1 Einleitung
Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg eines Unternehmens? Diese fast philosophisch erscheinende Frage durchzieht die gesamte Betriebswirtschaftslehre wie ein roter Faden und lässt sich sicher nie vollständig beantworten. Stattdessen wird der Einfluss einzelner Aspekte auf den betrieblichen Erfolg analysiert in der Hoffnung, positive Einflüsse verstärken und negative vermindern oder sogar verhindern zu können. An dieser Stelle beginnt die Planung – verstanden als systematische Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Zielerreichung.1 Gleichgültig, ob es sich um weltweit agierende Unternehmen (so genannte Global Player) oder einen „Ein-Mann-Betrieb“ handelt – geplant wird überall. Sorgfältige Planung kann zwar nie ein Garant für Erfolg sein, sie minimiert aber Risiken der Zukunft, indem zum Beispiel versucht wird, zukünftige Ereignisse zu prognostizieren, um mit entsprechenden Maßnahmen oder Ressourcen optimal reagieren zu können.
Diese Arbeit soll Möglichkeiten dazu aufzeigen, die Planung innerhalb eines Unternehmens mit Hilfe von Software zu unterstützen. Dazu wird zuerst in Kapitel 2 die Aufgabe der Planung und Kontrolle näher beleuchtet, um dann in Kapitel 3 wissenschaftlich fundierte Verfahren vorzustellen, die diese erfüllen können. Im Anschluss daran werden in Kapitel 4 zwei Software-Produkte des deutschen Marktes vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei wird schwerpunktmäßig beschrieben, welche Vorteile die Software-unterstützte Planung und Kontrolle hat, welche Nachteile bestehen und welche Grenzen existieren.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen von Planung und Kontrolle
2.1 Die Anwender einer Planungs- und Kontrollsoftware
2.1.1 Lower-Management
2.1.2 Middle-Management
2.1.3 Top-Management
2.1.4 Zusammenarbeit des Management
2.2 Betriebsbedingte Unterschiede bei Planung und Kontrolle
3 Anforderungen an die Software
3.1 Betriebswirtschaftliche Anforderungen
3.1.1 Modellierung
3.1.2 Verschiedene betriebswirtschaftliche Funktionalitäten
3.1.3 Koordination der Planung
3.1.4 Kontrolle
3.2 Technische Kriterien
3.2.1 Datenquellen
3.2.2 On-Line Analytical Processing (OLAP)
3.2.3 Business Intelligence
3.3 Weitere Aspekte
4 Marktübersicht
4.1 Software-Beispiel: PointOut
4.1.1 Betriebswirtschaftliche Eigenschaften
4.1.2 Technische Eigenschaften
4.1.3 Weitere Eigenschaften
4.2 Software-Beispiel: Planing Consultant
4.2.1 Betriebswirtschaftliche Eigenschaften
4.2.2 Technische Eigenschaften
4.2.3 Weitere Eigenschaften
4.3 Vergleich der vorgestellten Software
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der softwaregestützten Planung und Kontrolle in Unternehmen. Ziel ist es, Anforderungen an solche Systeme zu definieren und diese anhand zweier marktgängiger Softwarebeispiele kritisch auf ihre Eignung und Funktionalität zu prüfen, um den Nutzen solcher Lösungen gegenüber traditionellen Methoden zu bewerten.
- Grundlagen der betrieblichen Planung und Kontrolle
- Betriebswirtschaftliche und technische Anforderungen an Softwarelösungen
- Marktübersicht und detaillierte Analyse spezifischer Softwareprodukte
- Vergleich von PointOut und Planning Consultant
- Kritische Würdigung des Mehrwerts von Planungssystemen
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Verschiedene betriebswirtschaftliche Funktionalitäten
Die Betriebswirtschaftslehre hat einige Methoden entwickelt, die als Standardfunktionen in einer Softwarelösung enthalten sein können, um dem Planer als Werkzeug zur Verfügung zu stehen; einige davon sollen hier kurz vorgestellt werden.
Strength - Opportunities - Failures - Risks – Analyse (SOFT – Analyse)
Diese Analyse soll Informationen über die Stärken (Strength) und Schwächen (Failures) sowie Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) eines Unternehmens aufdecken. Sie wird im Wesentlichen für die Zielbildung, also in der strategischen Planung, vom Top-Management verwendet. Dazu werden verschiedene Kriterien (wie Eigenkapitalanteil) analysiert, prozentmäßig gewichtet und auf einer Skala bewertet.10
Potentialanalyse
Ergänzend zu der SOFT-Analyse liefert die Potenialanalyse Hinweise über Situation des eigenen Unternehmens im Vergleich zu Konkurrenten. Dazu werden die eigenen Fähigkeiten auf einer Skala bewertet. Der Konkurrent erhält stets einen neutralen Wert (bspw. null) und das eigene Unternehmen je nach Situation eine bessere, gleiche oder schlechtere Note. Eine solche Analysefunktion bedarf verschiedenster interner und externer Informationsquellen, auf die bei Bedarf von verschiedenen Personen zugegriffen werden muss.11 Hier könnte zum Beispiel eine Schnittstelle zu einem Dokumentenmanagementsystem notwendig sein, die alle relevanten Dokumente zentral speichert und bereithält.12
ABC-Analyse
Die bereits angesprochene ABC-Analyse unterteilt Beschaffungs- oder Absatzprodukte in drei Kategorien. Dabei werden die Produkte auf Mengenanteil und Wertanteil untersucht und anschließend, nach ihrem relativen Wertanteil geordnet, zu drei Gruppen zusammengefasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Planung für den Unternehmenserfolg und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen von Planung und Kontrolle: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben der Führung, unterteilt in Phasen der Willensbildung und Willensdurchsetzung, und analysiert die verschiedenen Anwendergruppen.
3 Anforderungen an die Software: Hier werden betriebswirtschaftliche und technische Kriterien erarbeitet, die moderne Planungs- und Kontrollsoftware erfüllen muss.
4 Marktübersicht: Dieses Kapitel präsentiert und vergleicht die Softwareprodukte PointOut und Planning Consultant hinsichtlich ihrer Funktionalität und Architektur.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hinterfragt kritisch den tatsächlichen Mehrwert spezieller Planungssoftware gegenüber Standardanwendungen.
Schlüsselwörter
Planung, Kontrolle, Software, Betriebswirtschaft, Management, Modellierung, OLAP, Business Intelligence, Strategie, Reporting, Kennzahlen, Automatisierung, Soll-Ist-Vergleich, IT-Systeme, Software-Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von spezieller Software zur Unterstützung von Planungs- und Kontrollprozessen in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Unternehmensführung, die Definition von Anforderungen an IT-gestützte Planungssysteme sowie der Vergleich bestehender Softwarelösungen am Markt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Software Planungsprozesse unterstützen kann, und durch einen Produktvergleich den praktischen Nutzen sowie Grenzen solcher Systeme zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse zu Planungsmethoden durchgeführt, kombiniert mit einer vergleichenden Analyse (Marktübersicht) zweier spezifischer Softwareprodukte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Anforderungen (betriebswirtschaftlich und technisch) sowie die detaillierte Evaluierung der Softwareprodukte PointOut und Planning Consultant.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Planung, Kontrolle, Business Intelligence, Kennzahlenmanagement und Software-Evaluierung sind die zentralen Begriffe.
Wie unterscheiden sich PointOut und Planning Consultant technisch?
PointOut bietet eine modulare Architektur mit einer integrierten Makrosprache und offenen Schnittstellen, während Planning Consultant als weitgehend starre Komplettlösung ohne ausgeprägte Schnittstellen zu Datenbanken konzipiert ist.
Warum ist eine Unterscheidung der Management-Ebenen relevant?
Da verschiedene Ebenen (Top-, Middle-, Lower-Management) unterschiedliche Planungszeiträume und Informationsbedarfe haben, müssen Software-Systeme unterschiedliche funktionale Anforderungen abdecken.
- Quote paper
- Thorsten Jopp (Author), 2002, Marktgängige Systeme zur Planung und Kontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5438