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Motorische Entwicklung des Greifens beim Säugling

Title: Motorische Entwicklung des Greifens beim Säugling

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Nauß (Author)

Sport - Sport Psychology
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Gegenstand dieser Arbeit ist die motorische Entwicklung des Säuglings beim Greifen. Dieses Thema ist keineswegs veraltet, sondern ist auch in der heutigen Zeit noch oder wieder aktuell. Z.B. findet sich in einer Ausgabe der Zeitschrift Geo - das neue Bild der Erde ein Artikel über die Entwicklung des Kindes. Daraus geht deutlich hervor, dass bereits Säuglinge von Anfang an eine selbstgestalterische Fähigkeit besitzen und sozial agieren, indem sie in Kontakt mit ihrer Umgebung treten. Es wird unter anderem untersucht, inwieweit man kognitive und motorische Entwicklungen beeinflussen und fördern kann (Geo - das neue Bild der Erde, Ausgabe 12/2004, S. 65-90). Um das Thema nun näher untersuchen zu können, müssen erst Begrifflichkeiten des Titels genauer definiert werden: Unter motorischer Entwicklung versteht man die Entwicklung der Gesamtheit der aktiven, vom Gehirn gesteuerten und koordinierten Bewegungen des menschlichen Körpers (Duden, das Fremdwörterbuch, 2001). Greifen ist die Fähigkeit, Gegenstände in die Hand zu nehmen und festzuhalten oder loszulassen. Dafür muss, wie später beschrieben wird, die Koordination der visuellen Wahrnehmung und der Handbewegung gegeben sein. Hält das Kleinkind erst einmal einen Gegenstand in seinen Händen, um ihn zu begutachten und zu befühlen, werden die Sinne aktiv, was für die kognitive Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist (Krombholz, 1999). Außerdem werden in der vorliegenden Arbeit Voraussetzungen für die motorische Entwicklung des Greifens genauer erläutert, wonach die Behandlung des Greifreflexes bei Säuglingen vom dritten bis etwa zum fünften Lebensmonat folgt. Der Reflex erlischt und die eigentliche Entwicklung des Greifens kann beginnen. Es werden neben motorischen auch andere Entwicklungen wie kortikale, kognitive, soziale und psychologische betrachtet. Unterschiede in der Entwicklung gibt es hierbei in den verschiedenen Kulturkreisen, die auch den Zeitpunkt der jeweiligen motorischen Entwicklung beeinflussen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Voraussetzungen für eine optimale motorische Entwicklung

2.1 Der Greifreflex

2.1.1 Das Nervensystem

2.2 Primäre und sekundäre Variabilität

3 Entwicklung des Greifens

3.1 Die Entstehung der Greifhandlung

3.2 Verschiedene Stadien in der Entwicklung der Greifbewegung

3.3 Arten des Greifens

3.4 Koordination von visueller Wahrnehmung und Handbewegung / Auge-Hand Koordination

3.5 Kognitive Entwicklung

3.6 Das Planen von Aktivitäten, Entwicklung des Spiels

3.7 Bedeutung der Greifentwicklung für die weitere Entwicklung des Säuglings

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die motorische Entwicklung des Säuglings unter besonderer Berücksichtigung des Greifprozesses. Dabei wird analysiert, welche physiologischen, neurologischen und umweltbedingten Voraussetzungen das Kind benötigt, um vom anfänglichen Greifreflex zur willkürlichen und koordinierten Greifhandlung zu gelangen, und welche Rolle dieser Entwicklungsschritt für die gesamte kognitive Reifung spielt.

  • Anatomische und neurologische Grundlagen der Säuglingsmotorik
  • Der Übergang vom Greifreflex zur bewussten Greifhandlung
  • Stadien der Entwicklung der Auge-Hand-Koordination
  • Zusammenhang zwischen Greifen, Spielverhalten und kognitiver Entwicklung
  • Bedeutung von Umwelteinflüssen und biologischer Reifung

Auszug aus dem Buch

3.2 Verschiedene Stadien in der Entwicklung der Greifbewegung

Der Begriff „kompetenter Säugling“ deskribiert den Lebensabschnitt eines Säuglings zwischen vier Monaten und einem Jahr. In dieser Zeit passieren die wichtigsten Entwicklungen. Grundlegende Kompetenzen wie Lokomotion, soziale Fähigkeiten und Nahrungsaufnahme werden vom Baby erlernt und verbessert (Oerter / Montada, 2002). Im Folgenden wird ein Überblick über die Stadien der Greifentwicklung beim Säugling gegeben, die Halverson (in Oeter / Montada, 2002) für die 16. bis 52. Woche erstellte. 16 Wochen: Noch kein Greifen nach Objekten. 20 Wochen: Objekte werden erstmals berührt und eine unsichere Greifbewegung ist erkennbar. 28 W.: Sicheres Festhalten, kein Umschließen mit der ganzen Handfläche. 32–36 W.: Daumen und Finger werden einzeln in Greifhandlung mit einbezogen. Ab 52 W.: Die Grundform des Greifens ist erreicht und ähnelt in ihrem Ablauf schon weitgehend der eines Erwachsenen (Nickel, 1974).

