILKENS/SCHOLZ/VÖLKER (1999a), S. 262.

[14] Vgl. DAS (2001), S. 1.

[15] Vgl. AGER/HOUARI (2005).

[16] Vgl. BUNDESMINISTERIUM DER FINANZEN BAFIN (1999), S. 2.

[17] Vgl. WOHLWEND (2001), S. 9.

[18] Vgl. WOHLWEND (2001), S. 9.

[19] Vgl. DERIVATE FORUM (2005b), S. 4. Demnach werden Hebelprodukte durchschnittlich sechs Tage, Anlageprodukte vierzig Monate gehalten.

[20] Vgl. HSBC TUB (2005a), S. 90.

[21] Vgl. SAL. OPPENHEIM (2003a), S. 7.

[22] Vgl. SCHMIDT (2005), S. 14.

[23] Vgl. BEIKE/SCHLÜTZ (2005), S. 630.

[24] Vgl. KOBLER (1993), S. 8.

[25] Vgl. MÜLLER-MÖHL (1999), S. 21.

[26] Vgl. RULAND (2004), S. 161.

[27] Vgl. Kapitel 3 und DERIVATE FORMUM (2005c), S. 4.

[28] ETF sind Investmentfonds die einen bestimmten Index 1:1 nachbilden. Vgl. hierzu BEIKE/SCHLÜTZ (2005), S. 704 ff.

[29] Letztere werden in Kapitel 3.1 ausführlich beschrieben.

[30] Vgl. BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 245.

[31] Vgl. STEINER/BRUNS (2002), S. 205.

[32] Vgl. KRIMPHOVE/REGEL (2002), S. 180 f.

[33] Vgl. DEUTSCHES AKTIENINSTITUT (2004), S. 6 f.

[34] Vgl. EASY FOREX (2005).

[35] Vgl. BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 257.

[36] Vgl. STEINER/BRUNS (2002), S. 135 ff.

[37] Nullkuponanleihen werden häufig auch als Zero-Bonds bezeichnet.

[38] EURIBOR = Euro Interbank Offered Rate, wichtiger Referenzzinssatz für kurzfristige Geldanlagen unter Geschäftsbanken. Vgl. hierzu BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 30.

[39] Vgl. BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 257.

[40] Vgl. BEILNER (1992), S. 9.

[41] Vgl. MÜLLER-MÖHL (1999), S. 22.

[42] Synonym verwendet wird häufig der Begriff Underlying.

[43] Vgl. HULL (2006), S. 26.

[44] Vgl. HARTMANN-WENDELS/PFINGSTEN/WEBER (2004), S. 277.

[45] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 41 ff.

[46] Andere synonym verwendete Bezeichnungen sind: Strike oder Ausübungspreis.

[47] Andere synonym verwendete Bezeichnungen sind: Verfall oder Maturität.

[48] Vgl. für eine ausführlichere Beschreibung STEINER/BRUNS (2002), S. 321.

[49] Vgl. JARROW/TURNBULL (1996), S. 14.

[50] Vgl. ELLER (1999b), S. 15.

[51] Die EUREX ist die weltweit führende elektronische Terminbörse mit Sitz in Frankfurt am Main. Vgl. STEINBRENNER (2001), S. 58.

[52] Vgl. STEINER/BRUNS (2002), S. 516.

[53] Wegen ihrer einfachen Konstruktion werden diese auch als „plain vanilla“ Optionen bezeichnet.

[54] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 45.

[55] Vgl. STEINBRENNER (2001), S. 30 ff.

[56] Vgl. ELLER (1999b), S. 16.

[57] Vgl. STEINBRENNER (1996), S. 31.

[58] Vgl. STEINER/BRUNS (2002), S. 525.

[59] Vgl. BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 287.

[60] Vgl. STEINER/BRUNS (2002), S. 524.

[61] Vgl. O.V. (2002).

[62] Vgl. STEINBRENNER (2001), S. 37 f.

[63] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 48.

[64] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 48 f.

[65] Vgl. BECKER/PEPPMEIER (2000), S. 290.

[66] Vgl. RUDOLPH/SCHÄFER (2005), S. 21.

[67] Der Begriff geht zurück auf RUBINSTEIN/REINER (1992). Vorher waren Bezeichnungen wie Boutique- oder Designer-Optionen üblich. Vgl. hierzu ONG (1996), S. 4.

[68] Vgl. HULL (2006), S. 636.

[69] Vgl. REINMUTH (2005), S. 34.

[70] Vgl. HUTTER/WOHLWEND/RÜTHEMANN (2004), S. 71.

[71] Vgl. MÜLLER-MÖHL (1999), S. 296.

[72] Vgl. DUPONT (2004), S. 2.

[73] Vgl. RUBINSTEIN/REINER (1992), S. 28.

[74] Vgl. TOLLE/HUTTER/RÜTHEMANN/WOHLWEND (2005), S. 84.

[75] Siehe Lock-out-Optionsscheine der UBS, z.B. WKN UB97TE.

[76] Siehe Korridor-Optionsscheine der Dresdner Bank, z.B. WKN DR86S8.

[77] Siehe Express-Zertifikate der Deutschen Bank, z.B. WKN DB4072.

[78] Vgl. RUDOLPH/SCHÄFER (2005), S. 336.

[79] Siehe Power-Optionsscheine von HSBC Trinkaus & Burkhardt, z.B. WKN TB9D8D.

[80] Vgl. HSBC TUB (2000), S. 71 f.

[81] Siehe z.B. Bluechips-Basket-Zertifikat von der DZ Bank, WKN 687669.

[82] Vgl. MÜLLER-MÖHL (1999), S. 296.

[83] Vgl. HULL (2006), S. 766.

[84] Vgl. DAS (2001), S. 722.

[85] Siehe z.B. Bonus-Zertifikate von Sal. Oppenheim, z.B. WKN SAL8E2.

[86] Vgl. HSBC TUB (2000), S. 71.

[87] Siehe Multi-Discountzertifikate von HSBC Trinkaus & Burkhardt, z.B. WKN TB6EBE.

[88] Siehe Doppel-Aktienanleihen von HSBC Trinkaus & Burkhardt, z.B. WKN TB88LP.

[89] Siehe Rainbow-Zertifkate von Goldman Sachs, z.B. WKN GS2KJ0.

[90] Vgl. HULL (2001b), S. 280.

[91] Vgl. HSBC TUB (2000), S. 72.

[92] Siehe Hochzinswandler-Anleihen von HSBC Trinkaus & Burkhardt, z.B. WKN 820349.

[93] Vgl. REINMUTH (2005), S. 42.

[94] Vgl. SNYDER (1969), S. 94 f.

[95] Vgl. REINMUTH (2005), S. 45.

[96] Vgl. PECHTL (1999), S. 253.

[97] Vgl. RUDOLPH/SCHÄFER (2005), S. 337.

Ende der Leseprobe aus 138 Seiten

Details

Titel
Der Retailmarkt für strukturierte Anlageprodukte in Deutschland. Produkte, Marktteilnehmer und rechtliche Aspekte
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
138
Katalognummer
V54291
ISBN (eBook)
9783638495349
Dateigröße
915 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Retailmarkt, Anlageprodukte, Deutschland, Produkte, Marktteilnehmer, Aspekte
Arbeit zitieren
Diplom Betriebswirt Christian Köker (Autor), 2006, Der Retailmarkt für strukturierte Anlageprodukte in Deutschland. Produkte, Marktteilnehmer und rechtliche Aspekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54291

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