Unterrichtseinheit: Praktikumsbeleg SP2 & SP3 - Evangelische Religion, Die Abrahamgeschichte


Unterrichtsentwurf, 2002

8 Seiten, Note: 1


Leseprobe

1 Kurze Reflexion über das Praktikum

Als ich mich dazu entschloss, dass SP2 & SP3 zusammenzulegen, hatte ich das nicht nur aus organisatorischen Gründen getan. Ich hatte mir auch überlegt, dass ich in 7 Wochen mehr Einblick in den normalen Schulalltag bekommen könnte als in 3 bzw. 4 Wochen.

Ich wurde von den Lehrerinnen sehr herzlich aufgenommen. Das Kollegium besteht aus 11 Lehrerinnen unterschiedlichen Alters. Die Schule hat 9 Klassen. Davon sind es drei 1., und jeweils zwei 2., 3. und 4. Klasse. Die Schülerzahl beträgt im Durchschnitt 20 bis 25.

Bei meiner Praktikumsklasse hatte ich wirklich großes Glück. Ich war in einer 2. Klasse, die eine Klassenlehrerin haben, die sich sehr in Ihrem Beruf engagiert. Das liegt letztlich auch daran, dass sie Moderatorin für Deutsch und damit auch immer auf dem aktuellsten Stand ist. Aus diesem Grund konnte ich nicht nur Einblick in die verschiedensten Unterrichtsformen gewinnen, sondern diese auch selbst ausprobieren.

Die Stunden, die ich selbständig gehalten habe, haben mir als erstes mal wieder gezeigt, wie wenig doch Theorie und Praxis gemeinsam haben und das unser Studium leider immer noch zu theoriebezogen ist. Dennoch haben sie mir weitaus mehr gebracht als nur diese Erkenntnis. Ich konnte mich ausprobieren und viele Erfahrungen dabei sammeln. Vor allem habe feststellen können oder müssen, dass ich mit der Stundenplanung an sich ganz gut klarkomme. Was mir aber Schwierigkeiten bereitet, ist die Aufmerksamkeit und Disziplin der Klasse. Ich meine, bisher hat mir noch keine Vorlesung gesagt, wie man mit solchen Problemen klarkommt. Im Laufe des Praktikums konnte ich allerdings verschiedene Sachen ausprobieren und am Ende des Praktikums ging es schon viel besser.

Womit ich überhaupt keine Probleme hatte, war allgemein der Umgang mit den Kindern. Ich denke, dass ich gut und individuell auf die einzelnen Schüler eingegangen bin und auch ein gutes Verhältnis schon in den 7 Wochen aufbauen konnte. Was ich aber auch festgestellt habe, ist, dass es wirklich schwer ist, alle gleich zu behandeln und niemanden zu bevorzugen. Aber dadurch, dass es mir aufgefallen ist, konnte ich daran arbeiten. Und die Arbeit macht mir einfach unheimlich Spaß.

Was ich für mich gar nicht nutzen konnte, ist die uns vermittelte Stundenplanung mit Unterrichtsschritt/ didaktische Funktion, Lehrertätigkeit, erwartetes Schülerverhalten, Sozialform und Medien. Diese große Tabelle hat mich einfach immer zu sehr beschäftigt bzw. abgelenkt. Ich habe dann für mich entschieden, den Ablauf einfach aufschreiben. Dabei die einzelnen Lernziele und wichtige Punkte hervorzuheben. Ich werde eine solche Planung einmal mit abgeben. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir dieses Praktikum sehr viel gebracht hat und ich vermisse es jetzt schon.

2 Analyse der Lerngruppe

Während meines Praktikums kam ich in den Genuss, mich im Bereich Religion in drei Klassenstufen ausprobieren zu können. Nämlich Klasse 1, 2 und 4.