Im Folgenden wird der Überblick mit Holles (1988) Darstellung ergänzt: In der ersten Woche ist die Hand gefäustet und der Hangreifreflex ist aktiv, das Neugeborene ist nicht imstande loszulassen. Mit zwei bis drei Monaten nimmt das Kind nur Gegenstände mit drittem, vierten, fünften Finger in die Hand, wenn er diese berührt. In dem Zeitraum von drei bis vier Monaten ist die Hand gewöhnlich geöffnet und Mitbewegungen der anderen Hand sind möglich. Außerdem können Gegenstände mit der ganzen Hand gehalten werden. Vom vierten bis fünften Monat kann ein Kind ein Objekt zur Mittellinie führen und benutz gleichzeitig beide Hände. Gegenstände können langsam losgelassen werden. Im fünften bis sechsten Monat ist das Radial – palmare Greifen entwickelt: Gegenstände können von der einen zur anderen Hand geführt werden. Mit sechs bis acht Monaten können Objekte durch Ausstrecken der Hände erreicht und ergriffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Gegenstand der Arbeit, erläutert die Aktualität des Themas der motorischen Entwicklung im Säuglingsalter und legt die begrifflichen Grundlagen fest.

2 Voraussetzungen für eine optimale motorische Entwicklung: Dieses Kapitel behandelt die biologischen und physiologischen Grundlagen, insbesondere den Greifreflex und die Rolle des Nervensystems, die den Startpunkt für die motorische Entwicklung bilden.

3 Entwicklung des Greifens: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Stadien, Arten und koordinativen Aspekte der Greifentwicklung, inklusive der kognitiven Vernetzung und der Bedeutung für das Spielverhalten.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Faktoren zusammen, die das Zusammenspiel von biologischer Reifung und Umwelteinflüssen bei der Ausbildung feinmotorischer Fähigkeiten bestimmen.

Schlüsselwörter

Motorische Entwicklung, Greifreflex, Säuglingsentwicklung, Auge-Hand-Koordination, Feinmotorik, kognitive Entwicklung, Sensomotorik, Greifhandlung, Palmargreifen, Pinzettengriff, neuronale Reifung, exploratives Spiel, Entwicklungsschritte, kindliche Entwicklung, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der motorischen Entwicklung von Säuglingen, insbesondere mit dem komplexen Prozess des Erlernens des Greifens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die physiologischen Voraussetzungen, der Reflexabbau, die Stadien der Handkoordination und der Einfluss des Greifens auf die kognitive Reifung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, darzustellen, wie sich Greifbewegungen entwickeln und welche Bedeutung diese für die gesamte Entwicklung des Säuglings – vom Säuglingsalter bis hin zur ersten aktiven Spielphase – haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als theoretische Hausarbeit angelegt, die auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Fachliteratur und Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Reflexe, die Stadien der Greifentwicklung, die visuelle und kognitive Steuerung sowie die Einbettung des Greifens in das Spielverhalten des Kindes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Motorik, Greifreflex, Auge-Hand-Koordination, kognitive Entwicklung, Sensomotorik und die Reifungsprozesse im ersten Lebensjahr.

Wie unterscheidet sich der Greifreflex von der späteren Greifhandlung?

Der Greifreflex ist eine unwillkürliche, biologisch vorgegebene Reaktion, während die spätere Greifhandlung ein willkürlicher, visuell gesteuerter und geplanter Prozess ist.

Warum ist das Greifen so wichtig für die kognitive Entwicklung?

Durch das Greifen kann das Kind Gegenstände aktiv erkunden, befühlen und untersuchen, was neue Informationen über die Umwelt liefert und neuronale Lernprozesse stimuliert.

Was beschreibt der Begriff "kompetenter Säugling" in der Arbeit?

Dieser Begriff beschreibt den Lebensabschnitt zwischen dem vierten Lebensmonat und dem ersten Lebensjahr, in dem die wichtigsten motorischen Kompetenzen wie das zielgerichtete Greifen erworben werden.

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Details

Title
Motorische Entwicklung des Greifens beim Säugling
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Sportwissenschaft und Sport)
Grade
1,0
Author
Nicole Nauß (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V54434
ISBN (eBook)
9783638496469
ISBN (Book)
9783656787150
Language
German
Tags
Motorische Entwicklung Greifens Säugling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Nauß (Author), 2005, Motorische Entwicklung des Greifens beim Säugling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54434
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