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Militärreformen des 18. Jahrhunderts

Titel: Militärreformen des 18. Jahrhunderts

Seminararbeit , 2002 , 13 Seiten , Note: 1

Autor:in: Ronny Gerasch (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Quelleninterpretation bezieht sich auf das Thema: ,,Militärreformen des 18. Jahrhunderts, Eine aufgeklärte Elite: die Artillerie - Offiziere". Sie beschränkt sich im wesentlichen auf die Untersuchung der Einflüsse, die die Aufklärung im Verlauf des 18. Jahrhunderts auf das Militärwesen - insbesondere das Militärwesen Frankreichs - genommen hat, wobei das Betätigungsfeld der ,,aufgeklärten Offiziere" innerhalb der zivilen Gesellschaft des Ancien Régime nur kurz umrissen wird. Als Quelle dienen dabei die ,,Notes sur un project de règlement pour l′ecole d′artillerie et du génie" vom 27. Juni 1801, deren Verfasser Napoleon Bonaparte ist.1 Es wird vor allem die Fragestellung im Mittelpunkt stehen, ob man in diesen ,,Notizen" Napoleons, aufklärerische Ideen oder Einflüsse erkennen kann und wenn ja, wie sich diese auf seine Anweisungen für die Artillerie- und Ingenieurschule auswirken?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Quellenkritik

Inhaltsangabe

Quelleninterpretation

Zusammenfassung

Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Einflüsse der „militärischen Aufklärung“ des 18. Jahrhunderts auf die französischen Militärreformen, basierend auf einer Analyse von Napoleons „Notizen“ zur Ausbildung von Artillerie- und Ingenieuroffizieren aus dem Jahr 1801. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob in diesen Ausbildungsrichtlinien aufklärerische Ideale erkennbar sind und wie sich diese in der militärischen Praxis niederschlagen.

  • Analyse der historischen Rolle des Artillerie-Korps im Ancien Régime.
  • Untersuchung der pädagogischen Reformen durch Jean-Baptiste de Gribeauval.
  • Napoleon Bonaparte als Akteur und Produkt der militärischen Aufklärung.
  • Die Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und militärischer Praxis.
  • Wandel von standesbasierter Beförderung hin zum Leistungsprinzip.

Auszug aus dem Buch

Quelleninterpretation

In den „Notizen“ Napoleons wird deutlich, dass er ein Kind der „militärischen Aufklärung“ des 18. Jahrhunderts und ein Schüler der militärischen Reformen Gribeauvals war. Diese These kann an einigen Beispielen belegt werden, jedoch muss dazu erst ein Überblick über die „militärische Aufklärung“ im Ancien Régime und deren Protagonisten Jean-Baptiste de Gribeauval gegeben werden. Hier wird dann auch genauer auf den Streit, der um Ausbildung, Aufgaben und Struktur des Artillerie - Korps entbrannte, eingegangen werden.

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts kam es vor dem Hintergrund struktureller Probleme der französischen Armee, die durch den Siebenjährigen Krieg offen zu tage traten, zur Entwicklung einer „militärischen Bildungsbewegung der Aufklärung“ („militärische Aufklärung“). Diese Bewegung umfasste im wesentlichen drei Aspekte: erstens die Integration von Offizieren in den Prozess der Aufklärung, zweitens die Schaffung spezieller schulischer Einrichtungen und drittens die Verwissenschaftlichung aller Aspekte des Kriegswesens. Innerhalb dieser Bewegung spielten die Artillerieoffiziere des Ancien Régime eine herausragende Rolle, was sicherlich der Tatsache geschuldet war, das sie auf Grund ihrer Ausbildung über einen höheren Bildungsgrad verfügten, und somit als Bindeglieder zur aufgeklärten Öffentlichkeit in Frage kamen.

Zusammenfassung der Kapitel

Quellenkritik: Diese Einleitung ordnet Napoleons Dokument historisch ein, beleuchtet seine Biografie im Kontext der Koalitionskriege und definiert den untersuchten Quelleninhalt.

Inhaltsangabe: Hier werden der Aufbau der Richtlinien für Artillerie- und Ingenieurschulen, der Lehrplan sowie die geforderten Kompetenzen der Studenten kurz skizziert.

Quelleninterpretation: Dieser Hauptteil analysiert den Einfluss der Reformen Gribeauvals auf Napoleons Ausbildungsgrundsätze sowie die Bedeutung der Verwissenschaftlichung und des Leistungsprinzips.

Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Identifikation Napoleons mit den Idealen der militärischen Aufklärung und die strukturelle Loyalität des Artillerie-Korps zum Staat.

Literaturangaben: Eine Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, die der historischen Einordnung und Belegung der Thesen dient.

Schlüsselwörter

Militärreformen, Ancien Régime, Artillerie, Napoleon Bonaparte, militärische Aufklärung, Jean-Baptiste de Gribeauval, Offiziersausbildung, Ingenieurswesen, Leistungsprinzip, Kriegswissenschaften, 18. Jahrhundert, Frankreich, Festungsbau, Ausbildung, Militärwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Napoleons Ausbildungsvorgaben für Artillerie- und Ingenieuroffiziere und untersucht, wie diese mit den militärischen Reformbewegungen der Aufklärung korrespondieren.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Napoleon Bonaparte als Offizier stark durch die militärische Aufklärung und die Reformen eines Gribeauval geprägt war.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Professionalisierung des Militärs, den Übergang von standesbasierter zu leistungsbasierter Beförderung sowie die Verwissenschaftlichung der Kriegskunst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quelleninterpretation, die den Text unter Rückgriff auf fachwissenschaftliche Literatur und historische Kontexte einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung von Napoleons „Notizen“ mit den Reformansätzen Gribeauvals und der Rolle der Artillerie im sozialen Gefüge des Ancien Régime.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlagworten zählen militärische Aufklärung, Artillerie, Ausbildung, Reformen, Gribeauval und Leistungsgesellschaft.

Welche Rolle spielt die Ausbildung in Paris und La Fere?

Sie wird als prägender Lebensabschnitt für Napoleon identifiziert, der seine spätere Haltung zu Ausbildungsinhalten und der Verbindung von Theorie und Praxis nachhaltig beeinflusste.

Warum war das Artillerie-Korps während der Revolution so stabil?

Die Arbeit argumentiert, dass durch die von Gribeauval etablierte Professionalität und das meritokratische Beförderungssystem eine stärkere institutionelle Loyalität zum Staat entstand als in anderen Waffengattungen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Militärreformen des 18. Jahrhunderts
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Geschichte und Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Staat und Gesellschaft im Ancien Régime
Note
1
Autor
Ronny Gerasch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
13
Katalognummer
V5462
ISBN (eBook)
9783638133272
ISBN (Buch)
9783638746120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militärreformen Jahrhunderts Staat Gesellschaft Ancien Régime
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ronny Gerasch (Autor:in), 2002, Militärreformen des 18. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5462
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Leseprobe aus  13  Seiten
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