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Die Frankfurter (Buch-)Messe im 16. Jahrhundert

Title: Die Frankfurter (Buch-)Messe im 16. Jahrhundert

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Normann Stricker (Author)

Book Science
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Mit der folgenden Arbeit soll vor allem versucht werden, die Frankfurter Buchmesse des 16. Jahrhunderts aus der Perspektive der Gegenwart zu betrachten, sowie durch Vergleiche mit der Buchmesse des 21. Jahrhunderts ihre erstaunliche Aktualität aufzuweisen. Zunächst soll in Kapitel drei die Entwicklung der Buchmesse vor ca. 500 Jahren aus der allgemeinen Frankfurter Warenmesse beleuchtet wer‐ den. Dabei möchte ich besonders darlegen, warum nicht von einer „Gründung“ der Buchmesse gesprochen werden kann.

Die damaligen und jetzigen Funktionen der Messe und der Ablauf derselben, die zu dieser Zeit üblichen Messerituale und rechte thematisiere ich anschließend und versuche dadurch, das Bild der Messe ein wenig zu beleben und zu veranschaulichen. Es wird sich zeigen, dass gerade die Funktionen der im 16. Jahrhundert stattfindenden Messe von großer Bedeutsamkeit für die Gegenwart sind. In Kapitel vier wird untersucht, inwiefern die buchhändlerischen Gepflogenheiten des 16. Jahrhunderts bereits modernen Buchhandelsusancen entsprechen oder wenigstens eine Tendenz dazu aufweisen. Dazu werden die Paragraphen der buchhändlerischen Verkehrsordnung als mögliche Parallele herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand und Literatur

3. Die Entstehung der Frankfurter Buchmesse

4. Die Funktionen der Buchmesse

5. Der Ablauf der Messe – Rituale und Rechte

6. Buchhandelsusancen

7. Fazit

8. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frankfurter Buchmesse des 16. Jahrhunderts aus einer gegenwärtigen Perspektive und vergleicht diese mit der Buchmesse des 21. Jahrhunderts, um ihre historische Kontinuität und Aktualität aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Entstehung der Messe, ihren zentralen Funktionen sowie den buchhändlerischen Gepflogenheiten jener Zeit.

  • Historische Genese der Frankfurter Buchmesse aus der allgemeinen Warenmesse
  • Ökonomische und kulturelle Funktionen der Messe im 16. Jahrhundert
  • Analyse der Messerituale und rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Vergleich historischer Buchhandelsusancen mit modernen Regelwerken
  • Reflektion über die Entwicklung der Messe zum heutigen Medien- und Handelsplatz

Auszug aus dem Buch

3. Die Entstehung der Frankfurter Buchmesse

In der Literatur ist immer wieder von „Gründer/n“ und „Gründung“ der Frankfurter Buchmesse zu lesen. So zum Beispiel, wenn Stöckl und Kuenzer in ihrer Publikation »Die Gründer der Frankfurter Buchmesse mit einem Exposé: Gutenberg hat überhaupt nichts gedruckt« den bedeutenden Druckerverleger Peter Schöffer und den zu seiner Zeit ebenfalls sehr bekannten Druckerverleger Johannes Fust sowie den hessischen Buchdrucker und späteren Mann der Fust-Witwe Konrad Henckis als Gründer der Buchmesse bezeichnen – wörtlich heißt es dort:

„Als Pioniere innerhalb der Entwicklung des Verlagswesens erwiesen sich Johannes Fust, Peter Schöffer, sowie Konrad Henckis. ALLE DREI GELTEN ZWEIFELSFREI ALS DIE GRÜNDER DER FRANKFURTER BUCHMESSE.“

Man kann diese Aussage meiner Meinung nach so nicht unkritisiert stehen und gelten lassen. Meine Gegenthese lautet: Die Frankfurter Buchmesse wurde nicht gegründet, sondern entstand im Laufe der Zeit aus der allgemeinen Frankfurter Warenmesse. Denn weder gibt es ein definitives Gründungsdatum – auf das in der Literatur oft erwähnte Jahr 1462 soll später noch einmal eingegangen werden – oder gar eine Gründungsurkunde, noch geben die geschichtlichen Quellen in der Auswertung bis heute Anlass dazu, die drei bedeutenden Drucker und Verleger als Gründer der Buchmesse zu nennen. Die Autoren stützen ihre Aussage unter anderem auf Dietz, der Fust, Schöffer und Henckis in seinem Werk »Frankfurter Handelsgeschichte« als „[…]die Begründer der Frankfurter Buchhändlermesse […]“ betitelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Zielsetzung dar, die Buchmesse des 16. Jahrhunderts mit der modernen Messe zu vergleichen und ihre historische Entwicklung zu beleuchten.

