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Juda und Tamar - Zur Exegese von Genesis 38

Title: Juda und Tamar - Zur Exegese von Genesis 38

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 15

Autor:in: Martin Schnurr (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Die biblische Geschichte von Juda und Tamar in Gen 38 handelt von einer Frau, die in einer patriarchalen Gesellschaft ihr Recht auf die Schwagerehe durchsetzt. Nicht zuletzt muss daher dieser Begriff der „Schwagerehe“ (Levirat), der grundsätzlich zum Verstehen der Geschichte notwendig erscheint, näher erläutert werden. Darüber hinaus ist es bedeutsam, eine Einordnung des Textes innerhalb der Josefsgeschichte vorzunehmen, bevor die eigentliche Geschichte mit einem Exkurs zum schon erwähnten Levirat, der Gliederung und Erläuterung des Textes, Charakteristika der auftauchenden Protagonisten so-wie der Textsortenbestimmung untersucht wird. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit der Überlieferungskritik und der theologischen Auswertung: Sowohl biblische, theologische als auch ethische Gesichtspunkte sind hier von nicht unerheblichem Gewicht, um die Frage nach der Aussageabsicht, der Intention hinreichend beantworten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

Funktionen und Grenzen der historisch-kritischen Exegese

2. Hauptteil

2.1 Gen 38 in der Einheitsübersetzung

2.2 Intertextualität

2.2.1 Parallelen

2.2.2 Abgrenzung

2.3 Formkritik

Exkurs: Die Institution der Schwagerehe – Das Levirat

2.3.1 Gliederung und Erläuterungen

2.3.2 Charakteristika der Personen

2.3.3 Zur Textgattung

2.4 Überlieferungskritik

2.4.1 Zur Tradition von Gen 38

2.4.2 Entstehungszeit und soziokultureller Hintergrund

2.5 Theologische Auswertung

3. Schluss:

Zur Aussageabsicht der Erzählung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht exegetisch die biblische Erzählung von Juda und Tamar in Genesis 38, um durch eine historisch-kritische Analyse die Handlungsintention der Protagonistin, die Einbettung in den Josefszyklus sowie die theologische Bedeutung innerhalb des Leviratrechts zu ergründen.

  • Exegese der Familiengeschichte von Juda und Tamar (Genesis 38)
  • Intertextuelle Bezüge zur Josefsgeschichte
  • Formkritische Analyse und Bedeutung des Levirats (Schwagerehe)
  • Überlieferungskritik und historischer Kontext
  • Theologische Auswertung des Tun-Ergehen-Zusammenhangs

Auszug aus dem Buch

2.1 Gen 38 in der Einheitsübersetzung

Die Familiengeschichte Judas, Gen 38, 1-30

1 Um jene Zeit verließ Juda seine Brüder und begab sich hinunter zu einem Mann aus Adullam, der Hira hieß.

2 Juda sah dort die Tochter eines Kanaaniters namens Schua. Er nahm sie zur Frau und wohnte ihr bei.

3 Sie wurde schwanger, gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Er.

4 Sie wurde abermals schwanger, gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Onan.

5 Und noch einmal gebar sie einen Sohn und gab ihm den Namen Schela. Juda war in Kesib, als sie ihn gebar.

6 Juda nahm für seinen Erstgeborenen Er eine Frau namens Tamar.

7 Aber Er, der Erstgeborene Judas, missfiel dem Herrn und so ließ ihn der Herr sterben.

8 Da sagte Juda zu Onan: Geh mit der Frau deines Bruders die Schwagerehe ein und verschaff deinem Bruder Nachkommen!

9 Onan wusste also, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden. Sooft er zur Frau seines Bruders ging, ließ er den Samen zur Erde fallen und verderben, um seinem Bruder Nachkommen vorzuenthalten.

10 Was er tat, missfiel dem Herrn und so ließ er auch ihn sterben.

11 Nun sagte Juda zu seiner Schwiegertochter Tamar: Bleib als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß ist. Denn er dachte: Er soll mir nicht auch noch sterben wie seine Brüder. Tamar ging und blieb im Haus ihres Vaters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die historisch-kritische Methode und stellt die Zielsetzung der Arbeit zur Analyse der Erzählung von Juda und Tamar dar.

2.1 Gen 38 in der Einheitsübersetzung: Dieses Kapitel präsentiert den biblischen Quellentext in der Einheitsübersetzung als Grundlage der Untersuchung.

2.2 Intertextualität: Hier wird das Verhältnis von Genesis 38 zum Josefszyklus durch die Untersuchung von Parallelen und Abgrenzungen beleuchtet.

2.3 Formkritik: Dieser Abschnitt widmet sich der Bestimmung der Textgattung und der strukturellen Gliederung der Erzählung.

2.4 Überlieferungskritik: Die Arbeit untersucht hier die mündlichen und schriftlichen Traditionsstufen sowie den soziokulturellen Entstehungshintergrund.

2.5 Theologische Auswertung: Dieses Kapitel interpretiert die Erzählung hinsichtlich ihrer theologischen und ethischen Aussageabsichten.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Handeln Tamars als Zivilcourage in einen zeitübergreifenden Kontext ein.

Schlüsselwörter

Juda und Tamar, Genesis 38, Levirat, Schwagerehe, Josefsgeschichte, historisch-kritische Exegese, Intertextualität, Formkritik, Überlieferungskritik, Gerechtigkeit, Zivilcourage, Tun-Ergehen-Zusammenhang, Erzählanalyse, Biblische Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der biblischen Erzählung von Juda und Tamar (Genesis 38) unter Anwendung der historisch-kritischen Methode.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Intertextualität zur Josefsgeschichte, die Bedeutung des Levirats (Schwagerehe), die strukturelle Analyse des Textaufbaus und die theologische Einordnung des Erzählten.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Aussageabsicht der Erzählung zu klären und die Rollen von Juda und Tamar unter Berücksichtigung ihres moralischen Handelns und der sozialen Kontexte zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, ergänzt durch formkritische und überlieferungskritische Ansätze zur Textanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Textpräsentation, die intertextuelle Einordnung, eine formkritische Untersuchung (inklusive Exkurs zum Levirat), eine Überlieferungskritik sowie eine abschließende theologische Auswertung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Juda, Tamar, Genesis 38, Levirat, Exegese, Josefsgeschichte, Zivilcourage und biblische Ethik.

Wie bewertet die Arbeit das Verhalten von Tamar?

Tamar wird als handlungsstarke Frau porträtiert, die in einer patriarchalen Gesellschaft unter Einsatz ihres Lebens ihr Recht auf die Schwagerehe durchsetzt, und wird im Fazit mit dem modernen Begriff der Zivilcourage gewürdigt.

Warum wird Juda im Text als „pater familias“ kritisiert?

Juda wird kritisiert, da er seiner Verantwortung als Familienoberhaupt nicht gerecht wird, indem er Tamar das Levirat verweigert und sie täuscht, was zu einer moralischen Zwickmühle führt.

Welche Bedeutung kommt dem JHWH-Bezug in der Erzählung zu?

JHWH tritt nur im ersten Teil der Erzählung als handelnde Instanz auf, die Fehlverhalten bestraft; im zweiten Teil interveniert er nicht mehr, was als Legitimation für Tamars eigenständiges Handeln gedeutet wird.

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Details

Title
Juda und Tamar - Zur Exegese von Genesis 38
College
Saarland University  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Das Buch Genesis
Grade
15
Author
Martin Schnurr (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V54342
ISBN (eBook)
9783638495721
ISBN (Book)
9783638655125
Language
German
Tags
Juda Tamar Exegese Genesis Buch Genesis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Schnurr (Author), 2006, Juda und Tamar - Zur Exegese von Genesis 38, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54342
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