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Die gesellschaftlichen und literarischen Folgen des Buchdrucks am Beispiel der Schönen Magelone

Title: Die gesellschaftlichen und literarischen Folgen des Buchdrucks am Beispiel der Schönen Magelone

Seminar Paper , 2001 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hanka Loos (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Der Hausarbeit liegt der 1527 vom Französischen ins Deutsche übersetzte Roman der „Schönen Magelone“ von Veit Warbeck zugrunde, der 1535 von Georg Spalatin in Druck gegeben wurde. Anhand dessen soll untersucht werden, inwiefern sich der Text und das Publikum durch den Medienwechsel vom handgeschriebenen zum gedruckten Buch verändert. Dabei wird der durch den Druckauftraggeber Spalatin geschriebene „sendbrieff“ von besonderem Interesse sein. Zunächst erfolgt eine theoretische Darlegung der Verbreitung und Bedeutung des Buchdrucks. Dabei wird auch darauf eingegangen, was als Erstes gedruckt wurde und wer die Rezipienten waren.

Auf dieser theoretischen Grundlage basierend werde ich mir Warbecks Übersetzung speziell unter den Gesichtspunkten des Publikums und der Funktion anschauen. Im Anschluß daran soll der gedruckte Text und Spalatins Vorrede im Mittelpunkt der Untersuchung stehen. Auch hier werde ich mich sowohl mit dem Publikums- und dem damit einhergehenden Funktionswandel als auch mit Spalatins Umdeutung des Textes beschäftigen, um dann ein Ergebnis zu bekommen, inwiefern der Medienwechsel den Text bzw. dessen Rezeption verändert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Buchdruck

1.1 Druckerzeugnisse

1.2 Rezipienten

2. „Die schöne Magelone“

2.1 Warbecks Übersetzung

2.2 Warbecks Publikum

2.3. Funktion der Magelone-Übersetzung Warbecks

3. Druck der Magelone durch Spalatin

3.1 Druck

3.2 Vorrede Spalatins

3.3 Publikumswandel

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des durch die Erfindung des Buchdrucks bedingten Medienwechsels auf die Rezeption und Funktion des Romans „Die schöne Magelone“ im 16. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Ausrichtung und moralische Deutung des Textes durch die Transformation vom handschriftlichen Einzelstück hin zum gedruckten, für ein breiteres Publikum zugänglichen Medium veränderte.

  • Historische Bedeutung und Verbreitung des Buchdrucks im 15. und 16. Jahrhundert
  • Die Rolle von Veit Warbecks Übersetzung als höfisches Unterhaltungs- und Erziehungsinstrument
  • Georg Spalatins Rezeptionslenkung durch den „sendbrieff“ in der Druckausgabe von 1535
  • Der soziologische Wandel des Publikums von aristokratischen Kreisen zum Stadtbürgertum
  • Die Umdeutung des Romans von einer höfischen Erzählung zu einem moralisch-pädagogischen Exempel

Auszug aus dem Buch

3.2 Vorrede Spalatins

Die Textvorlage war für den Druck und die damit verbundenen „Zwecke des literarischen Marktes kaum verändert worden.“ Doch stellte Spalatin einen „sendbrieff“ an den Anfang, der in erster Linie dazu diente, eine Rezeption anzufertigen, um dem Publikum zu vermitteln, wie es dieses Buch und dessen Inhalt zu verstehen habe.

Spalatin stellt das Buch als eine züchtige Lektüre vor, die für alle Frauen geeignet ist. Neben der wiederholten Betonung auf den Unterhaltungswert dieser Schrift hebt er die moralisch-theologische Funktion des Buches hervor, die in der Vermittlung besteht, daß jeder „sein seligkeyt in bemelter stuck keinem / sonder allein vnd einig in gots lautern gnad vnnd barmhertzigkeit vnd im glaubenn an Jesum Christ suche“ und spricht damit speziell die Protestanten, die durch Luthers Reformation mündig gewordenen Christen, an.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Zielsetzung erläutert, den Wandel von Text und Publikum bei der „Schönen Magelone“ infolge des Medienwechsels vom Manuskript zum Druck zu untersuchen.

1. Buchdruck: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des Buchdrucks und dessen soziologische Auswirkungen auf Produktion und Leserschaft.

2. „Die schöne Magelone“: Hier werden Entstehungsgeschichte, Zielgruppe und die ursprüngliche didaktische Funktion von Warbecks Übersetzung im höfischen Kontext analysiert.

3. Druck der Magelone durch Spalatin: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle Spalatins als Verleger, seine Vorrede als Steuerungsinstrument der Rezeption und die Transformation des Werks durch den Medienwechsel.

4. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Interpretation der Magelone als moralisches Exempel unterstrichen.

Schlüsselwörter

Buchdruck, Medienwechsel, Die schöne Magelone, Veit Warbeck, Georg Spalatin, Rezeption, Publikumsentwicklung, Reformationszeitalter, Literaturgeschichte, Prosaroman, moralische Didaktik, Fürstenspiegel, Buchmarkt, Lesererziehung, Protestantismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Übergang des Romans „Die schöne Magelone“ vom handgeschriebenen höfischen Text zur gedruckten Fassung im 16. Jahrhundert und die damit einhergehenden Veränderungen in der Rezeption.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Buchdrucks, die Rolle der literarischen Übersetzung im 16. Jahrhundert, der Einfluss von Vorreden auf das Leseverständnis sowie der soziologische Wandel des Publikums.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Medienwechsel die inhaltliche Interpretation und den Zweck des Textes beeinflusst hat, insbesondere durch die Rezeptionslenkung des Herausgebers Georg Spalatin.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literatur- und kulturwissenschaftlichen Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung zeitgenössischer Sekundärliteratur zur Buchgeschichte und zum literarischen Leben der Frühen Neuzeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Entwicklung des Drucks, der Analyse von Warbecks Übersetzung, dem publizistischen Wirken Spalatins sowie dem Wandel der Zielgruppe vom Adel zum breiteren stadtbürgerlichen Publikum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Medienwechsel, Rezeptionslenkung, Moral-Didaktik, Protestantische Ethik und die Transformation höfischer Literatur in der Frühen Neuzeit.

Warum spielt die Vorrede von Georg Spalatin eine so große Rolle?

Die Vorrede fungiert als „sendbrieff“, durch den Spalatin explizit vorgibt, wie das Publikum den Text zu verstehen und moralisch zu bewerten hat, wodurch die Magelone zu einem „Negativexempel“ für Ungehorsam uminterpretiert wird.

Wie unterscheidet sich die Zielgruppe der Druckausgabe von der ursprünglichen Vorlage?

Während der Roman ursprünglich für einen überschaubaren humanistisch gebildeten Adelskreis gedacht war, richtete sich die spätere Druckausgabe an ein breiteres, soziologisch differenzierteres Publikum, das nun explizit auch Frauen einschloss.

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Details

Title
Die gesellschaftlichen und literarischen Folgen des Buchdrucks am Beispiel der Schönen Magelone
College
Free University of Berlin  (Institut Deutsche und Niederländische Philologie)
Course
Der Liebes- und Abenteuerroman
Grade
2,0
Author
Hanka Loos (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V54621
ISBN (eBook)
9783638497800
ISBN (Book)
9783638751964
Language
German
Tags
Folgen Buchdrucks Beispiel Schönen Magelone Liebes- Abenteuerroman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanka Loos (Author), 2001, Die gesellschaftlichen und literarischen Folgen des Buchdrucks am Beispiel der Schönen Magelone, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54621
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