Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Nursing Science - Nursing Management

Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs

Title: Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs

Term Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Fecher (Author)

Nursing Science - Nursing Management
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste bösartige Neubildung bei Frauen in Deutschland sowie auch weltweit. Durchschnittlich erkrankt jede 11. Frau im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Seit 1997 ist die Brustkrebsmortalität rückläufig. Trotzdem führt das Mammakarzinom hinsichtlich der Krebssterblichkeit immer noch die Todesursachenstatistik bei Frauen an (vgl. ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 7 f.).
Ziele der derzeitigen gesundheitspolitischen Aktivitäten in der Bundesrepublik in Bezug auf Brustkrebs sind die Verbesserung der gesamten Versorgungskette und der Qualitätssicherung, angefangen von der Früherkennung und der Therapie bis hin zur Nachsorge bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensqualität der betroffenen Frauen. Strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programm, DMP Brustkrebs), sowie vielerorts entstandene zertifizierte Brustzentren sind Maßnahmen die zur Erreichung der Ziele beitragen sollen.
Um eine adäquate, gezielte Verbesserung der Versorgungssituation für Frauen zu erreichen, geraten nachfolgende Fragen in das Blickfeld: Wie ist der Informationsstand der Frauen hinsichtlich Brustkrebs? Wo stehen Frauen innerlich? Welche Bedürfnisse haben sie in den konkreten Situationen? Wo und wie müssen sie, ggf. argumentativ, „abgeholt“ werden? Welche Maßnahmen sind ggf. kontraproduktiv? Werden frauen- und altersspezifische Konzepte bei den angewandten Präventionsstrategien, den Krebsfrüherkennungs-, Behandlungs- und Nachsorgeprogrammen hinreichend berücksichtigt und somit dem Bedarf, den Erwartungen und Belangen von betroffenen Frauen entsprochen?
Dies sind Themen, die im Rahmen der Gesundheitswissenschaft mit ihrem Interesse an den medizinischen Versorgungsstrukturen der Bevölkerung und von Bevölkerungsgruppen, nachgegangen werden sollten.
Die Gesundheitswissenschaft orientierte sich lange an einem biomedizinischen Risikofaktorenmodell, dass, bei der Erklärung von Krankheitsentstehungs-, Gesundungs-, aber auch Gesunderhaltungsprozessen (im Sinne Antonovsky’s Theorie der Salutogenese), - wie man heute weiß – häufig zu kurz greift (vgl. ARBEITSKREIS FRAUEN UND GESUNDHEIT 1998, S. 10).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Epidemiologie

1.1 Definition und Nutzen der Epidemiologie

1.2 Prävalenz

1.3 Inzidenz

1.4 Mortalität

1.5 Lebensqualität

2 Krankheitsbild

2.1 Definition

2.2 Risikofaktoren

3 Prävention

3.1 Definition und Dimensionen

3.2 Primärprävention

3.3 Sekundärprävention

3.4 Tertiärprävention

3.5 Informationsstand von Frauen

3.6 Das Health-Belief-Model

3.7 Subjektive Theorien von Frauen zur Krebsfrüherkennung

4 Behandlung

4.1 Disease-Management-Programm Brustkrebs

4.2 Brustzentren

4.3 Bedürfnisse der Brustkrebs-Patientin

5 Nachsorge

5.1 Das Programm

5.2 Bedürfnisse der Patientin in der Nachsorge

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die epidemiologische Situation und die bestehenden Versorgungsstrukturen für Frauen mit Brustkrebs in Deutschland mit dem Ziel, die Patientenorientierung zu verbessern und spezifische Bedarfe in den Bereichen Früherkennung, Behandlung und Nachsorge aufzuzeigen.

  • Epidemiologische Grundlagen und Risikofaktoren des Mammakarzinoms
  • Präventionsstrategien und subjektive Theorien von Frauen zur Früherkennung
  • Strukturierte Versorgungsansätze (DMP Brustkrebs und Brustzentren)
  • Bedürfnisanalyse von Patientinnen (Information, Mitbestimmung, psychosoziale Unterstützung)

Auszug aus dem Buch

3.7 Subjektive Theorien von Frauen zur Krebsfrüherkennung

Einen anderen, tiefer gehenden Ansatz wählt DIERKS (1995). Sie beschreibt die Determinanten der Inanspruchnahme von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in einem heuristischen Bezugsrahmen (siehe Abb. 3.7.1). Dieser folgt der Überlegung, dass eine Person in einem gesellschaftlich bestimmten Erfahrungshorizont mit spezifischen kulturellen und soziodemographischen Merkmalen, spezifischem Gesundheitszustand, Persönlichkeitsmerkmalen, Kognitionen, sowie Erfahrungen und Informationen eine subjektive Theorie über Krebs und Krebsfrüherkennung entwickelt, die das Handeln im Krebsfrüherkennungsprogramm beeinflusst (vgl. ARBEITSKREIS FRAUEN UND GESUNDHEIT, 1998, S. 249).

Durch eine empirische Erhebung konnte eine Krebsfrüherkennungstypologie entwickelt werden, die zehn unterschiedliche Idealtypen abbildet. Diese zehn Typen lassen sich in drei Gruppen zusammenfassen (siehe Abb. 3.7.2). Die Typologie reflektiert vor allem die subjektiven Theorien zur Teilnahme am ärztlichen Krebsfrüherkennungsprogramm und zur Brustselbstuntersuchung.

Zusammenfassung der Kapitel

Epidemiologie: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Epidemiologie, definiert die methodischen Kennzahlen wie Prävalenz, Inzidenz und Mortalität im Kontext des Mammakarzinoms und geht auf die Lebensqualität ein.

Krankheitsbild: Hier werden das Krankheitsbild des Brustkrebses (Mammakarzinom) definiert und die beeinflussbaren sowie nicht beeinflussbaren Risikofaktoren dargestellt.

Prävention: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Formen der Prävention, analysiert den Informationsstand von Frauen und stellt Modelle wie das Health-Belief-Model sowie eine Typologie zur Krebsfrüherkennung vor.

Behandlung: Es werden die Disease-Management-Programme (DMP), die Rolle zertifizierter Brustzentren sowie die spezifischen Bedürfnisse der Patientinnen hinsichtlich Information und Mitbestimmung analysiert.

Nachsorge: Das Kapitel beschreibt die Ziele und Inhalte der Nachsorge nach einer Primärtherapie sowie die individuellen psychosozialen und informationellen Bedürfnisse der Patientinnen in dieser Phase.

Schlüsselwörter

Brustkrebs, Mammakarzinom, Epidemiologie, Prävention, Früherkennung, Health-Belief-Model, Krebsfrüherkennungstypologie, Disease-Management-Programm, DMP Brustkrebs, Brustzentren, Patientenbedürfnisse, Gesundheitswissenschaft, Nachsorge, Lebensqualität, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Epidemiologie und der Versorgungssituation von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder Präventionsangebote wahrnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die epidemiologischen Daten, präventive Maßnahmen, aktuelle Behandlungsstrukturen wie DMPs und Brustzentren sowie die psychosozialen Bedürfnisse von Patientinnen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Versorgungssituation durch ein besseres Verständnis der subjektiven Theorien und Bedürfnisse der Frauen zu sensibilisieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien und Modelle zur Gesundheitswissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden epidemiologische Kennzahlen, präventive Ansätze, die aktuelle Behandlungspraxis inklusive DMP und die Patientinnenbedürfnisse in Behandlung und Nachsorge detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mammakarzinom, Früherkennung, DMP, Patientenorientierung, Psychosoziale Unterstützung und Versorgungsforschung.

Warum nehmen trotz Aufklärung viele Frauen nicht an Vorsorgeprogrammen teil?

Das Health-Belief-Model deutet darauf hin, dass subjektive Wahrnehmungen von Nutzen und Barrieren sowie persönliche Ängste eine große Rolle spielen, die häufig nicht durch reine Informationskampagnen abgedeckt werden.

Was bedeutet das Bedürfnis nach „Mitbestimmung“ für die Therapie?

Patientinnen wünschen sich zunehmend eine aktive Einbindung in die Therapieentscheidungen, um nicht nur passiv behandelt zu werden, sondern als informierte Partnerinnen über ihren Körper zu entscheiden.

Excerpt out of 30 pages  - scroll top

Details

Title
Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Andrea Fecher (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V54751
ISBN (eBook)
9783638498746
ISBN (Book)
9783656796008
Language
German
Tags
Epidemiologie Versorgungssituation Frauen Brustkrebs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Fecher (Author), 2006, Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54751
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  30  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint