Dieser Text beschäftigt sich in erster Linie mit der Rolle des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Seine Aufgaben und Funktionen, aber auch Schwierigkeiten, die die Ausführung dieses Amtes mit sich bringt, werden thematisiert.
Zum besseren Verständnis steht am Anfang der Arbeit eine kurze Einführung über die Geschichte, den Aufbau, die Ziele, die Grundsätze und die Mechanismen zur Friedenssicherung der Vereinten Nationen.
Zudem wird die Position, die Österreich innerhalb der Vereinten Nationen einnimmt, besprochen, sowie dessen engagierte Teilnahme in sämtlichen UN - Organen. Nicht unerwähnt bleibt auch der umstrittene Punkt der Neutralität Österreichs und deren vielleicht nur scheinbare Kompatibilität mit internationalen Organisationen.
Zudem werden kleine Länder in das Blickfeld der Betrachtung gezogen. Welche Möglichkeiten stehen diesen Staaten zur Verfügung, um in dem internationalen Prozess einen Beitrag zu leisten?
Hauptaugenmerk liegt auf der Person Dr. Kurt Waldheim, der in den Jahren 1972 bis 1981 als Generalsekretär der Vereinten Nationen einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die internationale Politik ausüben konnte, wobei der Vollständigkeit halber das Weltgeschehen zu dieser Zeit nicht unberücksichtigt bleiben darf.
Den Schluss dieser Arbeit bilden die Reformbestrebungen innerhalb des Systems der UNO und ein Blick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Methodischer Zugang
1.5 Theoretischer Zugang
2. Die Vereinten Nationen
2.1 Gründung
2.2 Aufbau
2.2.1 Organe im System der Vereinten Nationen
2.3 Ziele & zentrale Tätigkeitsfelder der UN
2.3.1 Konfliktmanagement
2.4 Grundsätze der Vereinten Nationen
3. Die Rolle, die Österreich (kleinen Staaten) innerhalb des Systems der Vereinten Nationen zugestanden wird
3.1 Beginn der Mitgliedschaft Österreichs bei der UNO
3.2 Engagierte österreichische UN – Politik
3.2.1 Beteiligung Österreichs an „Peace Keeping Missionen“
3.2.2 Österreich in den Sonderorganisationen
3.2.3 Wien als Sitz der UNO
3.3 Österreich und die Neutralität
3.4 Vorteile von kleinen Ländern
3.5 Rechte und Pflichten von kleinen Staaten
4. Die Rolle des Generalsekretärs
4.1 Aufgaben &Funktionen
4.2 Diplomatische Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen
4.2.1 Eigeninitiativen
5. Rolle von Dr. Kurt Waldheim
5.1 Biographie
5.2 Weltgeschehen in den Jahren 1972 bis 1981
5.2.1 Beteiligung Österreichs
5.3 Einflussmöglichkeiten von Waldheim
6. Reformbestrebungen innerhalb der UN
7. Conclusio
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Beitrag und den Einfluss Österreichs innerhalb der Vereinten Nationen zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Amtsperiode von Dr. Kurt Waldheim als Generalsekretär (1972-1981) liegt. Die Forschungsarbeit geht dabei der Frage nach, ob ein kleiner Staat wie Österreich aktiv Einfluss auf das System der Vereinten Nationen ausüben kann und inwiefern die diplomatischen Möglichkeiten eines Generalsekretärs zur Friedenssicherung beitragen.
- Die Rolle und Möglichkeiten kleiner Staaten in der UN
- Die Funktion und der Handlungsspielraum des UN-Generalsekretärs
- Die Person Dr. Kurt Waldheim und sein diplomatisches Wirken
- Österreichs Beteiligung an friedenserhaltenden Missionen
- Strukturen und Reformbestrebungen innerhalb der Vereinten Nationen
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Eigeninitiativen
Auch im Bereich der Erhaltung des Weltfriedens stehen dem Generalsekretär Instrumente zur Verfügung, ohne Einsatz militärischer Zwangsmaßnahmen zu einem für alle Streitparteien annehmbaren Kompromiss zu gelangen.
Diese wurden in Kapitel 4.1 schon erläutert, jedoch gibt es abgesehen von den in der Charta vorgesehenen Funktionen noch andere Möglichkeiten, auf einen Konflikt Einfluss zu nehmen.
