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Giordano Bruno und die Unendlichkeit des Universums

Eine kurze Darstellung

Title: Giordano Bruno und die Unendlichkeit des Universums

Term Paper , 2001 , 13 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: M.A. Simone Nuß (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Das auslaufende 16. Jahrhundert war gekennzeichnet durch Umwälzungen, die das bis dahin unumschränkt herrschende Papsttum in Frage stellten und seine Machtposition schmälerten. Der calvinistische und lutherische Protestantismus hatten sich dauerhaft etabliert.
Aber auch aus einer ganz anderen Richtung kamen neue Gedanken, die den Ansichten des damaligen Katholizismus entgegenstanden. Der Astronom Nikolaus Kopernikus entwickelte ein neues Modell unseres Planetensystems. Zu Beginn dieser Umwälzungen betrat mit Giordano Bruno ein Mann die Bühne der Geschichte, dessen Leben selbst ein Spiegelbild dieses geistigen Wandels darstellte. Daher zählt er neben Galilei zur zweitwichtigsten Symbolfigur des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit.
Im vorliegenden Buch geht es zunächst um die Biographie dieses außergewöhnlichen Mannes. Anschließend werden die Begriffe Ursache, Prinzip und Weltseele aus seinem Werk "Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen" näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie Giordano Brunos

2.1. Kindheit und Jugend

2.2. Seine Ordenszeit

2.3. Wendepunkt und Verlassen des Ordens

2.4. Seine Wanderjahre

2.5. Die Gefangenschaft und der Prozess

3. Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen

3.1. Prinzip und Ursache

3.2. Weltseele

Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Leben und dem philosophischen Werk Giordano Brunos, der als eine der bedeutendsten Symbolfiguren des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit gilt. Das Ziel der Arbeit ist es, einerseits das bewegte Leben des Denkers nachzuzeichnen und andererseits seine zentralen metaphysischen Begriffe aus dem Werk „Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen“ zu analysieren.

  • Biographische Entwicklung Giordano Brunos und sein Weg vom Dominikanerorden bis zum Inquisitionsprozess.
  • Die philosophische Bedeutung von Gott als oberstes Prinzip und erste Ursache.
  • Untersuchung der metaphysischen Rolle der Weltseele als belebende Kraft im Universum.
  • Einflüsse aristotelischer Naturphilosophie auf das Denken von Giordano Bruno.
  • Der Übergang vom mittelalterlichen Weltbild zur neuzeitlichen Naturphilosophie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Prinzip und Ursache

Diese beiden Begriffe sind grundlegend für Brunos Werk, denn er greift in seinem Dialog immer wieder darauf zurück.

Gott ist nach Giordano Bruno oberstes Prinzip und zugleich erste Ursache. Prinzip ist er für ihn insofern er das Erste überhaupt war, dem alles andere nachsteht. In seinem Dialog beschreibt er dies wie folgt: „Wir nennen Gott oberstes Prinzip, insofern alle Dinge nach bestimmter Reihenfolge des früher und später, oder nach Natur, Dauer, Würdigkeit ihm nachstehen.“ (G. Bruno, 1977,27).

Ursache ist Gott für ihn, insofern der Unterschied zu allem, was existiert durch ihn selbst gesetzt wird. „Wir nennen Gott erste Ursache, insofern alle Dinge von ihm unterschieden sind wie die Wirkung vom Wirkenden, das Hervorgebrachte vom Hervorbringenden.“ (G. Bruno, 1977, 27).

Doch Brunos Bild von Gott als Ursache und Prinzip in einem, darf nicht nur in der christlichen monotheistischen Tradition gesehen werden, es muss vielmehr aus der Sicht der stoischen Antike mit ihrer pantheistischen Weltsicht betrachtet werden. Gott war nämlich für ihn nicht außerhalb, sondern in der Welt, als deren größte Ursache, d.h. er ist in allem, und somit ist die Natur identisch mit Gott. Kurz gefasst ist Giordano Brunos Gott identisch mit „Goethes Gott, dem es „ziemt, die Welt von innen zu bewegen, Natur in sich, sich in Natur zu hegen – so daß, was in ihm lebt und webt und ist, nie seinen Geist, nie seine Kraft vermisst“(Anführungszeichen im Original)“ (Grosse Männer der Weltgeschichte, 76). Daher muss der Mensch nach der Erkenntnis der Natur streben und nicht nach einem übernatürlichen Wesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet Giordano Bruno in den historischen Kontext der Umwälzungen des 16. Jahrhunderts ein und umreißt das Ziel der Arbeit, sein Leben und seine philosophischen Hauptbegriffe zu untersuchen.

2. Biographie Giordano Brunos: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Brunos von seiner Kindheit in Nola über seine Zeit als Dominikanermönch bis hin zu seiner Flucht durch Europa und seinem tragischen Ende als Ketzer in Rom nach.

2.1. Kindheit und Jugend: Dieser Abschnitt behandelt die familiäre Herkunft Brunos, seine frühe Ausbildung und die Einflüsse, die seinen Wunsch nach einer intellektuellen Laufbahn prägten.

2.2. Seine Ordenszeit: Hier wird der Eintritt in den Dominikanerorden, das intensive Studium verbotener Schriften und die wachsenden inneren Konflikte mit der Institution Kirche beschrieben.

2.3. Wendepunkt und Verlassen des Ordens: Das Kapitel beschreibt den Bruch mit dem Orden infolge der Bartholomäusnacht und die zunehmenden Verdächtigungen aufgrund seiner philosophischen Ansichten.

2.4. Seine Wanderjahre: Diese Passage schildert Brunos Fluchtstationen durch ganz Europa, seine Lehrtätigkeiten und die Entstehung seiner wichtigsten philosophischen Werke.

2.5. Die Gefangenschaft und der Prozess: Dieser Teil dokumentiert den Denunziationsvorgang durch Mocenigo, die langjährige Inhaftierung in Venedig und Rom sowie die letztliche Hinrichtung Brunos.

3. Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen: Das Kapitel führt in das gleichnamige Werk ein und erläutert Brunos Fokus auf metaphysische Fragen bezüglich der bewegenden Kräfte des Universums.

3.1. Prinzip und Ursache: Hier werden die philosophischen Definitionen von Prinzip und Ursache bei Bruno sowie deren Identität in Gott und ihre Differenz in der Natur analysiert.

3.2. Weltseele: Der Abschnitt erklärt die Rolle der Weltseele als universelle, belebende Kraft, die als innere Form die Welt gestaltet und durchdringt.

Schluss: Der Schluss reflektiert den Einfluss von Brunos Gedanken auf spätere Erziehungstheorien und Pädagogen wie Fröbel und Montessori.

Schlüsselwörter

Giordano Bruno, Renaissance, Metaphysik, Ursache, Prinzip, Weltseele, Naturphilosophie, Inquisitionsopfer, Kopernikanisches Weltbild, Pantheismus, Dominikanerorden, Philosophiegeschichte, Einheit, Aristoteles, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Leben des Philosophen Giordano Bruno und analysiert seine metaphysischen Kernkonzepte aus seinem Werk „Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der biographischen Entwicklung eines der bedeutendsten Denker der Renaissance sowie auf seiner pantheistisch geprägten Naturphilosophie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Brunos Lebensgeschichte und sein intellektueller Wandel eng mit seinen philosophischen Theorien über das Universum verwoben sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Biographik mit der Auswertung zentraler philosophischer Quellentexte Brunos verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Lebensstationen Brunos und eine systematische philosophische Untersuchung der Begriffe Ursache, Prinzip und Weltseele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Metaphysik, Naturphilosophie, Giordano Bruno, Pantheismus und den Übergang von der mittelalterlichen zur neuzeitlichen Gedankenwelt charakterisiert.

Warum wurde Bruno als Ketzer verurteilt?

Bruno vertrat unter anderem Ansichten, die das christliche Trinitätsdogma in Frage stellten und Gott mit der Natur gleichsetzten, was seine Inquisitoren als Sektierertum und Häresie werteten.

Inwiefern hat Brunos Philosophie einen Einfluss auf die Pädagogik?

Wie im Schluss der Arbeit dargelegt, finden sich in Brunos Annahme, dass das Göttliche in jedem Menschen und in der Natur verborgen liegt, Parallelen zu den Erziehungsideen von Pädagogen wie Fröbel und Montessori.

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Details

Title
Giordano Bruno und die Unendlichkeit des Universums
Subtitle
Eine kurze Darstellung
College
University of Würzburg  (Philosophische Fakultät)
Grade
sehr gut
Author
M.A. Simone Nuß (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V5451
ISBN (eBook)
9783638133180
ISBN (Book)
9783638853743
Language
German
Tags
Giordano Bruno Unendlichkeit Universums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Simone Nuß (Author), 2001, Giordano Bruno und die Unendlichkeit des Universums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5451
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