Montieren eines F-Steckers an einem Koax-Kabel (Unterweisung Informationselektroniker / -in, Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

3) Thema der Unterweisung

Die Auszubildende Kerstin Müller wird heute das Anschließen eines Satellitenreceivers an einer Antennendose mittels F-Connector lernen. Diese Arbeit ist gemäß Ausbildungsrahmenplan für Informationselektroniker/in Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik vom 12. Juli 1999, Lfd. Nr. 15 a) (§3 Nr.16) im ersten Ausbildungsjahr zu unterweisen.

Dauer der Unterweisung

Die Unterweisung wird ca. 40 Minuten in Anspruch nehmen

Zeitpunkt der Unterweisung

Nach Entwicklungspsychologischen und arbeitsmedizinischen Erkenntnissen ist das Leistungsprofil an einem Mittwoch zwischen 08.00 und 11.00 Uhr vormittags am höchsten, laut neuster Studie der AOK vom Februar 2006 hat der Mensch ab15 Uhr ein zweites Leistungshoch. Da in diesem zweitem Leistungshoch aber das Langzeitgedächtnis besonders gut funktionieren und die manuelle Geschicklichkeit hoch sein soll, sowie eine 15 minütige Pause einen Erholungseffekt von nahezu 100% hat, wähle ich einen Mittwoch Nachmittag 15.15 Uhr nach der Kaffeepause für die Unterweisung aus.

Anlass der Unterweisung

Gemäß Ausbildungsrahmenplan ist das Anschließen von Informations- und Kommunikationsgeräten im ersten Ausbildungsjahr vorgesehen .

Vorherige Unterweisung

Sicherheit und Gesundheitsschutz (Ausbildungsrahmenplan Lfd. Nr. 3 (b)) nach BGV A3

Nächste Unterweisung

Umweltschutz (Ausbildungsrahmenplan (Lfd. Nr. 4)

Ausbildungsort

Die Unterweisung findet in der Werkstatt in der Frau Müller vertrauten Umgebung statt. Sie soll es beim Kunden zuhause schon können und sich nicht schlecht fühlen, wenn man die Unterweisung dort durchführt und sie es nicht auf Anhieb hinbekommen sollte.

4) Beschreibung der Auszubildenden und des Betriebes

4.1) Beschreibung der Auszubildenden

Die Auszubildende Kerstin Müller ist 17 Jahre alt und befindet sich im ersten Ausbildungsjahr in meiner Firma. Sie besuchte vorher die Realschule in Sande und hat diese erfolgreich mit dem Sekundarabschluß I abgeschlossen.

4.2) Lern- und Leistungsfähigkeit

Kerstin ist eine geduldigejunge Frau, sehr Wissbegierig und hinterfragt gerne arbeiten die sie bei ihren Kollegen sieht. Das an Sie vermittelte Wissen im Betrieb und in der Berufsschule nimmt sie sehr schnell auf, kann es sehr gut verarbeiten und umsetzen. Sie legt eine sehr große Arbeitsbereitschaft mit hoher Konzentration an den Tag. Ihre Arbeit erledigt sie mit sehr großer Sorgfalt und Genauigkeit.

4.3) Soziales Verhalten

Sie hat sich schnell und sicher in den Betrieb und seine Abläufe integriert. Gegenüber ihren Kollegen ist sie sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. Von allen Kollegen ist sie vollständig akzeptiert und willkommen.

4.4) Motivation

Durch ihre Wissbegierigkeit und ihrem willen schnell voranzukommen um auch in Zukunft eigenständig arbeiten zu können, ist Kerstin sehr Motiviert und erledigt ihre Lernprozesse und arbeiten gerne.

4.5) Bildungsstand der Auszubildenden

Ihre bisherigen Leistungen in der Berufsschule sind gut bis sehr gut, was sich auch im Betrieblichem arbeiten wiederspiegelt. Sie kennt die Unfallverhütungsvorschriften und den vorbeugenden und verhütenden Brandschutz auf den aber trotzdem immer wieder eingegangen wird. Im Umgang mit Kunden ist sie ihrem Ausbildungsstand weit voraus

4.6) Beschreibung des Ausbildungsbetriebes

Die Firma TV-HIFI-VIDEO Meier-Mühlenbeck ist ein kleines Familienunternehmen. Das Unternehmen wird geführt in der 2. Generation und hat eine Werkstatt mit Büro sowie einen großen Verkaufsraum. Es arbeiten in der Firma der Inhaber im Laden und Werkstatt, seine Ehefrau im Laden und Büro, ein Meister & Ausbilder, ein Geselle und eine Auszubildende in der Werkstatt.

5) Beschreibung der Ausgangslage

Die Unterweisung beginnt an einem Mittwoch 15.15 Uhr. In der Werkstatt wird Kerstin dann das benötigte Werkzeug sowie die benötigten Materialien und Geräte vorfinden

5.1) Das Lernzielniveau

Auf das in der Ausbildung benötigte Lernzielniveau ist Rücksicht zu nehmen. Das Lernzielniveau ist folgendermaßen gegliedert:

Reproduktion

Die Auszubildende muß das gelernte in gleicher oder veränderter Form aus dem Gedächtnis wiedergegeben können.