Dem Generalsekretär steht ein doch recht großer Handlungsspielraum zur Verfügung, innerhalb dessen er sich bewegen kann. Die bisherigen Generalsekretäre haben ein recht unterschiedliches Verständnis bezüglich ihres Handlungsspielraumes an den Tag gelegt, jedoch scheint der Einsatz der „präventiven Diplomatie“ immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Hierbei soll versucht werden, einen Konflikt noch vor Ausbruch im Keim zu ersticken. Diese Vermittlungstätigkeit, die ohne ausdrückliche Ermächtigung eines anderen UN- Organs erfolgt, „hat in ruhiger Weise unter Vermeidung des Rampenlichtes der Öffentlichkeit zu erfolgen“, ein Umstand, der die Dokumentation derartiger Situationen schwierig macht.
„Darin liegt aber auch die Stärke dieser Diplomatie. Geht es gut, weiß niemand davon, da die Krise ja nicht ausgebrochen ist. Geht es schief, heißt es gewöhnlich, die Vereinten Nationen hätten wieder einmal versagt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Vereinten Nationen sowie das spezielle Forschungsinteresse an der Amtszeit von Dr. Kurt Waldheim ein.
2. Die Vereinten Nationen: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung, den organisatorischen Aufbau sowie die zentralen Ziele und Konfliktmanagement-Methoden der Vereinten Nationen.
3. Die Rolle, die Österreich (kleinen Staaten) innerhalb des Systems der Vereinten Nationen zugestanden wird: Hier wird die Mitgliedschaft Österreichs, seine Rolle als kleiner Staat und sein Beitrag zu Friedensmissionen sowie die Bedeutung der Neutralität analysiert.
4. Die Rolle des Generalsekretärs: Dieses Kapitel thematisiert die Aufgaben, politischen Funktionen und den diplomatischen Handlungsspielraum des Generalsekretärs.
5. Rolle von Dr. Kurt Waldheim: Im Zentrum dieses Teils stehen die Biografie, das zeitgenössische Weltgeschehen und die spezifischen Einflussmöglichkeiten von Dr. Kurt Waldheim während seiner Amtszeit.
6. Reformbestrebungen innerhalb der UN: Das Kapitel behandelt die Notwendigkeit und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung grundlegender Strukturreformen innerhalb der Organisation.
7. Conclusio: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Rolle von Diplomatie und Engagement für kleine Staaten innerhalb einer Weltorganisation.
Schlüsselwörter
Vereinte Nationen, UNO, Dr. Kurt Waldheim, Generalsekretär, Friedenssicherung, Österreich, Neutralität, Kleinstaaten, Diplomatie, Konfliktmanagement, Peacekeeping, Internationale Politik, Weltfrieden, Reformbestrebungen, Präventive Diplomatie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Beitrag Österreichs zu den Vereinten Nationen und untersucht dabei besonders den Einfluss von Dr. Kurt Waldheim während seiner zehnjährigen Amtszeit als UN-Generalsekretär.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Rolle kleiner Staaten in der internationalen Politik, den Funktionen des UN-Generalsekretärs, österreichischen Friedensmissionen und den strukturellen Reformen innerhalb der Vereinten Nationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Hauptforschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob kleine Staaten wie Österreich die Möglichkeit haben, Einfluss auf den Apparat der UN auszuüben, und welchen Beitrag der Generalsekretär zur Friedenssicherung leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit bedient sich der qualitativen Inhaltsanalyse, um Informationen über die Tätigkeiten und den Einfluss internationaler Organisationen systematisch und nachvollziehbar auszuwerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau der UN, die spezifische Situation Österreichs im System der UN, die Rolle des Generalsekretärs als diplomatischer Akteur und eine detaillierte Analyse der Amtsperiode von Dr. Kurt Waldheim behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Vereinte Nationen, Friedenssicherung, Dr. Kurt Waldheim, Neutralität, Kleinstaaten und Diplomatie.
Warum war die Ernennung eines österreichischen Generalsekretärs für Österreich von Bedeutung?
Die Ernennung wird als Chance für Österreich gesehen, aktiver an der internationalen Politik teilzunehmen und sich als Vermittler in einer schwierigen Phase der Weltgeschichte zu etablieren.
Welche Rolle spielt die Neutralität Österreichs für sein Engagement in der UNO?
Die Neutralität wird als vorteilhaft erachtet, da sie es Österreich ermöglicht, als unparteiischer Akteur zu agieren, der nicht automatisch in die Machtkämpfe der Blöcke involviert ist.
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- Barbara Murth (Author), 2004, Österreichs Beitrag innerhalb der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Amtsperiode Dr. Kurt Waldheims als Generalsekretär (1972-1981), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54607