In der Klassenstufe 1 waren es 20 Schüler und Schülerinnen aus drei verschiedenen ersten Klassen – also eine für den Religionsunterricht wirklich große Lerngruppe. Dazu eine wirklich temperamentvolle und für eine erste Klasse typisch verspielte Truppe. Auffällig waren die guten Vorraussetzungen, die nahezu alle mitbrachten. Dies liegt aber eindeutig am Einzugsgebiet, in dem Paulus und Heiland gute Arbeit im Bereich Christenlehre leisten. Das große Thema für die erste Klasse ist das „Sehen lernen“, welches ich persönlich sehr anspruchsvolle für diese Klassenstufe finde. Dabei geht es um das Sehen der Welt und Umwelt, sich selbst und andere sehen, Sehen mit dem Herzen, Hören, Jesus kennenlernen, Gottes Spuren und um Abraham.

In der Klassenstufe 2 sind es 12 Schüler und Schülerinnen, darunter auch 7 aus meiner Praktikumsklasse. Hier merkt man den Unterschied der einzelnen Klassen. Weniger im Bezug auf die Religionskenntnisse, vielmehr im Verhalten. So sind die Schüler und Schülerinnen der anderen Klassen undisziplinierter und anscheinend uninteressierter. Außerdem sind sie nicht an offene Lernformen gewöhnt. Dazu muss ich sagen, dass meine Praktikumklasse den Vorteil hat, dass ihre Klassenlehrerin Mentorin für Deutsch ist. Dadurch kommen sie immer wieder in den Genuss neuer Methoden. Allerdings ist es wirklich leider so, dass viele LehrerInnen immer noch an ihrem alten Trott festhalten und nicht offen für Neues sind.

In Klasse 4 sind es nur zwei Schüler und eine Schülerin. Leider war es nicht möglich, diese mit Klasse zwei zu koppeln, obwohl in beiden Lerngruppen die gleichen Themen besprochen werden. Hier geht es nämlich um das Thema „Wege gehen“. Dabei geht es den ersten Lernbereichen um Wege sehen, kennen, finden und gehen, Abrahams Weg, ... besonders die drei der vierten Klasse sind doch sehr wissbegierig und auch immer sehr kreativ am Unterricht beteiligt – obwohl dies bei nur drei Schülern eigentlich von alleine kommt.

Was die soziale Schichtung betrifft, profitiert die Schule allgemein von den guten Einzugsgebieten Paulsviertel & Reileck. Somit kommt die Mehrzahl der Schüler aus doch sehr guten Elternhäusern. Viele haben sogar Kindermädchen. In meiner Praktikumsklasse waren auch alle Eltern sehr engagiert, was sich besonders bei der Projektarbeit zeigte.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass ich von Frau Wille immer gleich in den Unterricht mit einbezogen wurde. Aus diesem Grund habe ich trotz der vielen Stunden auch nur ein Hospitationsprotokoll angefertigt, da mir das „Miterleben“ des Unterrichts wichtiger war und mir auch mehr gebracht hat, als den Unterrichtsverlauf mitzuschreiben. Außerdem konnte ich dadurch besonders zu den Schülern und Schülerinnen der ersten Klassenstufe ein gutes Grundverhältnis aufbauen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Unterrichtseinheit: Praktikumsbeleg SP2 & SP3 - Evangelische Religion, Die Abrahamgeschichte
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Grundschulinstitut)
Note
1
Autor
Jahr
2002
Seiten
8
Katalognummer
V5477
ISBN (eBook)
9783638133395
Dateigröße
508 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kurze Reflektion und Unterrichtsentwürfe. 333 KB
Schlagworte
Unterrichtseinheit, Praktikumsbeleg, Evangelische, Religion, Abrahamgeschichte
Arbeit zitieren
Konstanze Herzberg (Autor), 2002, Unterrichtseinheit: Praktikumsbeleg SP2 & SP3 - Evangelische Religion, Die Abrahamgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5477

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unterrichtseinheit: Praktikumsbeleg SP2 & SP3 - Evangelische Religion, Die Abrahamgeschichte



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden