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Der Elementarunterricht im Römischen Reich

Title: Der Elementarunterricht im Römischen Reich

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Early and Ancient History
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„Hellas,bezwungen, bezwang den barbarischen Sieger und brachte Latium dem bäuerlich derben, die Künste“dichtete der griechische Dichter Horaz, und fasste damit in einem Satz die Entwicklung des geistigen Lebens in Rom zusammen, die sich seit den hellenischen Kriegen vollzogen hatte. Der immer stärker werdende griechische Einfluss auf die römische Kultur sollte auch den Gang der Erziehung nicht unangetastet lassen. Schulen wurden gegründet und Lehrstühle für höhere Wissenschaften eingerichtet;, Philosophie, Literatur und Kunst traten an die Stelle des utilitaristisch ausgerichteten Unterrichts. Im Folgenden werde ich einen Überblick die Entwicklung, Gestalt und Inhalte der römischen Erziehung geben. Im Fokus meiner Untersuchungen wird die römische Elementarschule, derludus litterarius,von ihrer Entstehung bis zu ihrem Niedergang in der Spätantike stehen. Die Erziehung während der römischen Antike wurde wissenschaftlich bereits durchaus gut erforscht. Jedoch nimmt hier die Elementarschule im Vergleich mit der höheren Bildung einen sehr geringen Raum ein. Zudem ist die Quellenlage für die höheren Wissenschaften als wesentlich besser zu beurteilen. Bedenkt man das hohe Ansehen derartes liberalesin der zu behandelnden Epoche, verwundert dies nicht weiter. Für die Erziehung in frührepublikanischer Zeit können wir uns kaum auf Zeitzeugenberichte stützen. Als Hauptquelle ist hier die Plutarch-Biographie des Marcus Porcius Cato zu nennen. Es ist jedoch fraglich, wie bzw. ob das Erziehungskonzept des Cato auf die Gesellschaft übertragen werden kann. Spätere Texte, vor allem diejenigen der Kaiserzeit, malen ein idealisiertes Bild der von der “guten alten Zeit“.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Erziehung und Unterricht in der frühen Republik

1.1 Die Entstehung der ludi litterarii

1.2 Formen der altrömischen Erziehung

1.3 Charakteristika der altrömischen Erziehung

2 Die Elementarschule in der späten Republik und Kaiserzeit

2.1 Die „kulturelle Revolution des 2. Jahrhunderts“

2.2 Die konservative Reaktion

2.3 Schule und Staat

3 Vom Wesen der Schule

3.1 Programm und Unterrichtsgegenstand

3.2 Der Tagesablauf

3.3 Der Schulmeister

3.4 Der Kinderführer (paedagogus / custos)

3.5 Räumlichkeiten und Ausstattung

3.6 Mädchen und Bildung

3.7 Prügelnde Lehrer - ein Vorurteil?

4 Ausblick und Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die Entwicklung, Struktur und den pädagogischen Alltag der römischen Elementarschule, des ludus litterarius, von den Anfängen in der frühen Republik bis hin zur Spätantike, wobei der Fokus auf dem Einfluss griechischer Bildungstraditionen und der gesellschaftlichen Stellung der Vermittler liegt.

  • Historische Entstehung und Entwicklung des römischen Elementarunterrichts
  • Einfluss des Hellenismus auf das römische Erziehungswesen
  • Gesellschaftlicher Stellenwert und sozioökonomische Lage des Lehrpersonals
  • Methoden der Wissensvermittlung und Lerninhalte
  • Die Rolle der Privaterziehung und staatliche Desinteresse an der Elementarstufe

Auszug aus dem Buch

3.1 Programm und Unterrichtsgegenstand

„Ich habe keine Mathematiken, Rhetorik und all den anderen Unsinn gelernt, aber ich kann die Buchstaben auf den Steinen lesen und durch hundert teilen in Münze, Maß und Gewicht“ (Petron., Sat. 58)

Gegenstände der Elementarbildung bildeten das Lesen, Schreiben und Rechnen. Jegliche Bildung, die auf diesen Kenntnissen aufbaute, wurde durch die höheren Schulen vermittelt. Vom Ablauf des Lesen- und Schreibenlernens vermittelt uns Quintilian ein deutliches Bild: zunächst lernte der Schüler die Namen und Reihenfolge der Buchstaben auswendig, vorwärts wie rückwärts, erst dann wurde er in dessen äußere Form eingewiesen. Um die Gestalt des Buchstabens zu erfahren, fuhr der Schüler mit seinem stilus die in Holztafeln vorgeritzten Linien nach, oder aber seine Hand wurde durch die des magisters geführt. Zudem verwendete man Buchstaben aus Elfenbein, damit die Zöglinge die Formen durch Anfassen erfahren konnten und um sie „zum Lernen zu reizen“.

Danach folgte das Diktieren und eigenständige Schreiben der Lettern. Quintilian übt jedoch Kritik an dieser Vorgehensweise: seiner Meinung nach sei es wenig sinnvoll, dem Schüler die alphabetische Folge der Buchstaben zu lehren, wenn er sie nicht von einander zu unterscheiden weiß. Waren das Alphabet und sämtliche Kombinationen seiner Elemente bekannt, folgte das Bilden von Silben. Waren sie verinnerlicht, ging man zu der Bildung von Wörtern über, und von den Wörtern zum Satz. Dabei wurden absichtlich seltene und schwierige Wörter, so genannte Glossen verwandt. Sie sollten allzu schnelles Lesen und dadurch entstehende Unsicherheiten verhindern. Diese Lehrmethode hatten die Römer aus der griechischen Pädagogik übernommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erziehung und Unterricht in der frühen Republik: Das Kapitel erläutert die Ursprünge der römischen Erziehung, die anfangs stark familienintern geprägt war, und beleuchtet die langsame Entstehung erster öffentlicher Lehreinrichtungen.

2 Die Elementarschule in der späten Republik und Kaiserzeit: Hier wird der Einfluss der griechischen Kultur und die daraus resultierende „kulturelle Revolution“ sowie das weitgehende Fehlen staatlicher Schulpolitik im Römischen Reich analysiert.

3 Vom Wesen der Schule: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Übersicht über Unterrichtsinhalte, den Tagesablauf, die Ausstattung, die prekäre soziale Situation der Lehrer sowie spezifische Aspekte wie die Bildung von Mädchen und die Disziplinierungsmethoden.

4 Ausblick und Resümee: Das Kapitel fasst die Entwicklung zusammen und diskutiert den Fortbestand oder Niedergang der Elementarschulen während des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter.

Schlüsselwörter

Römisches Reich, Elementarschule, ludus litterarius, Erziehung, Hellenismus, artes liberales, Schulpädagogik, römische Gesellschaft, Schulmeister, Bildungswesen, Antike, Didaktik, Mädchenbildung, Sozialgeschichte, Sklaven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte und der pädagogischen Gestaltung des Elementarunterrichts im Römischen Reich von der Republik bis zur Spätantike.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Schulinstitutionen, der Rolle des griechischen Einflusses, der sozialen Stellung der Lehrer und der täglichen Unterrichtspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein umfassender Überblick über die Gestalt, die Inhalte und die gesellschaftliche Einbettung der römischen Elementarschule, insbesondere vor dem Hintergrund privater statt staatlicher Trägerschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung antiker Quellen (u.a. Plutarch, Quintilian, Martial, Juvenal) sowie moderner Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der kulturellen Einflüsse, das Verhältnis von Schule und Staat sowie praktische Aspekte wie Fächer, Tagesabläufe, die Rolle des Lehrpersonals und Erziehungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind ludus litterarius, römische Erziehung, Hellenismus, paedagogus, Elementarbildung und gesellschaftliche Stellung des Lehrers.

Warum spielt die Rolle der Frau eine besondere Rolle in der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Mädchen Zugang zu Bildung hatten, da dies einen wichtigen Aspekt der sozialen Struktur und der Bildungschancen in der römischen Gesellschaft darstellt.

Was war die Funktion des paedagogus?

Der paedagogus war ein meist versklavter Hausangestellter, der den Schüler auf dem Schulweg begleitete, ihn vor Gefahren schützte und ihn bei seiner Ausbildung unterstützte.

Wie war die wirtschaftliche Situation der Elementarlehrer?

Die Lehrer waren meist privat finanziert, in einer niedrigen gesellschaftlichen Position und litten oft unter geringer Entlohnung, was ihre prekäre Lebenssituation widerspiegelt.

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Details

Title
Der Elementarunterricht im Römischen Reich
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Die römische Familie
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V54824
ISBN (eBook)
9783638499361
ISBN (Book)
9783656791072
Language
German
Tags
Elementarunterricht Römischen Reich Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Der Elementarunterricht im Römischen Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54824
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