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Koketterie in fremden Kulturen - Übersetzerseminar

Title: Koketterie in fremden Kulturen - Übersetzerseminar

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ina-Eleftheria Sachariadis (Author)

Speech Science / Linguistics
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„In Vor- und Nachworten zu ihren Übersetzungen sowie in Erfahrungsberichten über ihre Übersetzungsarbeit gehen die Übersetzer auf prinzipielle Entscheidungen ein; es sind oft eigentliche Erfahrungs-, Rechenschafts- und Rechtfertigungsberichte, in denen Übersetzungsprinzipien und -methoden, aber auch Einzelentscheidungen verteidigt und praktische Schwierigkeiten erörtert werden. Aus ihnen lassen sich die expliziten Übersetzungstheorien der Übersetzer rekonstruieren –dies eine unabdingbare Voraussetzung für die Übersetzungskritik“1 Im Rahmen des „Übersetzerseminars“ wurde folgende Arbeit verfasst. Es handelt sich dabei um eine „kommentierte Übersetzung“ aus dem Griechischen ins Deutsche. Die Seminarteilnehmer, im Folgenden „Übersetzer“ genannt, wählen einen Text begrenzten Umfangs (ca. 2000 Wörter) aus und übersetzen ihn unter Anwendung einiger der im Unterricht behandelten Übersetzungstheorien. “Every translation is an interpretation that implies the making of choices, and the reader has the right, to know the criteria used by the translator to arrive at his choices”2

In dem theoretischen Teil der Arbeit wird geschildert, wie das Übersetzungsprodukt entstanden ist. Das bedeutet konkret, dass die befolgten Vorgehensweisen beschrieben, die während der Übersetzung aufgetretenen Probleme aufgezeigt, ihre Lösungsansätze und die dabei berücksichtigten Theorien diskutiert werden. Außerdem wird die geleistete Recherchearbeit besprochen, d.h. der Umgang mit Hilfsmitteln wird ausgeführt, unbekannte Termini erläutert und somit die jeweiligen Übersetzungsvorschläge und -entscheidungen gerechtfertigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

1.1 Aufbau

1.2 Ziel

2 Der Übersetzungsauftrag

3 die Ausgangstextanalyse

3.1 die Anwendung der Lasswell-Formel

4 Die Übersetzungsstrategie und die Erwartungen vom ZT

5 Die Übersetzung

Koketterie in fremden Kulturen

Einleitung 1

Einleitung 2

ASIEN

Apatani

Desia

Dogria

Bondo

Banjara

Da-Hanou

Laitou

Padong

„Langhörnige Miao“

OZEANIEN

Dani

AFRIKA

Mursi

Samburu

Bororo

AMERIKA

Kuna

SAGEN UND TRADITIONEN

BILDER

6 Übersetzungskritik

6.1 Eigene Vorgehensweise

6.2 Aufgetretene Übersetzungsprobleme

Der Titel

6.2.1 Ausgangstextspezifische Übersetzungsprobleme

Verbesserung des AT

6.2.2 Sprachenpaarspezifische Übersetzungsprobleme

Anpassung an die ZS

Lexikalische Probleme und Recherchearbeit

6.2.3 Pragmatische Übersetzungsprobleme

Metapher

6.3 Beurteilung der Arbeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer kommentierten Übersetzung eines griechischen Magazinartikels ins Deutsche, wobei die theoretischen Konzepte des Translationsprozesses praktisch angewendet werden. Die Arbeit verfolgt das Ziel, Übersetzungsprobleme auf Basis wissenschaftlicher Theorien systematisch zu identifizieren, zu analysieren und translatorisch fundierte Lösungen zu entwickeln.

  • Anwendung des „Zirkelschemas des Translationsprozesses“ nach Christiane Nord.
  • Analyse des Ausgangstextes mittels der Lasswell-Formel.
  • Untersuchung und Lösung von übersetzungsrelevanten Problemen in den Kategorien: ausgangstextspezifisch, sprachpaar-spezifisch und pragmatisch.
  • Recherchearbeit zur Klärung fachsprachlicher Termini (Stammesnamen, Kleidung, Schmuck) und kultureller Kontexte.
  • Kritische Reflexion des eigenen translatorischen Handelns und der getroffenen Entscheidungen.

Auszug aus dem Buch

Apatani (Nordostindien)

Indienreisende kommen mit einer eindimensionalen Ansicht darüber zurück, wie die Einwohner dieses unendlich großen Landes sind.

Nur Wenige wissen, dass asiatische Völker an den Abhängen von Osthimalaja leben, - dort wo die Grenzen von China (Tibet), Birma und Indien aufeinander treffen- die nichts mit den indoeuropäischen Flachlandbewohnern zu tun haben. In dieser Gegend unternahmen wir Ausflüge zu den Dörfern der Apatani, um die Frauen des Stammes zu sehen, über die wir so viel gehört hatten. Und tatsächlich erlebten wir einen Kulturschock. Die älteren Frauen pflegen immer noch den Brauch, ihre Nase zu durchstechen und auf beiden Seiten in die Löcher kleine, runde Pflöcke aus Holz zu stecken.

Auf den ersten Blick bekommt man den Eindruck, dass die Pflöcke in den Nasenlöchern stecken und dass die Frauen durch den Mund atmen. Dieser Eindruck entsteht zum einen, weil man die Nasenlöcher, im Profil betrachtet, nicht sehen kann und zum anderen, weil der Druck, den die Plättchen ausüben, die Nasenlöcher fast verschwinden lässt.

Die Tradition besagt, dass dieser Brauch der Apatanifrauen, der von einer eher entstellenden Koketterie zeugt, eingeführt wurde, um sie bei dem stärkeren Nachbarvolk, den Nishi, das die Dörfer der Apatani angriff, Güter an sich riss und die Frauen entführte, weniger begehrenswert erscheinen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel erläutert den Zweck der Seminararbeit als kommentierte Übersetzung und definiert den Leitfaden sowie die Zielsetzung der theoretischen Auseinandersetzung.

1.1 Aufbau: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit basierend auf dem Zirkelschema des Translationsprozesses von Christiane Nord dargelegt.

1.2 Ziel: Dieses Kapitel beschreibt das Ziel des Seminars, den Teilnehmern einen Überblick über übersetzungswissenschaftliche Ansätze zu geben und ein kritisches Problembewusstsein zu fördern.

2 Der Übersetzungsauftrag: Das Kapitel definiert den Übersetzungsauftrag als Ausgangspunkt des Prozesses und erläutert die Bedeutung der Zieltextvorgaben für die Handlungsstrategie.

3 die Ausgangstextanalyse: Hier wird der theoretische Rahmen zur Untersuchung des zu übersetzenden Textes hinsichtlich seiner Funktion und der kulturellen Einbettung geschaffen.

3.1 die Anwendung der Lasswell-Formel: In diesem Kapitel wird der Ausgangstext konkret nach der Lasswell-Formel zerlegt, um textexterne und -interne Faktoren zu bestimmen.

4 Die Übersetzungsstrategie und die Erwartungen vom ZT: Dieses Kapitel beschreibt die notwendigen Vorentscheidungen zur Festlegung der Übersetzungsstrategie, um ein funktionsgerechtes Translat zu erstellen.

5 Die Übersetzung: Dieser Abschnitt enthält die eigentliche Übersetzung des Originaltextes „Koketterie in fremden Kulturen“ in die deutsche Sprache.

6 Übersetzungskritik: Dieser Teil beurteilt den persönlichen Übersetzungsprozess, begründet die getroffenen Entscheidungen und bewertet das Translat auf Zweckadäquatheit und Sprachflüssigkeit.

6.1 Eigene Vorgehensweise: Hier werden die methodischen Bearbeitungsstufen beschrieben, die von der Lektüre bis zur finalen Überarbeitung durch Muttersprachler führten.

6.2 Aufgetretene Übersetzungsprobleme: Dieses Kapitel systematisiert die Herausforderungen während der Übersetzung in vier von Christiane Nord definierte Kategorien.

Der Titel: Es wird diskutiert, wie der Titel skoposorientiert unter Berücksichtigung der Zielsituation übersetzt werden kann.

6.2.1 Ausgangstextspezifische Übersetzungsprobleme: Dieses Kapitel behandelt den Umgang mit dem Stil des Autors und notwendige Verbesserungen am Ausgangstext.

Verbesserung des AT: Hier wird erläutert, warum und wie inhaltliche oder logische Fehler im Ausgangstext während der Übersetzung korrigiert wurden.

6.2.2 Sprachenpaarspezifische Übersetzungsprobleme: Dieses Kapitel befasst sich mit Herausforderungen beim Transfer zwischen Griechisch und Deutsch, wie lexikalische Unschärfen.

Anpassung an die ZS: Hier werden notwendige Anpassungen an die zielsprachlichen Normen des Deutschen beschrieben.

Lexikalische Probleme und Recherchearbeit: In diesem Kapitel wird der Prozess der begrifflichen Recherche sowie der Umgang mit Fachtermini erläutert.

6.2.3 Pragmatische Übersetzungsprobleme: Hier wird auf Herausforderungen durch kulturelle Anspielungen des Autors und deren Übersetzung für ein deutsches Zielpublikum eingegangen.

Metapher: Dieses Kapitel behandelt die spezifische Vorgehensweise bei der Übersetzung von privaten und konventionalisierten Metaphern.

6.3 Beurteilung der Arbeit: Zum Abschluss werden die erreichten Ziele reflektiert und der Erkenntnisgewinn aus der praktischen Anwendung von Übersetzungstheorien zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Übersetzungswissenschaft, Translationsprozess, kommentierte Übersetzung, Ausgangstextanalyse, Lasswell-Formel, Übersetzungsprobleme, Zielsprache, Recherchearbeit, Kulturspezifik, Pragmatik, Metapher, Translat, Fachtermini, Ethnologie, Koketterie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist eine kommentierte Übersetzung eines griechischen Magazinartikels zum Thema „Koketterie in fremden Kulturen“, bei der der Übersetzungsprozess nach wissenschaftlichen Theorien dokumentiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die praktische Übersetzung, die theoretische Analyse des Ausgangstextes, die Bewältigung von Übersetzungsproblemen sowie die Reflexion über interkulturelle Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Anwendung theoretischer Konzepte des Translationsprozesses auf einen konkreten Text, um ein kritisches Problembewusstsein zu entwickeln und die theoretischen Ansätze in der Praxis zu erproben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt dem „Zirkelschema des Translationsprozesses“ von Christiane Nord und nutzt die „Lasswell-Formel“ zur Analyse der textexternen und -internen Faktoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ausgangstextanalyse, die Definition der Übersetzungsstrategie, die eigentliche Übersetzung und eine detaillierte Übersetzungskritik, in der auftretende Probleme diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Translationsprozess, Ausgangstextanalyse, Übersetzungskritik, Recherchearbeit sowie spezifische Kategorien wie pragmatische und sprachenpaarspezifische Übersetzungsprobleme.

Wie wurde mit Fehlern im Originaltext umgegangen?

Im Rahmen der „Verbesserung des AT“ wurden fehlerhafte oder unklare Stellen mittels einer gründlichen Recherchearbeit hinterfragt, überprüft und in der Übersetzung korrigiert.

Warum war eine umfangreiche Recherche für Stammesnamen notwendig?

Die Transkription der Namen vom Original ins Griechische machte es oft unmöglich, die lateinischen Entsprechungen direkt zu erraten, weshalb komplexe Suchvorgänge notwendig waren.

Wie wurde die Übersetzung auf die deutsche Zielkultur angepasst?

Dies geschah durch Anpassungen an die deutschen Sprachnormen, die Erläuterung kultureller Anspielungen, die den griechischen Lesern vertraut, deutschen Lesern jedoch fremd sind, sowie die Verwendung von Paralleltexten.

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Details

Title
Koketterie in fremden Kulturen - Übersetzerseminar
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Neugriechische Abteilung)
Course
Übersetzerseminar
Grade
1,3
Author
Ina-Eleftheria Sachariadis (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V54364
ISBN (eBook)
9783638495899
ISBN (Book)
9783656078975
Language
German
Tags
Koketterie Kulturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina-Eleftheria Sachariadis (Author), 2005, Koketterie in fremden Kulturen - Übersetzerseminar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54364
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