2. Forschungsstand und Literatur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bestehende Fachliteratur und diskutiert die Beschränktheit der Quellenlage zur Entstehung der Buchmesse.

3. Die Entstehung der Frankfurter Buchmesse: Hier wird die These widerlegt, dass die Buchmesse von spezifischen Druckern „gegründet“ wurde, und stattdessen ihre organische Entstehung aus der allgemeinen Warenmesse dargelegt.

4. Die Funktionen der Buchmesse: Das Kapitel analysiert die ökonomischen, kulturellen und kommunikativen Rollen der Messe, die bis in die Gegenwart hinein Bestand haben.

5. Der Ablauf der Messe – Rituale und Rechte: Hier werden die beschwerlichen Anreisewege, die geltenden Messprivilegien sowie die Bedeutung des „Ein- und Ausläutens“ behandelt.

6. Buchhandelsusancen: Die Untersuchung befasst sich mit den buchhändlerischen Gepflogenheiten des 16. Jahrhunderts unter Rückgriff auf die moderne Verkehrsordnung des Börsenvereins.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Aktualität der historischen Messe zusammen und regt an, die Entwicklung der Messe zur modernen Medienmesse weiter zu erforschen.

8. Literaturangaben: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Werke auf.

Schlüsselwörter

Frankfurter Buchmesse, 16. Jahrhundert, Warenmesse, Buchhandel, Messerituale, Buchdruck, Handelsusancen, Verkehrsordnung, Verlagsgeschichte, Messprivilegien, Reformation, Medienmesse, Buchhändler, Literaturgeschichte, Marktfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursprünge und die Funktionsweise der Frankfurter Buchmesse im 16. Jahrhundert und stellt diese in einen direkten Vergleich zu den Strukturen und Funktionen der modernen Buchmesse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Entstehung der Messe, ihre wirtschaftliche Bedeutung, die damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen (Messerituale) sowie die frühen Gepflogenheiten des Buchhandels.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Aktualität historischer Strukturen aufzuzeigen und zu belegen, dass die Buchmesse nicht als einmaliger Gründungsakt entstand, sondern als stetiger Entwicklungsprozess aus der allgemeinen Frankfurter Warenmesse.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine literaturkritische Analyse unter Einbeziehung historischer Quellen und vergleicht diese mit modernen Regeln der buchhändlerischen Verkehrsordnung, um Parallelen und Entwicklungen aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Widerlegung der „Gründungs“-Mythen, eine detaillierte Funktionsanalyse (ökonomisch, kulturell, kommunikativ), den Ablauf der Messe inklusive der Rechtslage sowie eine Untersuchung der damaligen Handelsusancen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Buchhandelsusancen, Warenmesse, Messprivilegien, historische Marktfreiheit, Buchdruck-Ära und den Vergleich zwischen frühneuzeitlichem Handel und der heutigen Medienmesse.

Warum lehnt der Autor die Theorie einer „Gründung“ der Buchmesse ab?

Der Autor argumentiert, dass weder ein konkretes Gründungsdatum noch eine Urkunde existiert und historische Quellen belegen, dass sich der Buchhandel schrittweise als Teil der bestehenden, bedeutenden Frankfurter Warenmesse etablierte.

Welche Rolle spielten die Messerituale für die Kaufleute im 16. Jahrhundert?

Messerituale wie das „Einläuten“ und die damit verbundene Marktfreiheit waren essenziell, da sie die Händler von üblichen städtischen Handelsvorschriften befreiten und einen geschützten Raum für den Austausch und Handel schufen.

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Details

Title
Die Frankfurter (Buch-)Messe im 16. Jahrhundert
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Buchmessen vom ausgehenden 15. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert
Grade
1,3
Author
Normann Stricker (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V54329
ISBN (eBook)
9783638495639
ISBN (Book)
9783640667161
Language
German
Tags
Frankfurter Jahrhundert Buchmessen Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Normann Stricker (Author), 2005, Die Frankfurter (Buch-)Messe im 16. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54329
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