Reorganisation

Das Gelernte wird in gleicher oder veränderter Form aus dem Gedächtnis wiedergegeben, verarbeitet und eigenständig strukturiert

Transferwissen

Die Grundprinzipien der Herstellung einer F-Connector Verbindung kann auf ähnliche Aufgaben und Sachverhalte übertragen werden

Problemlösendes denken

Die Auszubildende kann mit Hilfe des Gelernten neue Situationen selbständig lösen bzw. bewältigen

5.2) Die Lernsituation

Die Auszubildende steht während der Unterweisung neben mir. Während der Zeit der Unterweisung ist niemand anderes in der Werkstatt. Somit stören keine betrieblichen Abläufe die Unterweisung. Gearbeitet wird mit den von mir bereitgelegten Werkzeugen und Materialien.

5.3) Lern- und Qualifikationsziele

Leitlernziel

Die Auszubildende soll alle im Ausbildungsrahmenplan geforderten Kentnisse und Fertigkeiten vermittelt bekommen.

Richtlernziel

Die Auszubildende soll sich in der Berufswelt einer Infomationselektronikerin zurechtfinden.

Definition: Das Richtlernziel hat einen Grad an Eindeutigkeit und Erlaubt dem Ausbilder einen großen Handlungsspielraum.

Groblernziel

Die Auszubildende soll selbständig Kommunikations- und Informationsgeräte anschließen können.

Definition: Das Groblernziel hat einen mittleren Grad an Eindeutigkeit und Erlaubt dem Ausbilder einen eingeschränkten Handlungsspielraum.

Feinlernziel

Die Auszubildende soll selbständig und fehlerfrei eine Verbindung mittels F-Connectoren herstellen können.

Definition: Das Feinlernziel hat einen hohen Grad an Eindeutigkeit und Erlaubt dem Ausbilder keinen Handlungsspielraum mehr.

5.4) Lernzielbereiche

Kognitiv

Die Auszubildende soll die richtige und zuverlässige Anwendung des erlernten Wissens in der beruflichen Praxis und Theorie können.

Psychomotorisch

Die Auszubildende soll die Handgriffe und das richtige einsetzen des Werkzeuges beherrschen.

Affektiv

Die Auszubildende soll bereit sein das Unterwiesene zu lernen und das Werkzeug, die Geräte, sowie die Materialien pfleglich zu behandeln.

6) Didaktische und pädagogische Prinzipien

6.1) Didaktische Prinzipien

Prinzip der Altersgerechtigkeit

Die didaktischen Prinzipien sind bei der Ausbildungsplanung zu berücksichtigen, hierbei ist darauf zu achten das der Entwicklungsstand und die Lebenssituation der Auszubildenden als Lernvoraussetzung erkannt und berücksichtigt wird.

Prinzip der Zielklarheit

Das Ziel der Unterweisung ist durch das Feinlernziel klar erkennbar, der Selbstzweck dieser Unterweisung liegt in der Verbesserung ihrer eigenen Leistungen und Fähigkeiten.

Prinzip der Faßlichkeit

Die Unterweisung (Arbeitszergliederung) ist so aufgebaut das sie von der Auszubildenden leicht aufgenommen werden kann und es zu keiner Überforderung von Kerstin kommen kann.

Prinzip der Anschauung

Mit dem vormachen des zu erlernenden wird der Lernprozeß eingeleitet und die Auszubildende bekommt eine konkrete Vorstellung des Arbeitsablaufes.

Prinzip der Praxisnähe

Die Praxisnähe entsteht hierbei das die Auszubildende ihr erlerntes durch unmittelbare Anwendung des gelernten am nächsten Tag beim Aufbau und Anschluß einer Satelliten­anlage beim Kunden unter Beweis stellen kann. Hierdurch erhöht sich auch der Lernerfolg.

Prinzip der Selbstorganisation

Durch die Anwendung des gelernten am nächsten Tag kann Kerstin gleich an selbstständiges arbeiten herangeführt werden. Diese erlernte Tätigkeit ist nur mit sehr geringen Gefahren verbunden, somit muss Kerstin am nächsten Tag bei der Umsetzung auch nicht ständig beobachtet werden.

Prinzip der Individualisierung und Differenzierung

Auszubildende dürfen nicht gleich behandelt werden. Jeder Auszubildende hat andere Charaktereigenschaften, stärken, schwächen, etc. Somit müßen die Stärken der Auszubildenden genutzt werden und die Schwächen müssen gestärkt werden.

Dies kann auch die Motivation der Auszubildenden fördern, da sie sieht das ich mich für ihre Ausbildung interessiere und und sie förder.

Prinzip der Erfolgssicherung

Eine laufende Kontrolle wird bei dieser Arbeit durch Qualitätskontrollen stattfinden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Montieren eines F-Steckers an einem Koax-Kabel (Unterweisung Informationselektroniker / -in, Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik)
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V54740
ISBN (eBook)
9783638498647
ISBN (Buch)
9783638930147
Dateigröße
738 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Montieren, F-Steckers, Koax-Kabel, Informationselektroniker, Schwerpunkt, Geräte-, Systemtechnik)
Arbeit zitieren
Wolfgang Tellner (Autor), 2006, Montieren eines F-Steckers an einem Koax-Kabel (Unterweisung Informationselektroniker / -in, Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54740

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